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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Rhabarber und Spargel
Im Frühjahr ist Rhabarbersaison. Obwohl er oft als Obst bezeichnet wird (vermutlich weil man ihn überwiegend zu Konfi, Kompott oder Kuchen verarbeitet), ist er eigentlich ein Gemüse. Neben dem Spargel ist Rhabarber eines der ersten Gemüse, die bei uns im Frühjahr reifen. Ab etwa Mitte Mai kann man ihn ernten, nach Ende Juni sollte man ihn nicht mehr essen, da sich giftige Oxalsäure bildet. Verwendet werden die Stiele. Energetisch gesehen ist Rhabarber sauer und etwas bitter, kühlend und befeuchtend und er unterstützt Herz und Leber. Roh sollte man ihn nicht essen, einerseits wegen der Oxalsäure, die in geringen Mengen enthalten ist, andererseits auch wegen des extrem sauren Geschmacks. Angesichts der intensiven Säure, die auch beim Kocher erhalten bleibt, wird Rhabarber meist mit viel Zucker zubereitet oder auch mit süssen Früchten, zum Beispiel Erdbeeren gemischt. Ein wunderbares Rezept für Rhabarbertorte möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Für den Boden werden 100 g Hirseflocken in 3 El. Öl angeröstet und dann mit 100g Dinkelmehl, 1 El. Quark, 1 Prise Kakao, 75 g Rohrzucker, 75 g Butter und 2 bis 3 El. Wasser gut vermischt. Der Teig wird in eine runde Form gefüllt und gleichmässig verstrichen. Auf den Teig kommt 500 bis 600 g klein geschnittener Rhabarber. Darüber kommt ein Guss aus 40 g Hirsemehl, 80 g zerlassener Butter, 4 El. Ahornsirup, 1,5 dl Rahm und etwas Zimt. Zum Schluss wird das Ganze noch mit Rohrzucker bestreut. Dann wird der Kuchen für 30 bis 40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad gebacken. Er sollte auf jeden Fall gut auskühlen, bevor Sie ihn anschneiden. Leider ist das eine ziemliche Kalorienbombe, aber man muss ja nicht den ganzen Kuchen auf einmal essen.
Man kann Rhabarber aber auch als Gemüse zubereiten. So kann man zum Beispiel die Stiele mit Öl bepinseln und sie dann im Backofen backen. Durch das Backen werden sie etwas weniger sauer und schmecken gut zu gebratenem Fleisch. Man kann sie auch abkühlen lassen und zum Beispiel mit Spargel und Bärlauch zu Salat verarbeiten, oder mit gedünsteten Auberginen, Kreuzkümmel und Sesammus zu einer Paste, die zu Falafel passt. Rhabarberstücke kann man in fast jeden Gemüseeintopf hineingeben, es gibt eine besondere Geschmacksnote. Nehmen Sie am Anfang nur kleine Mengen Rhabarber, damit es nicht zu sauer wird. Mit der Zeit finden Sie die Menge, die Ihnen schmeckt.
Ein zweites Gemüse, das jetzt Saison hat, ist der Spargel. Obwohl man schon seit Monaten Spargel aus Mexiko oder Spanien haben kann, kommt der regionale Spargel erst jetzt in die Läden.
Spargel enthält viel Wasser, Mineralstoffe und Vitamine und wenig Kalorien. Das trifft übrigens auf Rhabarber auch zu, nur leider wird der eben oft mit viel Zucker verarbeitet. Energetisch ist Spargel leicht kühlend und baut Körperflüssigkeiten auf, wobei er gleichzeitig überschüssige Feuchtigkeit aus dem Körper ausleitet. Es wird ihm eine reinigende Wirkung auf den ganzen Körper, besonders auf den Wasserhaushalt nachgesagt. Diese Eigenschaften nutzt man im Frühjahr zum Entgiften und zum Ausscheiden angesammelter Feuchtigkeit. Ob Sie grünen oder weissen Spargel verwenden, ist reine Geschmackssache, die Wirkung ist die gleiche. Oftmals wird Spargel einfach in Wasser gekocht und dann mit einer Sosse und Kartoffeln zu Schinken oder Steak serviert. Leider wird das Kochwasser dann weggeschüttet und mit ihm eine Reihe von Vitaminen und Mineralien. Es geht aber auch anders. Wie den Rhabarber, kann man auch Spargel im Backofen backen. Dann gehen keine Vitamine verloren und der Geschmack wird intensiver. Oder man kann Spargelstücke mit Kräutern und Gewürzen in der Pfanne leicht anbraten und dann garziehen lassen. Diese Stücke kann man dann zum Beispiel für Flammkuchen, Pizza oder Salat weiterverwenden oder auch einfach so essen.

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