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Ratgeber

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder – «Tipps und Tricks
WIE gebe ich das Medikament am besten» – Teil 2

Augen:
Die Anwendung von Augen-Tropfen oder -Salben sind für Kinder meist sehr unangenehm. Wenn sie sich wehren, fliessen Tränen, die das Medikament einfach wieder herausspülen. Die Kinder müssen daher gut vorbereitet werden. Die Tropfen sind einfacher zu applizieren, wenn sie leicht angewärmt werden (analog der Anwendung bei Ohrentropfen). Säuglinge und Kleinkinder nimmt man am besten auf die Knie mit einem Kissen unter dem Rücken und dem Kopf nach oben (damit ist der Nacken überdehnt), die Augen werden mit zwei Fingern gespreizt und 1 Tropfen wird in den Bindehautsack gegeben. Anschlies­send das Auge schliessen und mit geschlossenem Lid bewegen lassen. Eine Variante ist, die Tropfen bei geschlossenem Auge in den Augenwinkel bei der Nase eintropfen, damit sie den Lidern entlang beim Augenöffnen ins Auge fliessen. Augensalben werden bei Kleinkindern ungern angewendet, meist bei beiden Augen und nur kurzzeitig. Die Anwendung erfolgt wie bei den Tropfen, es ist nur noch schwieriger!

Ohren:
Ohrentropfen dürfen nur bei intaktem Trommelfell angewendet werden! Sie werden vorzugsweise ebenfalls auf Hauttemperatur erwärmt und dem Kind in Seitenlage mit fixiertem Kopf appliziert. Bei Kindern unter drei Jahren ist der Gehörgang noch gerade und knorpelig: Ohrläppchen gleichzeitig nach unten und nach hinten ziehen, um die Tropfen zu geben. Für alle Älteren (verknöcherter und eher verwinkelter Gehörgang) gilt: Das Ohr nach oben und zurück ziehen. Nach dem Einträufeln den Kopf in dieser Position belassen und/oder mit einem Wattepfropf verschliessen. Ohrenschmerzen mit einer gleichzeitigen Erkältung werden vorzugsweise mit abschwellenden Nasensprays (in die Nase geben) und entzündungshemmenden Schmerzmitteln behandelt.

Nase:
Nasentropfen und Nasensprays: Die Sprays wirken besser, weil sie eine bessere Verteilung des Wirkstoffs durch die feine Vernebelung haben. Sie sollen jedoch erst Kindern ab 2 Jahren gegeben werden. Tropfen werden dem Kind am besten im Sitzen mit leicht zurückfallendem Kopf gegeben. Für Kleinkinder ist eine freie Nase unendlich wichtig, sie können noch nicht durch den Mund atmen. Auch das Trinken ist mit einer verstopften Nase unmöglich. Spülungen mit Kochsalzlösungen helfen, den Schleim zu verflüssigen (mit einem Nasenpümpchen kann er entfernt werden).

Inhalationen:
Die Anwender und die Eltern müssen gut geschult werden, um mit der Anwendung (Benutzung, Vorgehensweise, Reinigung, Erkennung und Vermeiden von Fehlern) klar zu kommen. Meist werden sogenannte Vernebler oder Sprays verordnet, da Kinder erst ab ca. 6 Jahren die nötige Kraft haben, um mit Pulverinhalatoren richtig umgehen zu können. Vorschaltkammern mit und ohne Maske helfen bei der richtigen Anwendung. Auch wenn sie am Anfang mit Abstand vor dem Gesicht verwendet werden, wird doch wenigstens eine gewisse Menge inhaliert. Spielerisch lassen sich die Kinder mit diesem Gerät eher ein. Nach der Inhalation mit Kortison und Kortison ähnlichen Wirksubstanzen muss der Mund gespült oder die Zähne müssen geputzt werden. Bei kleinen Kindern muss noch zusätzlich das Gesicht abgewischt werden. Auf der Website der Lungenliga werden mit Videoclips gute Hilfen zur richtigen Inhalationstechnik gegeben: www.lungenliga.ch. Auch nach einem Merkblatt können Sie in Ihrer Apotheke fragen. Wirkstofffreie Inhalatoren zum Üben sind ebenfalls meistens vorhanden.

