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Auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände soll ein neues, beeindruckendes Technologiezentrum entstehen. Foto: Jörg Wägli

Technologiezentrum Laufenburg – FlexBase aktualisiert Baugesuch für 500+MW-Batteriespeicher und KI-Datencenter

(pd/cg) Die FlexBase Group zieht das Ende Mai bei der Bauverwaltung Laufenburg deponierte Ersuchen um einen Vorentscheid zum Neubau eines Technologiezentrums zurück und reicht ein den Rahmenbedingungen angepasstes aktualisiertes Baugesuch ein.

Der Entscheid erfolgt aufgrund veränderter Voraussetzungen und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, das Projekt auf dem ehemaligen Gelände der Swissgrid in Laufenburg in Einklang mit den aktuellen regulatorischen Anforderungen voranzutreiben. Das neue Baugesuch für den geplanten Batterie-Grossspeicher von mindestens 500 Megawatt und das KI-Datencenter berücksichtigt die in der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung definierte Maximalhöhe. Nach einem weiteren Landerwerb der Flex Base Real Estate in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden betroffenen Parzellen wird zudem eine gegenüber dem Vorprojekt optimierte Linienführung der Fassadenflucht möglich.

Auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände soll ein neues, beeindruckendes Technologiezentrum entstehen. Foto: Jörg WägliDie neue Besitzerin des seit acht Jahren brachliegenden Swissgrid-Geländes, die in Laufenburg domizilierte FlexBase Holding mit ihren Tochtergesellschaften hat allerdings im Rahmen der laufenden Gesamtrevision Nutzungsplanung eine Einwendung eingereicht, die eine Erhöhung der zulässigen Bauhöhe auf 30 Meter für die Zone des geplanten Technologiezentrums verlangt. Diese Anpassung würde es ermöglichen, das Projekt des Batteriespeichers und KI-Datencenters in seiner optimalen Form zu realisieren. Marcel Aumer, CEO und Co-Founder von FlexBase: «Trotz des notwendigen Schritts, unser Baugesuch zu aktualisieren, bleiben wir zuversichtlich, unser Pro-jekt im vorgesehenen Zeitrahmen umzusetzen. Wir sind im konstruktiven Dialog mit den zuständigen Behörden und gehen davon aus, dass die Gesamtrevision der Nutzungsplanung die Bedeutung solcher zukunftsweisenden Projekte für die Region berücksichtigen wird.»

Das bestehende, mit dem Antennenmast 39 Meter hohe Swisssgrid-Gebäude. Foto: Jörg WägliEiner der grössten Batteriespeicher der Welt
Kernstück des geplanten und in Zusammenarbeit mit Universitäten und technisch führenden Unternehmen realisierten Technologiezentrums ist ein Neubau gegenüber dem mit dem Antennenmast 39 Meter hohen Swisssgrid-Gebäude. Unmittelbar neben dem weltweit grössten Stromverbund, dem «Stern von Laufenburg», welcher aktuell rund 530 Millionen Menschen in über 30 Län-dern mit Strom versorgt, entsteht mit einem Fassungsvermögen von mindestens 500 Megawatt einer der grössten und modernsten Batteriespeicher der Welt. FlexBase-CEO Marcel Aumer: «Der Speicher, dessen Technologie nachhaltig ausgerichtet, vollständig rezyklierbar, nicht brennbar und nicht explosiv ist, wird massgeblich zur Versorgungssicherheit der Schweiz und Teilen Europas beitragen.»

Rechenzentrum für künstliche Intelligenz und Windkanal
Ergänzt wird der Speicher durch ein Rechenzentrum für künstliche Intelligenz sowie einen Windkanal für Forschungs- und Entwicklungszwecke im Sportbereich. Die einzelnen Themenfelder und Kompetenzzentren ermöglichen auf dem Gelände um die 350 neue Arbeitsplätze in Laufenburg und bieten Fachpersonen, Studenten und Universitäten die Grundlage zur Weiterentwicklung. Allein FlexBase plant bis Ende 2027 mit 100 bis 150 Mitarbeitenden in Laufenburg.

