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Ratgeber

Ute Brodmann, Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Fastenzeit
Wie jedes Jahr im Februar oder März beschäftigen sich die Medien wieder mit Fasten. Das Thema bietet sich natürlich an, da nach den Karneval traditionell die österliche Fastenzeit beginnt. Obwohl das religiöse Fasten immer weniger Anhänger findet, gibt es dafür immer mehr Menschen, die ein- oder mehrmals pro Jahr fasten. Die Gründe sind vielfältig, zum Beispiel die Entschlackung des Körpers, eine Gewichtsreduktion, allerdings auch immer häufiger der Wunsch nach geistiger Klarheit. Das Frühjahr eignet sich besonders für Entschlackungs- und Entgiftungskuren, da zu dieser Zeit die ersten frischen Kräuter wachsen, die den Prozess unterstützen. Es gibt unterschiedliche Arten zu fasten und nicht jede passt für jeden. Zwischen gar nichts essen und dem Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel (wie zum Beispiel Zucker) gibt es eine breite Palette. Hier ist ein Vorschlag, wie Sie, ohne sich gross einzuschränken, Ihrer Gesundheit und Ihrer Figur etwas Gutes tun können.

Essen Sie nur Lebensmittel, die Ihr Organismus braucht. Unsere frühen Vorfahren ernährten sich von Wurzeln, Blättern, Gräsern, Beeren und anderen Früchten. Gelegentlich gab es Fleisch oder Fisch. Getreideprodukte waren weitgehend unbekannt, gleiches gilt für Milchprodukte. Milch von Tieren wurde allenfalls verwendet, um Säuglinge zu füttern, die keine Mutter und keine Amme hatten. Es wurde auch nicht dreimal täglich gegessen, sondern dann, wenn man etwas finden oder jagen konnte. Zum Glück müssen wir heute unser Essen nicht mehr suchen oder jagen, andererseits hat das aber auch dazu geführt, dass uns der natürliche Umgang mit Nahrungsmitteln abhandengekommen ist.

Wir essen nicht mehr nur, um unseren Körper zu nähren, sondern auch aus Stress, Frust, Langeweile, als Belohnung (oder Strafe), weil es so gut schmeckt oder aus sozialen Gründen. Und gerade zu diesen Gelegenheiten essen wir oft Dinge, die unser Körper nicht nur nicht braucht, um satt zu werden, sondern die ihm eigentlich nur schaden.

Versuchen Sie doch für eine Weile auf solche Nahrungs- und Genussmittel zu verzichten. Das kann für jeden etwas anderes sein, die Schokolade, die zweite, dritte, vierte Tasse Kaffee, Kartoffelchips vor dem Fernseher, das Dessert nach einem ohnehin schon zu umfangreichen Essen, das Stück Kuchen am Nachmittag, Eistee oder andere Süssgetränke usw. Ersetzen Sie diese unnötigen Zwischenmahlzeiten durch etwas, das Ihnen Freude macht, z.B. ein Spaziergang, ein Schaumbad, einen Besuch bei der Kosmetikerin, ein Buch, das Sie schon lange lesen wollten, etc. Früher waren Kaffee, Dessert, Süssigkeiten, Kuchen etc. die Ausnahme und daher etwas Besonderes. Inzwischen sind solche Naschereien zur Selbstverständlichkeit geworden und Sie werden staunen, wie gut es Ihnen geht, wenn Sie sie wieder zu etwas Besonderem machen. Ihr Verdauungssystem wird es Ihnen danken und auch auf Ihre Figur wird es positiven Einfluss haben.

Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, wählen Sie für Ihre Mahlzeiten nur solche Nahrungsmittel, die in der Region gewachsen sind. Das sind im Moment vor allem Kohl, Wintersalate, Lauch, Karotten und Rüben und alles andere, was sich lagern lässt.
Während dieser Zeit können Sie auch gleich noch den Vorratsschrank aufräumen. Entsorgen Sie alles, was abgelaufen ist und notieren Sie sich, welche Vorräte fehlen.

