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Ratgeber

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch


Aktienmärkte unsicher

Das Aktienjahr hatte turbulent (nach oben) gestartet und schliesst leicht stürmisch (nach unten). Unsere Kunden haben die schwierigen Märkte bis jetzt sehr gut überstanden, das vor allem dank unserer vorsichtigen Anlagepolitik. Sind wir nun in einem Bärenmarkt und was werden Aktien im 2019 machen? Einmal mehr: Sichere Prognosen sind bei Finanzanlagen nicht möglich. Schon länger (viel zu früh) habe ich auf die doch hohen Bewertungen vieler Aktien und auch anderen Vermögenswerten hingewiesen. Das Gesetz der Schwerkraft gilt früher oder später immer wieder. Nichts hebt für ewig ab. Die enormen Geldmengen der Zentralbanken und die daraus resultierenden künstlich historisch tiefen Zinsen haben extremen Rückenwind verursacht. Eine natürliche Vorsicht ist einer gewissen Euphorie gewichen. Der Anlagenotstand hat dazu geführt, dass immer mehr Geld in die Aktienmärkte geflossen ist. Geht die Korrektur weiter oder beruhigt sich die Lage bald? Ich persönlich bleibe für die nächsten Monate weiterhin vorsichtig. Natürlich sind einige Anlagen nun günstiger geworden, Schnäppchen sehe ich aber bis jetzt nur ganz vereinzelt. Korrekturen nach Übertreibungen dauern oft länger als man gerne hätte. Meine Vorsicht hat aber nichts mit Angst über das Finanzsystem oder gegenüber Aktien zu tun. Ich bleibe überzeugt, dass erstklassige Firmen längerfristig eine sehr gute Anlage sind. Das richtige Timing eines Kaufes (oder auch eines Verkaufes) ist aber ex­trem schwierig. Persönlich kaufe ich lieber, wenn viele sehr vorsichtig sind und verkaufe, wenn die Sonne hell scheint. Gegen den Trend zu handeln, ist aber oft mühsam und braucht viel Geduld und manchmal auch Nerven.

Soll man in Bankaktien investieren?
Die Performance der Schweizer Grossbanken und vieler europäischen Banken ist eine grosse Enttäuschung. Während das Management mit Boni kräftig zugelangt hat, wurden die Aktionäre mit massiven Kursverlusten «entschädigt». Die Bankaktien sehen im Moment recht günstig aus und sie locken zur Investition.
Ein langanhaltender Vertrauensverlust, Angst vor einer neuen Schuldenkrise sowie Probleme in Italien und dem Brexit verunsichern die Anleger. Aus antizyklischer Sicht reizt ein Kauf. Leider hat sich die Mentalität beim obersten Management betreffend den Entschädigungen nicht oder noch nicht nachhaltig geändert. So lange dies so bleibt, kann ich Bankaktien nicht mit gutem Gewissen empfehlen. Gegen kleine Zukäufe in Schwächephasen hätte ich aber wenige Einwände.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2019!

