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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Korrektur der Korrektur
Rund 15 Prozent in zweieinhalb Monaten runter und dann knapp zwei Monate später wieder auf Rekordständen. Wer hätte das gedacht? Die Liquidität bestimmt weiterhin das Marktgeschehen. War noch im letzten Spätherbst die Hauptangst die steigenden Zinsen und ein eskalierender Handelskrieg, scheint das alles nun wieder ganz anders zu sein.
Die Zinsen sind tiefer als vor einem Jahr und all die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten scheinen vergessen zu sein. Wie lange das so weiter gehen kann? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Das Gewinnpotenzial im Verhältnis zum Risiko, welches man eingeht, war auch schon viel besser und ich bleibe zurückhaltend.

Goldminentitel teilweise günstig
Ich gehöre nicht zu den bekennenden Goldfans, die nach dieser langen expansiven Geldschwemme eine massive Goldpreiserhöhung sehen und den Tod des ganzen «Papiergeldes» vorhersagen. Im kleinen Rahmen Edelmetall zu halten, scheint mir aber gar nicht so abwegig. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass viele Goldminentitel recht günstig bewertet sind. Einzeltitel sind aber recht schwierig zu beurteilen. Deshalb empfehle ich in diesem Bereich einen breitdiversifizierten Goldminenfonds (als Beispiel den VanEck Goldminen ETF – Kürzel GDX). Diese sind oft liquide und gut handelbar. Zudem sind die Kosten vernünftig und sie bilden einen breiteren Index nach.

Minuszins: Die Hemmschwelle sinkt
Die Schwelle, bei der Banken ihren Kunden Minuszins verrechnen, kommt ins Rutschen. Waren es bei vielen Banken bis vor kurzem noch 5 Millionen lese ich nun von Schwellen zwischen 2 und 3 Millionen. Die Minuszinsen über diesen Beträgen bewegen sich zwischen 0,8 und 1 %. Erschreckend und beängstigend. Tiefere Limiten verleiten zu «Zwangsinvestitionen». Ob das längerfristig dann nicht neue Probleme schafft? Müssen Pensionskassen bald ihre Kontoguthaben vom Konto abheben und ihre Gelder in Tresoren lagern? Das kann ja kaum das Ziel sein. Auch Verwerfungen in anderen Anlageklassen (Immobilien, Kunst usw.) kann ja auch kaum das Ziel sein. Die Grenze ist kritisch zu verfolgen.

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Fricktaler Immobilienmarkt nach wie vor gut
Der lokale Immobilienmarkt präsentiert sich nach wie vor gut. Gute Angebote werden zu erfreulichen Preisen nachgefragt. Einzig der Markt für Mietwohnungen hat sich in den letzten 1 – 2 Jahren etwas abgeschwächt. Hier wurde das Angebot in den letzten Jahren massiv ausgeweitet und die Nachfrage ist nicht im gleichen Umfang gestiegen. Die Vermarktungszeit und die Leerstände steigen etwas an.
Grosse Verwerfungen sehen wir aber bis jetzt nicht. Der Kaufbereich ist heterogen. Gesuchte Objekte in bevorzugten Gemeinden erzielen nach wie vor Spitzenpreise. In einigen Dörfern oder Quartieren ist die Nachfrage immer noch grösser als das Angebot. Wenig gesuchte Objekte haben es weiterhin schwer. Oft sind genau solche Objekte nur mit einer längeren Vermarktungsdauer und preislicher Flexibilität zu verkaufen. In der längeren Rückwärtsbetrachtung ist der Markt aber viel flüssiger geworden. Wenn es finanziell möglich ist, werden Wohnsituationen veränderten Lebensphasen angepasst. Das Verharren um jeden Preis in einem Eigenheim bis zum Tod ist heute kaum mehr eine Option. Das führt zu mehr Immobilientransaktionen und Immobilien werden im Schnitt besser handelbar. Wo lauern dann mögliche Gefahren? Einerseits bei massiv steigenden Zinsen (siehe nächster Abschnitt). Noch viel wichtiger sind aber die wirtschaftliche Lage und die Arbeitsplatzsicherheit. Kommt Angst vor einem Jobverlust auf, dann werden alle grossen Investitionen zurückgestellt und man wartet mal ab. Hier müssen wir uns im Fricktal über ein Klumpenrisiko bewusst sein. Chemie- und Pharmaindustrie haben in den letzten 60 Jahren für einen Aufschwung gesorgt und unsere Region attraktiver gemacht. Würden hier massiv Arbeitsplätze wegfallen, würde der Immobilienmarkt schnell aus dem Lot kommen. Das ist kurzfristig eher unwahrscheinlich. Trotzdem muss das Gesamtpaket für die Firmen attraktiv bleiben. Das ist eine grosse und vielseitige Herausforderung.