Beachten Sie auch, welche Vorräte Sie zwar gekauft, aber nie gebraucht haben und kaufen Sie diese nur dann wieder, wenn Sie genau wissen, was Sie damit tun wollen. Mit diesen Tipps starten Sie gesund und erleichtert in den Frühling.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie bitte an oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, oder besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Anders essen ist gar nicht so einfach
Die Feiertage sind vorbei, das neue Jahr hat schon stürmisch angefangen und so manch einer hat sich vorgenommen, in diesem Jahr etwas anders zu machen. Häufig haben die guten Vorsätze für das neue Jahr mit der Ernährung zu tun. Gesünder essen, weniger essen, mehr Früchte und Gemüse, weniger Fett, mehr Wasser trinken etc., etc. Sie wissen, was ich meine. Vielleicht haben auch Sie beschlossen, in diesem Jahr etwas an Ihrer Ernährung zu verändern. Möglicherweise haben Sie sich auch für eine ganz neue Ernährungsform entschieden. Vegetarisch, vegan, fleischlos oder ohne Kohlehydrate? Ernährung nach den fünf Elementen oder die Paleo-Diät? Was immer es ist, es wird eine Herausforderung. Es geht mir hier nicht darum, die verschiedenen Ernährungsformen zu beschreiben oder gar zu beurteilen, ich möchte Ihnen aufzeigen, auf was Sie sich einlassen, wenn Ihre Diät nicht «ich esse alles in beliebigen Mengen und zu beliebigen Zeiten» heisst.
Wenn Sie als Vegetarier oder Veganer bei Fleischessern eingeladen sind, stellen Sie diese vor die schwierige Aufgabe, etwas auf den Tisch zu bringen, das Sie auch essen mögen. «Was soll ich denn bloss kochen, du isst ja kein Fleisch», habe ich mehr als einmal gehört. Im Restaurant ist es auch nicht einfacher. Obwohl sich hier schon einiges getan hat in den letzten Jahren, gibt es leider immer noch Köche, die nicht wissen, dass Fisch nicht vegetarisch und Eier nicht vegan sind. Und selbst in der Familie ist es nicht leicht, wenn Sie als Einzige(r) anders essen als alle anderen. Wenn Sie die Mahlzeiten zubereiten, entscheiden Sie selber, was Sie kochen. Wenn Sie jedoch bekocht werden, brauchen Sie entsprechendes Verständnis von der kochenden Person. Einfach das Weglassen, was man nicht essen will, ist keine Lösung, denn jede Ernährungsform muss ausgewogen und auf den Bedarf abgestimmt sein.
Aber ganz abgesehen von der Reaktion Ihrer Umgebung wird sich auch für Sie etwas ändern. Wenn Sie sich ausschliesslich pflanzlich ernähren, wird der Geruch von Fleisch, Fisch oder geschmolzenem Käse mit der Zeit immer unangenehmer, was zu Problemen führen kann, wenn Ihre Familie weiterhin Fleisch, Fisch und Milchprodukte isst. Das ist ähnlich, als wenn Sie Nichtraucher sind und ein Raucher sitzt neben Ihnen im Bus. Wenn Sie sich für eine energetisch hochwertige Ernährung entscheiden, zum Beispiel nach den 5 Elementen, dann wird Ihnen alles andere Essen energielos und geschmacksarm vorkommen. Ausserdem werden Sie vermutlich eine Abneigung gegen alle künstlichen Geschmacksstoffe und -verstärker entwickeln. Nach einer Getreidekur (nur gekochtes Getreide ohne Salz) wird Ihnen das Brot völlig versalzen und der Kuchen viel zu süss vorkommen. Allerdings vergeht das bald wieder, denn man gewöhnt sich schnell an den Geschmack von Salz und Zucker.
Ich will Sie keinesfalls davon abhalten, Ihre Ernährung zu überdenken oder auch zu ändern, ganz im Gegenteil. Ich möchte Ihnen nur den Stress ersparen, der damit verbunden sein kann. Dazu noch ein paar Tipps. Diskutieren Sie nicht über das, was Sie tun. Es ist Ihre Entscheidung und die soll bitte respektiert werden. Erwarten Sie aber nicht, dass alle anderen die gleiche Entscheidung treffen. Versuchen Sie auch nicht, Ihre Umwelt zu missionieren. Was für Sie gut ist, muss für die anderen noch lange nicht stimmen. Legen Sie sich Strategien zurecht, wie Sie mit Einladungen oder Restaurantbesuchen umgehen wollen, das erspart den Stress in der jeweiligen Situation. Wenn Sie Unterstützung brauchen für eine Ernährungsumstellung oder unsicher sind, welche Ernährungsform zu Ihnen passt, berate ich Sie gern.

