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Ratgeber

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Rhabarber und Spargel
Im Frühjahr ist Rhabarbersaison. Obwohl er oft als Obst bezeichnet wird (vermutlich weil man ihn überwiegend zu Konfi, Kompott oder Kuchen verarbeitet), ist er eigentlich ein Gemüse. Neben dem Spargel ist Rhabarber eines der ersten Gemüse, die bei uns im Frühjahr reifen. Ab etwa Mitte Mai kann man ihn ernten, nach Ende Juni sollte man ihn nicht mehr essen, da sich giftige Oxalsäure bildet. Verwendet werden die Stiele. Energetisch gesehen ist Rhabarber sauer und etwas bitter, kühlend und befeuchtend und er unterstützt Herz und Leber. Roh sollte man ihn nicht essen, einerseits wegen der Oxalsäure, die in geringen Mengen enthalten ist, andererseits auch wegen des extrem sauren Geschmacks. Angesichts der intensiven Säure, die auch beim Kocher erhalten bleibt, wird Rhabarber meist mit viel Zucker zubereitet oder auch mit süssen Früchten, zum Beispiel Erdbeeren gemischt. Ein wunderbares Rezept für Rhabarbertorte möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Für den Boden werden 100 g Hirseflocken in 3 El. Öl angeröstet und dann mit 100g Dinkelmehl, 1 El. Quark, 1 Prise Kakao, 75 g Rohrzucker, 75 g Butter und 2 bis 3 El. Wasser gut vermischt. Der Teig wird in eine runde Form gefüllt und gleichmässig verstrichen. Auf den Teig kommt 500 bis 600 g klein geschnittener Rhabarber. Darüber kommt ein Guss aus 40 g Hirsemehl, 80 g zerlassener Butter, 4 El. Ahornsirup, 1,5 dl Rahm und etwas Zimt. Zum Schluss wird das Ganze noch mit Rohrzucker bestreut. Dann wird der Kuchen für 30 bis 40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad gebacken. Er sollte auf jeden Fall gut auskühlen, bevor Sie ihn anschneiden. Leider ist das eine ziemliche Kalorienbombe, aber man muss ja nicht den ganzen Kuchen auf einmal essen.
Man kann Rhabarber aber auch als Gemüse zubereiten. So kann man zum Beispiel die Stiele mit Öl bepinseln und sie dann im Backofen backen. Durch das Backen werden sie etwas weniger sauer und schmecken gut zu gebratenem Fleisch. Man kann sie auch abkühlen lassen und zum Beispiel mit Spargel und Bärlauch zu Salat verarbeiten, oder mit gedünsteten Auberginen, Kreuzkümmel und Sesammus zu einer Paste, die zu Falafel passt. Rhabarberstücke kann man in fast jeden Gemüseeintopf hineingeben, es gibt eine besondere Geschmacksnote. Nehmen Sie am Anfang nur kleine Mengen Rhabarber, damit es nicht zu sauer wird. Mit der Zeit finden Sie die Menge, die Ihnen schmeckt.
Ein zweites Gemüse, das jetzt Saison hat, ist der Spargel. Obwohl man schon seit Monaten Spargel aus Mexiko oder Spanien haben kann, kommt der regionale Spargel erst jetzt in die Läden.
Spargel enthält viel Wasser, Mineralstoffe und Vitamine und wenig Kalorien. Das trifft übrigens auf Rhabarber auch zu, nur leider wird der eben oft mit viel Zucker verarbeitet. Energetisch ist Spargel leicht kühlend und baut Körperflüssigkeiten auf, wobei er gleichzeitig überschüssige Feuchtigkeit aus dem Körper ausleitet. Es wird ihm eine reinigende Wirkung auf den ganzen Körper, besonders auf den Wasserhaushalt nachgesagt. Diese Eigenschaften nutzt man im Frühjahr zum Entgiften und zum Ausscheiden angesammelter Feuchtigkeit. Ob Sie grünen oder weissen Spargel verwenden, ist reine Geschmackssache, die Wirkung ist die gleiche. Oftmals wird Spargel einfach in Wasser gekocht und dann mit einer Sosse und Kartoffeln zu Schinken oder Steak serviert. Leider wird das Kochwasser dann weggeschüttet und mit ihm eine Reihe von Vitaminen und Mineralien. Es geht aber auch anders. Wie den Rhabarber, kann man auch Spargel im Backofen backen. Dann gehen keine Vitamine verloren und der Geschmack wird intensiver. Oder man kann Spargelstücke mit Kräutern und Gewürzen in der Pfanne leicht anbraten und dann garziehen lassen. Diese Stücke kann man dann zum Beispiel für Flammkuchen, Pizza oder Salat weiterverwenden oder auch einfach so essen.

Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Lukas Rüetschi  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Liquiditätsflut – Der Rückweg kann gefährlich werden
Seit der Finanzkrise wurden alle aufkommenden Probleme mit Notenbankgeld überflutet. Schon längere Zeit sieht man, dass immer mehr Geld keinen zusätz­lichen Nutzen bringt. Immerhin, die amerikanische Wirtschaft zeigt sich recht robust, auch wenn das Wirtschaftswachstum eher mager ist, wenn man diese riesigen Stimulationen berücksichtigt. Das ist auch der Grund, weshalb die amerika­nische Notenbank FED die Zinsen in minimalsten Dosen leicht anhebt. Beim Abschöpfen der riesigen Geldflut müssen die Notenbanken extrem vorsichtig vorgehen, damit es an den Aktien- und auch Obligationenmärkten nicht zu einer Panik kommt, welche dann wiederum eine negative Wirkung auf die Realwirtschaft haben könnte Das ist aber einfacher gesagt als gemacht. Die Anleger haben 10 Jahre Zinssenkung um Zinssenkung im Hinterkopf und Liquidität ist fast unbeschränkt verfügbar. Normale Gefahren sind vergessen gegangen oder liegen ausserhalb des Denkbaren. Genau dies ist der Nährboden für grössere Verwerfungen. Wenn plötzlich alle durch die gleiche Tür rausrennen wollen, wird das kaum ohne Probleme gehen. Deshalb werden die Zentralbanken alles daran setzen, die Sache so behutsam wie möglich zu steuern. Ob das gelingt, werden wir in ein paar Jahren sehen. Einfach wird das nicht und es wäre das erste Mal, dass eine Art Planwirtschaft ohne grössere Reibungen funktionieren würde. Heftigere Gewitter dürfen uns nicht überraschen.

