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Ratgeber

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Winter-Depression
In unseren Breiten beginnt wieder die Zeit der langen Nächte und kurzen Tage. Die Tag- und Nacht-Gleiche (23.9.) ist lange vorbei und der kürzeste Tag (22.12.) naht. In den Tropen, nahe am Äquator, gibt es das nicht. Je weiter man in den Norden oder Süden Richtung Nord- und Südpol geht, desto ausgeprägter sind die Unterschiede. Das geht bis zu «immer» Nacht im Winter und «immer» Tag im Sommer. Das hat auch auf uns Menschen und vor allem auf unsere Psyche einen Einfluss. Viele von uns freuen sich auf die gemütliche Zeit mit warmen Getränken (Tee/Glühwein) vor einem Feuer. Andere fürchten die langen Abende. Wenn Sie eher zu den letzteren gehören, können Ihnen vielleicht die folgenden Tipps helfen.
Bei einer ausgeprägten Form dieser Beschwerden könnte es sich auch um eine saisonale Depression handeln.
Von einer saisonalen Depression oder SAD (Seasonal Affective Disorder) spricht man, wenn folgende Symptome auftreten:
- übermässiges Schlafbedürfnis und
- zwanghafter Konsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln.
Des Weiteren verspürt man eine depressive Verstimmung, ausgeprägte Ängstlichkeit, Energiemangel und Konzentrationsprobleme. Manche sehr empfindliche Menschen können diese Symptome auch in einem Sommer mit schlechtem Wetter entwickeln.
Als wichtiges Kriterium gilt die Wiederholung derselben Symptome während zwei aufeinanderfolgenden Wintern (und deren Abklingen in den anderen Jahreszeiten).
Zu einer Verbesserung der Beschwerden, und das dürfen alle, kommt es mit folgenden Verhaltensänderungen:
- raus in die Natur, einen Spaziergang machen. Schöner wird er natürlich, wenn die Sonne scheint
- ausreichende Bewegung (ebenfalls am besten draussen)
- wie immer: eine ausgewogene Ernährung; jetzt mit den wunderbaren saisonalen, reifen Früchten und Gemüsen
- und nicht zuletzt mit einem regelmässigen Zubettgehen
Am wichtigsten erscheint mir dabei das Aus-den-vier-Wänden-Gehen. Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist das natürliche Licht fast eine Therapie.
Es wurde nämlich wissenschaftlich belegt, dass eine Lichttherapie die Therapie der ersten Wahl für die Behandlung dieser Erkrankung ist. Die Ansprechrate liegt zwischen 60 und 90%. Falls das Ergebnis noch nicht befriedigend ist, kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva und/oder eine kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt werden.
Worin besteht jetzt eine Lichttherapie?
Der Patient/in ist täglich:
- innerhalb von 2 Stunden nach dem Aufwachen und
- während 30 Minuten
- in einem Abstand von 30 Zentimetern
vor einer besonderen Lampe (einer Lichtquelle mit 10 000 Lux = Einheit der Beleuchtungsstärke). Während dieser Zeit darf man lesen, am Computer arbeiten, alles, was einem gefällt, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. In der Regel wird bereits nach 2 bis 4 Tagen eine Verbesserung wahrgenommen, ein Erfolg stellt sich nach 1 bis 2 Wochen ein. Wie bei jeder Therapie werden auch unerwünschte Wirkungen beschrieben: Kopfschmerzen, müde Augen, Hyperaktivität, Schlaflosigkeit oder übermässiges Schlafbedürfnis. Sie sind leicht und harmlos und klingen meist nach einigen Sitzungen ab. Je nach Intensität beginnt man die Therapie mit einer schwächeren Lichtintensität oder einer kürzeren Dauer vor der Lampe. Die schrittweise Erhöhung hilft mit den unangenehmen Nebenwirkungen besser fertig zu werden. Eine übermässige Einwirkung des Lichtes mit einer Art Sonnenbrand wird es nicht geben. Die Lampe gibt nur ein weisses Licht ohne den UV-Anteil ab. Bei Patienten, die gleichzeitig mit photosensibilisierenden Therapien behandelt werden, wird mit Vorsicht an eine Lichttherapie herangegangen. Bei Augenerkrankungen wie bei einem grauen oder grünen Star, Makuladegeneration oder ähnlichem wird eine vorgängige augenärztliche Untersuchung empfohlen.
Diese Art der Therapie wird bei einer fachärztlichen Diagnose von den Krankenkassen aus der Grundversicherung übernommen.

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Schröpfen im Fricktal
Das Schröpfen gehört wie auch die Blutegeltherapie oder das Baunscheidtieren zu den sogenannten «ausleitenden Methoden» der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde. Schröpfen ist ein uraltes Verfahren, bei welchem die Haut nicht wie bei einer Massage nach innen gedrückt, sondern mittels Schröpfgläsern und einem darin erzeugten Vakuum nach aus­sen gezogen, gelockert wird. Heutzutage werden Schröpfköpfe aus Glas verwendet. Das Vakuum im Glas kann durch Erhitzen (= warmes Schröpfen) oder Absaugen (= kaltes Schröpfen) der Luft erzeugt werden.
Es löst verspannte Muskulatur, lockert das Gewebe und regt den Blut- und Lymphfluss an. Über die Reflexzonen am Rücken werden die inneren Organe angeregt.