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie bitte an
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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Wenig bekannte und exotische Gemüsesorten
Dies ist mein letzter Ratgeber für dieses Jahr und da noch nicht einmal Advent ist, werde ich nicht über Weihnachtsessen, Gebäck oder Festtagsmenüs schreiben. Ich schicke Ihnen jedoch gerne die Ratgeber der vorigen Jahre zu diesen Themen, wenn Sie das möchten.
Eine Leserin hat mich auf das heutige Thema gebracht. Es geht um Gemüse, das man immer wieder sieht, aber doch nicht so richtig kennt, oder nicht recht weiss, wie man es zubereiten soll. Ein Grund ist, dass manche Sorten recht lange gar nicht zu kaufen waren und jetzt wieder in den Läden auftauchen. Das trifft zum Beispiel auf Pastinaken, Topinambur oder Steckrüben zu. Die drei wachsen bei uns in manchem Garten und man kann sie vielseitig zubereiten. Roh schmecken sie gut als Salat, auch in Kombination mit Karotten und Sellerie. Aber Vorsicht, rohes Gemüse ist schwerer verdaulich als gekochtes, also nehmen Sie nicht zu viel davon oder mischen Sie mit Blattsalaten und frischen Kräutern. Besonders im Winter sollten Sie Rohkost nur in kleinen Mengen essen, da sie insgesamt zu kühlend wirkt. Ansonsten kann man Pastinaken, Topinambur und Steckrüben verwenden wie Kartoffeln oder Karotten, als Püree, Suppe, gebacken oder gekocht. Besonders fein schmecken sie in dünne Scheiben geschnitten, mit etwas Kräuteröl bepinselt und dann im Backofen gebacken, bis sie gar und leicht gebräunt sind. Das ist eine ideale Beilage zu Fleisch oder Fisch oder mit Dip-Sossen als Apéro, insbesondere da sie alle einen sehr spezifischen Geschmack haben. Als Wurzelgemüse-Eintopf zusammen mit Rollgerste oder Buchweizen ergeben sie ein deftiges Essen, wenn es draussen kalt ist, das auch Vegetariern und Veganern schmeckt.
Anders sieht es aus mit Maniok. Diese Knolle kommt aus Süd- und Mittelamerika und hat sich von dort nach Afrika ausgebreitet und ist dort ein Grundnahrungsmittel, wie bei uns die Kartoffel. Sie kann wie Kartoffeln verwendet werden, aber auch als Mehl, speziell auch zum Binden von Sossen. Roh sollte man sie nicht essen. In Europa hat sich der Anbau nicht durchgesetzt, obwohl das Klima und die Böden in manchen Regionen durchaus geeignet wären. Kartoffeln und Weizen versprechen hier besseren Ertrag und sind auch bekannter und beliebter.
Süsskartoffeln sind mit unseren Kartoffeln nur entfernt verwandt. Sie stammen aus Mittelamerika, werden aber heute auch in Europa angebaut. Man kann sie grundsätzlich verwenden wie Kartoffeln. Obwohl sie im Geschmack etwas süsser sind, kann man sie gut zu Pommes frites oder Rösti verarbeiten. Als Suppe sind sie im Geschmack kaum von Kürbis zu unterscheiden.
Ein ganz spezielles Gemüse ist die Kochbanane. Sie ist grösser als unsere Bananenfrüchte und roh ungeniessbar. Kochbananen werden gekocht, frittiert oder gebraten. Sie sind weniger süss als die Fruchtbananen. Besonders gut eignen sie sich für Bananen-Kokos-Curry-Suppe oder als Bananenchips.
Ausserdem gibt es viele weitere Gemüsearten, die gerade im Winter viele Vitalstoffe liefern. Dazu gehören auch Randen und die meisten Kohlgemüse. Sommergemüse wie Zucchini, Auberginen, Tomaten und Gurken sollten im Winter besser nicht zu oft auf dem Speiseplan stehen, da sie zu stark kühlen.
Und, obwohl ich gesagt habe, dass ich nicht über Weihnachten schreiben will: Vielleicht möchten Sie doch das eine oder andere Gemüse in Ihrem Weihnachtsmenü verwenden. Wenn Sie einen Braten im Backofen zubereiten, passen Pastinaken, Topinambur oder Süsskartoffeln ebenso gut dazu wie Kartoffeln und Karotten. Sie können sie einfach im Bräter mitbacken. Und die Bananen-Kokos-Curry-Suppe ist etwas Besonderes, das man nicht jeden Tag bekommt.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche und gesunde Advents-und Weihnachtszeit.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick www.ruetschi-ag.ch

Aktien im Korrekturmodus
Erstmals seit längerer Zeit können Aktienkurse auch wieder einmal sinken und die Volatilität (Schwankungen) hat endlich auch wieder etwas zugenommen. Ob nun eine grössere Korrektur beginnt, kann niemand sagen. In den letzten Jahren wurde jeder Rückschlag zu neuen Käufen genutzt. Etwas überraschend kam der US-Dollar in den letzten 20 Tagen stärker unter Druck. Das überrascht von der Zinsseite her schon ein wenig, gibt es doch im US-Dollar im Gegensatz zum Euro, dem Schweizer Franken und einigen anderen Währungen noch nennenswerten Zins. Allgemein scheinen die Zinsen sich nun ganz langsam wieder etwas nach oben zu bewegen. Ich bleibe bei meinem vorsichtigen Ausblick. Die Hausse dauert schon sehr lange und fast alle Experten sind positiv, das mahnt weiterhin zur Vorsicht. Diese Vorsicht hat aber nichts mit einer Abneigung gegen Aktien zu tun. Ich bin vom längerfristigen Erfolg von Aktien absolut überzeugt. Der Preis, welcher man für ein Wertpapier zahlt und das Risiko, das man dafür eingeht, muss bei einem Entscheid berücksichtigt werden. Das Gewinn-/Risikoverhältnis war in den letzten 20 Jahren schon etliche Male viel besser.

Konzentration aufs Kerngeschäft oder Diversifikation?
Ich staune immer wieder. So wurde die Post zum Gemischtwarenladen und hatte eine Zeit lang sogar Hörgeräte und Gehörverstärker verkauft und nun macht mich ein Leser darauf aufmerksam, dass in der Schalterhalle einer Bank Staubsauger stehen. Ich kann «Entwarnung» geben. Die Bank verkauft keine Staubsauger. Es handelt sich um ein Bonusprogramm für Kunden. Aber wollen das die Kunden wirklich? Da gibt es unterschiedliche Meinungen…Die Diversifikationsanstrengungen von vielen Firmen kommen oft nicht aus der Stärke raus. Man versucht, neue Geschäftsfelder zu erschliessen, weil das Stammgeschäft leidet. Ich bin noch skeptisch, weil oft das Know-how fehlt.