Kommen magere Jahre?
Vieles deutet darauf hin, dass den Anlegern eher magere Jahre bevorstehen. Obligationen können nur noch über weitere Kursgewinne (durch noch tiefere Zinsen) Gewinne abwerfen, was immer unwahrscheinlicher wird resp. hier auch nicht mehr viel «Luft» vorhanden ist, ausser man investiert in extrem lange Obligationen, welche dann aber auch ein sehr grosses Zinsänderungsrisiko bei Zinsanstiegen haben. Die Immobilienrenditen sind auch auf einem Langzeittief und die Vermietung wird auch nicht einfacher. Rendite kann man fast nur noch mit Aktien erzielen. Die tiefen Früchte sind aber schon längst geerntet und die Aktienmärkte sicher nicht mehr günstig bewertet. Somit müssen wir uns mittelfristig auf eher magere Jahre einstellen. Immerhin haben wir kaum Teuerung und unsere Währung ist sehr stark. Die Kaufkraft für Konsumgüter kann somit gut gehalten werden. Was nützt uns 6 % Rendite, wenn die Teuerung 7 % «wegfrisst».Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit!

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Lukas Rüetschi  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick · www.ruetschi-ag.ch

Viel mehr freie Mietwohnungen
Nun ist es wirklich spürbar, auf was ich schon bald zwei Jahre hinweise. Das Angebot an freien Mietwohnungen steigt von Monat zu Monat leicht an. Der Hauptgrund ist nicht die leicht nachlassende Einwanderung sondern die massive Ausweitung des Angebots. Hunderte von Mietwohnungen sind in den letzten 3 Jahren zusätzlich auf den Markt gekommen oder stehen kurz vor Vollendung. Die Leerstände nehmen zu und die Vermietung braucht im Schnitt grössere Anstrengungen und der Zeitaufwand ist wesentlich länger. Wohnungen, welche vor wenigen Jahren ohne Probleme weiter vermietet werden konnten, benötigen Preisanpassungen oder grössere Renovationen, um wieder einen Mieter zu finden. Diese Tendenz wird sich kurzfristig eher noch weiter verstärken. Angst und Panik ist aber keine angesagt. Nach sehr guten Jahren muss man sich zuerst wieder an normalere Marktbedingungen gewöhnen.

Teure Regulierung im Finanzbereich – der Kunde zahlt sie
Im Nachgang an die Finanzkrise wurde, und wird immer noch, heftig an der Regulierungsschraube gedreht. Man will die Anleger schützen, das ist grundsätzlich positiv. Dass mehr Kontrolle aber kostet, ist den meisten nicht klar und geht schlussendlich auch zulasten der Anleger, welche dies über teurere Dienstleistungen oder Produkte indirekt bezahlen. Das auch noch in einer Phase, in welcher die Erträge wegen der extremen Tiefzins­phase kaum mehr sprudeln. Hier bräuchte es wieder etwas mehr Mut: 100 % Sicherheit gibt es nie! Selbst wenn alles kontrolliert und protokolliert wird, gibt es immer wieder Betrugsversuche. Eine gewisse Selbstverantwortung kann und sollte man nicht delegieren.

Ist dieses Mal alles ganz anders?
Wenn man nahe der Höchst- oder Tiefststände an den Aktienmärkten ist, hört man immer wieder den Satz: Dieses Mal ist es anders, die Zukunft sieht anders aus. Bei solchen Aussagen werde ich immer sehr hellhörig. Natürlich haben wir eine solche Tiefzinsphase noch nie erlebt und kennen deren Folgen kaum oder nicht. Nun habe ich in einem Interview gelesen, dass Schweizer Aktien nochmals ein Potenzial von 85 % nach oben haben. Natürlich ist immer fast alles möglich. Trotzdem empfehle ich immer, vorsichtig zu werden, wenn Euphorie aufkommt. Nach einer langen Hitze- oder Schönwetterperiode kommen immer wieder Gewitter, manchmal ganz plötzlich und unerwartet. Viele Grundregeln werden auch dieses Mal (früher oder später) wieder gelten. Also Vorsicht vor zuviel Mut!

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Lukas Rüetschi  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Sell in may and go away
Ein altes Börsensprichwort sagt, dass man im Mai verkaufen soll und dann bis Oktober nichts mehr machen soll. Natürlich total übertrieben und einseitig. Jetzt aber die Aktienquote etwas zu reduzieren, kann kaum falsch sein. Die Bewertungen liegen weit über dem längerfristigen Durchschnitt. Auch schlechte Meldungen können der Stimmung kaum etwas anhaben. Die Hausse dauert nun bereits auch 8 Jahre und immer mehr Anleger sehen weiterhin keine Alternative zu Aktien. Das ist ein Gemisch, welches früher oder später zu einer Korrektur führen kann.