Hypozinsen (wieder) im Keller
Letztes Jahr erhöhte die amerikanische Zentralbank ihre Leitzinsen mehrmals und auch bei uns meinte man, die extrem tiefen Zinsen würden sich ganz langsam verabschieden. Ende Jahr kam dann wieder Unsicherheit auf und die Zinsen kamen prompt wieder unter Druck. Längere Hypotheken wurden dadurch auch wieder extrem günstig. Wie lange dies anhält? Ich wage keine Prognose mehr. Fast gratis Geld ausleihen zu können, verursacht längerfristig falsche Anreize und Fehlinvestitionen. Irgendeinmal wird das Konsequenzen haben. Wann und wie stark? Auch das kann niemand definitiv beantworten. Die Immobilienbesitzer dürfen sich freuen. Die Tiefzinsphase wird nochmals verlängert. Auch wenn es kaum mehr jemand glaubt: Auch diese Phase wird einmal vorbei sein.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Rückblick «Marktgiganten»
Im August-Ratgeber war mein Thema «Marktgiganten». Auslöser des Themas war, dass Apple und kurz später Amazon die enorme Kapitalisierung von 1000 Milliarden Dollar übertrafen. «Wir sind den meisten dieser Titel vorsichtig gegenüber eingestellt. Bei den einen zweifeln wir an der Dauerhaftigkeit der übertriebenen Margen (bspw. Apple), bei den anderen an zweifelhaften Bewertungsmassstäben (bspw. Amazon)», schrieb ich damals. Beide Titel haben seither stark an Wert verloren. Apple ist noch mit 840 Mia und Amazon mit 740 Mia USD bewertet Trotz Verlusten seit den Hochständen von -24% und -26% halten wir beide Titel noch wie vor für sehr hoch bzw. überbewertet.
Ökonomie ist keine exakte Wissenschaft...
Bsp. Staatsverschuldung: Rein mathematisch ist klar, dass ein Defizit, welches Jahr für Jahr höher ist, als das wirtschaftliche Wachstum, auf die Dauer nicht aufgeht. Irgendwann belasten die Schuldzinsen stärker, als Ausgaben und Investitionen das Wirtschaftswachstum anzuschieben vermögen. Was aber ist denn nun ein optimaler Schuldenstand bzw. wo nehmen die negativen Effekte Überhand? Es gibt Studien, welche zum Schluss kommen, dass ein Schuldenstand von mehr als 80-100% des Bruttoinlandprodukts für das Wachstum hinderlich ist. Andererseits hängt dies vermutlich u.a. vom Zinsniveau ab. Und wie beurteilen die Ökonomen die Frage, wann ein Defizit kurzfristig evt. trotz bereits hoher Schulden Sinn macht? In welchen Phasen wirkt eine staatliche Ankurbelung, wann nicht? Da dies nicht nur vom aktuellen Schuldenstand, sondern wohl mindestens so stark davon abhängt, WAS mit den staatlichen Ausgaben gemacht wird, sind die Meinungen der Ökonomen hier noch unterschiedlicher. Einigkeit bei den meisten Ökonomen herrscht öchstens in der Tendenz: je höher der aktuelle Schuldenstand, desto schwieriger ein Defizit.
Beispiel Italien
Nehmen wir die aktuelle Diskussion um das Budgetdefizit von Italien als Beispiel. Italien hat eine sehr hohe Staatsverschuldung von ca. 130% des BIP, welche es dank künstlich tief gehaltenen Zinsen in den letzten Jahren einigermassen stabilisieren konnte. Das geplante Budgetdefizit für 2019 beträgt nun -2,4% und ist höher als in den letzten Jahren. Die Angst besteht, dass die Kombination von hohem Defizit und sehr hohem Schuldenstand das Wachstum nicht fördert, sondern eher abbremst.
... Politik noch viel weniger
Für die Euro-Länder gibt es den so genannten Stabilitätspakt. Für die Verschuldungen wäre eigentlich eine Obergrenze von 60% des BIP, beim Defizit eine Obergrenze von 3% vorgesehen. Diese aus ökonomischer Sicht an sich sinnvolle Übereinkunft war aber schnell nicht das Papier wert, auf der sie geschrieben stand. Ausgerechnet Deutschland und Frankreich waren die ersten Länder, die gegen die Defizitgrenze verstiessen. Frei nach Orwell «Alle Tiere sind gleich, aber einige sind gleicher» konnten die Schwergewichte Deutschland und Frankreich die an sich bei Verletzung des Stabilitätspakts vorgesehenen Sanktionen und Bussen (0,2-0,5% des BIP) verhindern. Damit zog ausgerechnet Deutschland dem Stabilitätspakt die Zähne, er wurde ein Papiertiger. In den folgenden Jahren verstiessen fast alle anderen Länder der EU mehr oder weniger regelmässig gegen den Stabilitätspakt. Die Politik fand immer eine mehr oder weniger sinnvolle Begründung, die Sanktionen nicht anzuwenden.
