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Ratgeber

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics, Rechtsberaterin
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Vorsorgeauftrag
Ein selbstbestimmtes Leben ist ein hohes Gut, aber was, wenn ich nicht mehr selber für mich sorgen kann? Gar urteilsunfähig werde und auf die Hilfe anderer angewiesen bin? Wer soll und kann mir helfen, für mich entscheiden und in meine Privatsphäre Einblick bekommen? Der Vorsorgeauftrag ermöglicht in solch einem Fall die Gestaltung der eigenen Angelegenheiten. D.h. die gesamte Personen- und Vermögenssorge sowie die Vertretung im Rechtsverkehr kann für den Fall der zukünftigen Urteils- und damit Handlungsunfähigkeit vorab geregelt und sichergestellt werden.

Als Vorsorgebeauftragter kann sodann eine natürliche oder eine juristische Person eingesetzt werden. Höchstpersönliche Rechte jedoch, wie beispielsweise die Errichtung eines Testamentes, können allerdings nicht delegiert werden. Der Vorsorgeauftraggeber kann für den Fall, dass die bezeichnete Person für die Aufgaben nicht geeignet ist, den Auftrag nicht annimmt oder ihn kündigt, Ersatzbeauftragte vorsehen. Die Aufgaben, die der beauftragten Person übertragen werden sollen, müssen klar umschrieben sein. Es können auch Einzelaufgaben übertragen und Weisungen für die Umsetzung der Aufträge erteilt werden.

Damit die beauftragte Person das in sie gesetzte Vertrauen nicht missbraucht bzw. die übertragenen Aufgaben in ordnungsgemässer Weise ausführt, bleibt ein bestimmtes Mass an behördlicher Eingriffsmöglichkeit bestehen. Die Erwachsenenschutzbehörde kann jederzeit auf Antrag oder von Amtes wegen die erforderlichen Massnahmen ergreifen. Sie kann der beauftragten Person ebenso Weisungen erteilen, diese zur Einreichung eines Inventars, zur periodischen Berichterstattung und Rechnungsablage verpflichten oder ihr sogar die erteilten Befugnisse teilweise oder ganz entziehen.

Für die Errichtung eines solchen Vorsorgeauftrages muss der Auftraggeber handlungsfähig, d.h. urteilsfähig und volljährig sein. Der Vorsorgeauftrag unterliegt strengen Formvorschriften. Um gültig zu sein, muss er wie ein Testament entweder von Anfang bis Ende von Hand niedergeschrieben oder öffentlich beurkundet werden. Wem also die handschriftliche Erstellung Mühe bereitet, kann die Beauftragung bei einem Notar öffentlich beurkunden lassen. Der Vorsorgeauftrag kann im Kanton Aargau bei der KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) hinterlegt werden und entfaltet erst Wirkung, wenn die auftraggebende Person urteilsunfähig geworden ist und die Urteilsunfähigkeit den im Vorsorgeauftrag umschriebenen Rechtsbereich betrifft. Der Vorsorgeauftrag kann, solange der Auftraggeber urteilsfähig ist, jederzeit widerrufen werden. Erlangt die betroffene Person ihre Urteilsfähigkeit wieder oder stirbt sie, erlischt der Vorsorgeauftrag von Gesetzes wegen.

Was aber, wenn kein Vorsorgeauftrag vorhanden ist? Hat eine urteilsunfähige Person im Vorfeld keinen gültigen Vorsorgeauftrag errichtet, erhalten Ehegatten und eingetragene Partner ein gesetzliches Vertretungsrecht, sofern die berechtigte Person im gleichen Haushalt lebt. Bei unverheirateten bzw. nicht registrierten Personen greift die KESB ein und bestimmt einen Beistand.

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Lukas Rüetschi, eidg. dipl. Vermögensverwalter, Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Stabile Immobilienpreise
In unserer Region sind die Preise für Immobilien in den letzten Monaten recht stabil und kurzfristig scheint sich dies auch nicht zu ändern. In einigen Gemeinden ist die Nachfrage nach wie vor grösser als das Angebot und somit werden weiterhin sehr gute Preise bezahlt. Bei weniger gesuchten Objekten ist das Preis-/Leistungsverhältnis viel wichtiger. Der Markt für Mietwohnungen bleibt etwas angespannt, da in den letzten 2 – 3 Jahre sehr viele neue, zusätzliche Wohnungen auf den Markt gekommen sind. Ein grosser Teil scheint nun aber absorbiert zu sein und die Lage hat sich leicht entspannt.

Börsen ohne klare Tendenz
Ausser den amerikanischen Aktienmärkten sind fast alle anderen Märkte mehr oder weniger im Minus in diesem Jahr. Viele Firmen haben erfreuliche Resultate vermeldet, trotzdem geben viele Kurse etwas nach. Wieso? Die oft recht hohen Bewertungen nehmen extrem viel Positives vorweg. Wenn dann nur der Ausblick etwas verhalten ist, beginnen die Aktienpreise zu bröckeln. Geht das nun so weiter? Persönlich glaube ich an tendenziell eher leicht tiefere Märkte. Implodierende Preise erwarte ich nicht, da viel zu viel Liquidität nach wie vor auf günstigere Anlagen wartet. Der starke Rückenwind der letzten Jahre wird schwächer und möglicherweise ganz ausgehen. Dann spielen wieder die harten Unternehmensfakten die Hauptrolle und man beginnt wieder vermehrt, kritischer hinzuschauen. Es kann aber auch ganz anders kommen. Prognosen für Aktienmärkte sind extrem schwierig. Und noch viel schwieriger nach einer Phase der künstlich herbeigeführten extremen Liquidität.