Einige Topmanager sind ihr Geld nicht wert
Eine der früher meistgerühmten amerikanischen Banken, Wells Fargo mit Hauptsitz in San Francisco, wird von der amerikanischen Zentralbank an die kurze Leine genommen. Die Grossbank, welche die Finanzkrise erfolgreich überstanden hat, darf nicht mehr wachsen. Diverse Verfehlungen haben die Zentralbank zu diesem extremen und für mich einzigartigen Entscheid bewogen. Einmal mehr kommt für mich ein fahler Nachgeschmack. Auch hier hat das Topmanagement grobe Fehler gemacht und trotzdem immense Löhne und Boni erhalten.
Auch die Schliessung einer Geschäftseinheit einer regionalen Bank wirft Fragen auf. Ich will mich nicht in die Geschäftspolitik einmischen und harte Entscheide gehören leider auch zur Führung einer Firma. Überstürzte, wenig durchdachte und schlecht kommunizierte Veränderungen werfen aber auch hier ein schlechtes Licht auf die hochdotierte Führungsebene. Ich kann nur staunen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Aktienmarkt: The trend is your friend?
Die US-Aktienmärkte legen fast jeden Tag zu, alleine in den zwei kurzen Wochen in diesem Jahr schon 4,5%. Etwas weniger linear, im Trend aber fast so positiv, sieht es in Europa aus. Der Bullenmarkt dauert nun schon über acht Jahre an, wo 2009 mitten in der Finanzkrise ein Tief erreicht wurde.
Es gibt kaum mehr Bankstrategen, die zur Vorsicht mahnen. Es gehört unisono zum guten Ton, optimistisch (wenn nicht gar euphorisch) zu sein. Die Wirtschaft läuft recht gut, die Wachstumszahlen sind fast ohne Ausnahmen positiv. Die Experten sprechen von synchron guten Wirtschaftsdaten. Auch die Anleger selber sind gemäss so genannten Sentiment-Indikatoren so optimistisch wie noch nie. Und auch das Niveau der Lombardkredite, welches anzeigt, wie viel Kapital auf Kredit in den Anlagemärkten investiert ist, ist so hoch wie noch nie.
Ist die Erwartung auf weitere starke Aktienkursgewinne gerechtfertigt? Das aktuelle Wirtschaftswachstum ist mit 2 bis 3% in stabil positivem Bereich, entlockt aber verglichen mit früheren Boom-Phasen keinen Freudensprung. Die Gewinne der US-Firmen haben im 3. Quartal 2017 die alte Rekordmarke von 2014 übertroffen. Drei Jahre hat es also gedauert, um wieder Rekordniveau zu erreichen. Die US-Börse ist aber mittlerweile ca. 35% teurer. Der Trend ist zwar noch nicht gebrochen, die Luft für weitere Aktienkursgewinne ist aber extrem dünn geworden. Nach so starken Anstiegen etwas Gewinne zu realisieren, scheint uns sinnvoller als neu gross einzusteigen.

Bin ich Arbeitnehmer oder selbstständig erwerbstätig?
Die AHV Ausgleichskassen sind zuständig für die Einschätzung, ob jemand selbstständig erwerbend oder als Angestellter erwerbstätig ist. Je nach Status haben Sie selber oder eben Ihr «Arbeitgeber» unterschiedliche Pflichten (Unfallversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wer rechnet AHV ab...). Für die Mehrheit aller Erwerbstätigen ist die Situation klar geregelt. Wenn Sie aber unsicher sind (bspw. wenn Sie neu selbstständig werden möchten), melden Sie sich frühzeitig bei der AHV-Kasse und klären Ihren Status ab.
In der Praxis hat man oft das Gefühl, dass die AHV-Kassen die Hürden für eine Einschätzung als selbstständig erwerbend recht hoch legen und im Zweifelsfall quasi aus Prinzip zuerst einen ablehnenden Entscheid fällen. Dies mag teilweise gerechtfertigt und sinnvoll sein. Wenn Sie aber damit nicht einverstanden sind und dennoch als selbstständig erwerbstätig eingestuft werden möchten, lassen Sie sich davon nicht aus dem Konzept bringen und erheben Sie Einprache.
Um als selbstständig erwerbstätig anerkannt zu werden, müssen Sie der AHV-Kasse belegen, dass Sie unter eigenem Namen, mit eigenem Aussenauftritt, auf eigene Rechnung und eigenes Risiko tätig sind. Was heisst das? Belegen können Sie das bspw. mit eigenen Visitenkarten, eigenem Briefpapier oder auch Internetauftritt. Wichtig ist, dass Sie Rechnungen an mehrere Auftraggeber vorweisen können (was gerade in den Anfängen einer Selbstständigkeit schwierig sein kann). Sie müssen dabei jeweils im Auftragsverhältnis tätig sein, d.h. Sie entscheiden im Rahmen des Auftrags (in Absprache mit dem Auftraggeber aber ohne Weisungsverhältnis) selber frei, wann und was Sie für erforderlich und sinnvoll halten. Zeigen Sie auch auf, dass Sie die Verluste tragen müssen, wenn Aufträge ausbleiben oder offene Forderungen (bspw. bei Insolvenz von Auftraggebern) nicht eingetrieben werden können.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 93 57 an.