Stromkonzerne können wieder planen
Mit der Annahme der Energiewende können nun die Stromkonzerne wieder klarer planen, was die bestehende Unsicherheit der Anleger über die Zukunft verkleinert. Energie wird es auch in der Zukunft brauchen. Durch den Atomausstieg wird Strom mittelfristig kaum so günstig bleiben und die Produzenten werden dann wieder Geld verdienen. Ob die beschlossene Strategie aufgeht, werden wir in Zukunft sehen. Persönlich rechne ich auf 10 und mehr Jahre mit einer Stromknappheit in Spitzenzeiten. Die Preisausschläge könnten dann viele Marktteilnehmer überraschen.

Struki im jetzigen Umfeld
Zinsniveau bei null und die Volatilität (= die Schwankungsbreite der zugrundeliegenden Werte – umso grösser diese ist desto grösser die Entschädigung, welche man erhält) auch auf Rekordtief: Denkbar schlechte Voraussetzungen, finanziell interessante strukturierte Produkte (vor allem für die in der Schweiz sehr beliebten reverse barrier’s) in den Markt zu bringen. Ich bin auch sonst wählerisch und zurückhaltend, da diese Produkte meist versteckte Kosten in sich bergen und oft ungewollte Risiken beinhalten. Im jetzigen Umfeld sollte man noch viel vorsichtiger mit Neuengagements werden.

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Lukas Rüetschi  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Rekordstände an Aktienmärkten
Viele Aktienmärkte sind wieder auf oder in der Nähe der Rekordstände. Trotzdem ist die mittelfristige Performance bei den meisten Anlegern nicht überschwänglich, weshalb? Der Schweizer und viele der Europäischen Aktienmärkte haben sich zwar stark erholt, sind aber noch ein paar Prozente unter den alten Hochs. Viel wichtiger ist aber die Aufwertung des Schweizer Frankens. Der Euro hat seit 2010 rund 30 % verloren. Auch viele andere Fremdwährungen haben Verluste verzeichnet. Als in Schweizer Franken denkende Anleger bewegen wir uns weiterhin in einem schwierigen Umfeld. Vernünftige Zinserträge gibt es auch keine mehr. Die Performance muss also vor allem mit Aktienanlagen und Immobilien erwirtschaftet werden. Beide Kategorien sind aber hoch bis sehr hoch bewertet, was zur Vorsicht mahnt. Auch wenn die Hausse noch nicht am Ende scheint, jetzt einen Gang (aber nicht alle!) rausnehmen, kann kaum schaden. Die Bäume wachsen nie in den Himmel.

CS Kapitalerhöhung
Die Credit Suisse hat bekanntlich ihre Pläne geändert und bringt nun nicht den Schweizer Bankteil an die Börse, sondern macht eine Kapitalerhöhung. Damit soll das Eigenkapital gestärkt werden. Soll man da mitmachen oder nicht? Wie viele andere internationale Grossbanken hat die CS in der Vergangenheit ex­trem viel falsch gemacht. Kaum ein Fettnäpfchen wurde ausgelassen. Trotzdem wurden Boni in Millionenhöhe ausbezahlt. Geht das so weiter oder ist Besserung in Sicht? Das Umfeld scheint sich ganz langsam zu ändern. Viele Aktionäre nehmen nicht mehr einfach alles hin und werden kritischer, was den Spielraum für Selbstbedienung einschränkt. Ich gehe davon aus, dass die Bankenwelt wieder auf ruhigere Zeiten zugeht und die Risiken besser unter Kontrolle bekommt, was sich wiederum positiv auf die Resultate auswirken sollte. Aus meiner Sicht kann man die Kapitalerhöhung mitmachen. Ein Klumpenrisiko in Bankaktien würde ich aber definitiv nicht aufbauen. Dafür wiegen die nicht aufhören wollenden Enttäuschungen der Vergangenheit zu schwer.

Leichte Euroerholung
Der Euro hat sich im Vorfeld der Macron-Wahl in Frankreich um rund 2 % gegenüber dem Schweizer Franken erholt. Die Entspannung kann möglicherweise noch weiter andauern. Mittelfristig sehe ich die ganz grosse Erholung des Euros aber nicht. Ein grosser Teil Europa hat viel zu viele politische und finanzielle Probleme, welche nicht so schnell lösbar sind und immer wieder für heftigen Gegenwind sorgen werden.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken – www.vinzenz-apotheke.ch

Homöopathie: Krankheiten homöopathisch behandeln
Obwohl Kritiker über die «Zuckerkügelchen» spotten, die theoretisch gar keinen Wirkstoff mehr enthalten, ist die Nachfrage nach homöopathischen Heilmitteln sehr gross. Eine homöopathische Arznei ist nicht einfach verdünnt, sondern wird durch intensives Verreiben oder Verschütteln «potenziert». Schüttelt man zum Beispiel 1 Teil Arnikatinktur mit 99 Teilen verdünntem Alkohol, so entsteht Arnica C1. Davon wird wieder 1 Teil mit 99 Teilen Alkohol intensiv geschüttelt, das ergibt Arnica C2. Nun dürfen Sie sich selber vorstellen, wie lange dies geht bis man Arnica C12 oder Arnica C30 hergestellt hat. Die Wirkung dieser potenzierten Arnika-Verdünnung ist nicht zu vergleichen mit der bekannten Wirkung einer Arnika-­Tinktur der Pflanzenheilkunde. Durch diese Art der Herstellung ist eine neue Energie in dem jeweiligen Heilmittel entstanden. Trifft diese Energie in einem Kranken auf ein ihr entsprechendes Beschwerdebild, dann wird sie die Selbstheilungskräfte gezielt aktivieren.
Ein homöopathisches Heilmittel unterdrückt nie Krankheitssymptome, es wird daher nicht primär das Fieber gesenkt oder der Schmerz unterdrückt (damit sich der Patient kurzfristig besser fühlt), sondern die Selbstheilung wird gefördert. Damit sinkt das Fieber, wenn das Immunsystem seine Arbeit gemacht hat und die Erregerzahl soweit vermindert ist, dass die erhöhte Temperatur zur Bekämpfung nicht mehr nötig ist. Der Schmerz als Warnsignal verschwindet ebenfalls dann, wenn der Grund dafür nicht mehr da ist.