Lokale Werte
Die Liste von lokalen Werten, welche einigermassen regelmässig gehandelt werden, ist klein. Parkresort wurde letztes Jahr ganz übernommen und fällt somit weg. Energiedienst (ehemals Kraftwerke Laufenburg und Rheinfelden) haben sich von den Tiefstkursen erholt. Leicht steigende Energiepreise sollten die zukünftigen Resultate verbessern. Aus meiner Sicht eignet sich dieser Titel als Beimischung sehr gut. Die Aktie wird auch täglich an der Schweizer Börse gehandelt. Es sind aber kurzfristig keine Wunder zu erwarten. Ausserbörslich werden noch die Aktien der Schützen Rheinfelden Immobilien AG und der Tersa AG auch in Rheinfelden gehandelt. Beides sind erfolgreiche Immobiliengesellschaften, aber mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Beide Titel sind aus meiner Sicht fair bewertet, werden aber aktuell sehr selten gehandelt. Für Käufe und Verkäufe sollten Sie unbedingt mit Limiten arbeiten.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Kirschenschwemme
Nachdem es letztes Jahr nur sehr wenig Kirschen gegeben hat, gibt es in diesem Sommer so viele, dass die Grossverteiler schon keine mehr kaufen. Dafür werden sie überall im Fricktal und darüber hinaus direkt vom Erzeuger angeboten. Die Kirsche ist eine der wenigen Früchte, die energetisch nicht kühlend wirken. Ganz im Gegenteil, Kirschen wirken wärmend auf den Organismus. Ausserdem regen sie den Stoffwechsel und die Blutbildung an.
Kirschen sind kalorienarm und nährstoffreich, ausserdem schmecken sie gut. Sie sind genau zu der Zeit reif, wenn der Sommer beginnt, die äussere Hitze aber noch nicht so stark ist, dass uns eine wärmende Frucht zu sehr erhitzen könnte. Vorsichtig sein sollten nur solche Menschen, die ohnehin schon unter zu viel innerer Hitze leiden.
Die Saison ist kurz und obwohl man Kirschen gut einmachen oder einfrieren kann, ist das doch kein Vergleich zu den frischen Früchten. Am besten isst man sie frisch vom Baum, denn einmal abgenommen, verderben sie schnell. Wenn Sie das Glück haben, selber einen Kirschbaum zu besitzen, stellt sich schnell die Frage, wohin mit den Kirschen, die alle gleichzeitig reif werden und die man gar nicht so schnell essen kann. Man könnte sie ja an die Nachbarn verschenken, aber die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die auch genug haben. Einmachen oder einfrieren ist eine Option, damit es auch später im Jahr noch Kirschkuchen geben kann. Sie lassen sich auch sehr gut zu Marmelade verarbeiten. Um einen besonderen Geschmack zu erzielen, können Sie ein Stück dunkle Schokolade und ein paar rosa Pfefferkörner mitkochen. Saft oder Sirup sind eine weitere Möglichkeit, die Früchte haltbar zu machen. Oder man kann sie trocknen, das schmeckt fast noch besser als eingemacht und kann anstelle von Rosinen zum Beispiel im Müesli verwendet werden. Getrocknete Kirschen sind auch im Winter eine geeignete Knabberei, da die Kirschen ja wärmen.
Aus eingefrorenen Kirschen kann man auch selber ein feines Glace machen. Dazu die Kirschen entsteinen und einfrieren. Dann die Kirschen zusammen mit ein wenig Flüssigkeit in einer Küchenmaschine glatt rühren und gleich servieren oder in Förmchen wieder einfrieren. Als Flüssigkeit eignen sich z.B. Kokosmilch oder Naturejoghurt oder einfach Wasser oder Milch.
Natürlich kann man sie auch frisch zu Kuchen verarbeiten. Ein traditionelles Rezept, das man überall da findet, wo Kirschen wachsen, ist der Kirschenmichel (der hier vermutlich ganz anders heisst). Dazu erstellt man einen Biskuitteig, in den man vor dem Backen die Kirschen mischt. Dann wird der Kuchen in einer Springform gebacken. Traditionell werden die Kirschen dazu nicht entsteint, damit man beim Kuchenessen gleich noch einen Kirschkern-Weitspuckwettbewerb durchführen kann. Das ist übrigens auch überall verbreitet, wo es Kirschen gibt. Den Kuchen kann man warm oder kalt essen. Wer viel Zeit und Geduld hat, versucht sich an einer Schwarzwälder Kirschtorte. Für die werden zwar meist eingemachte Kirschen verwendet, mit frischen ist sie aber genauso gut. In diesem Fall sollten Sie die Kirschen entsteinen, denn in dieser Torte rechnet niemand mit Kernen und das kann für die Zähne gefährlich werden.
Übrigens, auch für die Kerne gibt es eine sinnvolle Verwendung. Gut gewaschen und getrocknet kann man sie in Kissen füllen. Diese kann man als Wärme oder Kältekissen benutzen, da die Kerne beide Temperaturen gut halten. Die Stängel kann man zu Tee verarbeiten. Sie wirken leicht schleimlösend und können zusammen mit Thymian und Lungenkraut gut gegen Husten eingesetzt werden.

Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen
und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Pesto und Pasten
Pesto kommt ursprünglich aus Italien und ist eine Paste aus rohen Zutaten. Das klassische, wohl am besten bekannte Pesto besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan oder Peccorino. Gewürzt ist es nur mit etwas Salz. Die Herstellung erfolgt von Hand und nur in den Mengen, die gerade gebraucht wird, da der Käse trotz Einlegen in Öl die Haltbarkeit der Paste stark begrenzt. Wenn Sie grössere Mengen herstellen und aufbewahren möchten, empfehle ich, den Käse wegzulassen und erst kurz vor dem Verzehr unterzumischen. Für grössere Mengen oder wenn es schnell gehen soll, kann man natürlich auch eine Küchenmaschine oder einen Mixer verwenden. Bei rohen Zutaten sollten Sie aber darauf achten, dass nicht zu viel Wärme entsteht bei der Verarbeitung. Pesto wird zu Teigwaren gegessen, aber auch zu Risotto. Man kann es aber auch gut als Gewürz für Salat oder Gemüse verwenden. Neben dem klassischen Pesto ist in Italien auch das Pesto rosso verbreitet, das weniger Basilikum dafür zusätzlich getrocknete Tomaten enthält. Das kann auch schon mal als Ersatz für Ketchup zum Einsatz kommen. Inzwischen wird praktisch jede Paste aus rohen Zutaten als Pesto bezeichnet und Namenszusätze erklären, was darin ist (oder auch nicht). Bärlauchpesto enthält Bärlauch, Kürbispesto eben keinen Kürbis sondern Kürbiskernöl und/oder Kürbiskerne. Pesto kann man ganz einfach selber herstellen, dann ist es immer frisch, braucht keine Konservierungsstoffe und Sie wissen genau, was drin ist. Im Moment wächst überall Zitronenmelisse, die man nicht nur zu Tee verarbeiten kann, sondern auch zu einem feinen Pesto. Zusammen mit etwas Pfefferminze, Mandeln, Kreuzkümmel, etwas Salz und Olivenöl erhält dieses Pesto einen orientalischen Geschmack und schmeckt speziell zu Hülsenfrüchten oder den Teigwaren, die aus Linsen oder Kichererbsen gemacht werden. Oder man verwendet es zum Marinieren von Lammfleisch, als Sosse zu Falafel oder einfach als Brotaufstrich.
Während Pesto aus rohen Zutaten hergestellt wird, kann man Pasten aus fast allem machen. Auch hier gilt, je frischer desto besser und hausgemacht wenn möglich. Bei bereits gekochten Zutaten ist die Wärmeentwicklung der Küchenmaschine kein Problem und so ist eine leckere Paste schnell gemacht. Zum Beispiel Humus, das im Wesentlichen aus Kichererbsen besteht. Hinzu kommt Olivenöl, Kreuzkümmel und Salz. Sie können auch fertige Gewürzmischungen wie Harissa oder Ras El Hanout verwenden, das gibt der Paste einen intensiveren Geschmack nach Orient. Eine andere orientalische Paste besteht aus Auberginen, die gekocht oder gebacken und dann mit Knoblauch, Zitronensaft Kreuzkümmel und Salz zerdrückt werden. Wie auch Humus schmeckt sie gut zu Fleischgerichten aber auch zu Kartoffeln oder Fladenbrot. Fast jedes Gemüse lässt sich zu Paste verarbeiten und man kann mit beliebigen Kräuter- und Gewürzkombinationen experimentieren. Besonders in der Grillsaison sind sie feine Begleiter zum Fleisch. Hier sind ein paar Anregungen: gebackener Kürbis mit Curry, Salz, Kürbiskernen und Kürbiskernöl, Guacamole aus Avocado, Tomaten, Zitronensaft, Pfeffer und Salz, Erdnusspaste (Erdnüsse mit Knoblauch mahlen, in etwas Öl mit Tomatenmark andünsten, etwas Wasser zugeben, so dass eine Paste entsteht, würzen nach Geschmack mit Salz, Chili, Paprika oder fertiger süss-scharfer Sosse). Artischockenpaste aus gekochten Artischocken mit Zitronensaft, Petersilie, Salz, Pfeffer und Olivenöl oder Olivenpaste aus eigelegten Oliven mit Thymian und Rosmarin. Selbstverständlich gibt es viele dieser Pasten und Pesto auch fertig zu kaufen, dann enthalten sie aber in den meisten Fällen Zusatzstoffe, die die Haltbarkeit gewährleisten.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