Blutiges Schröpfen, trockenes Schröpfen und Schröpfkopfmassage
Das blutige Schröpfen, bei dem man vor der Schröpfglasanwendung die Haut ritzt, wird heute in der Schweiz kaum mehr angewandt. Trocken geschröpft wird meistens am Rücken. Einerseits, weil sich hier oft schmerzhafte Symptome zeigen, andererseits können am Rücken über reflektorische Verbindungen auch innere Organe erreicht werden. Für die Schröpfkopfmassage wird mit einem speziell breitrandigen Glas der Rücken bearbeitet. Sie ist eine sehr angenehme Therapie bei Schmerzen und Verspannungen.
Mittels der trockenen Schröpfung werden gezielt Blutergüsse gesetzt. So werden vor allem chronisch entzündliche Krankheiten behandelt, welche im Grunde auf einem Mangel an Wärme basieren. Der Organismus versucht sich durch Fieber oder Entzündung zu heilen, schafft dies jedoch nicht ganz. Folge: Immer wieder kommt es zur Entzündungsreaktion: Schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Muskelverspannungen, Arthrosen, Arthritis und Rückenschmerzen, chronische Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder immer wiederkehrende grippale Infekte, Mandelentzündungen, das prämenstruelle Syndrom PMS, chronische Kopfschmerzen sowie chronische Harnwegsinfekte.

 Die Naturheilkunde hat hier den Ansatz, die Entzündung (die grundsätzlich ein Heilungsversuch des Körpers war) nicht zu unterbinden, sondern sie zu stützen. Dies aber nicht auf dem geschwächten Organ, sondern über die Haut oder die Reflexzonen am Rücken. Der Körper reagiert auf den Reiz wie bei einer Verletzung mit der Aktivierung diverser Aufräummechanismen, das Immunsystem reagiert, die Blutbildung wird angeregt, das Gewebe wird neu organisiert. Es bleibt über mehrere Tage eine wohlige Wärme zurück. Die Schröpfbehandlung wird in kurzen Abständen sechs- bis neunmal wiederholt.
Nicht geschröpft wird in der Schwangerschaft, bei geschwächten Menschen sowie bei Patienten mit einer Herzschwäche.

Schröpfen im Fricktal
Schröpfen ist nicht neu. Geschröpft wurde vermutlich schon vor rund 5300 Jahren im Gebiet Mesopotamiens. Im alten Griechenland wurde dann so viel geschröpft, dass das Schröpfglas die ärztliche Kunst symbolisierte. Später im Mittelalter wurde bekanntlich so ausgiebig zu Ader gelassen und ausgeleitet, dass die Redewendung «de het mi zümftig gschröpft» noch bis heute eine negative Bedeutung hat.
Aber warum in die Ferne schweifen? – In Laufenburg fand man vor wenigen Jahren auf dem Boden des heutigen «Rhyparks» Kellergemäuer aus dem 15. Jahrhundert: Das ehemalige «Siechenhaus», eine spezielle Krankenstation. Es konnten unter anderem Salbentöpfchen und Schröpfköpfe aus Ton geborgen werden. Dies bezeugt, dass auch im mittelalterlichen Fricktal fleissig geschröpft wurde!

 