Salben und Cremen:
Bei Säuglingen und Kleinkindern werden Wirkstoffe stärker durch die Haut aufgenommen als bei Erwachsenen. Insbesondere fettlösliche Wirkstoffe werden sehr schnell aufgenommen. Zudem ist ihre Körperfläche im Verhältnis zum Gewicht viel grösser. Nehmen Sie nie irgendwelche Präparate von Erwachsenen für Kleinkinder. Die Windel-Cremen zum Schutz vor Rötungen enthalten keine solchen gefährlichen Wirkstoffe und sind unbedenklich anzuwenden. Bei irgendwelchen Fragen kommen Sie lieber in ein Fachgeschäft, in Ihre Apotheke oder Drogerie!

Spritzen:
Sie werden nicht nur von Kindern ungern als Arzneiform gesehen. Nehmen Sie Ihr Kind auf den Arm und versuchen Sie es abzulenken. Den Stich wird es immer spüren, also sagen Sie, dass er kommt, anlügen ist keine Option! Das anschliessend aufgeklebte Pflaster ist wahrlich ein Trostpflaster! Vielleicht kann das Kind den Schmerz über ein Windrad, flatterndes Tuch oder ähnliches wegpusten? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Und loben Sie das Kind, wie toll es das gemacht hat.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Anders essen ist gar nicht so einfach
Die Feiertage sind vorbei, das neue Jahr hat schon stürmisch angefangen und so manch einer hat sich vorgenommen, in diesem Jahr etwas anders zu machen. Häufig haben die guten Vorsätze für das neue Jahr mit der Ernährung zu tun. Gesünder essen, weniger essen, mehr Früchte und Gemüse, weniger Fett, mehr Wasser trinken etc., etc. Sie wissen, was ich meine. Vielleicht haben auch Sie beschlossen, in diesem Jahr etwas an Ihrer Ernährung zu verändern. Möglicherweise haben Sie sich auch für eine ganz neue Ernährungsform entschieden. Vegetarisch, vegan, fleischlos oder ohne Kohlehydrate? Ernährung nach den fünf Elementen oder die Paleo-Diät? Was immer es ist, es wird eine Herausforderung. Es geht mir hier nicht darum, die verschiedenen Ernährungsformen zu beschreiben oder gar zu beurteilen, ich möchte Ihnen aufzeigen, auf was Sie sich einlassen, wenn Ihre Diät nicht «ich esse alles in beliebigen Mengen und zu beliebigen Zeiten» heisst.
Wenn Sie als Vegetarier oder Veganer bei Fleischessern eingeladen sind, stellen Sie diese vor die schwierige Aufgabe, etwas auf den Tisch zu bringen, das Sie auch essen mögen. «Was soll ich denn bloss kochen, du isst ja kein Fleisch», habe ich mehr als einmal gehört. Im Restaurant ist es auch nicht einfacher. Obwohl sich hier schon einiges getan hat in den letzten Jahren, gibt es leider immer noch Köche, die nicht wissen, dass Fisch nicht vegetarisch und Eier nicht vegan sind. Und selbst in der Familie ist es nicht leicht, wenn Sie als Einzige(r) anders essen als alle anderen. Wenn Sie die Mahlzeiten zubereiten, entscheiden Sie selber, was Sie kochen. Wenn Sie jedoch bekocht werden, brauchen Sie entsprechendes Verständnis von der kochenden Person. Einfach das Weglassen, was man nicht essen will, ist keine Lösung, denn jede Ernährungsform muss ausgewogen und auf den Bedarf abgestimmt sein.
Aber ganz abgesehen von der Reaktion Ihrer Umgebung wird sich auch für Sie etwas ändern. Wenn Sie sich ausschliesslich pflanzlich ernähren, wird der Geruch von Fleisch, Fisch oder geschmolzenem Käse mit der Zeit immer unangenehmer, was zu Problemen führen kann, wenn Ihre Familie weiterhin Fleisch, Fisch und Milchprodukte isst. Das ist ähnlich, als wenn Sie Nichtraucher sind und ein Raucher sitzt neben Ihnen im Bus. Wenn Sie sich für eine energetisch hochwertige Ernährung entscheiden, zum Beispiel nach den 5 Elementen, dann wird Ihnen alles andere Essen energielos und geschmacksarm vorkommen. Ausserdem werden Sie vermutlich eine Abneigung gegen alle künstlichen Geschmacksstoffe und -verstärker entwickeln. Nach einer Getreidekur (nur gekochtes Getreide ohne Salz) wird Ihnen das Brot völlig versalzen und der Kuchen viel zu süss vorkommen. Allerdings vergeht das bald wieder, denn man gewöhnt sich schnell an den Geschmack von Salz und Zucker.
Ich will Sie keinesfalls davon abhalten, Ihre Ernährung zu überdenken oder auch zu ändern, ganz im Gegenteil. Ich möchte Ihnen nur den Stress ersparen, der damit verbunden sein kann. Dazu noch ein paar Tipps. Diskutieren Sie nicht über das, was Sie tun. Es ist Ihre Entscheidung und die soll bitte respektiert werden. Erwarten Sie aber nicht, dass alle anderen die gleiche Entscheidung treffen. Versuchen Sie auch nicht, Ihre Umwelt zu missionieren. Was für Sie gut ist, muss für die anderen noch lange nicht stimmen. Legen Sie sich Strategien zurecht, wie Sie mit Einladungen oder Restaurantbesuchen umgehen wollen, das erspart den Stress in der jeweiligen Situation. Wenn Sie Unterstützung brauchen für eine Ernährungsumstellung oder unsicher sind, welche Ernährungsform zu Ihnen passt, berate ich Sie gern.