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Anders essen ist gar nicht so einfach
Die Feiertage sind vorbei, das neue Jahr hat schon stürmisch angefangen und so manch einer hat sich vorgenommen, in diesem Jahr etwas anders zu machen. Häufig haben die guten Vorsätze für das neue Jahr mit der Ernährung zu tun. Gesünder essen, weniger essen, mehr Früchte und Gemüse, weniger Fett, mehr Wasser trinken etc., etc. Sie wissen, was ich meine. Vielleicht haben auch Sie beschlossen, in diesem Jahr etwas an Ihrer Ernährung zu verändern. Möglicherweise haben Sie sich auch für eine ganz neue Ernährungsform entschieden. Vegetarisch, vegan, fleischlos oder ohne Kohlehydrate? Ernährung nach den fünf Elementen oder die Paleo-Diät? Was immer es ist, es wird eine Herausforderung. Es geht mir hier nicht darum, die verschiedenen Ernährungsformen zu beschreiben oder gar zu beurteilen, ich möchte Ihnen aufzeigen, auf was Sie sich einlassen, wenn Ihre Diät nicht «ich esse alles in beliebigen Mengen und zu beliebigen Zeiten» heisst.
Wenn Sie als Vegetarier oder Veganer bei Fleischessern eingeladen sind, stellen Sie diese vor die schwierige Aufgabe, etwas auf den Tisch zu bringen, das Sie auch essen mögen. «Was soll ich denn bloss kochen, du isst ja kein Fleisch», habe ich mehr als einmal gehört. Im Restaurant ist es auch nicht einfacher. Obwohl sich hier schon einiges getan hat in den letzten Jahren, gibt es leider immer noch Köche, die nicht wissen, dass Fisch nicht vegetarisch und Eier nicht vegan sind. Und selbst in der Familie ist es nicht leicht, wenn Sie als Einzige(r) anders essen als alle anderen. Wenn Sie die Mahlzeiten zubereiten, entscheiden Sie selber, was Sie kochen. Wenn Sie jedoch bekocht werden, brauchen Sie entsprechendes Verständnis von der kochenden Person. Einfach das Weglassen, was man nicht essen will, ist keine Lösung, denn jede Ernährungsform muss ausgewogen und auf den Bedarf abgestimmt sein.
Aber ganz abgesehen von der Reaktion Ihrer Umgebung wird sich auch für Sie etwas ändern. Wenn Sie sich ausschliesslich pflanzlich ernähren, wird der Geruch von Fleisch, Fisch oder geschmolzenem Käse mit der Zeit immer unangenehmer, was zu Problemen führen kann, wenn Ihre Familie weiterhin Fleisch, Fisch und Milchprodukte isst. Das ist ähnlich, als wenn Sie Nichtraucher sind und ein Raucher sitzt neben Ihnen im Bus. Wenn Sie sich für eine energetisch hochwertige Ernährung entscheiden, zum Beispiel nach den 5 Elementen, dann wird Ihnen alles andere Essen energielos und geschmacksarm vorkommen. Ausserdem werden Sie vermutlich eine Abneigung gegen alle künstlichen Geschmacksstoffe und -verstärker entwickeln. Nach einer Getreidekur (nur gekochtes Getreide ohne Salz) wird Ihnen das Brot völlig versalzen und der Kuchen viel zu süss vorkommen. Allerdings vergeht das bald wieder, denn man gewöhnt sich schnell an den Geschmack von Salz und Zucker.
Ich will Sie keinesfalls davon abhalten, Ihre Ernährung zu überdenken oder auch zu ändern, ganz im Gegenteil. Ich möchte Ihnen nur den Stress ersparen, der damit verbunden sein kann. Dazu noch ein paar Tipps. Diskutieren Sie nicht über das, was Sie tun. Es ist Ihre Entscheidung und die soll bitte respektiert werden. Erwarten Sie aber nicht, dass alle anderen die gleiche Entscheidung treffen. Versuchen Sie auch nicht, Ihre Umwelt zu missionieren. Was für Sie gut ist, muss für die anderen noch lange nicht stimmen. Legen Sie sich Strategien zurecht, wie Sie mit Einladungen oder Restaurantbesuchen umgehen wollen, das erspart den Stress in der jeweiligen Situation. Wenn Sie Unterstützung brauchen für eine Ernährungsumstellung oder unsicher sind, welche Ernährungsform zu Ihnen passt, berate ich Sie gern.