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Schweden in einigen Jahren komplett bargeldlos?
In Schweden wird es immer schwieriger, mit Bargeld zu bezahlen. Immer mehr Geschäfte und Restaurants akzeptieren kein Bargeld mehr und stellen «No cash»-Tafeln auf. Bancomaten werden abgebaut, überhaupt können Banken auf das aufwändige Cash-Handling verzichten. Die Schweden schätzen offenbar mehrheitlich das unkomplizierte digitale Bezahlen.
SBN präsentiert neue 100er-Note
Am 3. September 2019 hat die SNB die neue 100er-Note vorgestellt. Sie ist die sechste und letzte Stückelung der neuen Banknotenserie. Als erste Stückelung wurde im April 2016 die 50er-Note präsentiert. Alleine, dass es über drei Jahre dauerte, um die ganze Notenserie aufzugleisen, zeigt, dass die SNB wohl derzeit keine Pläne à la Schweden hat, Bargeld mittelfristig abzuschaffen. Die offizielle Position der SNB, dass das Publikum die Wahlfreiheit haben soll, ob es Bargeld oder digitale Alternativen bevorzugen will, scheint mir sehr sinnvoll.
Bargeld als Zahlungsmittel
Was für eine Funktion hat denn Bargeld überhaupt? Die erste Funktion liegt auf der Hand: Bargeld ist ein Zahlungsmittel. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch in der Schweiz, wo derzeit Bargeld mit Abstand das beliebteste Zahlungsmittel ist, digitales Bezahlen zulegen wird. So schnell wird Bargeld in der Schweiz aber nicht verschwinden.
Bargeld als Wertaufbewahrungsmittel
In Zeiten der Null- und vor allem Negativzinspolitik bekommt Bargeld eine ganz neue Funktion, nämlich die des Wertaufbewahrungsmittels. Wer gezwungen ist, Geld auszuleihen im Wissen, dass er weniger zurückerhält, würde finanziell besser fahren, diesen Betrag als Bargeld zu beziehen und liegen zu lassen. So wenig es volkswirtschaftlich Sinn macht, einen Haufen Papier am Bankschalter zu beziehen und einen Stock tiefer in den Banktresor zu legen, so sehr macht es ab einer gewissen Höhe von Negativzins für den Einzelnen Sinn. Man spricht denn auch von der so genannten Nullzinsgrenze, wo es für Zentralbanken schwieriger wird, die Zinsen weiter zu senken. Natürlich ist der Grenzbetrag nicht genau bei Null, sondern irgendwo leicht im Negativbereich, denn mit der Auszahlung in Form von Bargeld geht natürlich auch das Risiko des Verlusts und ein gewisser Aufwand einher. So lange aber auf Bargeld ausgewichen werden kann, ist es jedenfalls völlig undenkbar, dass die Zinsen bspw. bei -10% liegen. Die Bankschalter würden schon weit davor gestürmt – so lange es denn noch Bargeld gibt…
Zwangsweise Bargeldabschaffung?
Die Einschränkung der Zentralbanken in ihrer Geldpolitik wäre ein ehrliches Argument für die Bargeldabschaffung (auch wenn ich die Schlussfolgerung in keiner Weise teile). Meist werden in der Diskussion aber Argumente vorgeschoben, die nicht stichhaltig sind. Der prominenteste Befürworter der Abschaffung von Bargeld ist der Ökonom Kenneth Rogoff. Er argumentiert vor allem mit der Rolle von Bargeld für Kriminelle. Angesichts der immer engmaschigeren Regulierungsvorschriften spielt Bargeld hier aber eher eine geringere Rolle als früher. Andere Ökonomen kommen denn auch zum Schluss, dass eine weitere Einschränkung oder gar Abschaffung von Bargeld keine signifikante Wirkung auf das Ausmass krimineller Aktivitäten habe.
Ohne Bargeld lückenlose Überwachung
Mit der Abschaffung von Bargeld würde die letzte Bastion gegen massive Negativzinsen eingerissen. Gleichzeitig würde damit die in heutiger Zeit eh drohende lückenlose Überwachung weiter verstärkt. George Orwell’s Big Brother lässt grüssen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Ratgeberreihe Kinder: Impfungen 2
Nebenwirkungen:
Es gibt Nebenwirkungen von Impfungen. Sie sind meldepflichtig und werden von den staatlichen Stellen erfasst (in der Vakzinovigilanz). Gott sei Dank, sind sie in der Regel gering und werden normalerweise nicht oder nicht wesentlich wahrgenommen. Man unterscheidet zwischen der Impfreaktion und Impfkomplikation. Die Bewertung ist nicht immer einfach. Es dürfen nur Gesunde geimpft werden und bei manchen Menschen führt eine gesteigerte Selbstbeobachtung zu unerwünschten Befindlichkeitsstörungen. Die Impfreaktionen sind kurzzeitig und vorübergehend (z.B. werden häufig Schmerzen und Spannungen an der Injektionsstelle wahrgenommen). Eine Impfkomplikation ist deutlich schwerwiegender (zum Teil bis zum Ausbruch der Krankheit, gegen die geimpft wurde). In sehr seltenen Fällen gibt es heftige allergische Reaktionen bis zu einem allergisch-anaphylaktischen Schock!
Eben diese Nebenwirkungen sind u.a. auch ein Argument der Impfgegner, warum nicht geimpft werden soll. Weitere Diskussionspunkte sind die folgenden:
- der Infektionsweg (das Einbringen des Impfstoffes durch die Haut) ist unnatürlich. Normalerweise infiziert man sich über die Schleimhäute. Dabei ist als erste Massnahme des Körpers eine zelluläre Antwort möglich. Diese unterbleibt bei unserer aktuellen Art der Impfung.
- Wie notwendig ist eine Impfung überhaupt?
- Ist die Krankheit so häufig, dass ein Auftreten epidemische Ausmasse annimmt?
- Sind die Auswirkungen auf den Organismus schwerwiegend?
- Gibt es genügend gute Behandlungsmöglichkeiten (wie z.B. Antibiotika bei bakteriellen Infekten)?
(Diese Fragen beantworten die Impfgegner auf ihre Weise.)
- Die Wirksamkeit von Impfungen generell wird angezweifelt.
- Die Sicherheit der Impfstoffe wird angezweifelt, besonders auch die Wirkungsverstärkung durch beigesetzte Substanzen. Oder bei der Produktion verwendete Hilfsstoffe werden als gefährlich befunden.
- Allgemein wird die Vorsorge (man erkrankt nicht mehr an diversen Infektionskrankheiten) als nicht notwendig erachtet. Der heutige Lebensstandard ist so hoch, die medizinische Versorgung ist so gut, dass die Infektions-Erkrankungen problemlos behandelt werden können.
- Erkrankte Kinder machen während einer Erkrankung einen Entwicklungsschub, der ihnen sonst fehlen würde.
- Seit generell geimpft wird, haben die Allergien massiv zugenommen, das wird den Impfstoffen angelastet.
Tja es gibt keine allgemeingültige richtige Antwort.
Es gibt Menschen, die nicht geimpft werden können, weil ihr Status des Immunsystems das nicht zulässt. Dazu gehören alle Patienten, die ein Organ implantiert bekommen haben. Sie müssen lebenslang Immunsuppressiva einnehmen, um ein Abstossen zu verhindern. Säuglinge oder sehr betagte Menschen haben ebenfalls ein eingeschränkt funktionierendes Immunsystem. Sie sind in einer Gesellschaft, in der «keine» Infektionskrankheiten vorkommen, geschützt.
- Die Geschichte der Impfungen ist erfolgreich, das ist in allen Studien aller Länder bewiesen!
- Impfen schützt vor schwerwiegenden Infektionskrankheiten, auch das ist klar bewiesen, selbstverständlich nicht zu 100%!
- Die Nebenwirkungen sind statistisch gesehen sehr viel geringer als der Nutzen! Aber man muss sich um die Nebenwirkungen kümmern, darum gibt es die zwingend vorgeschriebene Melde-Pflicht!
- Alle geimpften Menschen schützen die Nicht-Geimpften durch das Unterbrechen der Infektionskette.
- Impfungen sind für Tiere sogar vorgeschrieben, auch dort funktioniert der Schutz hervorragend (ein Beispiel ist die erfolgreiche Bekämpfung der Tollwut).