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Marktgiganten
Vor zwei Monaten habe ich im Newsletter eines professionellen und seriösen Fondsmanagers (quantex.ch) gelesen, dass unter den nach Marktkapitalisierung grössten Firmen die ersten sieben Plätze der TopTen-Plätze von amerikanischen und chinesischen Technologie und E-Commerce-Titeln besetzt sind. Erst auf Platz 8-10 folgen die ersten «alten» Nicht-Tech-Vertreter.
aus den USA und China... Zwei Dinge daran erscheinen mir bemerkenswert. Erstens die Beschränkung auf zwei Länder: offenbar schafft es derzeit keine europäische, australische, nicht-US-amerikanische oder nicht-China-asiatische Firma unter die Giganten.
...Technologie und E-Commerce: Zweitens: Technologie scheint einen ziemlich eingreifenden Umbruch zu schaffen. Google und Facebook vermögen immer mehr an Werbegeldern einzusammeln, Tencent, Alibaba und Amazon einen immer grösseren Kuchen des wachsenden E-Commerce-Geschäfts. Apple und Microsoft, welche es geschafft haben, im Retail-PC- und Smartphone-Geschäft quasi ein Duopol mit jeweils eigenen «Universen» aufzubauen, vervollständigen die sieben Tech-Giganten.
Apple an Börse über USD 1000 Milliarden bewertet: Die vergangene Woche nun hat Apple als erste kotierte Firma die symbolkräftige Marke von USD 1000 Mia Marktkapitalisierung überschritten. Zum Vergleich: Gemäss tradingseconomics.com übertreffen derzeit nur 17 grössere Länder mit ihrem Bruttosozialprodukt diesen Wert. Die Schweiz z.B. hat 2017 ein geschätztes BSP von USD 679 Milliarden. Oder als vielleicht direkterer Vergleich: Die Marktkapitalisierung des gesamten SMI betrug per Ende 2017 gut USD 1100 Milliarden, also nur wenig mehr als Apple heute an der Börse bewertet ist.
Fluch oder Segen? Eine Platzierung unter den TopTen war in der Vergangenheit allerdings oft mehr Fluch als Segen und kann auch einfach eine Überbewertung und/oder Modetrend anzeigen. Während der Rohstoffblase beispielsweise besetzten diverse Rohstoffwerte die Spitzenplätze. PetroChina, BHP und Petrobras fielen alle deutlich aus den TopTen, einzig die früher grösste Firma der Welt Exxon befindet sich noch darin, allerdings nur noch auf Platz 10. Vor der Finanzkrise waren mit Citigroup, Bank of America und ICBC gleich drei Banken unter den TopTen, alles Schnee von gestern. Oder auch der langjährige Spitzenreiter GE ist mittlerweile nur noch ein Schatten seiner Glanzzeiten, hat gut drei Viertel seit seinem Allzeithöchst verloren und bringt mit noch USD 118 Milliarden etwas mehr als einen Zehntel von Apple auf die Waage.
Wie weiter? Wir sind den meisten dieser Titel vorsichtig gegenüber eingestellt. Bei den einen zweifeln wir an der Dauerhaftigkeit der übertriebenen Margen (bspw. Apple), bei den anderen an zweifelhaften Bewertungsmassstäben (bspw. Amazon). Es ist immer wieder erstaunlich, wie lange bspw. Apple dank geschicktem Marketing ihre Margen erhöhen konnte. Dennoch fragen wir uns, wie lange so viele Leute so viel bezahlen wollen für ein Produkt, das zwar gut, gewohnt und stabil funktioniert, jedoch nicht mehr kann als ein ebenfalls stabiles No-Name-Produkt, das nur einen Viertel oder gar Fünftel kostet. Immerhin sieht für Apple die Bewertung in Relation dank dieser hohen Margen relativ günstig aus. Anders bei Amazon: hier scheinen die erzielten Gewinne gar keine Rolle zu spielen. Geld verdienen scheint unwichtig. Anders lässt sich das gigantische Kursgewinnverhältnis von 170x nicht erklären. Das hatten wir schon mal in Zeiten der Internet-Blase um den Jahrtausendwechsel.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Iss dich glücklich
Kann man Glück essen? Gibt es Nahrungsmittel, die glücklich machen? Diese Fragen sind gar nicht so einfach zu beantworten. Zum einen, weil Glück für jeden etwas anderes ist, zum anderen, weil jeder Organismus anders auf Nahrungsmittel reagiert. Ein Freund von mir behauptet, dass Nudeln glücklich machen, und da ist sicher auch etwas dran. Kohlehydrate vermitteln ein Gefühl der Sättigung und speziell einfache Kohlehydrate werden schnell in Zucker umgewandelt und geben einen Energieschub. Sättigung in Verbindung mit Energie ist ein angenehmes Gefühl, das man auch Glück nennen könnte. Aber, wie gesagt, Glück ist für jeden etwas anderes. Glaubt man der Wissenschaft, dann wird unser Glücksempfinden durch Hormone gesteuert, die vor allem in den Drüsen beim Gehirn produziert werden. Das heisst, unser Körper macht sich sein Glück selber. Allerdings braucht er dazu bestimmte Voraussetzungen, denn wenn die Baustoffe für die Glückshormone fehlen, wird es schwierig. Der Körper schüttet Glückshormone aus, wenn wir uns glücklich fühlen oder an etwas denken, das uns glücklich macht. Kann man nun die Produktion solcher Glückshormone durch Ernährung beeinflussen? Wie so oft heisst die Antwort ja und nein. Essen kann man Glückshormone nämlich nicht, selbst wenn einige dieser Stoffe inzwischen bekannt sind. Allerdings macht es einen Unterschied, ob der Körper einen Stoff im Gehirn produziert, ausgelöst durch irgendetwas, oder ob dieser Stoff in unserem Verdauungssystem landet. Ein Beispiel hierfür sind Bananen. Bananen enthalten einen Stoff namens Serotonin. Dieser ist eines der Glückshormone. Werden wir deshalb glücklicher, wenn wir Bananen essen? Vielleicht, aber eher aus dem gleichen Grund, wie Nudeln glücklich machen, denn das Serotonin im Verdauungstrakt hat keine Chance ins Gehirn zu gelangen und dort das Glücksgefühl auszulösen. Es ist jedoch möglich, durch geeignete Nahrungsmittel die Produktion der Glückshormone anzuregen. Betrachten wir die Sache vom energetischen Standpunkt. Hormone gehören zu den Substanzanteilen des Körpers, das heisst man braucht Substanz als Grundlage. Ein wesentlicher Faktor bei der Produktion von Hormonen ist Fett, ein anderer die essenziellen Aminosäuren. Das wussten die Chinesen vor mehr als 1000 Jahren natürlich noch nicht. Sie wussten aber schon, dass gute Substanz nur aus guten Nahrungsmitteln entstehen kann, die vom Körper auch optimal verwertet werden können. Und sie wussten auch, dass scharfe, trocknende und bittere Nahrungsmittel die Stimmung heben können. Ein Stückchen dunkle Schokolade, ein Espresso oder ein gut gewürztes Curry sind Beispiele für solche Speisen und auch bei uns als Stimmungsaufheller bekannt. Aber auch Lachs, Avocado, Baumnüsse und Linsen enthalten Stoffe, die die Produktion von Glückshormonen anregen können. Die einfachste Methode, Glückshormone zu erzeugen, hat allerdings nichts mit Essen zu tun. Lachen ist hier die beste Medizin. Lächeln Sie doch heute einfach mal ein paar Mitmenschen an. Einfach so. Und beobachten Sie, wie Sie sich dabei fühlen, besonders wenn der andere zurücklächelt.

Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen
und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Immunsystem stärken
Das Wetter meint es in diesem Herbst gut mit uns. Temperaturen von 20 Grad und mehr sind Mitte Oktober in unseren Breiten eher die Ausnahme. Es ist schön, nachmittags die Sonne geniessen zu können, aber morgens und abends ist es doch schon empfindlich kühl. Man kann sich fast nicht richtig anziehen, wenn man morgens und abends einen dicken Pullover braucht und mittags in Sommerkleid und Sandalen herumlaufen könnte. Leider führen diese Temperaturunterschiede aber auch dazu, dass man sich leichter erkältet, das besonders, wenn das Immunsystem unter zu viel abkühlender Nahrung im Sommer gelitten hat. Mit energetischer Ernährung kann man nicht nur das Immunsystem stärken, sondern auch Erkältungen vorbeugen. Ein starkes Immunsystem kann die Erreger oft schon unschädlich machen, bevor nennenswerte Symptome auftreten. Niesen ist eine solche Abwehrreaktion. Stärken Sie Ihr Verdauungssystem und damit auch Ihr Immunsystem mit wärmender Nahrung, sobald es draussen kälter wird. Die Zeit für kalte Getränke, Glacé und viel Salat ist jetzt definitiv vorbei. Reduzieren Sie Salat, frische Früchte und Milchprodukte zugunsten von gekochtem Gemüse, Hülsenfrüchten, Suppen und Eintöpfen. Jetzt ist die Zeit für Marroni, Rotkohl, Kürbis und Wild. Alle diese Nahrungsmittel wärmen und schützen vor Erkältungen. Trinken Sie warmes Wasser mit einem Stückchen Ingwer oder einen warmen Tee anstelle von kaltem Wasser oder Süssgetränken.
Wenn Sie schon eine Erkältung eingefangen haben, hilft neben Ruhe auch die richtige Ernährung, das Immunsystem zu unterstützen und die Symptome zu lindern. So ist es zum Beispiel sinnvoll, bereits beim ersten Anzeichen von Husten oder Schnupfen auf Milchprodukte, Südfrüchte und Süssgetränke zu verzichten, da diese Nahrungsmittel Feuchtigkeit und Schleim im Körper erzeugen und damit die Erkältungssymptome verstärken. Die oft gehörte Empfehlung, gegen Erkältung Orangensaft zu trinken, ist aus energetischer Sich nicht sinnvoll. Orangensaft hat zwar viel Vitamin C, das vor Infektionen schützt, aber wenn die Infektion schon da ist, kühlt der Orangensaft das Verdauungssystem unnötig ab, was in der Folge auch das Immunsystem schwächt.
Gleichzeitig verliert der Körper aber durch das Husten und Schnäuzen vermehrt Feuchtigkeit. Um diese zu ersetzen, eignen sich gekochte Früchte und Gemüse; auch Gemüse- oder Rindfleischsuppe hilft, die verlorene Flüssigkeit wieder aufzubauen. Diese Nahrungsmittel helfen auch bei trockenem Husten, denn sie befeuchten, ohne Schleim zu bilden. Ausserdem sollte man auf alle schwer verdaulichen Speisen verzichten, da der Körper die Energie zum gesund werden braucht und nicht in komplexe Verdauungsvorgänge investieren kann. Da Erkältungen ohnehin oft mit Appetitlosigkeit einhergehen, sollte es nicht schwerfallen, ein paar Tage ohne gebratene, fettige oder frittierte Speisen auszukommen. Je leichter verdaulich ein Nahrungsmittel ist, desto schneller kann es dem Körper die nötige Energie zur Verfügung stellen. Einfache Speisen mit wenigen Zutaten sind leichter verdaulich als Gerichte mit viel Fleisch, Rahmsosse oder geschmolzenem Käse.
Ist die Erkältung dann vorbei, hilft eine Energiesuppe (zum Beispiel eine lange gekochte Hühnersuppe) wieder auf die Beine zu kommen. Dies sollten Sie aber erst tun, wenn die Symptome abgeklungen sind und Sie sich nur noch etwas schwach fühlen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie von Erkältungen verschont werden und die Sonne noch eine Weile geniessen können. Nehmen Sie einfach zur Sicherheit eine Jacke oder einen Schal mit, wenn Sie nach draussen gehen.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
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Heiss, heiss, heiss
Der Sommer beglückt uns dieses Jahr mit schönem Wetter und Temperaturen um die 30 Grad, und das jetzt schon seit mehreren Wochen. Die einen freuen sich, die anderen klagen über die Hitze. Am liebsten würde man den ganzen Tag eisgekühlte Getränke und Glace zu sich nehmen, denn wer mag bei diesen Temperaturen schon am Herd oder gar am Grill stehen? Dann schon lieber ein abkühlendes Bad im See oder im Freibad.
Doch Achtung, zu viel äussere Kälte ist bei heissen Temperaturen oft kontraproduktiv. Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung. Es ist heiss, sie schwitzen und steigen dann in den klimatisierten Bus ein. Dort hat es gefühlte 15 Grad. Im ersten Moment frieren Sie, doch dann kommt ein Schweissausbruch. Das liegt daran, dass der Körper versucht, die innere Hitze der äusseren Kälte anzugleichen. Der nächste Schock kommt dann, wenn Sie austeigen und das Gefühl haben, in einem Backofen zu landen. So ähnlich ist es auch mit kalten Getränken und Glace. Der Körper versucht zunächst, die zugeführte Kälte durch Wärmeproduktion auszugleichen. Dabei verbraucht er allerdings Energie, die eigentlich für die Extraktion von Nährstoffen benötigt würde. Nimmt man viel kalte Getränke oder Nahrungsmittel zu sich, wird auf die Dauer der Körper geschwächt, da die Nährstoffe fehlen. Bei grosser Hitze sollte man daher nicht sehr kalt sondern eher gemässigt essen und trinken. Aus gutem Grund enthalten Sommergemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Peperoni, Melonen, Beeren, etc. mehr Wasser als zum Beispiel Zwiebeln, Karotten, Kohl oder Lauch, die eher Wintergemüse sind. Sommergemüse und -früchte wirken der äusseren Hitze durch mehr oder weniger kühlende Eigenschaften entgegen und geben dem Körper die notwendige Flüssigkeit, ohne dass man den ganzen Tag trinken muss. Ausserdem kann der Körper diese Flüssigkeit besser verwerten, als wenn Sie eiskalte Getränke zu sich