 

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Wie schätzen wir derzeit die Ausgangslage für die Aktienmärkte ein?
Gewinne steigen: ++ Unter anderem dank der Steuerreform unter Trump steigen die Gewinne der US-Firmen derzeit deutlich an. Dies ist ein starker Rückenwind.
Rückkäufe auf Rekordniveau: + Ebenfalls positiv wirkt sich aus, wenn Firmen eigene Aktien zurückkaufen. Diese Rückkäufe sind derzeit auf Rekordniveau. Zwar wird der allergrösste Teil davon durch wenige ganz grosse Firmen vorgenommen (wie z.B. Apple), dennoch positiv.
Bewertung sinkt, dennoch weiterhin sehr teuer: - - Wie erwähnt wachsen derzeit die Gewinne der US-Firmen stark. Die von uns schon lange festgestellte extrem teure Bewertung der US-Aktien verbessert sich also endlich etwas. Dennoch: die während Jahren aufgegangene Schere von viel stärkeren Aktienkurs- als Gewinn­anstiegen ist noch längst nicht zu. Die Bewertungen sind immer noch sehr teuer.
Rückenwind der Geldpolitik fällt weg: 0 Die US-Notenbank FED hat im Herbst 2017 begonnen, ihre Bilanz ganz langsam zu kürzen. Sie hat zudem die Zinsen in mehreren Etappen erhöht. Die EZB drückt nach wie vor Geld in den Markt, hat aber angekündigt, dass sie voraussichtlich im Herbst die Wertpapierkäufe einstellen wird. Insgesamt bleibt die EZB expansiv, geht aber von der ultraexpansiven Politik weg. Die einzige Notenbank, welche nach wie vor stark auf dem Gaspedal steht, ist die Bank of Japan. Global gesehen wird die Geldpolitik somit weniger expansiv. Von Gegenwind können wir noch nicht sprechen.
Inflation zieht etwas an: - Der geldpolitische Gegenwind könnte aber noch kommen. Zum einen sind die Ölpreise gestiegen, was sich natürlich auch in der Infla­tion zeigt. Zum Zweiten ist die Arbeitslosigkeit auf recht tiefes Niveau gesunken, so dass eher mit steigenden Lohnkosten gerechnet werden muss. Ein neuerer Preistreiber sind zudem die angedrohten Handels- und Strafzölle. Steigende Kosten für importierte Güter treiben selbstverständlich die Preise nach oben. In der Tendenz müssen die Zentralbanken je mehr vom Gas (bzw. gar auf die Bremse) je stärker die Preisanstiege sind.
Potenzieller Handelskrieg: - - Auch wenn es verfrüht ist zu sagen, ob sich dieser Handelsstreit in einen veritablen Handelskrieg entwickelt, das Risiko besteht. Ein Handelskrieg würde nicht nur die Preise ansteigen lassen, sondern würde vermutlich auch negativ auf die Wirtschaftsleistung wirken. Firmen könnten bspw. Probleme bekommen mit Zulieferern und aus Vorsicht weniger stark investieren.
Politische Turbulenzen nehmen zu: - Präsident Trump reisst mit seinem aggressiven Gebaren sehr viele Baustellen auf (Strafzölle, Neuverhandlung NAFTA, Russland-Sanktionen, Aufkündigung Atom­abkommen Iran, Korea-Konflikt) und auch weitere Turbulenzen ohne Trump’sche Beteiligung (neue Regierung in Italien, Einwanderungskrise in Europa bzw. Asyslkrise Deutschland) zeigen, dass derzeit mehr Grossbaustellen offen sind als üblich. Das Risiko, dass eine davon (z.B. Iran) sich nicht optimal auflöst, wächst damit.
Konjunkturzyklus fortgeschritten: 0 Der aktuelle US-Wirtschaftsaufschwung dauert bereits neun Jahre. Das für sich muss natürlich nicht bedeuten, dass unmittelbar eine Rezession bevorsteht. Dass dieser neunjährige Aufschwung der zweitlängste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850 ist, zeigt aber, dass wir nicht von ewig dauernden Boomphasen ausgehen sollten. Das noch vor ein paar Monaten fast synchrone Wachstum weltweit ist jedenfalls weniger im Gleichschritt.
Fazit – das Eis bleibt sehr dünn: Unter dem Strich bleiben wir vorsichtig und strecken erst die Zehenspitzen wieder etwas mehr ins Wasser. Einzelne Aufstockungen bei guten Firmen, deren Aktienkurse recht stark Federn lassen mussten, wie z.B. LafargeHolcim, Roche oder Basilea, können wir uns vorstellen. Vor einer deutlichen Aufstockung der Aktien würden wir
aber noch abraten.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Globale Krisenherde...
Die Vielzahl der politischen Krisenherde weltweit ist das eine. Das andere ist, dass diese Konflikte häufig globaler geworden sind, seit US-Präsident Trump (wie schon Ex-Präsident Obama zuvor) ökonomische US-Interessen aggressiv und neu auch militärische US-Ziele noch wesentlich aggressiver verfolgt. Die so genannten Stellvertreterkriege sind wieder häufiger geworden. Es liegt in der Natur der Sache, dass andere sich als Grossmächte fühlende Staaten, insbesondere bei in geografischer Nähe liegenden Konflikten, ein so aggressives Vorgehen des selbsternannten «Weltsheriffs» nicht goutieren. Im Koreakonflikt sind die Interessen der USA und China zumindest nicht deckungsgleich. In Syrien ist es nicht nur ein Bürgerkrieg, sondern auch eine nur schlecht kaschierte direkte Konfrontation der USA gegen Russland. Im Falle des gekündigten Atomabkommens mit Iran kämpft die USA gegen praktisch alle anderen. In einem solchen Umfeld stützen auch unilateral erhobene Strafzölle auf Aluminium, Stahl und neuerdings Technologie-Produkte oder US-Sanktionen gegen russische Vertreter und Firmen, welche «gefälligst» global umgesetzt werden sollen, nicht unbedingt das Vertrauen. Aber auch die EU fährt nicht nur willfährig bei US-Sanktionen mit, sie spielt im «Sanktions-Rennen» auch selber eine aktive Rolle. Sie hat z.B. Sanktionen gegen Venezuela verhängt.