Unserer Meinung nach, gibt es kaum eine Erfindung in der Medizingeschichte, die der Menschheit so viel Gutes gebracht hat, wie die Impfung. Wir kennen ja keine Ausbrüche mehr von Diphtherie- oder Pocken-Epidemien mit Tausenden von Toten innert kürzester Zeit. Das entbindet niemanden von der Entscheidungsfrage: Wie gehe Ich mit der Impfung um? Eine gute, sachliche Information ist nötig und hilfreich, um zu einer Entscheidung zu kommen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Keine Zinsen mehr in den nächsten 30 Jahren?
Schaut man die Zinssituation aktuell an, dann geht man von einer sehr lang anhaltenden „Zinsflaute“ respektive Nullrunde aus. Selbst sehr lange Schweizer-Franken- Zinsen notieren um den Nullpunkt. Wer jemand anderem Geld ausleiht, bekommt keine Entschädigung mehr. Auch mässige Schuldnerqualität kann sich aktuell fast gratis mit Neugeld eindecken. „Gratisgeld“ führt zu Fehlinvestitionen und Masslosigkeit. Die Finanzwelt spielt mit ungewissem Ausgang verrückt. Was mir gar nicht gefällt, ist die Planbarkeitshörigkeit. Geht es der Wirtschaft nur minimal schlechter, kommt sofort der Ruf nach weiteren Unterstützungsmassnahmen. Der Ruf nach immer mehr Finanzdoping gefällt mir gar nicht. Mein Vertrauen in in die Stabilität des ganzen Finanzsystems wird dadurch kaum gestärkt. Kurzfristig wird das aber kaum Auswirkungen haben, mittel- und längerfristig ist dies der mögliche Nährboden für grössere Finanzkrisen und noch turbulentere Zeiten.
Nestlé nimmt extrem viel Positives vorweg – Konjunkturresistente Aktien zu teuer
Die Aktienmärkte sind nahe an den Höchstständen. Wenn man aber genauer hinschaut, dann ist Lage viel heterogener. Wenig zyklische Aktien sind sehr gefragt und deshalb teuer, Banken und zyklische, also konjunkturabhängige Titel sind bereits seit längerer Zeit im Korrekturmodus. „Essen muss man immer“, dieser Spruch gilt immer und wird oft für Nestlé benutzt. Ja, Lebensmittel braucht es immer und Nestlé ist eine erfolgreiche und gut geführte Firma. Kann man damit aber jeden Aktienpreis rechtfertigen? Kaum. Zudem gebe ich immer zu bedenken, dass Lebensmittel zwar lebensnotwendig sind, aber das margenstarke Segment (in welchem sich Nestlé vor allem befindet) auch konjunkturabhängig ist. Wenn es nicht mehr so gut geht, fängt man auch bei den notwendigen Sachen auf den Preis zu schauen. Nochmals: Nestlé hat einen langfristigen, sehr guten Leistungsausweis. Der Preis, den man aktuell dafür bezahlt, lässt sich aber nicht nur mit Qualität begründen, weshalb ich von Neuengagements klar abrate.