nehmen. Das ist, wie wenn Sie kaltes Wasser auf einen heissen Stein giessen. Es verdunstet sofort, es entsteht Dampf (Feuchtigkeit) und der Stein bleibt trotzdem heiss. Die Feuchtigkeit kann sich so sehr schnell im Gewebe einlagern. Dies gilt besonders bei zuckerhaltigen Getränken bzw. bei Glace, da der Zucker die Feuchtigkeit noch verstärkt. Über die Wirkung zuckerhaltiger Limonaden und Säfte habe ich schon öfter geschrieben, in den letzten Jahren sind allerdings eine Reihe von wein- oder bierhaltigen Mischgetränken in den Läden erschienen, die auch auf diese Liste gehören. Sie sind vor allem im Sommer beliebt, weil sie wenig Alkohol enthalten und frisch schmecken. Leider enthalten die meisten aber sehr viel Zucker, der nicht nur die Wirkung des Alkohols verstärkt, sondern auch die Produktion von Feuchtigkeit im Organismus. Anstelle von zuckerhaltigen Getränken empfehle ich selbstgemachten Eistee zum Beispiel aus Zitronenmelisse, Pfefferminze und Ringelblumen. Pfefferminze gibt Getränken einen kühlenden Eindruck, auch wenn sie gar nicht so kalt sind. Wenn Sie Kaffeetrinker sind, versuchen Sie doch mal meine Variante von Eiskaffee. Dazu wird ein kleiner Kaffee über ein paar Eiswürfel gegossen. (Damit das Glas nicht springt, hilft ein Teelöffel aus Metall.) Die Eiswürfel schmelzen sofort und die Temperatur des Getränks ist dann angenehm aber nicht eiskalt. Umgekehrt (Eis in heissen Kaffee geben) funktioniert interessanterweise nicht so gut. Eine Scheibe Wassermelone kühlt besser und nachhaltiger als ein Eisbecher und versorgt den Körper erst noch mit Vitaminen. Das heisst aber nicht, dass Sie auf Glace und kalte Getränke völlig verzichten müssen. Unser Körper ist sehr anpassungsfähig und kann auch mit Extremen umgehen. Wie so oft macht es die Menge.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Wie schätzen wir derzeit die Ausgangslage für die Aktienmärkte ein?
Gewinne steigen: ++ Unter anderem dank der Steuerreform unter Trump steigen die Gewinne der US-Firmen derzeit deutlich an. Dies ist ein starker Rückenwind.
Rückkäufe auf Rekordniveau: + Ebenfalls positiv wirkt sich aus, wenn Firmen eigene Aktien zurückkaufen. Diese Rückkäufe sind derzeit auf Rekordniveau. Zwar wird der allergrösste Teil davon durch wenige ganz grosse Firmen vorgenommen (wie z.B. Apple), dennoch positiv.
Bewertung sinkt, dennoch weiterhin sehr teuer: - - Wie erwähnt wachsen derzeit die Gewinne der US-Firmen stark. Die von uns schon lange festgestellte extrem teure Bewertung der US-Aktien verbessert sich also endlich etwas. Dennoch: die während Jahren aufgegangene Schere von viel stärkeren Aktienkurs- als Gewinn­anstiegen ist noch längst nicht zu. Die Bewertungen sind immer noch sehr teuer.
Rückenwind der Geldpolitik fällt weg: 0 Die US-Notenbank FED hat im Herbst 2017 begonnen, ihre Bilanz ganz langsam zu kürzen. Sie hat zudem die Zinsen in mehreren Etappen erhöht. Die EZB drückt nach wie vor Geld in den Markt, hat aber angekündigt, dass sie voraussichtlich im Herbst die Wertpapierkäufe einstellen wird. Insgesamt bleibt die EZB expansiv, geht aber von der ultraexpansiven Politik weg. Die einzige Notenbank, welche nach wie vor stark auf dem Gaspedal steht, ist die Bank of Japan. Global gesehen wird die Geldpolitik somit weniger expansiv. Von Gegenwind können wir noch nicht sprechen.
Inflation zieht etwas an: - Der geldpolitische Gegenwind könnte aber noch kommen. Zum einen sind die Ölpreise gestiegen, was sich natürlich auch in der Infla­tion zeigt. Zum Zweiten ist die Arbeitslosigkeit auf recht tiefes Niveau gesunken, so dass eher mit steigenden Lohnkosten gerechnet werden muss. Ein neuerer Preistreiber sind zudem die angedrohten Handels- und Strafzölle. Steigende Kosten für importierte Güter treiben selbstverständlich die Preise nach oben. In der Tendenz müssen die Zentralbanken je mehr vom Gas (bzw. gar auf die Bremse) je stärker die Preisanstiege sind.
Potenzieller Handelskrieg: - - Auch wenn es verfrüht ist zu sagen, ob sich dieser Handelsstreit in einen veritablen Handelskrieg entwickelt, das Risiko besteht. Ein Handelskrieg würde nicht nur die Preise ansteigen lassen, sondern würde vermutlich auch negativ auf die Wirtschaftsleistung wirken. Firmen könnten bspw. Probleme bekommen mit Zulieferern und aus Vorsicht weniger stark investieren.
Politische Turbulenzen nehmen zu: - Präsident Trump reisst mit seinem aggressiven Gebaren sehr viele Baustellen auf (Strafzölle, Neuverhandlung NAFTA, Russland-Sanktionen, Aufkündigung Atom­abkommen Iran, Korea-Konflikt) und auch weitere Turbulenzen ohne Trump’sche Beteiligung (neue Regierung in Italien, Einwanderungskrise in Europa bzw. Asyslkrise Deutschland) zeigen, dass derzeit mehr Grossbaustellen offen sind als üblich. Das Risiko, dass eine davon (z.B. Iran) sich nicht optimal auflöst, wächst damit.
Konjunkturzyklus fortgeschritten: 0 Der aktuelle US-Wirtschaftsaufschwung dauert bereits neun Jahre. Das für sich muss natürlich nicht bedeuten, dass unmittelbar eine Rezession bevorsteht. Dass dieser neunjährige Aufschwung der zweitlängste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850 ist, zeigt aber, dass wir nicht von ewig dauernden Boomphasen ausgehen sollten. Das noch vor ein paar Monaten fast synchrone Wachstum weltweit ist jedenfalls weniger im Gleichschritt.
Fazit – das Eis bleibt sehr dünn: Unter dem Strich bleiben wir vorsichtig und strecken erst die Zehenspitzen wieder etwas mehr ins Wasser. Einzelne Aufstockungen bei guten Firmen, deren Aktienkurse recht stark Federn lassen mussten, wie z.B. LafargeHolcim, Roche oder Basilea, können wir uns vorstellen. Vor einer deutlichen Aufstockung der Aktien würden wir
aber noch abraten.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinderkrankheiten: Keuchhusten