Wie wählt man das richtige homöopathische Mittel aus?
Anfänger greifen gerne zu sogenannten Komplexmitteln. Darunter versteht man Mischungen aus mehreren homöopathischen Einzelmitteln, die fixfertig für verschiedene Erkrankungen angeboten werden. Diese Mittel wirken nur dann, wenn das richtige Einzelmittel für diesen Patienten darin enthalten ist, sein Beschwerdebild also genau auf die enthaltene Mittelkombination passt. Arnica oder Arnica-Kombinationen sind dafür ein gutes Beispiel. Klassische Homöopathen verschreiben in der Regel nur ein Einzelmittel aufs Mal. Die genaue Beobachtung der individuellen Symptome des Patienten und die Art und Weise wie der Patient seine Krankheit wahrnimmt, ist für den Homöopathen sehr wichtig. So werden zwei Patienten mit der gleichen Krankheit unterschiedliche Mittel erhalten, weil der erste zur Linderung seiner Beschwerden gerne an der frischen Luft spazieren geht, während der andere sich wohler fühlt unter einer warmer Bettdecke im abgedunkelten Zimmer. Ein Homöopath merkt sich auch, ob der Patient unruhiger, aggressiver, anhänglicher oder ängstlicher wirkt als sonst, d.h. wie wurde er von der Krankheit verändert. Auch die Gesichtsfarbe oder eine hastige Sprache können zur Wahl der richtigen Arznei entscheidend sein. Sind die Beschwerden erstmals nach einem speziellen Ereignis, z.B. einem Todesfall oder einer Kündigung aufgetreten, könnte das ein Hinweis auf eine Ursache geben. Durch die sogenannten Modalitäten wird das Beschwerdebild abgerundet: was verschlimmert die Beschwerden und was tut dem Patienten besonders gut.
Je «blumiger» ein Kranker seine Beschwerden erzählen kann, desto einfacher findet man eine Arznei, die dem Beschwerdebild möglichst ähnlich ist, denn ausgefallene Symptome, wie «beim Husten bekomme er immer Angst, die er im Bauch spüre» oder «bei Halsweh esse er am liebsten heisse Suppe», können wertvolle Hinweise sein.
Im nächsten Ratgeber sprechen wir über Dosierung und die Wahl der geeigneten Potenz, aber auch zu Grenzen der homöopathischen Selbstbehandlung. Für Fragen beraten wir Sie gerne
z.B. in der
vinzenz apotheke – quelle der gesundheit

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken - www.vinzenz-apotheke.ch

Komplementär-Medizin: Homöopathie
In diesem Ratgeber möchten wir eine komplementäre Therapieform vorstellen, die Homöopathie.
Aktuell zählt die Homöopathie in der Schweiz wieder zu den Leistungen der Grundversicherung. Das heisst, dass die Arztbesuche bei einem/r sogenannten – Krankenkassen anerkannten – Homöopathen/in und die von ihm/ihr verordneten Therapiemittel von der Krankenkasse übernommen werden. Doch dieser Beschluss ist provisorisch. Bis zum Ende dieses Jahres soll es endgültige Klarheit geben, ob diese Therapieform in der Grundversicherung bleiben soll oder nicht.

Was ist jetzt eigentlich Homöopathie?
Sie geht auf den Arzt C.F.S. Hahnemann zurück. Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meissen (Deutschland) als Sohn eines Porzellanmalers geboren. Er studierte Medizin an verschiedenen Orten (Leipzig, Wien) und schloss sein Studium in Erlangen mit der Promotion ab. Sein ereignisreiches Leben verbrachte er an vielen Orten, immer auf der Suche nach einer rationalen Therapie für seine Patienten. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Paris und starb im Jahre 1843, für die damalige Zeit hochbetagt, im Alter von 88 Jahren.
Die Bedeutung des Wortes Homöopathie stammt von den griechischen Wörtern: Homoios = ähnlich und Pathos = Leiden. Dieses Ähnlichkeitsprinzip besagt, dass eine Substanz diejenigen Beschwerden heilen kann, die sie beim gesunden Menschen hervorrufen kann. Hahnemann entdeckte dieses Prinzip bei der Übersetzung eines Arzneimittelbuches des damals bekannten Arztes William Cullen aus dem Englischen ins Deutsche. Dort wird Chinarinde bei Malaria beschrieben. Hahnemann beschreibt daraufhin erstmalig mehrfach wiederholte Selbstversuche mit Chinarinde: die Einnahme rief bei ihm alle für das Wechselfieber charakteristischen Symptome hervor! Weitere akribisch beobachteten und aufgeschriebenen Versuche bei sich selbst und bei Bekannten und Verwandten flossen in sein Hauptwerk: «Organon der rationellen Heilkunde» ein. Es wird erstmalig 1810 publiziert und in den folgenden Jahren überarbeitet. Bis zur 6. Auflage arbeitete Hahnemann noch selber mit, sie wurde jedoch erst nach seinem Tod publiziert. Das Organon ist heute noch das theoretische Werk der Homöopathie!