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen,
oder besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Lockvogelangebote kritisch beurteilen
Auch in der Finanzbranche gewinnt das Marketing langsam Überhand. Mit Lockvogelangeboten versucht man neue Kunden zu finden oder bestehende Kunden zu binden. Taugen diese Produkte aber längerfristig wirklich etwas oder sind sie nur Marketing?
Der «durchschnittliche» Schweizer ist eher träge beziehungsweise loyal. Wegen ein paar Rappen wechselt er kaum seinen Anbieter. Ein Wechsel kommt fast nur in Frage, wenn man sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. Was man unter diesen schlechten Erfahrungen versteht, ist dann wieder sehr unterschiedlich und auch oft sehr subjektiv. Zudem haben viele Konsumenten eine gewisse Angst vor Veränderungen. Man hat sich an etwas gewöhnt, wieso also ändern, wenn es nicht ganz schlecht ist? Ein solches Verhalten macht sich teilweise auch die Finanzindustrie zu nutze. Man ködert Kunden am Anfang mit temporären Spezialaktionen. Dies in der Hoffnung, dass sie nachher auch mit dem «normalen», teuren Tarif treu bleiben. Versucht man genau dieses Verhalten in einen Kostenvergleich einzurechnen, dann zeigt sich meist, dass diese Angebote über eine längere Dauer gar nicht so attraktiv sind. Der «Einmaleffekt» verliert rasch seine Wirkung. Auch sind die Einschränkungen und das «Kleingedruckte» genau zu lesen. Oft gibt es Ausnahmen oder Betragsbeschränkungen, welche das Angebot dann schnell relativieren. Fazit: Genau prüfen und abwägen lohnt sich immer und nur etwas machen, wenn man wirklich überzeugt ist und die Sache wesentlich mehr Vorteile als Nachteile hat.
Gemischte Fonds weiterhin kritisch anschauen
Gut gemanagte und kostengünstige Fonds sind eigentlich eine gute Sache. Die Diversifikation (Streuung) der Anlagen ist einer der wichtigsten Grundsätze für Anleger. Das kann man mit Fonds schnell recht gut erreichen. Kurzfristig muss man dies derzeit aber etwas kritischer anschauen, vor allem wenn der Fonds konservativ investiert ist. Obligationen bringen nach Kosten kaum etwas, die fixen Kosten aber bleiben. Renditen sind fast nur noch über Anlagen mit höherem Risiko zu erreichen, welche oft auch nicht mehr wirklich preiswert sind. Auch wenn die Aktienmärkte in den letzten 2 Monaten etwas korrigiert haben, bleibt das Dilemma ziemlich ähnlich.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Korrektur an Aktienmärkten geht weiter
Nach der Korrektur der Aktienmärkte Anfang Februar haben sich vor allem die US-Märkte recht stark erholt. Derzeit ist die zweite Korrekturwelle zu beobachten: Die europäischen Aktienmärkte haben teilweise schon neue Jahrestiefst erreicht, die US-Aktienmärkte stehen noch etwas über den Tiefständen von Februar. Der Ratschlag in den letzten zwei Ratgeber-Kolumen, Gewinne zu realisieren und Cash zu schaffen, war bisher richtig. Ich bleibe bei der vorsichtigen Einschätzung. Warum?
1. Selbst jetzt, nach den Kursverlusten, steht der SP500 noch immer höher, als er je vor Dezember 2017 war. Mit anderen Worten hat die Korrektur der letzten Wochen einfach die deutlichen Anstiege vom Januar rückgängig gemacht, mehr aber noch nicht.
2. Der enorme Rückenwind der Geldpolitik für die Aktien nimmt langsam ab. Die FED hat die Zinsen in mehreren Etappen angehoben und reduziert in kleineren Dosen die Geldmenge. Selbst die EZB spricht davon, dass ein Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik in den nächsten Monaten anstehen sollte. Einzig die BOJ scheint unbeirrt auf ihrem extrem expansiven Weg weiterfahren zu wollen. Die Zinsen scheinen somit doch langsam den Weg von ihren Tiefs weg nach oben zu finden. Dieser Rückenwind also, der zu sehr teuren Bewertungen vor allem der US-Aktien geführt hat, nimmt nun ab und verkehrt sich gegen Ende dieses Jahres oder 2019 möglicherweise ins Gegenteil.
3. Gleichzeitig hat US-Präsident Trump Strafzölle für Stahl und Aluminium unter anderem gegen China verhängt. Kein Wunder, dass China da nicht untätig zusieht und Gegenmassnahmen angekündigt hat. Es ist noch zu früh, um abzuschätzen, ob daraus ein veritabler Handelskrieg wird. Die Finanzmärkte schätzen die Unsicherheit aber gar nicht. Wird die Rechnung für die USA aufgehen, wer wird die Zeche zahlen? Natürlich ist es möglich, dass einige Arbeitsplätze in der US Stahlindustrie gerettet werden. Gleichzeitig werden Stahlverarbeiter in den USA teueren Stahl kaufen müssen, dort stehen also potenziell andere US-Arbeitsplätze auf dem Spiel. Definitiv zahlen werden die US-Konsumenten mit höheren Produktepreisen. Die unkoordinierte Einführung von Strafzöllen dürfte also für die USA eher Rohrkrepierer denn Siegeszug sein.

