(ab) Am Waldumgang der Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen wurde über den Strassenunterhalt von Flurwegen informiert. Ebenfalls konnte die Jagdgesellschaft Sulz/Laufenburg das jagdliche Handwerk, die Ausbildung und eine Hundeübung präsentieren.
Am vergangenen Samstag luden die Forst & Dienste Laufenburg-Gansingen zum diesjährigen Waldumgang im Ortsteil Sulz ein. Interessierte besammelten sich um 13.30 Uhr vor der Mergelgrube Egghalde in Sulz. Das Forstteam begrüsste die Anwesenden, bevor es auf den spannenden Rundgang von der Grube bis zur Flurstrasse ging. Bereits zum sechsten Mal findet der Waldumgang unter Forst & Dienste statt und zum sechsten Mal erschienen über 100 Interessierte. Neben den 140 Besuchern sind auch Gäste aus der Partnergemeinde Laufenburg DE begrüsst werden.
Start des Rundgangs war in der Grube, die seit 1996 als Kleinabbaustelle im Betrieb ist. In Sulz hat der Abbau von Mergel in dieser Form seinen Ursprung sogar noch weiter zurück. Im Gebiet der Talhalde wurde 1989 erstmals abgebaut. Die Firma Mühlebach demonstrierte ihre Brechanlage und den Abbau eindrücklich. Diese Anlage kann rund 100 Kubik Mergel pro Stunde aufarbeiten. In der Grube Egghalde sind im Jahr 2026 Total 3000 Kubik Abbau eingeplant. Förster Andreas Bühler erklärte anhand der effektiven Kosten die Wichtigkeit einer eigenen Grube in der Gemeinde. In Gansingen wurde bereits zwei Wochen vorher der gleiche Prozess mit 1500 Kubik Abbau durchlebt. Die Materialkosten können so deutlich gesenkt werden. Mit dem Pneulader wurde gleich ein LKW beladen, der das Material auf die Strasse transportiert. «Wir sind hier auf sehr gute Fahrer angewiesen, sie müssen Pläne lesen können und teilweise einige 100 Meter rückwärts fahren», so Bühler.
Der LKW kippt das Kiesgemisch in eine Mulde, die er selbst ziehen kann. So wird der Kies in der gewünschten Dicke auf der Strasse aufgetragen. Somit wird eine mehrheitlich homogene gleichmässige Schicht aufgetragenen. Sobald ein Abschnitt bereit liegt, wird mit einem Gräder das Material auf der Strasse verteilt. Dabei kann die Maschine die nötige Neigung und Profilierung erstellen. Nach der Profilierung wird mit der Vibroplatte am Valtra von Forst & Dienste die Strasse verdichtet. Beat Senn erklärte den Besuchern, dass dabei die Fahrgeschwindigkeit entscheiden ist. Er fährt jede Strasse dreimal ab, bis sie fertig einvibriert ist. «Spannend dabei, würde man die Luftdistanz nehmen, erreichen wir den Schachen Aarau. Unser Ziel ist es die vorhandenen Ressourcen in einem fünf Jahres Turnus nutzen zu können.»
Um den Wald nicht ganz zu vergessen, war der nächste Posten dem traditionellen Baumporträt gewidmet. Elias Hürlimann erläuterte unter einem grossen Nussbaum der Bevölkerung die Eigenschaften dieses Baumes. Der Walnussbaum wird als klimafitte Baumart in unserer Region betrachtet. In solchen trockenen Jahren ist das beinahe Saftgrüne Laub deutlich vitaler als andere Baumarten.
Beim letzten Posten informierte die Jagdgesellschaft Sulz über das jagdliche Handwerk, die zweijährige Ausbildung zum Jungjäger und zeigte eine spannende Hundeübung. Dabei kamen auch das Jägerlatein und das Brauchtum nicht zu kurz. Im Anschluss an den Waldumgang wurde auf dem Sulzerberg von Forst & Dienste das Nachtessen offeriert und man durfte den Abend gemütlich ausklingen lassen.