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lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
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Gerechtfertigte oder ungerechtfertigte Betreibung - was ist zu beachten, was ist zu tun?
Jemand hat eine Betreibung gegen Sie angehoben. Gerechtfertigt oder ungerechtfertigt ist eine entscheidende Frage für den weitern Verfahrensgang, da in der Schweiz jeder jeden betreiben kann, ohne dass geprüft wird, ob die Forderung effektiv besteht. Wenn Sie die Forderung nun aber anerkennen, haben Sie als Schuldner ab Eingang des Zahlungsbefehls 20 Tage Zeit, um den geforderten Betrag zu bezahlen. Hinzu kommen jedoch auch die Betreibungskosten, die der Gläubiger vorgeschossen hat. Daher sollten Sie möglichst früh bzw. vor einer Betreibung versuchen, das Gespräch mit dem Gläubiger zu suchen, um einen Zahlungsaufschub oder Ratenzahlung zu vereinbaren, denn es wird nur teurer. Wenn Sie nun aber die Forderung nicht anerkennen, weil diese nicht besteht oder verjährt ist, dann erheben Sie Rechtsvorschlag innert 10 Tagen. Sie bestreiten dadurch die Forderung und bewirken die vorläufige Einstellung der Betreibung. Ein verspäteter Rechtsvorschlag ist nur ausnahmsweise möglich (wegen unverschuldetem Hinderungsgrund, z.B. bei Krankheit etc.). Wenn Sie Rechtsvorschlag erhoben haben, liegt der Ball wieder beim Gläubiger. Dieser muss nun beweisen, dass die Schuld tatsächlich existiert. Entscheidend ist nun, was für Beweise dem Gläubiger vorliegen. Dabei hat er verschiedene Möglichkeiten. Er kann je nachdem, was ihm als Beweis (nur Dokumente) vorliegt, die provisorische oder definitive Rechtsöffnung verlangen. Neben oder parallel zur definitiven Rechtsöffnung kann der Gläubiger auch die Beseitigung des Rechtsvorschlages mittels Feststellungsklage begehren, das ist die sog. Anerkennungsklage. Im Unterschied zum Rechtsöffnungsverfahren, das vom Gericht im summarischen Verfahren (beschleunigt) durchgeführt wird, ist die Anerkennungsklage im ordentlichen Verfahren durchzuführen. Das bedeutet wiederum, dass hier vorab ein Schlichtungsverfahren vor dem zuständigen Friedensrichter durchgeführt werden muss. Im Gegensatz zum beschleunigten Verfahren, welches bei der Rechtsöffnung zur Anwendung gelangt und wo der Beweis grundsätzlich durch Urkunden zu erbringen ist, können beim ordentlichen Verfahren sämtliche Beweismittel angerufen werden, so z.B. auch Zeugen, wenn keine Urkunden vorhanden sind, welche die Forderung schriftlich belegen. Des Weiteren käme es dabei zu einer Verhandlung, an welcher die Parteien und etwaige Zeugen befragt werden könnten. Die rechtskräftige Abweisung einer solchen Klage hätte zur Folge, dass die geltend gemachte Forderung auf Bezahlung auf andere Weise nicht mehr geltend gemacht werden könnte (sog. Wirkung der res iudicata). Im Falle einer Rechtsöffnung kann gegen diesen Entscheid Beschwerde geführt werden. In diesem Beschwerdeverfahren müsste dargelegt werden, inwiefern entgegen dem Entscheid des Gerichts die Bewilligung der Rechtsöffnung nicht zu gewähren ist.
Neben dem Einschlagen des Rechtsmittelweges existiert im Falle der Bewilligung der provisorischen Rechtsöffnung auch die Möglichkeit, innert 20 Tagen nach der Rechtsöffnung auf dem ordentlichen Klageweg auf Aberkennung der Forderung, die sog. Aberkennungsklage, durch den Betriebenen zu klagen. Folglich besteht im Falle der Bewilligung der Rechtsöffnung einerseits die Möglichkeit, den Entscheid bei den Rechtsmittelinstanzen als zweite und das Bundesgericht als dritte Instanz anzufechten, anderseits könnte der Rechtsöffnungsentscheid akzeptiert werden und direkt auf Aberkennung der Forderung geklagt werden. Auch bei der Aberkennungsklage käme das ordentliche Verfahren zur Anwendung. Zudem könnte auch in diesem Fall der Rechtsmittelweg beschritten werden und es wäre mittels Berufung gegen einen ablehnenden Entscheid vorzugehen.
Wenn Sie nun aber die Forderung bezahlt haben, obwohl sie nicht berechtigt war, können Sie eine Rückforderungsklage erheben. Dieser kleine Umriss soll Ihnen verdeutlichen, was für Rechtsbehelfe Sie ergreifen können. Angesichts der Komplexität empfehle ich Ihnen, sich rechtlich beraten zu lassen, sofern Sie sich zu Unrecht mit einer Forderung konfrontiert sehen.
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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Korrektur an den Aktienbörsen...
Die Aktienmärkte haben sich dieses Jahr bislang von der sehr starken Seite gezeigt. Ein erster kleiner Rücksetzer aufgrund sich verstärkender Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China wurde im Juni schnell ausgebügelt und neue Rekordwerte wurden erreicht.
Die jetzige Korrektur von mittlerweile etwas mehr als 5 % scheint wieder mit dem Handelskrieg zusammenzuhängen. US Präsident Trump hat sich entschieden, den vereinbarten Waffenstillstand mit China aufzuheben und ab September weitere, neue Zölle auf einen Warenwert von über 300 Mia USD pro Jahr zu erheben. Die Aktienmärkte haben sofort reagiert und relativ deutlich nachgegeben.
…schon wieder zu Ende?
Gestern Mittwoch (7. August) nun hat die US Börse intraday von den Tiefstständen bis ins Closing über 2 % zulegen können, heute Donnerstag starten wir mit weiteren +0.7 %. Ist die Korrektur also bereits wieder vorbei? Ich habe die technische Seite kurz analysiert. Ein Intraday-Reversal, wo der Tagesschlusspreis mehr als 2% über dem Tagestiefst lag, ergab in der Vergangenheit leider keine klare Aussage zur Performance über den nächsten
Tag/Woche/Monat.
Fundamentaldaten sprechen gegen ein Ende der Korrektur
Die Bewertungen der US Börse war bereits sehr hoch, obwohl letztes Jahr wegen der US Steuerreform die Gewinne der US Firmen relativ stark angestiegen sind. Dieses Jahr nun tun sich die US Firmen schwerer mit weiteren Gewinnsteigerungen. Im Gegenteil sind die letzten
gemeldeten Gewinne gar tiefer als im Vorjahr, auch im dritten Quartal dürften die Gewinne sinken. Die Erwartungen der Analysten sind aber für die danach folgenden Quartale sehr positiv, was den Aktienmärkten Rückenwind gibt. Wir sind da skeptischer. Zum einen dauert der Handelskrieg – und das ist es mittlerweile geworden zwischen den USA und China – schon wesentlich länger als anfänglich angenommen. Auswirkungen sind bereits sichtbar. Verschiedene Konjunkturindikatoren sind gesunken und weiter vorlaufende Indikatoren wie Umfragewerte ISM, PMI, … zeigen bislang keine Erholung an.
Wir müssen aber gar nicht so weit gehen. Auch wir in Europa tun uns schwer. Der Brexit-Prozess dauert ebenfalls schon länger als geplant und das Risiko eines harten Brexits hat zugenommen, die Gesprächsbereitschaft scheint schon besser gewesen zu sein.
Aus gänzlich anderen (historischen) Gründen gibt es neu nun auch zwischen Japan und Südkorea Zwistigkeiten, welche im Halbleiter/Elektronikbereich Probleme in den Lieferketten verursachen können. All dies spricht unserer Meinung nach eher gegen starke Gewinnanstiege Ende 2019 bzw. im 2020.
Immerhin hat die FED noch etwas ‚Pulver’. Sie hat die Zinsen um 0.25% gesenkt, weitere Senkungen sind wahrscheinlich. Selbstverursacht schwieriger ist da die Lage der EZB. Sie hat unter dem ultraexpansiven Draghi die Zinsen gar nie angehoben, weitere Senkungen in noch negativere Regionen sind mittlerweile schwierig dank der Möglichkeit, auf Bargeld auszuweichen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Ratgeberreihe Kinder: Impfungen 1
Wir haben in diese Reihe viel über Kinder und die klassischen Kinderkrankheiten geschrieben und auch jeweils darauf hingewiesen, dass es Impfungen gibt. In diesem Ratgeber möchten wir allgemein über Impfungen informieren.
Es gibt erstaunlicherweise kaum moderate Meinungen dazu, entweder sind Impfungen nur segensreich oder nur ganz schlecht. Diese Art das Ganze zu verherrlichen oder zu verteufeln scheint mir im Kontext: «was mache Ich mit meinem Kind» nicht hilfreich. Darum hier der Versuch das Thema auch aus Sicht von mehreren Müttern zu beleuchten. Weitere Informationen finden sich zuhauf im Internet:
• der schweizerische Impfplan mit den jährlich überarbeiteten neuen Empfehlungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Impfungen
• BAG: Argumentarium Kinder Impfen? Ja? Wieso?
• Wikipedia: Impfungen
• Impfgegner: Es ist schwierig seriöse Artikel zu finden, Naturheilmagazin oder Erlebnisberichte von Einzelnen wie orange.handelsblatt.com/artikel/58047