Basilea
Gibt es also keine Kaufkandidaten, bei denen wir die aktuellen Kurse als interessant anschauen?
Doch die gibt es, zum Beispiel Basilea. Das ursprünglich aus früheren Roche-Managern hervorgegangene Unternehmen ist im Bereich Infektionskrankheiten mit Antimykotika und Antibiotika tätig und versucht auch im Bereich der Onkologie Fuss zu fassen. Basilea konnte von 2016 auf 2017 den Verlust deutlich reduzieren und den Umsatz um über 50 Prozent steigern.
Auch dieses Jahr dürfte die Firma noch rote Zahlen schreiben, die Verluste aber weiter eindämmen. Basilea hat 2017 eine Lizenzvereinbarung mit dem Pharmagiganten Pfizer abschliessen können und dabei eine 70-Mio.-Upfront-Zahlung erhalten. Weitere Zahlungen sind abhängig vom Umsatz der auslizenzierten Produkte und auch Meilensteinzahlungen im Umfang von bis zu 650 Mio. USD sind möglich. Die aktuellen Kurse unter 65 sind für uns Kaufkurse, aufgrund des erhöhten Risikos als Beimischung zum Depot.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Aktienmarkt: The trend is your friend?
Die US-Aktienmärkte legen fast jeden Tag zu, alleine in den zwei kurzen Wochen in diesem Jahr schon 4,5%. Etwas weniger linear, im Trend aber fast so positiv, sieht es in Europa aus. Der Bullenmarkt dauert nun schon über acht Jahre an, wo 2009 mitten in der Finanzkrise ein Tief erreicht wurde.
Es gibt kaum mehr Bankstrategen, die zur Vorsicht mahnen. Es gehört unisono zum guten Ton, optimistisch (wenn nicht gar euphorisch) zu sein. Die Wirtschaft läuft recht gut, die Wachstumszahlen sind fast ohne Ausnahmen positiv. Die Experten sprechen von synchron guten Wirtschaftsdaten. Auch die Anleger selber sind gemäss so genannten Sentiment-Indikatoren so optimistisch wie noch nie. Und auch das Niveau der Lombardkredite, welches anzeigt, wie viel Kapital auf Kredit in den Anlagemärkten investiert ist, ist so hoch wie noch nie.
Ist die Erwartung auf weitere starke Aktienkursgewinne gerechtfertigt? Das aktuelle Wirtschaftswachstum ist mit 2 bis 3% in stabil positivem Bereich, entlockt aber verglichen mit früheren Boom-Phasen keinen Freudensprung. Die Gewinne der US-Firmen haben im 3. Quartal 2017 die alte Rekordmarke von 2014 übertroffen. Drei Jahre hat es also gedauert, um wieder Rekordniveau zu erreichen. Die US-Börse ist aber mittlerweile ca. 35% teurer. Der Trend ist zwar noch nicht gebrochen, die Luft für weitere Aktienkursgewinne ist aber extrem dünn geworden. Nach so starken Anstiegen etwas Gewinne zu realisieren, scheint uns sinnvoller als neu gross einzusteigen.