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Steuererklärung – wie vorgehen
Die halbe Miete zur Erstellung der Steuererklärung ist das Zusammentragen der nötigen Belege. Lohnausweis, Abschlussbelege der Konti mit Zinsen und Spesen, Steuerverzeichnis der Bank bei grösseren Wertschriftenbeständen, Hypothekarschuld, Zinsen, Bestätigung Eigenmietwert und Unterhaltsbelege bei Eigenheimbesitzern, evtl. Einzahlungsbestätigung in 3. Säule oder Pensionskasse usw. Wer die Belege zusammen hat, wird seine Steuererklärung speditiv ausfüllen können. Aus meiner Sicht lohnt sich auch die Erfassung ins Easy-Tax-Programm. Einmal erfasst, kann man sich in den Folgejahren unnötige Arbeit ersparen und es passieren auch weniger Fehler, da man schneller merkt, wenn man etwas vergessen sollte. Ich empfehle wie folgt vorzugehen:

Schritt 1: Sammeln und Vorbereiten der nötigen Unterlagen

Schritt 2: Erfassen der Belege, Erstellung der Steuererklärung

Schritt 3: Überprüfen mit Vorjahr, gibt es Veränderungen, welche Sie nicht nachvollziehen können?

Schritt 4 (erst nach Erhalt der def. Steuerveranlagung, meist ein paar Monate später): Vergleich der vom Steueramt veranlagten Zahlen mit der Selbstdeklaration. Gibt es grössere Abweichungen, dann muss man die Sache genauer überprüfen. Findet man einen Fehler oder ist man mit der Veranlagung nicht einverstanden, dann hat man genau 30 Tage Zeit für eine schriftliche Einsprache. Ist diese Zeit abgelaufen, ist die Chance vertan.

Soll/kann ich die Steuererklärung selber machen oder brauche ich professionelle Hilfe? Das müssen Sie selber beurteilen. Haben Sie keine oder wenig Erfahrung, dann ist es oft sinnvoll, Hilfe anzunehmen. Haben Sie kompliziertere Sachverhalte, dann lohnt sich professionelle Unterstützung meist.

Fragen aus der Praxis:

Was passiert, wenn ich mehr als den maximalen Betrag bei der 3. Säule einzahle?
Der zuviel bezahlte Betrag muss zurück bezahlt werden. Das passiert zwar selten, habe ich aber schon einige Male mit verschiedenen Versicherungslösungen gesehen oder bei Selbstständigen, welche 20 Prozent des Nettoeinkommens in die 3. Säule einzahlen können, wenn sie keine PK haben. Zu viel einzahlen lohnt sich absolut nicht! Der Abzug wird nicht gewährt und bei der Auszahlung muss der Betrag trotzdem besteuert werden. Man straft sich also nur selber!

Kann ich Krankheitskosten abziehen?
Ja, aber nur selber bezahlte Kosten, welche 5 Prozent des steuerbaren Einkommens übersteigen (gilt für Kanton Aargau). Man kann also recht schnell grob überschlagen, ob es sich lohnt, Belege zu suchen und zusammen zu tragen. Beispiel: Man hat ein steuerbares Einkommen von Fr. 80' 000.-. Es braucht also Belege von mindestens Fr. 4000.-. Dazu gehören natürlich auch die Krankenkassenfranchise und der Selbstbehalt, nicht aber die Krankenkassenprämien.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

 