Keuchhusten ist eine hochansteckende, via «Tröpfchen» übertragbare, bakterielle Erkrankung, die vor allem für Säuglinge gefährlich werden kann. Der Erreger heisst Bordetella pertussis, seltener kommt Bordetella parapertussis als Krankheitsauslöser in Frage. Leider nimmt die langwierige Atemwegserkrankung seit 2010 wieder stark zu. Sie ist meldepflichtig.

Ursache:
Der Erreger ist ein Stäbchenbakterium. Es produziert Proteine, besonders ein Toxin, das für die Krankheits-Symptome verantwortlich ist. Dieses ermöglicht dem Erreger, sich gut an die Schleimhäute anzuheften und dann zu vermehren. Auch wenn nur in weniger als einem Fünftel der Infizierten das klassische Bild der Keuchhusten-Erkrankung auftritt, sind doch die Komplikationen gefürchtet und die Gruppe der Jüngsten (Säuglinge) stark gefährdet.
40% der Infektionen verlaufen stumm (die Infizierten sind nicht krank) und weitere 40% haben eine «einfache akute Bronchitis».

Symptome:
Die Krankheit verläuft klassischerweise in 3 Stadien:
• Stadium catarrhale; nach einer Inkubationszeit (die Zeit nach der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) von 7 bis 14 (bis 21) Tagen haben die Erkrankten grippeähnliche Beschwerden mit leichtem Fieber, Schnupfen und trockenem Reizhusten. In dieser Phase ist die Ansteckungsgefahr am grössten. Dieses Stadium dauert 1 bis 2 Wochen.
• Stadium convulsivum; erst jetzt treten die typischen, plötzlich einsetzenden stakkato artigen Hustenattacken mit ausgestreckter Zunge auf! Das anschliessende Einatmen klingt «juchzend». Während dieser Hustenanfälle wird häufig glasiger Schleim hochgewürgt, auch Erbrechen kommt vor. Sie können zahlreich sein und kommen gehäuft in der Nacht vor. Dieses Stadium dauert ca. 2 bis 6 Wochen.
• Stadium decrementi; jetzt nimmt die Zahl der Hustenanfälle langsam ab, auch die Schwere wird weniger. Diese Phase dauert nochmals 6 bis 10 Wochen.
Aufgrund der sehr langen Krankheitsdauer wird der Keuchhusten auch 100-Tage-Husten genannt.
Es kommen aber auch atypische Verläufe vor: bei Säuglingen unter 6 Monaten verläuft das 2. Stadium noch nicht mit den typischen Hustenanfällen, stattdessen kommt es zu den gefürchteten Atemstillständen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt oft nur der trockene Husten als Symptom vor.

Komplikationen:
Lungenentzündungen (15-20%) sind die häufigsten Komplikationen, gefolgt von Mittelohrentzündungen, die durch eine Zweitinfektion verursacht werden. Auch Krampfanfälle können vorkommen. Leider kommt es auch in seltenen Fällen zu einer Gehirnerkrankung, mit oft dauerhaftem Schaden. Einer von 1000 Patienten stirbt an der Erkrankung, meist junge Säuglinge!!!
(Gemäss Infovac sterben 1 von 100 bis 200 erkrankten Säuglingen; so geschehen im Oktober 2015 in Genf; im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 46 Kinder wegen bestätigtem Keuchhusten hospitalisiert, 2014 waren es 33 und 2015 25 Kinder.)