Nochmals Italien
Zurück zu Italien: Dass Italien gegen die hohe Schuldenlast endlich mehr unternehmen müsste, scheint sinnvoll. Dass der Stabilitätspakt dauernd verletzt wird, scheint auch unstrittig. Dass aber ausgerechnet jetzt erstmals Sanktionen zur Anwendung kommen sollen, wo eine eurokritische Regierung betroffen ist, hat einen sehr unangenehmen Nebengeschmack. Die EU-Kommission ist in einer Lose-lose Situation: handelt sie nicht, hat sie das kleine noch verbliebene Quäntchen Glaubwürdigkeit auch noch verloren. Handelt sie, so wird ihr zu Recht vorgeworfen, mit ungleichen Ellen zu messen. Dieses Problem hat sie nicht dem Defizitsünder Italien zuzuschreiben, sondern ihrer eigenen Untätigkeit und willkürlichen Nicht-Anwendung des Stabilitätspakts in der Vergangenheit.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Migrosbank schafft Boni ab
In diesen Tagen geht die Boni-Abschaffungsmeldung der Migrosbank durch die Medien. Sie will zukünftig bei allen Stufen auf die Ausrichtung eines Bonus verzichten. Wer jetzt um die Migros-Banker Angst hat, hier kann ich Entwarnung geben: der Leistungsteil wird in den Lohn integriert. Trotzdem ist das ein starkes Zeichen und die Migrosbank will/wird zeigen, dass man auch gute Mitarbeiter ohne Bonus findet. Ob damit aber das Ende der exzessiven «Boniphase» vor allem bei den internationalen Grossbanken eingeläutet wird, kann bezweifelt werden. Was auch bei uns vor rund 30 Jahren aus dem angelsächsischen Raum Einzug gehalten hat, ist im Grundgedanken nicht nur schlecht. Dieser Grundgedanken, gute Leistung zu honorieren, wurde aber total ausgehöhlt und die Leistungskomponente viel zu stark gewichtet. Obwohl Firmen Verluste schrieben, wurden Boni in Millionenhöhe, vor allem an das Topmanagement bezahlt. Das kann und darf aus meiner Sicht nicht sein und es gab bei jeder noch so schlechten Performance einen Bonus. Persönlich habe ich das selber mal (im viel kleineren Rahmen) erlebt. Bei einem Jobangebot hat man mir vor über 20 Jahren neben dem Lohn auch einen grösseren Bonus angeboten, von welchem ein rechter Teil «garantiert» wurde. Ein Witz? Aus meiner Sicht ja! Mit ausserordentlichen Leistung hat das kaum mehr etwas zu tun. Persönlich begrüsse ich den Schritt der Migrosbank. Auch die AKB hat mit der Lohndeckelung ihres Geschäftsführers schon einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der Lohn ist wichtig, wenn aber alles nur noch darüber geht, werden wieder völlig falsche Anreize geschaffen und man verliert oft die Nähe und das Verständnis zu den Kunden. Und nur mit Kunden kann man längerfristig auch Ertrag generieren. Dieser Grundgedanke wurde in der Vergangenheit vernachlässigt.
US-Dollar wird stärker
In den letzten Wochen hat sich der US-Dollar in kleinen Schritten verteuert und wird nun bei fast 1.01 Franken gehandelt. Weshalb erstarkt die amerikanische Währung? Der Hauptgrund scheint mir bei der Zinsdifferenz zu liegen. Während wir in der Schweiz nach wie vor keinen Zins auf unseren Anlagen erhalten, gibt es im US-Dollar doch rund 2.5 % pro Jahr, auch für gute Schuldnerqualität. Das gibt Umschichtungen, was die Nachfrage nach dem Dollar ansteigen lässt. Diese grössere Zinsdifferenz dürfte noch länger anhalten, weshalb der Dollar kaum viel schwächer kommen sollte. Auf der anderen Seite erwarte ich aber auch keine massive Aufwertung. Die enorme Verschuldung, welche jedes Jahr weiter steigt, ist keine Basis für eine massive, nachhaltige Erstarkung der amerikanischen Währung.

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