Wie lässt sich die Wirkung der Homöopathie erklären?
Bis heute gibt es keine klare unumstrittene Erklärung der Wirkung! Es gibt viele Studien mit einer messbaren Wirkung (das Studiendesign ist wie bei allen wichtigen medizinischen Studien doppel­blind und randomisiert).
Arnica plus Spray wirkt in einem etablierten Studienmodell bezüglich Wundverschluss signifikant besser als Placebo. Eine Studie hierzu wurde mit Prof. Saller im Kantonsspital Zürich durchgeführt und im BioMed Central – The Open Acces Publisher (BMC) publiziert. Weitere Studien mit homöopathischen Wirkstoffen, wie diejenige in Bern mit Kindern mit ADHS zeigen ebenfalls klar messbare, vergleichbare Wirkungen wie mit herkömmlichen Medikamenten, ohne deren bekannte Nebenwirkungen! Im Gegensatz dazu gibt es jedoch auch andere Studien, die keine Wirkung nachweisen. Alles was in der Wissenschaft noch nicht klar wiederholbar getestet und erklärt werden kann, ist mit dem Makel des Irrationalen behaftet!
Eine Erklärung, wie Homöopathie wirken kann, bietet das Modell der Studiengruppe um Stefan Baumgartner, der in Bern forscht: Wasserlinsen (eine einfache Pflanze) wird «vergiftet» und entweder mit homöopathisch angereichertem Wasser oder herkömmlichem Wasser gegossen (ebenfalls mit dem notwendigen Studiendesign). Die homöopathisch behandelten Pflanzen erholten sich signifikant schneller und besser von der Vergiftung! (Pflanzen wurden deshalb gewählt, weil sie sicher keine Placebo-Wirkung zeigen können). Ein weiterer Versuch dieser Forschergruppe versucht die Wirkung zu erklären: Wieder wurden Pflanzen gewählt, um eben den Placebo-Effekt ausschliessen zu können. Die Keimlinge wurden vergiftet und wiederum mit oder ohne homöopathische Bewässerung keimen gelassen. Die Keimlinge wurden in Säckchen aufgehängt und wiederum zeigten die behandelten Pflanzen ein signifikant besseres Wachstum. Die nicht behandelten Säckchen, die in der Nähe der behandelten aufgehängt waren, zeigten mit steigendem Abstand zu den behandelten eine jeweils schwächere Wirkung! Eigentlich dürften sie das so nicht. Die einzig logische Erklärung ist die, dass die Wirkung der Homöopathie auf elektromagnetischen Wellen beruhen muss! Weitere Forschungen in dieser Richtung sind notwendig. Im nächsten Ratgeber werden wir auf die Arzneien und die zu beachtenden Umstände der Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln eingehen.

Bis dahin bleiben Sie gesund oder lassen Sie sich kompetent beraten z.B. in der
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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Fieber: fiebersenkende Massnahmen
Wie schon mehrmals betont, ist Fieber grundsätzlich und besonders aus naturheilkundlicher Sicht ein positives Geschehen. (Der griechische Arzt Parmenides 540–480 v. Chr. soll gesagt haben: Gebt mir die Möglichkeit, Fieber zu erzeugen und ich heile jede Krankheit.) Unser Immunsystem ist bei Temperaturen um 38 bis 39 °C optimal aktiviert, um das Wachsen der Krankheitserreger zu hemmen. Das benötigt Zeit und Ruhe: Bettruhe und Heilschlaf, mit der Einnahme genügender Mengen an Flüssigkeit. Optimal sind dünne schweisstreibende, beruhigende Tees. Erst wenn das Fieber höher steigt, sind fiebersenkende Massnahmen sinnvoll.
Durch das Schwitzen verdunstet Wärme und senkt somit die Körpertemperatur.
Holunderblüten und Lindenblüten (einzeln oder gemischt) 2 Teelöffel der geschnittenen Blüten auf 250 ml aufgekochtes Wasser geben, 10 Minuten ziehen lassen und so heiss wie möglich trinken. Den Geschmack kann man bei Bedarf mit 1 Teelöffel Zitronensaft oder Honig verändern.
Für eine echte Schwitzkur (ist nicht jedermanns Sache) fährt man wie folgt fort: in ein baumwollenes Nachtgewand gut eingepackt mit einer Wolldecke ins Bett! Nach ca. 20 Min. zieht man das verschwitzte Nachtgewand aus, trocknet sich schnell und gründlich ab, zieht ein frisches an und deckt sich mit frischem Bettzeug zu. Es sollte noch mindestens eine Stunde geruht werden mit viel trinken, um die verlorene Flüssigkeit zu ersetzen. Diese Schwitzkur darf bereits bei Kindern ab 3 Jahren so angewendet werden.
Ansonsten ist ein nicht zu warmes Einpacken bei Fieberschüben speziell bei Kleinkindern wichtig, die Wärme soll leicht abgegeben werden können. Aber allgemein ist viel trinken bei Fieber wichtig!