Therapie:
Wie oben beschrieben, ist die Diagnose nicht einfach zu stellen, und leider wirkt eine Therapie nur wirklich gut, wenn sie im 1. Stadium erfolgt. (Es werden Antibiotika gegeben je nach Wirkstoff während 2-5 Tagen oder 7-14 Tagen.)
Auch pflanzliche Wirkstoffe in Form von Sirupen, Tees oder Lutschtabletten können helfen. Es handelt sich dabei um sogenannte Schleimdrogen (Eibisch, Huflattich, Isländisch Moos, Königskerze, Lindenblüten, Malve und Spitzwegerich). Sie wirken entzündungshemmend und unterdrücken den Hustenreiz. Das geschieht, in dem sie die Selbstregulation der Rachenschleimhaut unterstützen und einen «Film» auf die gereizte Schleimhaut legen. Auch Gemmo-Präparate (Pflanzenauszüge aus Knospen) helfen gegen den Hustenreiz.
Weitere wichtige Allgemein-Massnahmen sind: eine reizarme Umgebung (meiden von Zigaretten-Rauch, staubhaltiger Luft), reichliche Flüssigkeitszufuhr, i.e. häufiges schluckweises Trinken, und häufige kleine Mahlzeiten.
Dauer der Ansteckfähigkeit, Isolierung:
Auch 5 Tage nach Beginn der antibiotischen Therapie sind die Patienten noch ansteckungsfähig und sollten/müssen für diesen Zeitraum isoliert werden. Ohne entsprechende Behandlung bleibt die Ansteckfähigkeit bis zu 3 Wochen nach dem 2. Stadium bestehen. Diese Patienten dürfen frühestens 3 Wochen nach Erkrankungsbeginn wieder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen! Eventuell müssen Erregernachweise vorgelegt werden.

Vorbeugung:
Impfen! Es werden «azelluläre» Impfstoffe verwendet, d.h. es werden nur noch jene Bestandteile des Erregers verwendet, die eine Immunantwort des Geimpften hervorrufen. Es gibt keinen Impfstoff für Keuchhusten alleine, es wird immer in Kombination mit z.B. Wundstarrkrampf, Diphterie und/oder Kinderlähmung geimpft.
Impfschema:
Säuglinge werden im Alter von 2, 4 und 6 Monaten geimpft. (Säuglinge, die in einem Alter vor 5 Monaten in eine Krippe gehen, sollten im Alter von 2, 3 und 4 Monaten eine Impfung erhalten. Dieses Schema wird auch für Frühgeborene empfohlen und aktuell für alle überdacht).
Kinder: im Alter von 15 und 24 Monaten, danach zwischen 4 und 7 Jahren; Jugendliche zwischen 11 bis 14/15 Jahren und junge Erwachsene zwischen 25 und 29 Jahren, besonders Eltern oder zukünftige Eltern; schwangere Frauen idealerweise im 2. Drittel ihrer Schwangerschaft; Erwachsene mit regelmässigem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten zum Bsp. Grosseltern, die Enkelkinder hüten!

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder: Schlafentwicklung und Schlafstörungen

Echte Schlafstörungen sind therapiebedürftig. Wir gehen jetzt darauf ein. Unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit sind dann am grössten, wenn wir regelmässig und unserem Schlafbedarf entsprechend schlafen!
Wie viel Schlaf braucht ein Kind?
Weil der Schlafbedarf schon bei Kindern so unterschiedlich ist, gibt es keine Regel! (Bei Erwachsenen gilt eine Spanne von 4 bis 10 Stunden als normal.) Ein Schlafprotokoll kann zum Ermitteln des kindlichen Schlafbedarfes helfen. Es wird über 7, besser 14 Tage geführt und über 24 Stunden notiert.
Ein Beispiel dafür gibt es von Remo Largo (Autor und Kinderarzt) in Form einer Tabelle. In diese werden die verschiedenen Phasen folgendermassen eingetragen: Schlafphasen: mit einem waagrechten Strich; Wachphasen: mit Freilassen; Schreien: mit Schlangenlinien; Mahlzeiten: mit Dreiecken; Bettzeiten: mit waagrechtem Pfeil.Jedes Kind kann nur solange schlafen, wie es seinem Schlafbedarf entspricht! Dabei gilt die Summe des Schlafes innert 24 Stunden. Je länger ein Kind tagsüber schläft, desto kürzer ist sein Nachtschlaf. Je früher ein Kind zu Bett gebracht wird, desto früher wacht es auch wieder auf. Die Nahrung sollte besser tagsüber zu sich genommen werden, dann schlafen die Kinder besser durch.
Schlafsituation: Wie sollen sich Eltern und Kind betten?
Es gibt Beistellbetten, die an das Elternbett «angebaut» werden können. Man kann im selben Bett mit dem Kind/den Kindern schlafen oder das Kind schläft alleine usw. Die Schlafsituation ist dann richtig, wenn das Kind und die Eltern entspannt schlafen können. Dabei sollte das Kind auf den Rücken gelegt werden (vermindert das Risiko des plötzlichen Kindstodes).
Kopfwackeln, Schaukeln und andere rhythmische Bewegungen gehören zum normalen Schlafverhalten im Säuglings- und Kleinkinderalter.
Nochmals: nächtliches Durchschlafen können die Eltern unterstützen, in dem sie sicherstellen, dass das Kind:
- sich geborgen fühlt und in seiner Selbstständigkeit gefördert wird
- am Abend ein vertrautes Einschlafritual durchgeführt wird und es dann weitgehend ohne elterliche Hilfe einschlafen kann
- es nur solange im Bett ist, wie es auch schlafen kann.
Schlafstörungen
Nächtliche Angstgespenster: Pavor nocturnus ist der Fachausdruck für Angsterschrecken. Dabei hat das Kind die Augen weit offen und reagiert nicht oder nur ungenügend auf das Erscheinen der Eltern. Das Kind schwitzt ausgeprägt, atmet verstärkt und hat einen schnellen Puls. Die Eltern können das Kind nicht wecken. Es kann um sich schlagen und auch die Eltern wegstossen. Es regt sich nur noch mehr auf, wenn es in den Arm genommen wird. Oft dauern diese beängstigenden Episoden zwischen 5 und 15 Minuten, eine sehr lange Zeit! Die Eltern können nur das Kind vor Verletzungen schützen und wenn es von selber aufwacht trösten und wieder zu Bett bringen. Normalerweise wird es sich nicht an das Geschehen erinnern können. Bei schlechten Träumen jedoch kann sich das Kind erinnern. Lassen Sie sich die Träume erzählen. Sie sind für die Kinder sehr real. Wenn Angstträume ein bis mehrmals pro Woche vorkommen und das Kind auch tagsüber verängstigt ist, nehmen Sie als Eltern fachliche Hilfe in Anspruch.
Medikamente
Auch verordnete Medikamente können bei Kindern zu Schlafstörungen führen. Falls Sie das beobachten, sprechen Sie den verordnenden Arzt darauf an. Auch pflanzliche oder homöopathische Medikamente sollten nur nach Absprache mit Fachpersonen versucht werden. Primär gelten die oben genannten Punkte, wie Schlafdauer ermitteln etc. Eltern mit Kindern, die Schlafstörungen haben, sollten bei der Therapie engmaschig begleitet und unterstützt werden. Alle Verhaltensänderungen greifen erst nach ein bis zwei Wochen.