... und auch Europa in politischen Turbulenzen
Italien hat sich zum Glück immer wieder gut darin gezeigt, mit Turbulenzen umzugehen. Diese Fähigkeiten sind auch derzeit wieder vonnöten. Weniger als drei Monate nach den Parlamentswahlen schien wieder vor den Wahlen zu sein. Präsident Mattarella legte anfänglich sein Veto gegen den geplanten Finanzminister ein, der als sehr eurokritisch galt. Nach einer Rotation der zugeteilten Departemente genehmigte nun Präsident Matarella die Koalitionsregierung der Wahlsieger von 5Stelle und Lega doch noch. Das Risiko von Neuwahlen war ihm wohl doch zu gross. Die neue Regierung plant Steuer­senkungen und will die Ausgaben steigern. Mal schauen, wie lange dies bei einem so hoch verschuldeten Staat wie Italien gut geht.
Aber auch in Spanien geht es politisch hoch zu und her. Für einmal geht es nicht um den Katalonienkonflikt. Der Hardliner Rajoy wurde sein Amt als Ministerpräsident nach einem Misstrauensvotum los, er wurde wegen einem Korruptionsskandal abgesetzt. Sozialistenchef Sanchez übernimmt.
Die Finanzmärkte haben schon recht stark reagiert. Vor allem die Zinsen der italienischen Staatsanleihen sind stark angestiegen und auch der italienische Aktienmarkt hat z.B. im vergangenen Monat ca. 9 Prozent verloren. Das Problem ist aber nicht auf Italien (oder Spanien) eingegrenzt – im Gegenteil. Hintergrund der nervösen Finanzmärkte ist das explosive Gemisch aus eurokritischer Einstellung der aktuellen italienischen Wahlsieger in Kombination mit der riesigen Staatsverschuldung Italiens. Im Falle von Griechenland konnte die EZB mit einer enormen Willensleistung und Massnahmen jenseits des vorgegebenen Auftrags die Eurokrise gerade noch mal so dämpfen. Italien aber ist als drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone mit seinem gewaltigen Staatsschuldenberg ein anderes Kaliber. Wenn dann noch eurokritische Parteien die Regierung übernehmen und einen Schuldenschnitt oder Euroausstieg anstreben, sind unschöne Machtkämpfe vorprogrammiert. Der EUR/CHF-Kurs ist in gut zwei Wochen von knapp 1.20 auf aktuell etwas über 1.15 gefallen.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Vorsicht mit Konsumkrediten
Die Werbung suggeriert, fast jede Anschaffung ist sofort möglich, Leasing, Ratenzahlung oder ein Konsumkredit machen es möglich. Wenn man aber aktuell das Geld für seine Wunschanschaffung nicht hat, sollte man ganz genau überlegen, ob man diese Anschaffung wirklich braucht und ob man sich diese auch wirklich leisten kann. Kauf auf Kredit oder Abzahlung ist vorgezogener Konsum. Man gibt also Geld aus, von welchem man hofft, es in der Zukunft zu haben. Das zukünftige Budget wird also meist massiv belastet und der Freiheitsgrad nimmt massiv ab. Dazu kommen dann oft noch recht hohe Schuldzinsen, welche den vorgezogen Konsum weiter verteuern. Ganz übel wird es, wenn man die Rückzahlungsraten nicht mehr bezahlen kann. Dann kommen Verzugszinsen und oft massivste Mahnaufwendungen noch dazu. Hier lauern finanzielle Teufelskreise, aus welchen man oft nur mit massivsten Einschränkungen wieder rauskommt. Finanzielle Disziplin ist das A und O. Wenn plötzlich unvorhergesehene, nicht aufschiebbare Aufwendungen wie eine
grössere Zahnarztrechnung kommt, sollten die Finanzen nicht zusammenbrechen. Lieber mal auf etwas im Moment verzichten. Längerfristig erspart man sich oft viele Mühen und behält die finanzielle Freiheit.

Weiterhin kaum Rendite mit sicheren Anlagen
Obwohl die Zinsen in den letzten 12 Monaten leicht gestiegen sind, gibt es nach Kosten kaum oder keine Rendite mit sicheren Anlagen. Die Chance, dass dies in den nächsten Jahren wieder ändert, ist intakt. Bis das aber soweit ist, braucht es aber weiterhin viel Disziplin und die Risiken sollten nicht massiv erhöht werden. Im grossen Stil ausweichen auf Aktien, wegen der Dividendenrendite, Immobilien wegen den Mietzinseinnahmen oder auf Obligationen mit tieferer Schuldnerbonität ist mit grösseren Risiken verbunden, welche man in Phasen wie jetzt oft unterschätzt. Diese sehe ich als Beimischung weiterhin, würde aber nicht einfach die früher in erstklassigen Obligationen investierten Gelder in risikoreichere Anlageklassen investieren. Auch strukturierte Produkte und Fonds sind nicht einfach die immer wirksame Lösung für das schon länger anhaltende Anlageproblem. Auch hier kann niemand zaubern und müssen die darin enthaltenen Kosten auch zuerst wieder erwirtschaftet werden. Setzen Sie sich nicht überhöhte Renditeziele!

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Korrektur an Aktienmärkten geht weiter
Nach der Korrektur der Aktienmärkte Anfang Februar haben sich vor allem die US-Märkte recht stark erholt. Derzeit ist die zweite Korrekturwelle zu beobachten: Die europäischen Aktienmärkte haben teilweise schon neue Jahrestiefst erreicht, die US-Aktienmärkte stehen noch etwas über den Tiefständen von Februar. Der Ratschlag in den letzten zwei Ratgeber-Kolumen, Gewinne zu realisieren und Cash zu schaffen, war bisher richtig. Ich bleibe bei der vorsichtigen Einschätzung. Warum?
1. Selbst jetzt, nach den Kursverlusten, steht der SP500 noch immer höher, als er je vor Dezember 2017 war. Mit anderen Worten hat die Korrektur der letzten Wochen einfach die deutlichen Anstiege vom Januar rückgängig gemacht, mehr aber noch nicht.
2. Der enorme Rückenwind der Geldpolitik für die Aktien nimmt langsam ab. Die FED hat die Zinsen in mehreren Etappen angehoben und reduziert in kleineren Dosen die Geldmenge. Selbst die EZB spricht davon, dass ein Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik in den nächsten Monaten anstehen sollte. Einzig die BOJ scheint unbeirrt auf ihrem extrem expansiven Weg weiterfahren zu wollen. Die Zinsen scheinen somit doch langsam den Weg von ihren Tiefs weg nach oben zu finden. Dieser Rückenwind also, der zu sehr teuren Bewertungen vor allem der US-Aktien geführt hat, nimmt nun ab und verkehrt sich gegen Ende dieses Jahres oder 2019 möglicherweise ins Gegenteil.
3. Gleichzeitig hat US-Präsident Trump Strafzölle für Stahl und Aluminium unter anderem gegen China verhängt. Kein Wunder, dass China da nicht untätig zusieht und Gegenmassnahmen angekündigt hat. Es ist noch zu früh, um abzuschätzen, ob daraus ein veritabler Handelskrieg wird. Die Finanzmärkte schätzen die Unsicherheit aber gar nicht. Wird die Rechnung für die USA aufgehen, wer wird die Zeche zahlen? Natürlich ist es möglich, dass einige Arbeitsplätze in der US Stahlindustrie gerettet werden. Gleichzeitig werden Stahlverarbeiter in den USA teueren Stahl kaufen müssen, dort stehen also potenziell andere US-Arbeitsplätze auf dem Spiel. Definitiv zahlen werden die US-Konsumenten mit höheren Produktepreisen. Die unkoordinierte Einführung von Strafzöllen dürfte also für die USA eher Rohrkrepierer denn Siegeszug sein.