Was ist eine Impfung (lateinisch Vakzination oder Vakzinierung) und wie funktioniert sie?
Ursprünglich wurde mit den Kuhpockenmaterial Menschen vor der Erkrankung der Pocken geschützt. (Der Name kommt daher lateinisch Vacca = Kuh). Man unterscheidet eine Aktiv- und Passiv-Impfung. Bei letzterer werden bereits fertige Antikörper gegeben, die sofort gegen die Erreger aktiv werden. Bei der ersten wird das Immunsystem befähigt, sich auf eine allfällige Erkrankung vorzubereiten und bildet die ganze Palette an Antworten auf die Infektion, u.a. Antikörper. Damit resultiert keine oder eine abgeschwächte Infektionskrankheit. Bei der Aktiv-Impfung werden noch Lebendimpfstoffe von Totimpfstoffen unterschieden. Zu den letzteren zählen auch die Toxoid-Impfstoffe.
Lebendimpfstoffe enthalten abgeschwächte, noch vermehrungsfähige Erreger, die die Krankheit bei einem Gesunden nicht auslösen. Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger oder Bruchstücke davon. Der Körper bildet gegen die Eindringlinge (es handelt sich dabei um Proteine und/oder Zucker-Moleküle) eine Reihe von Massnahmen, die sehr komplex sind. Für den zukünftigen Schutz bildet er langlebige «Gedächtniszellen», die ebenfalls komplexe Reaktionen auslösen. Es werden spezifische Antikörper produziert und diverse Zellen, die Erreger abtöten.
Die passive Impfung ist im eigentlichen Sinne keine Impfung, sondern ein schnell einsetzender Schutz. Er hält nur wenige Wochen an. Danach sind die Antikörper abgebaut. Eine natürliche Art davon ist die Mutter-Kind-Immunisierung. Auch sie erlischt spätestens nach dem Aufhören des Stillens.

