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Im Hausgang (Leserbrief)

Von Ursula Nakamura-Stoecklin, Wölflinswil

«Uff, das habe ich befürchtet!» seufzt Frau Meier beim Lesen eines Briefes. Gleichzeitig schiebt Frau Müller, Mutter von Anja und Ben, den Kinderwagen in den Hausgang.
Beim Öffnen des Briefkastens quillt ihr eine Unmenge von unerwünschter Wahlpropaganda entgegen. Man sollte das Verschicken von dreisten Lügen, wie zum Beispiel das Verneinen der Klimakatastrophe, endlich verbieten, denkt sie sich dabei. Bei der Begrüssung erzählt Frau Meier von ihren drückenden Finanzsorgen. Jahrelang war sie früher in einem Behindertenheim tätig gewesen. Obwohl sie immer fürs Alter gespart hatte, laufen jetzt ihre Lebenskosten aus dem Ruder. «Wie soll ich denn diese massiv erhöhte Heizkostenrechnung bezahlen? Ich spare ja, wo ich kann, denn ich will ohne fremde Hilfe für meinen Lebensunterhalt aufkommen.» Frau Müller wird nachdenklich, denn ähnliche Fragen stellen sich auch ihr. Wie immer hatte sie die üblichen Lebensmittel im Supermarket eingekauft und musste nun mehr denn je dafür bezahlen.
«Nur allzu gut begreife ich Sie, Frau Meier. Wohl hat mein Mann einen Job, und ich kann mindestens teilzeitlich Geld verdienen, doch für uns Familien mit kleinen Kindern wird die Luft immer dünner, denn die regulären Ausgaben fressen jetzt den ganzen Verdienst. Wenn es doch endlich bezahlbare Kitas für unsere beiden Kinder geben würde, dann könnte ich wieder vermehrt beruflich tätig sein!» seufzt Frau Müller und schmeisst frustriert das sogenannt sonnige Propagandamaterial ins Altpapier.
«Tja, dann schauen wir doch einmal, wer nicht nur hohle Sprüche klopft, sondern sich wirklich für uns in Bundesbern einsetzt», wirft Frau Meier ein. «Es ist doch schon so, dass vor allem der Ständerat unsere Anliegen seit Jahren konsequent blockiert, ob es um bessere Altersrenten oder angemessene Löhne geht.» «Genau», pflichtet Frau Müller bei, «vor kurzem haben sie sich sogar erfrecht, die Finanzierung von Kitas abzulehnen. Ich bin mir sicher, dass Frauen im Ständerat anders abstimmen würden.» Ein spannendes Gespräch, doch die Kleinen werden ungeduldig.
«Nur noch schnell», ruft Frau Meier, «genau deshalb empfehle Ihnen, Gabriela Suter zu wählen. Sie wird sich ernsthaft für unsere Anliegen einsetzen.»
«Gute Idee. Da sehe ich noch das Foto von Irène Kälin. Das wäre doch auch eine gute Wahl, oder?»
Die Frauen lachen, denn sie sind überzeugt, dass einzig diese beiden Kandidatinnen sich tatsächlich für ihre Anliegen einsetzen werden.
Wählen auch Sie Gabriela Suter und Irène Kälin in den Ständerat!