Basilea
Gibt es also keine Kaufkandidaten, bei denen wir die aktuellen Kurse als interessant anschauen?
Doch die gibt es, zum Beispiel Basilea. Das ursprünglich aus früheren Roche-Managern hervorgegangene Unternehmen ist im Bereich Infektionskrankheiten mit Antimykotika und Antibiotika tätig und versucht auch im Bereich der Onkologie Fuss zu fassen. Basilea konnte von 2016 auf 2017 den Verlust deutlich reduzieren und den Umsatz um über 50 Prozent steigern.
Auch dieses Jahr dürfte die Firma noch rote Zahlen schreiben, die Verluste aber weiter eindämmen. Basilea hat 2017 eine Lizenzvereinbarung mit dem Pharmagiganten Pfizer abschliessen können und dabei eine 70-Mio.-Upfront-Zahlung erhalten. Weitere Zahlungen sind abhängig vom Umsatz der auslizenzierten Produkte und auch Meilensteinzahlungen im Umfang von bis zu 650 Mio. USD sind möglich. Die aktuellen Kurse unter 65 sind für uns Kaufkurse, aufgrund des erhöhten Risikos als Beimischung zum Depot.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder: Schlafentwicklung

Prinzipiell: Wir schlafen mit sogenannten Schlafzyklen: Non REM und REM-Schlaf genannt. Die Zyklen verändern sich während des Lebens, besonders die Dauer. Beim Säugling dauert ein Zyklus ca. 50 Minuten, und verlängert sich auf eine Dauer von 90 bis 120 Minuten beim Erwachsenen. Ein charakteristisches Schlafmuster der ersten zwei Lebensjahre sieht folgendermassen aus (Zeitpunkt / Schlafcharakteristik / Sehr! Variable Schlafdauer pro Tag): • Erste 2 Wochen / Schlafperioden von 2 bis 4 Stunden regelmässig über den Tag verteilt, die Wachperioden sind noch nicht an den Tag gebunden! / 14 bis 8 Stunden, Streuung von 12 bis 20 Stunden • Nach 2 bis 4 Wochen / Langsames Einstellen auf Tag-Nacht-Wechsel. Das Kind schläft abends zur selben Zeit ein und wacht nachts um dieselbe Zeit auf • Ab 10 Wochen / Erstmals ist ein Durchschlafen möglich. Wachperioden werden tagsüber länger, zwei Schlafperioden bilden sich aus • 15 Wochen / Beständiger Schlaf-Wach-Rhythmus • 3 bis 9 Monate / Die meisten Kinder schlafen tagsüber zwei- bis dreimal täglich eine halbe bis zwei Stunden • 6 Monate / Umverteilung des Schlafes von Tag auf Nacht ist abgeschlossen • Ab 12 Monate / Oft nur noch ein Schlaf tagsüber / ca. 13 Stunden • Ab 24 Monaten / Einige Kinder bereits ohne Mittagsschlaf.
Das sind die wichtigsten Veränderungen des Schlafmusters. Ein Säugling wacht durch seinen kurzen Schlafzyklus in der Regel jede Stunde kurz auf. Nach drei bis vier Zyklen folgt dann eine längere Wachphase. Bis zum 3. Monat werden die Phasen regelmässiger und dauern länger, eine wichtige Voraussetzung zum Durchschlafen. Die zweite wichtige Voraussetzung ist ein regelmässiger Tagesablauf! Manche Kinder finden ihren Rhythmus schnell alleine, andere brauchen die Eltern als Taktgeber! Ihnen hilft der regelmässige Ablauf mit den Aktivitäten (Essen, Spielen, Spazieren gehen usw.)
Durchschlafen bedeutet, dass der Säugling zwischen zwei Schlafperioden von 3 bis 4 Stunden wohl aufwacht, aber ohne zu schreien. Das heisst für die Wahrnehmung der Eltern schläft er 6 bis 8 Stunden am Stück. Dann braucht er in der Regel wieder eine Mahlzeit.
Achtung! Bevor die Säuglinge ihren Schlaf-Wach-Rhythmus fertig entwickelt haben, oder solange sie nachts noch Hunger haben, können sie nicht durchschlafen. (Es macht dann keinen Sinn, sie nachts schreien zu lassen, um ihnen das Durchschlafen zu lehren).
Säuglinge müssen zuallererst beim abendlichen Einschlafritual lernen, selbstständig einzuschlafen! Dann können sie beim nächtlichen Aufwachen sich selber beruhigen und finden zurück in den Schlaf. (Säuglinge, die bei jedem Erwachen aus dem Bett gehoben werden und/oder an die Brust genommen werden, gewöhnen sich daran und das wird ihr Ritual werden.)
Der sogenannte zirkadiane Rhythmus (Wach-Schlaf-Rhythmus entwickelt sich individuell in den ersten zwei Lebensjahren und ist angeboren) sagt nichts über die Schlafdauer aus. (Langschläfer oder Kurzschläfer gibt es bei den Nachtmenschen und bei den Frühaufstehern). Der Schlafbedarf nimmt mit zunehmendem Alter ab, ist aber individuell eine feste Grösse. Je länger ein Kind tagsüber schläft, desto weniger lang schläft es nachts. Eine Umstellung braucht wegen des zirkadianen Rhythmus Geduld. Es ist erst nach 7 bis 14 Tagen ein Erfolg zu erwarten.