Wadenwickel
Wadenwickel senken Fieber, indem sie die Wärme aus dem Körper ableiten. Kalte Waschung oder Ganzkörperwickel können das auch, sind aber entweder für den Körper belastender oder zuhause schwieriger anzuwenden. Für Kinder sind Wadenwickel oder «Essigsöckli» einfach anzuwenden und hilfreich.
Zu beachten: Die Beine müssen fühlbar warm sein! und der Patient darf nicht frösteln.
So geht’s: beide Waden werden getrennt gewickelt, für jedes Bein ein Tuch. Material: Tücher, Frottée-Handtücher, Plastikfolie, evtl. Socken (Säuglinge = Herrentaschentücher / Klein- und Schulkinder = Küchenhandtücher / Erwachsene dito). Mögliche Wasserzusätze: 1 El. Obstessig auf 1 l Wasser; ein leichter Pfefferminz-Tee; eine Scheibe einer Bio-Zitrone sternförmig einschneiden und in der Schüssel mit Wasser mit einem Löffel «ausdrücken».
Vorgehen: Die Tücher werden mit ca. 1 bis 5 °C kälterem Wasser als die zu behandelnde Person Temperatur hat, genässt (gut auswringen) und um die Waden gewickelt. Darüber wird ein trockenes Frottée Handtuch gewickelt und mit warmen Socken «fixiert». Das Bett mit einer Plastikfolie oder einem dicken Badetuch vor der Nässe schützen. Den Körper vom Knie aufwärts zudecken. Diese Wadenwickel können jeweils nach 10 bis 15 Min. bis zu 4× gewechselt werden. Damit sollte eine Temperatur-Reduktion von einem Grad erreicht werden. Falls nötig können nach einer weiteren Pause von mindestens 2 Stunden die Wickel erneut zum Einsatz kommen. Falls der Patient einschläft, schlafen lassen!
Vergleichbar sind: Nasse Socken nach Kneipp: Sie lindern auch im Sommer die Beschwerden bei schweren müden Beinen.
Material: 1 Paar Leinensocken, 1 Paar Wollsocken, kaltes Wasser mit Zusätzen wie Essig, Zitrone, Pfefferminze etc. Die Socken müssen bis zum Knie reichen.
Vorgehen: die Leinensocken (im Kneipp Verein erhältlich) nässen und gut auswringen, eng anlegen (drehen, dass sie eng an der Haut anliegen) und die Wollsocken darüber ziehen. Die Wollsocken müssen die Leinensocken vollständig überdecken. Die «nassen Socken» bleiben so lange, wie sie als angenehm kühl empfunden werden, die Anwendung kann wiederholt werden, sobald sich die Füs­se wieder warm anfühlen.

Fiebersenkende Medikamente besonders bei Kindern
•    Salicylate besonders Acetylsalicylsäure besser bekannt unter ihrem prominentesten Namen Aspirin®. Diese Medikamentengruppe ist wegen der Gefahr eines Reye-Syndroms für das Fiebersenken während einer Infektionskrankheit bei Kindern nicht mehr erlaubt.
•    Paracetamol (Dafalgan®, Benuron® etc.) werden in einem Intervall von mindestens 4 bis 8 Stunden (unbedingt die 4 Stunden einhalten!) je nach dem Gewicht und dem Alter des Kindes gegeben.
•    Ibuprofen (Algifor® z.b.) wird ebenfalls in einem Intervall von mindestens 6 bis 8 Stunden gegeben, wieder je nach Alter oder Gewicht. Wirkt Paracetamol alleine nicht genügend, darf erst nach 4 Stunden die Ibuprofen-Dosis gegeben werden! Ohne ärztliche Verordnung darf auch Paracetamol nicht länger als 3 Tage hintereinander gegeben werden!

Homöopathie
Auch mit homöopathischen Mitteln kann den Patienten (unabhängig vom Alter) bei Fieberschüben geholfen werden. Die Mittel muss man im Mund zergehen lassen. Man kann als Stärke die Potenz C30 (meist reicht eine Einzelgabe von 5 Globuli) oder von C6 (die man evtl. halbstündlich wiederholt bis sich eine Reaktion zeigt) wählen.
Es gibt viele bei Fieber geeignete Mittel, am besten lassen Sie sich beraten. Hier nur eine kleine Auswahl:
•    Aconitum: bei hohem Fieber OHNE Schweiss, grosser Unruhe, mit grossem Durst auf kaltes Wasser und der Patient möchte sich abdecken.
•    Belladonna: wenn der Patient dann anfängt zu schwitzen und einen hochroten Kopf bekommt; der Patient ist sehr unruhig und hat evtl. wilde «Träume».
•    Nux vomica: ist hilfreich bei Patienten mit Frös­teln, Gliederschmerzen, er wird ungeduldig und reizbar, kann seine Schmerzen kaum ertragen und weist durch seine Überarbeitung eine hohe Erkältungsanfälligkeit auf.
•    Eupatorium: bei extremem Zerschlagenheitsgefühl mit einem morgendlichen Fieberanstieg mit Kopfschmerzen; auch die Nasennebenhöhlen und die Bronchien sind betroffen (typisches Grippegefühl).

Am besten bleiben Sie gesund, ansonsten lassen Sie sich beraten z.B. bei uns in der