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder – Grundsätzliches
Wir bekommen in den letzten Jahren vermehrt Fragen zum Thema Kinder. Es werden auch viele spezifische Fragen zu diesem Thema gestellt, wie Kinder-Krankheiten mit den dazugehörenden Behandlungen. Oder wie sieht es mit Impfungen oder allgemeinen Behandlungen kleinerer Befindlichkeits-Störungen aus? Das geht bis zu den wirklich wichtigen Fragen: Woran erkenne ich, wie schwer mein Kind erkrankt ist? Wie kann ich ihm helfen? Wie lindere ich seine Schmerzen? Ab wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt? Das Wissen um die Pflege des gesunden und kranken Kindes wird meist nicht mehr wie früher von einer Generation an die nächste weitergegeben. Auch die schnellen Fortschritte in der modernen Medizin verunsichern die Eltern. Damit Sie nicht ratlos – und meist mitten in der Nacht – am Bett Ihres kranken Kindes stehen, werden wir in den nächsten Folgen unserer Ratgeber diese Themen aufgreifen. Falls Sie besondere Fragen haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an ihren Arzt oder ihre Apotheke.
Jedes Kind wird mit einem gewissen «Nestschutz» gegen Infektionskrankheiten geboren. Während der Schwangerschaft und Stillzeit gibt die Mutter ihrem Kind einen Teil ihrer Gesundheit in Form von Abwehrkräften weiter (Antikörper gegen selber durchgemachte Krankheiten). Nach einigen Monaten, die Angaben reichen von drei bis sechs, schwindet dieser Schutz und das Kind muss anfangen, sein eigenes Abwehrsystem aufzubauen. Normalerweise beginnen die Babys nach rund einem halben Jahr ihre Umwelt intensiv zu erforschen, alles wandert zügig in den Mund. Damit kommen sie und ihr Immunsystem in Kontakt mit vielen Krankheitserregern und sie lernen, darauf zu reagieren. Dieses Lernen äussert sich in Form von einer «Krankheit». Jedes Kind muss Krankheiten durchmachen, um eine stabile Gesundheit zu erlangen.
Zum Teil kann dieser Schutz ein Leben lang anhalten, zum Teil nur eine gewisse Zeit, da die meisten Erreger ihr Erscheinungsbild so verändern können, dass sie dem Körper als nicht bekannt erscheinen.
Statistisch gesehen macht ein normales Kind in den ersten sechs Lebensjahren Bekanntschaft mit 200 bis 300 verschiedenen Viren (sie lösen Infekte der oberen Luftwege wie Schnupfen, Husten oder Halsentzündungen aus).
Im Kindergartenalter sind zwölf krankmachende Virusinfektionen im Jahr völlig normal. Schulkinder erkranken in der Regel sechs bis achtmal pro Jahr. Jugendliche werden durchschnittlich noch fünfmal im Jahr krank. Im Moment befinden wir uns gerade in der Hochsaison der Infektionen (die kalte Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr).
Die Viren lauern überall. Angst vor einer Ansteckung ist bei einem normal gesunden Kind nicht sinnvoll. Schützen können Sie es nur durch Stillen, «Abhärten» und Impfen. Wir kommen in einem späteren Ratgeber darauf zurück.
Kranke Kinder empfinden ihr Kranksein als eine bedrohliche Zeit. Um so wichtiger ist es, dass die Eltern mit der nötigen Gelassenheit und Sicherheit darauf reagieren. Viele Kinder fallen in dieser Zeit eine «Entwicklungsstufe zurück»: entwöhnte Babys schreien nach der Flasche, bereits saubere Kinder machen wieder in die Hose oder sie schlafen nachts wieder schlechter. Das reguliert sich normalerweise völlig nach der Gesundung. Im Gegenteil, oft sieht man nach einer durchgemachten Erkrankung einen richtigen Fortschritt in der Entwicklung: Kinder machen einen Riesenschritt vorwärts, sei es im Längenwachstum oder auch geistig-seelisch. Sie brauchen eben in dieser Zeit besonders viel Zuwendung! Es gilt immer noch: Liebe ist die beste Medizin. Für Eltern heisst das: viel Mitgefühl, kein Mitleiden. Die Kinder dürfen ruhig verwöhnt werden, der Rahmen sollte jedoch so gesteckt sein, dass das Kind auch wieder gesund werden will und nicht durch die uneingeschränkte Aufmerksamkeit (der Mittelpunkt der Familie) verzogen wird.
Die Betreuung der kranken Kinder ist folgendermassen gesetzlich geregelt:
• Gegen Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses muss Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber Ihnen bis zu drei Tage zur Betreuung Ihres kranken Kindes zur Verfügung stellen. Dies gilt pro Krankheitsfall.
• Die Eltern sind jedoch verpflichtet, nach geeigneten Ersatzlösungen (zum Beispiel Pflege des Kindes durch Verwandte oder Bekannte) zu suchen. Diese Pflicht entfällt, wenn die Anwesenheit der Eltern notwendig ist, so zum Beispiel bei einer schweren Erkrankung eines Säuglings. Je nach Erkrankung können Arbeitnehmende auch länger von der Arbeit befreit werden. Der Lohn ist für eine beschränkte Zeit geschuldet.
• Kann nicht auf Bekannte und Verwandte zur Betreuung von kranken Kindern zurückgegriffen werden, bietet das Schweizerische Rote Kreuz einen Dienst zur Kinderbetreuung an. Dabei werden Kinder bis zwölf Jahre zu Hause von einer Betreuerin beaufsichtigt.
Lassen Sie sich von uns beraten.
Vinzenz Apotheke. Eine Quelle der Gesundheit

 

