(ghi) Auf den ersten Blick mag es exotisch wirken, dass ausgerechnet Reb- und Weinfreunde das Mosterei- und Brennereimuseum der Firma Möhl (MoMö) in Arbon besuchen. Auf den zweiten Blick – und vor allem beim Rundgang durch das hervorragend gestaltete MoMö-Museum – sind starke Parallelen erkennbar zwischen der Obst- und Traubenverarbeitung.
Wie die Vinifizierung so hat auch die Mostzubereitung ähnliche, wenn nicht gleiche Voraussetzungen: Qualität des Grundstoffs, Press-, Gährungs- und Kelterungsvorgang. Die Qualität des Endprodukts verlangt heute exaktes Vorgehen und Arbeiten auf allen Stufen. Im Möhl-Museum wird nicht nur die Geschichte des in fünfter Generation betriebenen Unternehmens vom Landwirtschaftsbetrieb zum führenden Mostverwerter mit Apfelsaftspezialitäten gezeigt, sondern auch die Entwicklung der Verfahrenstechnik dargestellt. Heute wird eine breite Palette an Apfelsäften, Apfelweinen, Saft vom Fass und Shorley hergestellt, die auf jeden Trinkgenuss angepasst sind.
Das topmoderne und interaktive MoMö gab einen beeindruckenden Einblick in dieses Familienunternehmen. Nach dem anschliessenden Mittagessen gings im Car weiter nach Steckborn. Es folgte bei schönstem Wetter eine einstündige Schifffahrt nach Stein am Rhein. Dort bot sich ein einstündiger Aufenthalt für einen Rundgang durch das malerische Städtchen, bevor es per Car wieder Richtung Bözen ging.