vinzenz apotheke – quelle der gesundheit

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Erbrechtliche Begünstigung einer Stiftung
Als Vertrauensanwalt der Stiftung «Tierlignadenhof» in Kaisten habe ich immer wieder mit erbrechtlichen Begünstigungen zugunsten dieser Stiftung zu tun. Im Falle des Tierlignadenhofs handelt es sich bei den Erblassern um Personen, die auf diese Weise nach ihrem Ableben hilflosen und/oder verwaisten Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen und die Verbindung zwischen Mensch und Tier fördern wollen und deshalb mittels Testament oder Erbvertrag die Stiftung begünstigen.
Dies können sie tun, indem sie die Stiftung in der Verfügung von Todes wegen entweder als Erbin einsetzen (bspw. «Ich setze meinen Gemahl und meine Eltern auf den Pflichtteil. Für die frei verfügbare Quote setze ich die Stiftung Tierlignadenhof in Kaisten ein») oder indem sie ihr ein Legat bzw. Vermächtnis zuwenden (bspw. «Das Konto Nr. … bei der Bank … vermache ich der Stiftung Tierlignadenhof in Kaisten» oder «Die Stiftung Tierlignadenhof in Kaisten soll aus meinem Nachlass CHF 5000.- als Vermächtnis erhalten).
Im ersten Fall (Erbeinsetzung) hat die Stiftung als eingesetzte Erbin Erbenstellung und ist Teil der Erbengemeinschaft; als solche ist sie an der Erbteilung beteiligt und haftet auch für Nachlassschulden. Im Gegensatz dazu hat die Stiftung als Vermächtnisnehmerin keine Erbenstellung und ist nicht Teil der Erbengemeinschaft; sie hat bloss einen obligatorischen Anspruch auf Entrichtung des Vermächtnisses und haftet auch nicht für allfällige Schulden des Erblassers. Die Vermächtnisse werden vor der Erbteilung ausgerichtet.
Der Erblasser kann sodann mittels Testament oder Erbvertrag selbst eine Stiftung errichten (Stiftungsgeschäft von Todes wegen) und sein Vermögen oder einen Teil davon einem bestimmten Zweck widmen (bspw. «Zu meiner Alleinerbin bestimme ich die hiermit errichtete XY-Stiftung. Zweck der Stiftung ist es, hilflosen Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und die Verbindung zwischen Mensch und Tier zu fördern. Die Ausschüttungen sollen in der Schweiz tätigen Tierschutzorganisationen zugutekommen.»). Die Stiftungsdestinatäre sind ebenfalls erbrechtlich begünstigte Personen, jedoch ohne Vermächtnisnehmer oder Erben zu sein. Ihre Rechte sind generell sehr beschränkt, ein eigentlicher Anspruch auf Ausrichtung einer Leistung besteht grundsätzlich nicht. Wer als Destinatär einer bestimmten Stiftung in Frage kommt, wird durch den Stiftungszweck und durch eine Regelung in der Stiftungssatzung geregelt. Es können einzelne Personen, ganze Personenkreise oder aber auch die Allgemeinheit als mögliche Destinatäre festgelegt werden.
Bei einer erbrechtlichen Zuwendung (egal ob durch Erbeinsetzung oder Legat) tut der Erblasser gut daran zu prüfen, ob die Stiftung steuerbefreit ist oder nicht. Im Kanton Aargau existiert ein öffentliches Register, in welchem alle Institutionen, die von der Steuer befreit sind, aufgeführt sind. Zuwendungen an diese gemeinnützigen (wohltätigen) oder öffentlichen Institutionen sind steuerlich grundsätzlich abzugsfähig. Bei der Stiftung «Tierlignadenhof» beispielsweise handelt es sich um eine solche gemeinnützige, steuerbefreite Institution.
Tragen Sie sich mit dem Gedanken, nach Ihrem Ableben mit Ihrem Vermögen etwas Gutes zu tun und beispielsweise eine gemeinnützige Stiftung erbrechtlich zu begünstigen? Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen im Zusammenhang mit den Möglichkeiten der erbrechtlichen Begünstigung einer Stiftung in einem meiner Büros zur Verfügung, im Falle der Stiftung «Tierlignadenhof» auch für Sie kostenlos.

 

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics, Rechtsberaterin
Tel.  +41 (0)61 511 09 95 +41 (0)76 325 09 95   Fax +41 (0)61 511 09 96

Kindesunterhalt
Bei der Neuregelung des Unterhaltsrechts, das seit 1. Januar 2017 gilt, steht das Wohl des Kindes im Vordergrund. Die Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern hat neu Vorrang vor den übrigen familienrechtlichen Unterhaltspflichten und soll eine optimale, zivilstandsunabhängige Betreuung für das Kind garantieren. Während bis anhin jener Elternteil, der das Kind betreute, nur Anspruch auf Kinderunterhalt hatte, hat er neu auch Anspruch auf einen sogenannten Betreuungsunterhalt, der zur Deckung der Lebenshaltungskosten des Betreuenden gedacht ist. Konkret handelt es sich eigentlich um die Erwerbsausfallentschädigung für den kinderbetreuenden Elternteil. Anspruch auf Betreuungsunterhalt als solches soll aber demzufolge nur jene Kinderbetreuung erhalten, durch welche die Erwerbsfähigkeit auch tatsächlich beeinträchtigt wird.
Betreuungsunterhalt an sich ist nichts Neues. Bei verheirateten Eltern war er bislang ein Bestandteil des ehelichen bzw. nachehelichen Unterhalts. Es geht folglich darum, die Einschränkung desjenigen Ehegatten auszugleichen, der für die Kinderbetreuung seine eigene Erwerbstätigkeit reduziert oder ganz aufgibt. Allerdings gehört der Betreuungsunterhalt aber nicht mehr zum eigenen Unterhaltsanspruch des getrennten bzw. geschiedenen Ehegatten, sondern zum Kindesunterhalt, wodurch Kinder von Unverheirateten und Kinder von Verheirateten seit 1. Januar 2017 gleichgestellt werden.
Bei Verheirateten wird quasi ein Teil des heutigen nachehelichen Unterhalts in den Betreuungsunterhalt verschoben. Der nacheheliche Unterhaltsbeitrag wird somit in der Regel künftig geringer sein, der Kinderunterhalt dagegen höher.
Bei unverheirateten Eltern ist die Situation hingegen eine andere. Hier kommt es im Grundsatz zu höheren Unterhaltsbeiträgen, da der Erwerbsausfall des kinderbetreuenden Elternteils bis zur Gesetzesrevision nicht zu entschädigen war und sich der Kinderunterhaltsbeitrag mit dem neuen Recht entsprechend erhöht. Betreuungsunterhalt ist dennoch nicht voraussetzungslos geschuldet. So gilt bei unverheirateten Eltern, dass, wenn der betreuende Elternteil für die eigenen Kosten selbst aufkommen kann, er auch nur den Barunterhalt für das Kind erhält. Bei verheirateten Paaren kann noch allenfalls der nacheheliche Unterhalt hinzukommen. Dieser soll den während der Ehe gelebten Standard und den gebührenden Unterhalt decken.
Wie hoch der Kinderunterhalt inklusive Betreuungsunterhalt letztlich ausfällt, hängt von den jeweiligen Lebenshaltungskosten des Kindes und jenen der betreuenden Person ab und ist konkret zu berechnen.
Unterhaltsbeiträge für nicht eheliche Kinder, die vor dem 1. Januar 2017 festgelegt worden sind, können auf Antrag hin dem neuen Recht angepasst und somit um den eventuell geschuldeten Betreuungsunterhalt erweitert werden. Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge, die in einem Trennungs- oder Scheidungsurteil festgelegt wurden, können hingegen nur abgeändert werden, wenn sich die Verhältnisse seither erheblich geändert haben.