Bin ich Arbeitnehmer oder selbstständig erwerbstätig?
Die AHV Ausgleichskassen sind zuständig für die Einschätzung, ob jemand selbstständig erwerbend oder als Angestellter erwerbstätig ist. Je nach Status haben Sie selber oder eben Ihr «Arbeitgeber» unterschiedliche Pflichten (Unfallversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wer rechnet AHV ab...). Für die Mehrheit aller Erwerbstätigen ist die Situation klar geregelt. Wenn Sie aber unsicher sind (bspw. wenn Sie neu selbstständig werden möchten), melden Sie sich frühzeitig bei der AHV-Kasse und klären Ihren Status ab.
In der Praxis hat man oft das Gefühl, dass die AHV-Kassen die Hürden für eine Einschätzung als selbstständig erwerbend recht hoch legen und im Zweifelsfall quasi aus Prinzip zuerst einen ablehnenden Entscheid fällen. Dies mag teilweise gerechtfertigt und sinnvoll sein. Wenn Sie aber damit nicht einverstanden sind und dennoch als selbstständig erwerbstätig eingestuft werden möchten, lassen Sie sich davon nicht aus dem Konzept bringen und erheben Sie Einprache.
Um als selbstständig erwerbstätig anerkannt zu werden, müssen Sie der AHV-Kasse belegen, dass Sie unter eigenem Namen, mit eigenem Aussenauftritt, auf eigene Rechnung und eigenes Risiko tätig sind. Was heisst das? Belegen können Sie das bspw. mit eigenen Visitenkarten, eigenem Briefpapier oder auch Internetauftritt. Wichtig ist, dass Sie Rechnungen an mehrere Auftraggeber vorweisen können (was gerade in den Anfängen einer Selbstständigkeit schwierig sein kann). Sie müssen dabei jeweils im Auftragsverhältnis tätig sein, d.h. Sie entscheiden im Rahmen des Auftrags (in Absprache mit dem Auftraggeber aber ohne Weisungsverhältnis) selber frei, wann und was Sie für erforderlich und sinnvoll halten. Zeigen Sie auch auf, dass Sie die Verluste tragen müssen, wenn Aufträge ausbleiben oder offene Forderungen (bspw. bei Insolvenz von Auftraggebern) nicht eingetrieben werden können.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Steuererklärung – wie vorgehen
Die halbe Miete zur Erstellung der Steuererklärung ist das Zusammentragen der nötigen Belege. Lohnausweis, Abschlussbelege der Konti mit Zinsen und Spesen, Steuerverzeichnis der Bank bei grösseren Wertschriftenbeständen, Hypothekarschuld, Zinsen, Bestätigung Eigenmietwert und Unterhaltsbelege bei Eigenheimbesitzern, evtl. Einzahlungsbestätigung in 3. Säule oder Pensionskasse usw. Wer die Belege zusammen hat, wird seine Steuererklärung speditiv ausfüllen können. Aus meiner Sicht lohnt sich auch die Erfassung ins Easy-Tax-Programm. Einmal erfasst, kann man sich in den Folgejahren unnötige Arbeit ersparen und es passieren auch weniger Fehler, da man schneller merkt, wenn man etwas vergessen sollte. Ich empfehle wie folgt vorzugehen:

Schritt 1: Sammeln und Vorbereiten der nötigen Unterlagen

Schritt 2: Erfassen der Belege, Erstellung der Steuererklärung

Schritt 3: Überprüfen mit Vorjahr, gibt es Veränderungen, welche Sie nicht nachvollziehen können?

Schritt 4 (erst nach Erhalt der def. Steuerveranlagung, meist ein paar Monate später): Vergleich der vom Steueramt veranlagten Zahlen mit der Selbstdeklaration. Gibt es grössere Abweichungen, dann muss man die Sache genauer überprüfen. Findet man einen Fehler oder ist man mit der Veranlagung nicht einverstanden, dann hat man genau 30 Tage Zeit für eine schriftliche Einsprache. Ist diese Zeit abgelaufen, ist die Chance vertan.

