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Balteschwiler AG, Laufenburg: Strategische Neuausrichtung verbunden mit Investitionen und Kündigungen

(pd) Die Balteschwiler AG mit Hauptsitz in Laufenburg, 100prozentige Tochter der Cura Beteiligungen AG (Laufenburg), rüstet sich für die Zukunft. Damit verunden ist eine strategische Neuausrichtung und geplante Investitionen von 3 Millionen in Laufenburg bis 2028. Nicht vermeiden lassen dürften sich auch Kündigungen.

Die aktuelle Marktsituation in den Verdrängungsmärkten Handel, Hobel und Beschichtung, die geprägt sind von sinkenden Preisen und dünnen Margen, und der gleichzeitig dringend anstehende Investitionsbedarf von über 20 Mio. im Bereich Hobel haben den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung bereits vor zwei Jahren veranlasst, die aktuelle Angebotspalette zu überprüfen. Nach eingehender Evaluation mehrerer Optionen, die mittels Investitionsplänen, Machbarkeitsstudien und Rentabilitätsrechnungen validiert wurden, steht nun fest, dass die Fokussierung auf den Wachstumsmarkt «Abbund und Ingenieurholzbau» der einzige gangbare Weg ist.
Die Balteschwiler AG planen für die nächsten drei Jahre einen signifikanten Ausbau des bereits bestehenden und erfolgreichen Abbund Centers mit Investitionen von über 3 Millionen am Standort Laufenburg. «Das ist ein starkes Bekenntnis zum bestehenden Standort Laufenburg und ein Garant für Schweizer Know How und Qualität für unsere geschätzten Kunden und Sicherheit für den grössten Teil unserer Mitarbeitenden.», sagt Markus Fuhrer, CEO seit 2024. Weiter führt er aus: «Obschon wir von der Neuausrichtung überzeugt sind, ist die Entscheidung dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung alles andere als leichtgefallen. Bis zuletzt wurden Varianten geprüft, um die heutige Angebotspalette rentabel weiterführen und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten zu können. Die  Resultate haben gezeigt, dass die Wirtschaftlichkeit für drei bisherige Bereiche unter den gegebenen Marktbedingungen nicht erreicht werden kann.
Damit geht die Fokussierung auf den Bereich Abbund einher mit einem geordneten Ausstieg aus den Bereichen Handel, Hobel und Beschichtung über die nächsten zwei Jahre. Dies hat Konsequenzen für die Angestellten dieser Abteilungen. Nach heutigem  Planungsstand werden mehr als ein Drittel der betroffenen Mitarbeitenden in die stark wachsende Abteilung Abbund wechseln können oder in Pension gehen. Die anderen Mitarbeitenden werden gemäss heutigem Kenntnisstand infolge des beabsichtigten geordneten Ausstiegs über die nächsten anderthalb Jahre aus der Balteschwiler AG ausscheiden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit wurde frühzeitig involviert und die Mitarbeitenden wurden am 5. Mai über die geplanten Massnahmen und Konsequenzen informiert. Bis zum 15. Mai läuft die Konsultationsfrist, bei welcher die Arbeitnehmenden die Möglichkeiten haben, Vorschläge zu unterbreiten, wie
Kündigungen vermieden oder Kündigungsfolgen gemildert werden können
Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung signalisieren grosse Bereitschaft zu überobligatorischen Massnahmen zur Milderung der Konsequenzen und zur Unterstützung der Mitarbeitenden nach Vorliegen aller Vorschläge aus dem Konsultationsverfahren. Per 20. Mai werden das Amt für Wirtschaft und Arbeit sowie die Mitarbeitenden über die Entscheidungen informiert.

Über die Balteschwiler AG – Leidenschaft für Holz seit 1791
Als einer der grössten und traditionsreichsten Schweizer Holzindustriebetriebe der Schweiz blickt die Balteschwiler AG zurück eine über 230-jährige Geschichte. Sie ist heute eine zuverlässige und moderne Partnerin für Holzbauer und Planungspartnerin für Ingenieure und Architekten in der DACH Region mit einer ausgezeichneten Expertise. Ihr Standort in der Schweiz ist für ihre Kunden von zentraler Bedeutung und stellt Know How und Ausführung von höchster Qualität sicher. Ihr Standortbekenntnis hat die Balteschwiler AG immer wieder bewiesen. Allein in den letzten zehn Jahren betrug das Investitionsvolumen am Produktionsstandort Laufenburg 33 Millionen Franken und sie plant bis ins Jahr 2028 weitere 3 Millionen zu investieren.