(glp) Der 24. Mai war der erste Hitzetag in diesem Jahr. Bis heute haben wir in Aarau in diesem Jahr schon 55 Hitzetage erlebt. Das entspricht fast zwei Monaten, in denen es ununterbrochen über 30 Grad heiss war. Ein absoluter Rekord.
«Hunderte Hitzetote, Trockenheit ohne Ende, fehlendes Futter für Tiere, Schwitzen in Schulen und Altersheimen. Wasser sparen. Das ist nicht einfach ein heisser Sommer, das ist Klimaerwärmung. Es ist die menschengemachte Klimaerwärmung, die einen solchen Sommer hervorbringt. Und es wird nicht der letzte sein. Und wir alle sind mitverantwortlich dafür. Nun müssen wir lernen, mit der Klimaerwärmung umzugehen. Das wird uns kosten», schreibt die Partei.
Es wird viel kosten
Schulen, Alters- und Pflegeheime brauchen Klimaanlagen. «Wir müssen unsere Gewässer, Wälder, Feuchtgebiete und natürlichen Wasserspeicher schützen und stärken. Wasser muss besser zurückgehalten, gespeichert und intelligent verteilt werden. Es braucht Bäume, Schwammstädte und regionale Wasserversorgungen. Notmassnahmen nach Extremereignissen müssen finanziert werden. Und auch die Landwirtschaft wird ihre Forderungen stellen, bez. hat sie schon gestellt. All das wird uns also viel kosten, ist aber leider notwendig», heisst es weiter. Die GLP will, dass der Aargau die Klimaresilienz als strategische Aufgabe versteht und entsprechende Massnahmen umsetzt.
Aber es könne nicht sein, nur die Auswirkungen des Klimawandels zu angehen, man müsse auch die Ursachen bekämpfen. «Wir können nicht immer mehr Geld dafür einsetzen, uns an immer grössere Schäden anzupassen – und gleichzeitig zu wenig dafür tun, die Ursachen zu bekämpfen. Wir brauchen beides: Klimaanpassung und Klimaschutz.» Klimaschutz heisst, dass wir dafür sorgen, dass wir möglichst schnell den CO2-Ausstoss verkleinern, im Verkehr, in den Gebäuden und in der Industrie, und dass wir dafür sorgen, dass unsere Umwelt geschützt wird. «Die Klimaerwärmung ist menschgemacht. Wir alle sind Teil des Problems und können Teil der Lösung
werden.»
Vorausschauende Klimapolitik koste zwar Geld, sie sei aber auch eine Investition, schreibt die Partei: In die Wasserversorgung, in lebenswerte Gemeinden, in eine widerstandsfähige Landwirtschaft, in die Gesundheit und in eine Infrastruktur, die auch in einem
wärmeren Klima funktioniert. Ziel sei ein Aargau, der auch in einem wärmeren Klima lebenswert bleibe. «Wenn wir also über weitere Steuersenkungen diskutieren, müssen wir gleichzeitig darüber sprechen, welchen finanziellen Handlungsspielraum der Aargau morgen
braucht. Eine verantwortungsvolle Finanzpolitik schaut nicht nur auf den nächsten Steuerfuss. Sie sorgt dafür, dass wir auch morgen die Mittel haben, in die Zukunft unseres Kantons zu investieren. Handeln wir jetzt, zusammen. Denn Klimapolitik ist längst nicht mehr nur
Umweltpolitik. Klimapolitik ist Gesundheitspolitik. Sie ist Landwirtschaftspolitik. Sie ist Wirtschaftspolitik. Und sie ist auch Finanzpolitik», behauptet die GLP.