Anwendungsart:
Normalerweise werden die Impfungen gespritzt. In der Regel in den Oberarm oder Oberschenkel. Es gibt auch andere Möglichkeiten: Bekannt ist die Schluckimpfung.
Noch im Versuchsstadium befinden sich die Varianten: über die Haut als Pflaster oder über die Nasenschleimhaut als Spray.

Wirksamkeit:
Keine Impfung kann 100% vor der jeweiligen Erkrankung schützen. Sie senken aber nachweislich die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Dafür gibt es umfangreiche Studien, die von den jeweiligen staatlichen Stellen bestätigt werden. Auch nach der erfolgreichen Grundimmunisierung müssen für die langfristige Erhaltung der Immunität regelmässige Auffrisch-Impfungen erfolgen. Diese erfolgen je nach Anwendungsbeobachtungen einzelner Impfstoffe und der Beobachtung der Antikörpertiter nach Impfung bzw. nach einer durchgemachten Erkrankung. So konnte bei gegen Pocken geimpften Personen noch nach bis zu 88 Jahren nach der Impfung die Immunität nachgewiesen werden. Sie war vergleichbar mit einer überstandenen Erkrankung. Manche Impfungen mildern nur den Krankheitsverlauf, andere müssen jährlich verabreicht werden (Grippe-Impfungen). Erschwerend (für die Immunisierung) kommt dabei noch der Variantenreichtum der Erreger dazu. Ihr Hausarzt oder Ihre Apotheke kann nach Durchsicht Ihrer Impfunterlagen kompetente Angaben zu Ihrem Impfstatus machen!

Abschwächung der Wirksamkeit durch Wechselwirkung mit Schmerzmitteln:
Man vermutet, dass gleichzeitig eingesetzte Schmerzmittel die Wirksamkeit der Impfung vermindern können. Der Grund dafür liegt in der fiebersenkenden und entzündungshemmenden Wirkung. Man weiss, dass der Körper diese Mechanismen als Waffe gegen die Erreger braucht! Es sollte also, wenn möglich, auf die gleichzeitige Anwendung verzichtet werden.
Weitere Informationen erfolgen im nächsten Ratgeber.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Gibt es einen wirksamen Schutz vor den Negativzinsen?
Seit mehreren Jahren haben wir nun Negativzinsen. Nicht nur die kurzen Zinsen sind negativ: nein, auch 10-jährige Obligationen der Schweizer Eidgenossenschaft sind klar negativ. Aktuell kann man festverzinslich also nur anlegen, wenn man bereit ist, Risiken einzugehen. Dabei muss aber genau geprüft werden, ob das nach allen Kosten (Kauf-/Verkaufskosten, Depotgebühren) auch wirklich Sinn macht. Risiko ohne jegliche Entschädigung macht kaum Sinn. Normale Kontolösungen bringen (inkl. zu zahlender Spesen) gar nichts mehr. Trotzdem macht es keinen Sinn, um jeden Preis Anlagen zu suchen. Da die Teuerung sehr, sehr tief war und ist, behält das Geld grösstenteils seine Kaufkraft. Falls in Zukunft die Negativzinsen noch schärfer umgesetzt würden, gäbe es noch die Variante, auf Bargeld umzusteigen. Natürlich birgt auch das Risiken, welche gut abgewogen werden müssen. Man könnte aber wenigstens die schizophrene Situation vermeiden, dass man Geld ausleiht und weniger zurückbekommt. Würden Sie einem Nachbarn ihren Rasenmäher ausleihen, wenn Sie sicher wüssten, dass er defekt zurückkommt? Ich habe auch kein Patentrezept. Aber um jeden Preis Anlagen machen, welche nach allen Kosten auch nichts bringen, das ist definitiv keine vernünftige Lösung.

Widersprüchliche Signale
Die Signale der Finanzmärkte sind teilweise widersprüchlich. Die aktuelle Zinssitua­tion deutet eher auf eine Abschwächung der Wirtschaft oder sogar eine Rezession hin. Gleichzeitig boomen aber die Aktienmärkte und die Bewertungen sind auf einem Mehrjahreshoch. Die Jagd nach potenziellen Renditequellen ist weiterhin im vollen Gange. Wie lange das so weiter geht, kann niemand genau sagen. Trends dauern oft lange und enden immer wieder in einer Übertreibung.

Beteiligungsgesellschaft Newventuretec wird liquidiert
Die Aktionäre haben an einer ausserordentlichen Generalversammlung die Liquidation und die Ausschüttung der Mittel der Gesellschaft beschlossen. Nach dem heutigen Wissensstand sollte ein Erlös von zirka 11 Franken möglich sein, was nochmals rund 10 Prozent höher ist als der gegenwärtige Aktienkurs. Diese volatile Aktie war vor einem Jahr noch bei rund 4 Franken und wird nun in den nächsten Monaten definitiv von der Börse verschwinden.