Soll/kann ich die Steuererklärung selber machen oder brauche ich professionelle Hilfe? Das müssen Sie selber beurteilen. Haben Sie keine oder wenig Erfahrung, dann ist es oft sinnvoll, Hilfe anzunehmen. Haben Sie kompliziertere Sachverhalte, dann lohnt sich professionelle Unterstützung meist.

Fragen aus der Praxis:

Was passiert, wenn ich mehr als den maximalen Betrag bei der 3. Säule einzahle?
Der zuviel bezahlte Betrag muss zurück bezahlt werden. Das passiert zwar selten, habe ich aber schon einige Male mit verschiedenen Versicherungslösungen gesehen oder bei Selbstständigen, welche 20 Prozent des Nettoeinkommens in die 3. Säule einzahlen können, wenn sie keine PK haben. Zu viel einzahlen lohnt sich absolut nicht! Der Abzug wird nicht gewährt und bei der Auszahlung muss der Betrag trotzdem besteuert werden. Man straft sich also nur selber!

Kann ich Krankheitskosten abziehen?
Ja, aber nur selber bezahlte Kosten, welche 5 Prozent des steuerbaren Einkommens übersteigen (gilt für Kanton Aargau). Man kann also recht schnell grob überschlagen, ob es sich lohnt, Belege zu suchen und zusammen zu tragen. Beispiel: Man hat ein steuerbares Einkommen von Fr. 80' 000.-. Es braucht also Belege von mindestens Fr. 4000.-. Dazu gehören natürlich auch die Krankenkassenfranchise und der Selbstbehalt, nicht aber die Krankenkassenprämien.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

 

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Ratgeberreihe Kinder – Grundsätzliches
Wir bekommen in den letzten Jahren vermehrt Fragen zum Thema Kinder. Es werden auch viele spezifische Fragen zu diesem Thema gestellt, wie Kinder-Krankheiten mit den dazugehörenden Behandlungen. Oder wie sieht es mit Impfungen oder allgemeinen Behandlungen kleinerer Befindlichkeits-Störungen aus? Das geht bis zu den wirklich wichtigen Fragen: Woran erkenne ich, wie schwer mein Kind erkrankt ist? Wie kann ich ihm helfen? Wie lindere ich seine Schmerzen? Ab wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt? Das Wissen um die Pflege des gesunden und kranken Kindes wird meist nicht mehr wie früher von einer Generation an die nächste weitergegeben. Auch die schnellen Fortschritte in der modernen Medizin verunsichern die Eltern. Damit Sie nicht ratlos – und meist mitten in der Nacht – am Bett Ihres kranken Kindes stehen, werden wir in den nächsten Folgen unserer Ratgeber diese Themen aufgreifen. Falls Sie besondere Fragen haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an ihren Arzt oder ihre Apotheke.
Jedes Kind wird mit einem gewissen «Nestschutz» gegen Infektionskrankheiten geboren. Während der Schwangerschaft und Stillzeit gibt die Mutter ihrem Kind einen Teil ihrer Gesundheit in Form von Abwehrkräften weiter (Antikörper gegen selber durchgemachte Krankheiten). Nach einigen Monaten, die Angaben reichen von drei bis sechs, schwindet dieser Schutz und das Kind muss anfangen, sein eigenes Abwehrsystem aufzubauen. Normalerweise beginnen die Babys nach rund einem halben Jahr ihre Umwelt intensiv zu erforschen, alles wandert zügig in den Mund. Damit kommen sie und ihr Immunsystem in Kontakt mit vielen Krankheitserregern und sie lernen, darauf zu reagieren. Dieses Lernen äussert sich in Form von einer «Krankheit». Jedes Kind muss Krankheiten durchmachen, um eine stabile Gesundheit zu erlangen.
Zum Teil kann dieser Schutz ein Leben lang anhalten, zum Teil nur eine gewisse Zeit, da die meisten Erreger ihr Erscheinungsbild so verändern können, dass sie dem Körper als nicht bekannt erscheinen.
Statistisch gesehen macht ein normales Kind in den ersten sechs Lebensjahren Bekanntschaft mit 200 bis 300 verschiedenen Viren (sie lösen Infekte der oberen Luftwege wie Schnupfen, Husten oder Halsentzündungen aus).
Im Kindergartenalter sind zwölf krankmachende Virusinfektionen im Jahr völlig normal. Schulkinder erkranken in der Regel sechs bis achtmal pro Jahr. Jugendliche werden durchschnittlich noch fünfmal im Jahr krank. Im Moment befinden wir uns gerade in der Hochsaison der Infektionen (die kalte Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr).
Die Viren lauern überall. Angst vor einer Ansteckung ist bei einem normal gesunden Kind nicht sinnvoll. Schützen können Sie es nur durch Stillen, «Abhärten» und Impfen. Wir kommen in einem späteren Ratgeber darauf zurück.
Kranke Kinder empfinden ihr Kranksein als eine bedrohliche Zeit. Um so wichtiger ist es, dass die Eltern mit der nötigen Gelassenheit und Sicherheit darauf reagieren. Viele Kinder fallen in dieser Zeit eine «Entwicklungsstufe zurück»: entwöhnte Babys schreien nach der Flasche, bereits saubere Kinder machen wieder in die Hose oder sie schlafen nachts wieder schlechter. Das reguliert sich normalerweise völlig nach der Gesundung. Im Gegenteil, oft sieht man nach einer durchgemachten Erkrankung einen richtigen Fortschritt in der Entwicklung: Kinder machen einen Riesenschritt vorwärts, sei es im Längenwachstum oder auch geistig-seelisch. Sie brauchen eben in dieser Zeit besonders viel Zuwendung! Es gilt immer noch: Liebe ist die beste Medizin. Für Eltern heisst das: viel Mitgefühl, kein Mitleiden. Die Kinder dürfen ruhig verwöhnt werden, der Rahmen sollte jedoch so gesteckt sein, dass das Kind auch wieder gesund werden will und nicht durch die uneingeschränkte Aufmerksamkeit (der Mittelpunkt der Familie) verzogen wird.
Die Betreuung der kranken Kinder ist folgendermassen gesetzlich geregelt:
• Gegen Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses muss Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber Ihnen bis zu drei Tage zur Betreuung Ihres kranken Kindes zur Verfügung stellen. Dies gilt pro Krankheitsfall.
• Die Eltern sind jedoch verpflichtet, nach geeigneten Ersatzlösungen (zum Beispiel Pflege des Kindes durch Verwandte oder Bekannte) zu suchen. Diese Pflicht entfällt, wenn die Anwesenheit der Eltern notwendig ist, so zum Beispiel bei einer schweren Erkrankung eines Säuglings. Je nach Erkrankung können Arbeitnehmende auch länger von der Arbeit befreit werden. Der Lohn ist für eine beschränkte Zeit geschuldet.
• Kann nicht auf Bekannte und Verwandte zur Betreuung von kranken Kindern zurückgegriffen werden, bietet das Schweizerische Rote Kreuz einen Dienst zur Kinderbetreuung an. Dabei werden Kinder bis zwölf Jahre zu Hause von einer Betreuerin beaufsichtigt.
Lassen Sie sich von uns beraten.
Vinzenz Apotheke. Eine Quelle der Gesundheit

