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Laufenburg: Lebensraum Skulpturengarten

(eing.) Kunst trifft Biodiversität: Das Rehmann-Museum verwandelt seinen Skulpturengarten in einen lebendigen Naturgarten.

Das Rehmann-Museum in Laufenburg schlägt ein neues Kapitel in der Verbindung von Kunst und Ökologie auf. Mit dem Projekt «Lebensraum Skulpturengarten» wird die rund 1300 m² grosse Aussenanlage des Museums zu einem Vorzeigeprojekt für Biodiversität und Klimaanpassung im Siedlungsraum umgestaltet. Im Dialog mit den markanten Plastiken des Bildhauers Erwin Rehmann (1921–2020) entsteht ein dynamisches Ökosystem, das Natur- und Kunstbegeisterte gleichermassen anspricht.

Ein Refugium für seltene Arten
Die einzigartige geologische Lage Laufenburgs, wo der Schwarzwaldgneis offen zu Tage tritt, bildet die Basis für dieses ehrgeizige Vorhaben. In Zusammenarbeit mit dem Jurapark Aargau und der Fachplanung durch Katja Sattler (setzholz.ch) werden gezielt  Lebensräume für bedrohte Arten geschaffen. In der bereits abgeschlossenen ersten Etappe im Frühjahr 2026 wurden unter anderem  seltene Gehölze wie die Pimpernuss (Staphylea pinnata) gepflanzt. Zudem wurden dornige Hecken aus Schwarzdorn und Weissdorn gesetzt, um geschützte Rückzugsräume für Kleintiere zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Grauen Fingerkraut, für das im Garten in der zweiten Phase im Herbst 2026 ein geschütztes Habitat entsteht. Auch für Glühwürmchen wird das Areal durch den Verzicht auf nächtliche Beleuchtung und das Anlegen von Ast- und Steinhaufen optimiert.

Foto: zVgKlimaanpassung und Aufenthaltsqualität
Das Projekt reagiert aktiv auf klimatische Herausforderungen. Durch die Pflanzung einheimischer Wildstauden aus biologischer Produktion – wie Wiesen-Salbei, Flockenblumen und verschiedene Farne im neuen Schattenbeet – wird das Mikroklima nachhaltig verbessert. Besuchende können die Kunstwerke künftig in einer kühleren, grünen Oase erleben. Die Verantwortlichen freuen sich auch auf die feierliche Pflanzung eines Baumes am 25. Oktober, wo die Verwurzlung des Rehmann-Museums in der Region gefeiert wird,
aber auch sein Wachsen in die Zukunft.

Ein Ort des Lernens und Erlebens
Der Skulpturengarten ist als lebendiger Lernort konzipiert. Das Rahmenprogramm bietet partizipative Erlebnisse:
- Landschaft verspeisen (7. Juni, 14–18 Uhr): Kulinarische Entdeckungsreise mit der Naturheilpraktikerin Sonja Wunderlin.
- Klima-Event: Heisse Arbeit – Kühler Schatten (21. Juni, 14–17 Uhr): Hitzestress-Parcours in Kooperation mit der ETH Zürich (Michael Windisch und Evelin Iseli) und dem Naturschutzverein Sulz-Laufenburg.
- Digitales Erleben: Ein in Arbeit befindlicher Audioguide wird künftig Hintergründe zu Kunst und Ökologie liefern

Starke Partnerschaften
Der Jurapark Argau und das Reallabor Jurapark Aargau zählen im Rahmen des Experiments «Grünflächen der Zukunft» zu den Partnern sowie weitere lokale Partnerschaften wie der Leuenberger AG Gartenbau sowie Experten des Vereins Glühwürmchen Projekt und kantonalen Fachstellen. Unterstützt wird das Vorhaben Swisslos Aargau, Lebensraum Aargau, umweltengAGement sowie die O. Lunin und Gsell Stiftung.