Schlafstörungen:
Primär müssen organische Faktoren ausgeschlossen werden! (Reflux = saures Aufstossen, atopische Dermatitis mit starkem nächtlichen Juckreiz, zerebrale Erkrankungen, Epilepsie, um nur einige zu nennen.)
Das elterliche Verhalten und der Umgang mit Einschlafen und nächtlichem Aufwachen sind von zentraler Bedeutung!
Eine Störung kann das Gewohnheitstrinken sein. Es kommt oft im Alter von 4 bis 6 Monaten vor und ist normalerweise für das Gedeihen nicht nötig. Ab dem 4. Monat braucht ein Säugling keine nächtliche Mahlzeit mehr.
Zahnungsbeschwerden dauern auch nur einige Tage! Sporadische Angstträume sind ebenfalls völlig normal.
Echte Schlafstörungen sind therapiebedürftig. Wir gehen im nächsten Ratgeber darauf ein.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder – Fieber und Schmerzen
Noch ein kurzer Nachtrag zum Thema Spritzen: ein besonderes Pflaster, das ungefähr 1 Stunde vor dem Verabreichen einer Spritze auf die Haut geklebt wird, macht diese Stelle schmerzunempfindlich. Das ist eine Variante für schwierige Fälle.

Fieber:
Wir haben bereits in einigen früheren Ratgebern das Thema Fieber aufgegriffen: Fieber, Fiebermessen, Fieberarten, fiebersenkende Massnahmen. Im Ratgeber «Fieberarten» haben wir eine Liste erstellt, wann die Kinder zum Arzt gebracht werden sollten. (Sie finden alle Ratgeber auf unserer Homepage: www.vinzenz-apotheke.ch, alphabetisch geordnet unter der Rubrik Ratgeber).
Nochmals, Fieber ist bei Kindern eine häufige Begleiterscheinung von meist viralen und/oder bakteriellen Infekten. Sie sind in der Regel banal und heilen von selbst aus. Die Höhe der Körpertemperatur ist nicht wirklich aussagekräftig. Der Gesamtzustand ist viel wichtiger. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich von einer Fachperson (aus Apotheke/Drogerie) beraten. Es gilt, immer die richtige Einschätzung zu finden, ab wann wirklich ein Notfall vorliegt und eine sofortige Behandlung notwendig ist. Absolute Warnzeichen für eine schwere Infektionskrankheit sind: – blaue Lippen (Zyanose); – erhöhte Atemfrequenz (bei Kindern zwischen 6 und 12 Monaten mehr als 50 Atemzüge in der Minute und bei Kindern ab 1 Jahr mehr als 40 Atemzüge in der Minute); – verminderte Durchblutung der Arme und Beine (sie sind kalt); – Harnverhalten, die Kinder können nicht mehr genügend Wasser lösen; – nicht wegdrückbare Hautausschläge. In solchen Situationen kontaktieren Sie sofort einen Kinderarzt!

Schmerzen:
Schmerzen bei Kindern sind altersabhängig zu beurteilen. Kinder unter 4 Jahren haben in der Regel Mühe, die genaue Stelle des Schmerzes anzugeben. Da hilft eine gute Beobachtung des Gesichtsausdruckes, der Körperhaltung und des allgemeinen Verhaltens. (Ein Kind mit Ohrenschmerzen langt öfters an sein Ohr, ein Kind, das die Nahrung oder das Trinken verweigert, wird Schmerzen beim Schlucken haben, etc.).
Im Spital arbeitet man mit sogenannten Scores, die standardisiert Einschätzungen von Unbehagen oder Schmerzen auf einer Skala angeben. Diese Hinweise ergeben dann die Art der Behandlung. Ältere Kinder können verlässliche Angaben über die Schmerzintensität machen. Auch hier wird im Spital wieder mit standardisierten Fragebögen gearbeitet.
Die Therapie ist immer eine Symptombehandlung. Das Mittel der ersten Wahl ist auch hier Paracetamol. Wie bei der Fiebersenkung kann mit einer Kombination mehrerer Schmerzmittel gearbeitet werden. Auch hier gilt, nur in Ausnahmefällen werden verschiedene Mittel parallel gegeben. In der Regel wird die 2. Dosis durch ein anderes Mittel ersetzt, so dass immer ein zeitlicher Abstand eingehalten wird.
Kopfschmerzen sind auch bei Kindern möglich. Auch Kinder können wegen einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme Kopfschmerzen entwickeln. Lassen Sie es immer etwas trinken, das es gerne mag. Kopfschmerzen sind schwer zu erkennen. Kinder unterbrechen dann oft ihr Spiel, ziehen sich zurück oder legen sich in ein dunkles Zimmer. Sie klagen über einen beidseitigen Druckschmerz, selten über pulsierende Schmerzen. Die Schmerzepisoden sind kürzer als bei Erwachsenen und werden oft von Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen begleitet. Spannungskopfschmerzen schränken das Kind insofern ein, dass es einfach «wehtut». Bei plötzlich auftretenden heftigen Kopfschmerzen, die sich eventuell noch rasch verschlechtern, bei nächtlichem Aufwachen wegen Kopfschmerzen mit oder ohne Erbrechen etc. ist zügig ein Kinderarzt aufzusuchen!

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