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Über 60 Weinfreundinnen und Weinfreunde geniessen den «Südfrankreich-Abend» im Gesundheitszentrum Fricktal in Laufenburg.
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«Wine & Dine» der Fricktaler Weinfreundinnen und Weinfreunde: «Südfrankreich im Glas »

(urs) Südfranzösische Weine standen im Mittelpunkt des Treffens der Fricktaler Weinfreundinnen und Weinfreunde, das am Freitag, 4. September, im Gesundheitszentrum Fricktal in Laufenburg stattfand. Durch den Abend führte Andrea Wunderlin, Önologin FH.

Südfrankreich verbindet man mit einer glitzernden Mittelmeerküste, charmanten Dörfern und einem weiten Hinterland mit wunderschönen Landschaften. Dies und das einzigartige Sonnenlicht haben schon im 19. Jahrhundert viele Künstler angezogen. Und natürlich spielen Reben und Wein seit der Römerzeit in Südfrankreich eine wichtige Rolle. Am «Wine & Dine» ging die Reise für die über 60 Teilnehmer in die Regionen Languedoc, Roussillon und die Provence. Andrea Wunderlin, die zusammen mit Ehemann Gerhard Wunderlin einen Weinbaubetrieb in Zeiningen führt, überzeugte die Teilnehmer mit profunder Fachkenntnis und brachte ihnen Südfrankreich und seine Weine auf sympathische Weise näher.

Zu Beginn eine wunderbare Vorspeise. Gebratene Jakobsmuscheln auf Champagnerrisotto mit Hummersauce und einer mit Ziegenfrischkäse gefüllten Zucchiniblüte. Herrlich dazu die beiden Weine aus der Traubensorte Picpoul Blanc. Ein Extra Brut der Familie Guibert und ein fruchtiger Weisswein der Domaine Jourdan, nahe am Meer gelegen bei Sète. Zur zweiten Vorspeise, einer Melonen-Mangokaltschale mit Zitronenmelisse, gab es einen Weisswein mit dem schönen Namen «Les Neiges de l’Agly», aus den Traubensorten Viognier und Vermentino. Er vermochte die Süsse der Speise gut abzupuffern. Danach eine Zwischenserie mit zwei Rotweinen aus der AOC Faugères und der AOC Minervois. Der Saint Antonin Lou Cazalet 2023 zeigte sich würzig und mineralisch. Der La Nine 2024 der Domaine Senat, ein noch junger und ungestümer Wein mit etwas Kohlensäure, gekeltert aus den Traubensorten Carignan, Grenache und Syrah. Südfrankreich, so Andrea Wunderlin, galt lange als Massenweinproduzent. Heute gibt es sehr viele Familienbetriebe, aber auch Investoren, die Weingüter mit hohem Qualitätsstandard betreiben. Das sonnige und trockene Klima begünstigt den biologischen Weinbau, der weit verbreitet ist.

Präsident Urs Hofer verdankt Andrea Wunderlin den von ihr organisierten «Südfrankreich-Abend».Der Hauptgang mundete vorzüglich. Rosa Entenbrust mit Feigen-Rotweinjus, einem ausgezeichneten Kartoffelgratin und provenzalisches Gemüse. Dazu passend der Terre de Jonquières 2022 aus dem Hinterland von Montpellier, kräftig und nachhaltig, erinnernd an die Garrigue-Landschaft mit ihren mediterranen Kräutern. Der 2021 Contrechamps der Domaine La Bastide Blanche stammt aus einer der besten Rotweinregionen Frankreichs, dem Bandol. 90 Prozent Mourvèdre und 10 Prozent Grenache, 19 Monate ausgebaut im Barrique, ergeben einen vollmundigen und kräftigen Wein. Er steht am Anfang seiner Trinkreife und wird noch lange Freude bereiten.

Ein köstlicher Dessertteller zum Abschluss und ein herrlich gereifter Süsswein mit Jahrgang 2001 aus der AOC Rivesaltes schlossen den tollen Südfrankreichabend ab. Der Dank und der grosse Applaus galt Andrea Wunderlin für die passende Weinauswahl und die fundierten Informationen zu den Regionen, den Weinen und der Kelterung. Bestimmt zieht es etliche Fricktaler Weinfreundinnen und Weinfreunde bald wieder nach Südfrankreich.

Bild 1: Über 60 Weinfreundinnen und Weinfreunde geniessen den «Südfrankreich-Abend» im Gesundheitszentrum Fricktal in Laufenburg.
Bild 2: Präsident Urs Hofer verdankt Andrea Wunderlin den von ihr organisierten «Südfrankreich-Abend».
Fotos: zVg