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Mikronährstoffräuber: Säureblocker
Wir gehen in diesem Ratgeber auf das Thema Säureblocker ein. Sie gehören zu den meist verordneten Medikamenten. In diesem Zusammenhang interessiert uns die Gruppe der Protonenpumpen-Hemmer (PPI) wie:
- Omeprazol: Antramups® und Generika
- Pantoprazol: Zurcal®, Pantozol® und
Generika
- Lansoprazol: Agopton® und Generika
- Dexlansoprazol: Dexilant®
- Esomeprazol: Esomep®, Nexium® und Generika
- Rabeprazol: Pariet® und Generika.
Sie werden verordnet, um eine langfristige Blockade (ca. 24 Stunden) der Protonenpumpe in den Belegzellen zu erreichen. In diesen Zellen wird die Magensäure (das Proton) gebildet und die Pumpe befördert sie in den Magen. Die Säure im Magen hat mehrere Aufgaben: sie «desinfiziert» den Speisebrei; bereitet Eiweisse für die Verdauung vor; löst diverse Verbindungen von Protein-Mineralstoff-Komplexen, so dass sie besser aufgenommen werden können. Das ist bei den Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Zink, Eisen u.a.m. der Fall. Auch die Aufnahme von Vitamin C und Vitamin D wird über den pH-Wert gesteuert.
Gleichzeitig mit der Säureabgabe gelangt auch der sogenannte Intrinsic-Faktor in den Magen. Er ist notwendig für die Aufnahme des Vitamin B12, das seinerseits wichtig für die Eisenaufnahme und Verwertung ist!
Warum verordnet ein Arzt diese Medikamente: (eine Auswahl)
- wenn die Magenschleimhaut nicht mehr genügend Schutzstoffe (einen speziellen Schleimstoff) bilden kann um den Magen vor einer «Selbstverdauung» zu schützen, z.B. bei einem Magen- oder 12-Fingerdarm-Geschwür oder
- bei einem Reflux, dabei schwappt die Säure in die Speiseröhre hoch, weil der Schliessmuskel nicht genügend abdichtet. Dann muss die Säuremenge so stark vermindert werden, dass eine Abheilung möglich ist. Oder es muss die Verätzung als möglicher Schaden in der Speiseröhre vermieden werden; (man weiss, dass ein Reflux mit einer erhöhten Gefahr, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, verbunden ist)
- bei der Ausmerzung der Bakteriums Helicobakter pylori (zusammen mit 2 bis 3 verschiedenen Antibiotika)
- bei einem Reizdarmsyndrom
- als Begleittherapie bei einer Schmerzmitteltherapie

Setzen Sie nicht von sich aus eine Therapie mit PPI ab, fragen Sie Ihren Arzt, wie lange die Einnahme wichtig und sinnvoll ist!
Säureblocker und Vitamin B12
In der Nahrung ist Vitamin B12 an Eiweisse (Proteine) gebunden und wird durch die Magensäure freigesetzt. In dieser Form kann es sich an den Intrinsic-Faktor (ein Transport-Protein) binden und wird mit Hilfe von Calcium im Dünndarm ins Blut aufgenommen. Da wir ein grosses Depot in der Leber haben und der tägliche Bedarf sehr gering ist (1mcg/Tag) kann es bis zu 5 Jahren dauern, bis ein Mangel auftritt. Ein Mangel an Vitamin B12 ist vor allem bei älteren Menschen bekannt. Bei ihnen kommen diverse Medikamente-Kombinationen mit einer schlechteren Nährstoff-Aufnahme und –Verwertung (oft noch verschlechtert durch einseitige Ernährung) zusammen, was zu einem Mangel führt. Der Arzt wird einen diagnostizierten Mangel in diesem Alter durch eine i.m. (in den Muskel gespritzte) Gabe z.B. eine Dosis alle 3 Monate ausgleichen.
Vorbeugen kann jeder Einzelne durch eine ausgewogene abwechslungsreiche Ernährung. Und in besonderen Situationen, wie z.B. während einer Säureblocker-Therapie ist eine zusätzliche Einnahme eines Multimineral- und Multivitamin-Präparates hilfreich.
Das ganze Team der Vinzenz Apotheke wünscht allen Lesern eine gute Zeit