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Dipl. iur. Kristina Borisow, juristische Mitarbeiterin
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Parkieren auf fremdem Privatgrund
Jeder Besitzer eines Parkplatzes, sei es als Grundeigentümer, Dienstbarkeitsberechtigter oder Mieter, kann sich wehren, sollte sein Parkplatz durch einen Parksünder besetzt worden sein. Denn die Polizei ist nicht befugt, in so einem Fall auf Privatgrundstücken einzugreifen. Das Abstellen von Fahrzeugen auf privatem Grund stellt ohne Einwilligung des Besitzers immer verbotene Eigenmacht dar. Selbst wenn der Eigentümer ohne Einwilligung den Parkplatz des Mieters besetzt. Der Besitzer darf in so einem Fall zur Selbsthilfe greifen. Das Gesetz verlangt ein sofortiges und verhältnismässiges Vorgehen. Unter gewissen Umständen könnte es geboten sein, den Fahrzeugführer zuerst zu kontaktieren, wenn man beispielsweise momentan selbst gar nicht auf den Parkplatz angewiesen ist und der Parksünder bekannt ist oder leicht ausfindig gemacht werden kann.
Eine Möglichkeit der Selbsthilfe ist, das Auto abschleppen zu lassen. Allerdings könnte man dann auf den Abschlepp- und Aufbewahrungskosten sitzen bleiben, da diese in erster Linie der Besitzer (als Vertragspartner der Abschleppfirma) zu tragen hat. Die Kosten können zwar im Nachhinein gegenüber dem Parksünder geltend gemacht werden, dies privat oder auf dem gerichtlichen Weg. Falls der Parksünder aber nicht bezahlt oder das Gericht entscheidet, dass der Besitzer voreilig und unverhältnismässig gehandelt hat, bleibt dieser auf den Kosten sitzen.
Keinesfalls ist zu empfehlen, den Falschparker mit dem eigenen Auto zuzuparken, sodass er nicht mehr wegfahren kann. Für dieses Verhalten riskiert man eine Strafanzeige wegen Nötigung.
Das Parken des Falschparkers auf dem Privatparkplatz stellt zivilrechtlich einen Besitzentzug des Parkplatzbesitzers dar. Wird nur einer von mehreren vorhandenen Parkplätzen des Besitzers besetzt, so handelt es sich um eine Besitzstörung. Eine Klage auf Beseitigung der Besitzstörung bzw. -entziehung ist nur zulässig, wenn der Zustand noch andauert, also nur dann, wenn sich das fremde Auto noch auf dem Parkplatz befindet. Eine Klage auf künftige Unterlassung der Besitzstörung bzw. -entziehung käme aber in Betracht, wenn ein chronischer Falschparker regelmässig den Parkplatz besetzt und ein solches Verhalten künftig auch zu erwarten ist.
Die effektivste Methode wäre jedoch präventiv für die Zukunft vorzusorgen, damit es gar nicht erst zu solch unerwünschtem Fremdparkieren auf dem eigenen Parkplatz kommt. Neben Absperrvorrichtungen wie Ketten, einem Seil oder einem Pfosten, besteht die Möglichkeit eines gerichtlichen Verbots. Das gerichtliche Verbot stellt eine Verfügung gegen die Allgemeinheit dar und bezieht sich auf ein konkretes Grundstück, künftige Besitzstörungen zu unterlassen. Der Eigentümer bzw. Dienstbarkeitsberechtigte kann ein schriftliches Gesuch mitsamt eines Grundbuchauszugs beim zuständigen Gericht einreichen und darin die bestehende oder drohende Störung dokumentieren. Die Kosten für das Verfahren und der öffentlichen Bekanntmachung muss der Gesuchsteller tragen. Mieter bzw. Pächter eines Parkplatzes können über den Eigentümer bzw. Dienstbarkeitsberechtigten das gerichtliche Verbot erlangen. Nach Bewilligung des gerichtlichen Verbots und der Anbringung einer gut sichtbaren Verbotstafel am Parkplatz kann gegen den Falschparker bei der zuständigen Behörde eine Anzeige erstattet und eine Busse von bis zu CHF 2000 erwirkt werden.
Fazit: Ein überstürztes Abschleppen des Falschparkers kann mit unangenehmen Folgen und Kosten verbunden sein. Bei chronischer Belagerung des Parkplatzes kann sich das rechtliche Vorgehen, bspw. durch ein gerichtliches Verbot, anbieten. So oder so sollte man in solchen Situationen ruhig bleiben, nichts überstürzen und nach gesundem Menschenverstand handeln.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Schutz vor Schikanebetreibungen
Mit einem Eintrag im Betreibungsregister kann man einen Gegner schädigen, ohne dass er einem Geld schuldet. Ab 1. Januar des nächsten Jahres können sich jedoch Betriebene besser vor den Nachteilen ungerechtfertigter Betreibungen schützen. Dann treten nämlich drei revidierte Bestimmungen des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG) in Kraft.
Wer zu Unrecht betrieben wurde, konnte in der Vergangenheit zwar die Betreibung stoppen, nicht aber den Registereintrag beseitigen. Neu kann der Schuldner vom Betreibungsamt verlangen, dass die Betreibung Dritten nicht mehr bekannt gegeben wird, wenn der Gläubiger das Verfahren nicht innert 3 Monaten mit einem Rechtsöffnungsgesuch oder mit einer Klage weitergezogen hat. Das Amt fordert den Gläubiger anschliessend auf, innert 20 Tagen nachzuweisen, dass er ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlags eingeleitet hat. Tut er dies nicht, erfahren Dritte nicht von der Betreibung. Die Betreibung erscheint dann nicht mehr im Auszug. Falls der Gläubiger den Beweis für die Fortsetzung der Betreibung später erbringt, erscheint der Eintrag wieder im Register. Die neue Bestimmung gilt für alle hängigen Betreibungen – auch für solche, die vor dem 1. Januar 2019 eingeleitet wurden.
Neu kann der Schuldner nach Einleitung der Betreibung jederzeit verlangen, dass der Gläubiger die Beweismittel für seine Forderung zusammen mit einer Übersicht über alle gegenüber dem Schuldner fälligen Ansprüche beim Betreibungsamt zur Einsicht auflegt. Bisher war dies nur während der 10-tägigen Frist für den Rechtsvorschlag möglich. Kommt der Gläubiger der Aufforderung des Betreibungsamtes nicht nach, bleibt es bei der bisherigen Sanktion, wonach das Gericht dem Gläubiger in einem späteren Verfahren über die Beseitigung des Rechtsvorschlags die Kosten auferlegen kann.
Will der Betriebene vom Gericht feststellen lassen, dass die Schuld nicht (mehr) besteht oder gestundet ist, muss er die sogenannte negative Feststellungsklage erheben. Die Anforderungen an diese Klage waren bislang hoch. Neu kann ein Betriebener dies ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlags vom Gericht jederzeit feststellen lassen.