Abwärme für Fernwärmenetz
Das geplante Rechenzentrum für künstliche Intelligenz wird mit modernster Technik und Sicherheitsstandards ausgestattet. Die generierte Abwärme wird aktiv für das Fernwärmenetz der Stadt Laufenburg genutzt und kann auch von umliegenden Gemeinden sowie Industrien im Umkreis von mehreren Kilometern in der Schweiz und Deutschland zur Senkung von Treibhaus-gasemissionen eingesetzt werden. Die Stadt Laufenburg hat bereits eine entsprechende Vereinbarung mit FlexBase abgeschlossen, die das Unternehmen verpflichtet, ab 2025 kostengünstige Fernwärme zu liefern. Trotz der Neuauflage des Baugesuchs rechnet FlexBase nicht mit einer Verzögerung des ambitionierten Zeitplans, der einen Baustart Anfang 2025 vorsieht: Neuste Abklärungen haben ergeben, dass unter anderem die Entsorgung des Aushubmaterials entgegen ersten Annahmen keine langen Transportwege mehr verursacht, weil das Material in eine in unmittelbarer Nähe befindliche, ehemalige Kiesgrube in der Nachbargemeinde Kaisten ab-geführt werden kann.
FlexBase-CEO Marcel Aumer betont die ideale Lage des Technologiezentrums in der Nachbarschaft des «Stern von Laufenburg»: «Das Verbundnetz ermöglicht einen direkten Anschluss des Batteriespeichers ohne Umwege und Verlustleistung und eignet sich daher hervorragend als Standort für den Speicher. Das ehemalige Swissgrid- Gebäude wird wiederbelebt und die Abwärme des wassergekühlten Rechenzentrums, das mit einer Photovoltaikanlage auf über 8000 m2 Fläche ausgestattet wird, wird in den Wärmeverbund Laufenburg eingespiesen. Dies bedeutet nicht nur eine Entlastung der Heizkosten für Anwohner, die Stadt Laufenburg und der Kanton Aargau profitieren von den Steuerabgaben unseres Unternehmens.»

Ein Teil der Bauprofile; im Hintergrund die Schaltanlage des «Stern von Laufenburg». Foto: Jörg WägliHöhe von 30 Metern notwendig
Das mehrere Stockwerke umfassende Neubauprojekt – Architektur Frei Architekten Aarau– ist mit dem Batteriespeicher und dem KI-Rechenzentrum allerdings auf eine maximale Höhe von 30 Metern angewiesen, um die technischen Voraussetzungen und die Rentabilität zu gewährleisten. Um möglichst keine zeitliche Verzögerung in Kauf zu nehmen, wurde in Absprache mit dem Stadtrat Laufenburg in der Zwischenzeit eine marginale, mit der Gesamtrevision koordinierte Teiländerung der bestehenden Bau- und Nutzungsordnung in Angriff genommen. Diese verfolgt einzig das Ziel, für den Bauperimeter eine Anpassung der maximalen Höhe von 30 Metern zu erlauben.
FlexBase ist es ein grosses Anliegen, die Behörden wie die betroffene Einwohnerschaft offen und transparent zu informieren und allen gesetzlichen Erfordernissen nachzukommen. Mit dem neuen Baugesuch für den Batterie-Grossspeicher wird die derzeit aktuelle Maximalhöhe von 20 Metern respektiert, was für den Baubeginn auch ausreicht. FlexBase geht zudem im Wissen um die Bedeutung des Vorhabens von nationaler und internationaler Tragweite davon aus, dass die eingereichte Einwendung auf Verständnis stösst und mit der angestossenen marginalen Teiländerung der bestehenden Bau- und Nutzungsordnung ein Gebäude bis zu einer Höhe von 30 Metern auf den betroffenen Parzellen möglich wird, wie das in umliegenden Gemeinden in Industriezonen ebenfalls üblich ist.
FlexBase CEO Marcel Aumer: «Unser Vorhaben ist ein klassisches Win-Win-Projekt: Es garantiert im Energiebereich dank dem ‹Stern von Laufenburg› die Versorgungssicherheit weit über unser Land hin­aus, schafft interdisziplinär Hunderte von Arbeitsplätzen im Bereich modernster Technologien und damit Steuersubstrat für die Standortgemeinde und den Kanton und kann Fernwärme liefern – sogar bis nach Deutschland. Entsprechende technische Voraussetzungen werden derzeit mit dem Betreiber des Kraftwerk Laufenburg, der naturenergie AG besprochen.»

Flexbase: The Power of Innovation for Tomorrow‘s World
Die 2022 von Marcel Aumer und Sascha Carroccio gegründete FlexBase Holding verfolgt die Vision, mit modernen und innovativen Technologien in den Bereichen Informatik, sichere Kommunikation und Energie neue und moderne Arbeitsplätze für Laufenburg und die gesamte Region zu schaffen. Zur Gruppe gehören FB Real Estate AG, FB Data AG, FB Storage AG, FB Power AG und FlexBase Service AG. Der Standort des Technologiezentrums ist bewusst beim «Stern von Laufenburg» geplant, der Stromdrehscheibe Mitteleuropas, die schweizweit die beste Anbin-dung an das Stromnetz bietet. Investiert in das geplante Technologiezentrum sind Family Offices aus dem DACH-Raum.

Bilder
Erstes und zweites Bild: Auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände soll ein neues, beeindruckendes Technologiezentrum entstehen. Fotos: Jörg Wägli
Drittes Bild: Das bestehende, mit dem Antennenmast 39 Meter hohe Swisssgrid-Gebäude. Foto: Jörg Wägli
Viertes Bild: Ein Teil der Bauprofile; im Hintergrund die Schaltanlage des «Stern von Laufenburg». Foto: Jörg Wägli