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Heimliche Video- und Tonbandaufnahmen
Immer wieder kommt es vor, dass Mandanten bei mir erscheinen und mir versteckt gemachte Video- oder Tonbandaufnahmen präsentieren, mit denen sie beispielsweise beweisen wollen, dass ihr Nachbar sie beschimpft hat. Andere schneiden heimlich Telefongespräche mit, um so beispielsweise belegen zu können, dass der Gesprächspartner ihnen Geld schuldet. Und nun soll der Anwalt für sie aufgrund dieser Beweismittel Anzeige erstatten oder Klage einreichen.
Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Wer heimlich das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt, macht sich nämlich strafbar. Die entsprechenden Tatbestände im Strafgesetzbuch heissen «Abhören und Aufnehmen fremder Gespräche», «Unbefugtes Aufnehmen von Gesprächen» und «Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte» und die Strafen lauten auf Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Selbst Gericht, Staatsanwaltschaft und Polizei dürfen Gespräche nur unter strengen Voraussetzungen abhören und aufzeichnen. Nur schwere Straftaten, die im Gesetz ausdrücklich aufgezählt sind, können solche Massnahmen rechtfertigen.
Es handelt sich bei den aufgezählten Tatbeständen zudem durchwegs um Antragsdelikte, was bedeutet, dass diese Delikte nur verfolgt werden, wenn die verletzte Person innerhalb von 3 Monaten, seit ihr die Täterschaft bekannt wird, deren Bestrafung beantragt. Lässt man diese Frist unbenutzt verstreichen, kann der Täter nicht mehr bestraft werden.
Das rechtswidrige Anfertigen von Video- und Tonbandaufnahmen ist nicht nur strafbar, es ist obendrein auch noch völlig nutzlos. Denn vor Gericht dürfen rechtswidrig angefertigte Video- und Tonbandaufnahmen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes nicht verwertet werden. Der Richter muss so tun, als gäbe es die Aufnahme gar nicht. Wenn es ausser der Aufnahme keine weiteren Beweismittel gibt, sind ihm daher die Hände gebunden. Für die oben genannten Beispiele heisst das: Der wegen Beleidigung angeklagte Nachbar muss freigesprochen und der säumige Schuldner kann nicht zur Zahlung verurteilt werden.
Wie so viele Irrtümer, beruht wohl auch die falsche Vorstellung von der Verwertbarkeit heimlicher Video- und Tonbandaufnahmen auf dem Konsum amerikanischer Filme und Fernsehsendungen. Zahlreiche Grundrechte und Freiheiten, die in Europa selbstverständlich sind, gelten in den USA gar nicht oder nur in sehr eingeschränktem Masse. Dies gilt auch für den Schutz jedes Bürgers vor der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Einzig, wenn die heimlichen Video- oder Tonbandaufzeichnungen zur Aufdeckung schwerer Verbrechen dienen und ohne sie ein eigentlicher Beweisnotstand bestünde, dürfen solche Aufzeichnungen in der Schweiz ausnahmsweise verwertet werden.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
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Mobbing am Arbeitsplatz
Die Zahl von Betroffenen, die ihre Situation am Arbeitsplatz als belastend, ja unerträglich erleben, ist steigend. Durch eine verschärfte Arbeitsmarktsituation steigen Leistungsdruck und Konkurrenz in den Betrieben. Es ist aber schwierig, die Grenze zwischen «normalen» beruflichen und menschlichen Konflikten und Mobbing zu ziehen. Konflikte zwischen Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen bezeichnet man dann als Mobbing, wenn die angegriffene Person unterlegen ist und systematisch während einer längeren Zeit direkt oder indirekt angegriffen wird. Als Folge dieser Angriffe erlebt der Betroffene erhebliche Diskriminierungen und einen Ausstoss aus der beruflichen Gemeinschaft. Er sieht sich nicht im Stande, sich zu wehren oder der Situation zu entfliehen.
Mobbing-Handlungen können sich auf verschiedenen Ebenen äussern. Häufig wird der Betroffene in seiner Möglichkeit eingeschränkt, sich mitzuteilen, z.B. durch ständiges Unterbrechen oder anhaltende Kritik. Auch werden seine sozialen Beziehungen innerhalb des Betriebes erschwert, z.B. durch Ignorieren des Kollegen oder Versetzung in ein abgelegenes Büro. Mobbing zeigt sich oft auch durch die Schädigung des sozialen Ansehens der Betroffenen; so werden beispielsweise Gerüchte verbreitet oder berufliche Entscheidungen in Frage gestellt. Häufig wird auch die Qualität der Arbeit eingeschränkt, indem der Betroffene z.B. sinnlose oder gar keine Aufgaben übertragen bekommt.
Schliesslich äussert sich Mobbing auch in Angriffen auf die Gesundheit, z.B. durch Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten oder gar durch sexuelle Übergriffe. Am Ende eines fortgeschrittenen Mobbing-Prozesses steht meist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Viele der Betroffenen kündigen selbst, weil die Arbeitssituation für sie unerträglich geworden ist, anderen wird – meist unter einem Vorwand – gekündigt.
Ein eigener Tatbestand Mobbing existiert weder im Straf- noch im Zivilrecht. Aber es ist unter Umständen möglich, wegen Ehrverletzung oder sexueller Belästigung strafrechtliche Schritte einzuleiten. Das Opferhilferecht gewährt dem Mobbing-Opfer gegebenenfalls zusätzlich finanzielle und immaterielle Hilfe. Auch zivilrechtliche Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadenersatz können dem Mobbing-Opfer zustehen. Es kann zudem vor den Arbeitsgerichten auf Feststellung und Unterlassung geklagt werden. Schliesslich gewährt dem Mobbing-Opfer unter Umständen auch das Gleichstellungsgesetz Schutz und Hilfe.
Für den Einzelnen ist es wichtig, so früh wie möglich gegen den Mobbing-Prozess aktiv zu werden. Bemerkt der Betroffene, dass sich der anfängliche Konflikt auch nach einiger Zeit nicht gelegt und weitere Spannungen nach sich gezogen hat, sollte er den Konfliktpartner darauf ansprechen. Ist das Einzelgespräch aber nicht erfolgreich, sollte mit der nächst höheren vorgesetzten Stelle Kontakt aufgenommen werden. Auf diesem Weg kann ein Vermittlungsgespräch vereinbart werden, bei dem die Konfliktpartner ihre Standpunkte vor einem neutralen Vermittler darstellen und in dem gemeinsam der Umgang mit Spannungen besprochen wird. Auf betrieblicher Ebene empfehlen die Gewerkschaften eine Betriebsvereinbarung abzuschliessen. In dieser Übereinkunft wird ein «Belästigungsverbot» ausgesprochen, wobei grob festgelegt wird, welche Handlungen als Belästigung betrachtet werden. Darüber hinaus werden Sanktionen festgelegt, die bis zur Versetzung oder Entlassung reichen können. Selbstverständlich können Sie sich auch jederzeit anwaltlich beraten lassen und ihre Ansprüche gegebenenfalls gerichtlich durchsetzen.

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Sonja Hartmann Master Fitnesstrainer (Dr. Gottlob Institut)
Geschäftsführerin VITAMARE Fitness GmbH

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