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
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Beschäftigung von Hauspersonal
Wider der landläufig verbreiteten Ansicht bewegen wir uns bei der Anstellung von Hauspersonal nicht im rechtsfreien Raum. Es ist zwar zutreffend, dass in diesem Bereich zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden häufig keine schriftlichen Arbeitsverträge bestehen und dass hier kein Gesamtarbeitsvertrag existiert, doch hat der schweizerische Bundesrat im Jahre 2010 zufolge wiederholter missbräuchlicher Unterbietung der üblichen Löhne in der Hauswirtschaftbranche in einer Verordnung einen Normalarbeitsvertrag mit zwingenden Mindestlöhnen erlassen (sog. NAV Hauswirtschaft). Dieser NAV Hauswirtschaft regelt den Mindestlohn für Hausangestellte in Privathaushalten und gilt in der ganzen Schweiz. Der NAV Hauswirtschaft gilt nur bei einem Mindestbeschäftigungsgrad von durchschnittlich 5 Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber. Zudem sind gewisse Personen vom Geltungsbereich ausgeschlossen (Praktikanten, Tagesmütter, Babysitter etc.).
Gemäss NAV Hauswirtschaft bewegt sich der Mindestlohn für Hausangestellte seit dem 1. Januar 2017 je nach Ausbildung und Berufserfahrung des Hauspersonals zwischen Franken 18.90 brutto pro Stunde und Franken 22.85 brutto pro Stunde, ohne Zuschläge für Ferien und bezahlte Feiertage. Für Hausangestellte, die nicht im Stundenlohn angestellt sind, sondern einen Monatslohn beziehen, bewegt sich der Lohn somit bei 42 Arbeitsstunden pro Woche zwischen Franken 3439.80 brutto und 4158.70 brutto pro Monat. Diese Mindestlöhne gelten für die ganze Hauswirtschaftsbranche und können nur zugunsten des Arbeitsnehmers bzw. der Arbeitnehmerin abgeändert werden.
Für die übrigen Arbeitsbedingungen wie Arbeits- und Ruhezeiten, Ferienanspruch, Feiertagsanspruch, Lohnfortzahlungspflicht im Krankheitsfall, Überstunden­entschädigung, Probezeit, Kündigung des Arbeitsverhältnisses usw. sind demgegenüber die kantonalen NAV für Arbeitnehmende in der Hauswirtschaft und das schweizerische Arbeitsvertragsrecht anwendbar. Im Kanton Aargau gilt seit 2010 der NAV Hauspersonal unmittelbar für die ihm unterstellten Arbeitsverhältnisse. Dazu gehören auch Praktika und Au-pair-Verhältnisse sowie hauswirtschaftliche Lehrverhältnisse. Typische Beschäftigungsformen von Hauspersonal sind: Reinigungsarbeiten im Haushalt (Putzfrauen), Besorgung der Wäsche, Einkauf von Waren für den Haushaltsbedarf, Mithilfe bei der Kindererziehung sowie Pflege von kranken und alten Personen. Die Parteien können von einzelnen Bestimmungen des NAV Hauspersonal abweichende Vereinbarungen treffen. Wenn sie dies zuungunsten des Hauspersonals tun, muss die Vereinbarung jedoch schriftlich erfolgen, damit sie gültig ist. Die zwingenden Vorschriften von Bund und Kantonen dürfen dabei nicht verletzt werden.
Wer neben den Tätigkeiten in der Hauswirtschaft auch Pflegeleistungen an Betagten und Kranken zu Hause erbringt, benötigt dafür die entsprechende berufliche Qualifikation sowie eine Bewilligung nach den kantonalen Gesundheitsgesetzen. Eine solche Bewilligung wird in der Regel benötigt, wenn eine Person fachlich eigenverantwortlich und entgeltlich Pflegeleistungen erbringt. Zu den pflegerischen Massnahmen gehört auch die Grundpflege, d.h. Hilfe bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken.
Arbeitgebende müssen sodann die Sozialversicherungsbeiträge (AHV, IV, EO, ALV) über die entsprechende Ausgleichskasse abrechnen und das Hauspersonal gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten, gegebenenfalls (wöchentliche Arbeitszeit mehr als 8 Stunden) auch gegen Nichtberufsunfälle, versichern. Sofern der monatliche Bruttolohn die Eintrittsschwelle in das Obligatorium der beruflichen Vorsorge (gegenwärtig Franken 1755.- pro Monat) übersteigt, ist das Hauspersonal auch bei einer Pensionskasse zu versichern. Die Arbeitgeberschaft, die ausländisches Hauspersonal anstellen will, hat sich zudem vor Vertragsabschluss beim Migrationsamt und beim kantonalen Arbeitsamt über die erforderlichen Bewilligungen und Auflagen zu erkundigen; Informationen über Quellensteuern sind beim Kantonalen Steueramt erhältlich.

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