 

In der Ausgabe vom 5. April habe ich mich aufgrund einer Leseranfrage mit der Thematik der Hundehaufen unter dem Titel «Ärgernis Hundekot» befasst. Offenbar haben der Artikel und das Thema grosses Interesse geweckt und zu einigen Reaktionen geführt.

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
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Ärgernis Hundekot
Hundekot sorgt allenthalben in vielen Gemeinden für Erzürnung. Theoretisch drohen Hundehaltern, die es unterlassen, den Hundekot aufzunehmen und zu entsorgen, erhebliche Konsequenzen. Nach dem Gesetz muss die Gemeinde einer schriftlichen Anzeige eines solchen Verhaltens nachgehen und die Fehlbaren bestrafen.

Laut geltender Gesetzgebung gehört es nämlich zu den Pflichten der Hundehaltenden, den Kot ihrer Vierbeiner aufzunehmen und zu entsorgen. Im Kanton Aargau beispielsweise ist dies im kantonalen Hundegesetz und in der regierungsrätlichen Hundeverordnung geregelt. Letztere bestimmt ausführend, dass der Hundekot in Siedlungs- und Landwirtschaftsgebieten sowie auf Strassen und Wegen aufgenommen und in Abfallbehältern entsorgt werden muss (die Gemeinden haben ihrerseits für ausreichend Entsorgungsmöglichkeiten für Hundekot auf dem Gemeindegebiet zu sorgen). Bei festgestellter Verletzung dieser Pflicht ordnen die Gemeinden die erforderlichen Verwaltungsmassnahmen an. Darüber hinaus kann der Gemeinderat auch einen Strafbefehl erlassen und Bussen bis 2000 Franken aussprechen. Dabei ist sowohl die vorsätzliche als auch die fahrlässige Widerhandlung gegen die Pflicht zur Beseitigung des Hundekots strafbar. Für das Verfahren gelten die Bestimmungen der Gemeindegesetzgebung.