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lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
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Telefonieren und SMS schreiben am Steuer

Wer während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, wird mit einer Busse von 100 Franken gebüsst. Telefonieren am Steuer oder das Bedienen des Mobilfunktelefons kann je nach Fall zu einem Entzug des Führerausweises, hohen Bussen oder auch zu einer Freiheitsstrafe führen.
Fahrzeugführer müssen ihr Fahrzeug ständig so beherrschen, dass sie ihren Vorsichtspflichten nachkommen können. Der Fahrzeugführer muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Er darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Er hat ferner dafür zu sorgen, dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird. Das Mass der Aufmerksamkeit, die der Fahrzeugführer der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden hat, hängt dabei gemäss Rechtsprechung von den konkreten Umständen ab, wie der Verkehrsdichte, den örtlichen Verhältnissen, der Zeit, der Sicht und den voraussehbaren Gefahrenquellen.
Beispiele aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung:
- Neben der eigentlichen Bedienung des Fahrzeuges sind nach Bundesgericht nur diejenigen Verrichtungen erlaubt, welche nicht vom Autofahren ablenken. Ob der Fahrzeuglenker abgelenkt wird, hängt von den konkreten Umständen ab, wie Dauer der Ablenkung, Verkehrssituation,
Sichtrichtung, Fahrzeug, Einfluss auf Körperhaltung etc. Laut Bundesgericht (Urteil aus dem Jahre 1994) ist das dauernde Beherrschen des Fahrzeuges nicht gewährleistet, wenn der Lenker mit dem Mobiltelefon in der Hand oder eingeklemmt zwischen Kopf und Schulter während der Fahrt telefoniert. Das Verhalten wurde als einfache Verkehrsregelverletzung eingestuft.
- Das Schreiben einer SMS am Steuer wurde durch das Bundesgericht im Jahr 2009 als grobe Verkehrsregelverletzung eingestuft, da dadurch eine erhöhte abstrakte Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer bewirkt und eine erhebliche Gefahr für deren Sicherheit geschaffen worden sei.
Sofern Sie am Steuer telefoniert oder eine SMS geschrieben haben und deswegen nunmehr von der Staatsanwaltschaft und dem Strassenverkehrsamt belangt werden, empfehle ich Ihnen, sich rechtlich beraten zu lassen. Dies deshalb, weil die von der Staatsanwaltschaft verhängten Sanktionen (eine einfache Verkehrsregelverletzung wird mit Busse bestraft, eine grobe Verkehrsregelverletzung mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe) und die vom Strassenverkehrsamt auferlegten administrativen Massnahmen (eine einfache Verkehrsregelverletzung kann mit einem Führerausweisentzug bis zu 3 Monaten belegt werden und eine grobe Verkehrsregelverletzung zieht zwingend einen mindestens 3-monatigen Führerscheinentzug nach sich) beträchtliche Auswirkungen auf Sie zeitigen können. In jedem Fall ist es selbstverständlich ratsam, von Beginn weg am Steuer auf das Lesen und Schreiben von SMS sowie aufs Telefonieren zu verzichten.

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