Das Polizeireglement der Gemeinden im Einzugsgebiet Unteres Fricktal, das seit 1. Januar 2007 für die 15 Vertragsgemeinden in Kraft ist, bestimmt sodann, dass Tierhalter dafür zu sorgen haben, dass ausserhalb besonders eingerichteter Plätze der öffentliche und fremde private Grund nicht durch Tiere verunreinigt wird und dass sie verpflichtet sind, den Kot einzusammeln und zweckmässig zu beseitigen. Widerhandlungen gegen diese Vorschrift werden vom Gemeinderat durch Strafbefehl mit Geldbussen bis 500 Franken bestraft. Strafbar ist auch die fahrlässige Übertretung. Das Ordnungsbussenverfahren bleibt vorbehalten.

Inwiefern diese Sanktionsmöglichkeiten Theorie sind oder in der Praxis umgesetzt werden, ist dem Verfasser nicht bekannt. Zu einer Verfolgung und Bestrafung dürfte es in der Regel aber nur kommen, wenn die vierbeinigen Übeltäter und ihre zweibeinige Komplizen in flagranti von der Polizei erwischt werden (und die Polizei nicht gerade einem wichtigeren Geschäft nachgehen muss).

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Heimliche Video- und Tonbandaufnahmen
Immer wieder kommt es vor, dass Mandanten bei mir erscheinen und mir versteckt gemachte Video- oder Tonbandaufnahmen präsentieren, mit denen sie beispielsweise beweisen wollen, dass ihr Nachbar sie beschimpft hat. Andere schneiden heimlich Telefongespräche mit, um so beispielsweise belegen zu können, dass der Gesprächspartner ihnen Geld schuldet. Und nun soll der Anwalt für sie aufgrund dieser Beweismittel Anzeige erstatten oder Klage einreichen.
Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Wer heimlich das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt, macht sich nämlich strafbar. Die entsprechenden Tatbestände im Strafgesetzbuch heissen «Abhören und Aufnehmen fremder Gespräche», «Unbefugtes Aufnehmen von Gesprächen» und «Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte» und die Strafen lauten auf Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Selbst Gericht, Staatsanwaltschaft und Polizei dürfen Gespräche nur unter strengen Voraussetzungen abhören und aufzeichnen. Nur schwere Straftaten, die im Gesetz ausdrücklich aufgezählt sind, können solche Massnahmen rechtfertigen.
Es handelt sich bei den aufgezählten Tatbeständen zudem durchwegs um Antragsdelikte, was bedeutet, dass diese Delikte nur verfolgt werden, wenn die verletzte Person innerhalb von 3 Monaten, seit ihr die Täterschaft bekannt wird, deren Bestrafung beantragt. Lässt man diese Frist unbenutzt verstreichen, kann der Täter nicht mehr bestraft werden.
Das rechtswidrige Anfertigen von Video- und Tonbandaufnahmen ist nicht nur strafbar, es ist obendrein auch noch völlig nutzlos. Denn vor Gericht dürfen rechtswidrig angefertigte Video- und Tonbandaufnahmen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes nicht verwertet werden. Der Richter muss so tun, als gäbe es die Aufnahme gar nicht. Wenn es ausser der Aufnahme keine weiteren Beweismittel gibt, sind ihm daher die Hände gebunden. Für die oben genannten Beispiele heisst das: Der wegen Beleidigung angeklagte Nachbar muss freigesprochen und der säumige Schuldner kann nicht zur Zahlung verurteilt werden.
Wie so viele Irrtümer, beruht wohl auch die falsche Vorstellung von der Verwertbarkeit heimlicher Video- und Tonbandaufnahmen auf dem Konsum amerikanischer Filme und Fernsehsendungen. Zahlreiche Grundrechte und Freiheiten, die in Europa selbstverständlich sind, gelten in den USA gar nicht oder nur in sehr eingeschränktem Masse. Dies gilt auch für den Schutz jedes Bürgers vor der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Einzig, wenn die heimlichen Video- oder Tonbandaufzeichnungen zur Aufdeckung schwerer Verbrechen dienen und ohne sie ein eigentlicher Beweisnotstand bestünde, dürfen solche Aufzeichnungen in der Schweiz ausnahmsweise verwertet werden.

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