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Die Landschaft verspeisen
Sie fragen sich jetzt vielleicht: Wie kann man eine Landschaft verspeisen?
Es ist wieder Wander-Zeit. Auch ich packe den Rucksack und bewandere in meinen Ferien die Schweiz. Wandern ist Seelenbalsam. Und ich fühle mich nach einem ausgiebigen Marsch über Berge und durch Felder und Wälder gut genährt. Das Auge isst ja bekanntlich mit. Aber nicht nur.
Unterwegs wird nämlich immer auch botanisiert und gesammelt fürs Essen unterwegs. Es wird also die gesundende Landschaft nicht nur durchs Auge aufgenommen, sondern auch über die Verdauung buchstäblich verinnerlicht.

 Das Schönste ist, wenn die Delikatessen mir geradewegs in den Mund wachsen. Ich nasche gerne von den knackigen weis­sen Robinienblüten im Frühling. Versenke einen Blütenstand der Traubenkirsche oder des Mädesüss in der Trinkflasche –die aromatisiert alles mit einem feinen Bittermandelaroma. Und wenn die Blätter des Bärlauchs schon lange nicht mehr essbar sind, lege ich mir unterwegs die Bärlauch-Blüten aufs Sandwich.
Wildpflanzen haben etwas Eigenwilliges, sind zäh, widerstandsfähig und kräftig im Geschmack. Deswegen haben sie es auch in sich: Beispielsweise im Knopfkraut, einem Unkraut im Gemüsegarten, ist dreimal so viel Eisen drin wie im Spinat. Das zusätzlich enthaltene Vitamin C erleichtert die Aufnahme des Eisens. Das ist sehr interessant bei immer wiederkehrendem Eisenmangel.
Isst man Giersch als Salat, hat man das 20-fache an Vitamin C eingenommen im Vergleich zum Kopfsalat. Abgesehen von einem hohen Gehalt an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen finden sich in den Wildpflanzen ausserdem verschiedene Bitterstoffe, die einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten. In gängigen Gemüsen und Salaten sind Bitterstoffe grösstenteils herausgezüchtet worden, fehlen deshalb in der Ernährung. Isst man etwas Bitteres, werden alle Verdauungsdrüsen angeregt; es werden vermehrt Speichel, Magensäure, Galle und Verdauungsenzyme ausgeschieden, welche auf verschiedenen Ebenen im Verdauungskanal die optimale Verdauung einleiten. Der pH-Wert ist im Mund leicht basisch, im Magen sehr sauer, im Darm gleicht er sich langsam wieder aus durch die basische Galle und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse.

Bitterstoffe
Die regelmässige Einnahme von bitteren Kräutern wirkt sich positiv aus auf den Stoffwechsel, Allergien, Unverträglichkeiten, chronische Ekzeme und ein geschwächtes Immunsytem, verbessert die Verdauung und unterstützt die Darmflora.
Der einfachste Weg, zu Bitterstoffen zu kommen, ist das Essen von Wildpflanzen wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Bärenklau, Giersch, Schafgarbe, Dost. Oder man bedient sich der klassischen Gartenkräuter wie Wermut, Minze, Beifuss, Thymian, Bohnenkraut, Salbei oder Rosmarin.

Sammel-Regeln in der Landschaft
1. Nur sammeln, was man sicher kennt.
2. Sammeln nur an Orten, an denen weder gedüngt noch gespritzt wird. Bahngeleise werden regelmässig mit dem Pflanzengift Glyphosat gespritzt. Wegränder sind ebenfalls Tabu wegen der promenierenden Hunde, viele Kulturfelder sowie Wegränder sind ebenfalls gespritzt.
3. Grundsätzlich bei trockenem Wetter nach Sonnenhöchststand sammeln.
4. Gesunde trockene Pflanzen sammeln.
5. Nur so viel ernten, wie man in einem Jahr verbraucht.
6. Nur so viel sammeln, dass keine Veränderung des Terrains wahrgenommen werden kann. Seltene Pflanzen lieber in der Drogerie/Apotheke besorgen. Geschützte Pflanzen stehen lassen.

In den kommenden Ferien freue ich mich auf wilden Thymian am Weg, auf die ährige Rapunzel, die roh gegessen eine Delikatesse ist, oder auf die Beeren des in etwas höheren Lagen wachsenden roten Holunders, aus denen sich ein knallroter erfrischender Drink zaubern lässt. Ein Fach des Rucksacks ist reserviert für die essbare Landschaft.
Und nun wünsche ich auch meinen Lesern viel Freude beim Verspeisen der Landschaft und erholsame Zeit in der Natur.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
Tel.  +41 (0)61 511 09 95 +41 (0)76 325 09 95
Fax +41 (0)61 511 09 96

Kindesunterhalt bei Unverheirateten – wie und was für einen Unterhalt bekomme ich für das gemeinsame Kind
Seit 2017 gelten neue Bestimmungen zum Kindesunterhalt. Ziel der neuen Regelung ist, Kinder verheirateter und nicht miteinander verheirateter Eltern gleichzustellen und den Unterhaltsanspruch des Kindes generell zu stärken.
Grundsätzlich haben Eltern gemeinsam für den Unterhalt ihrer Kinder zu sorgen und jeder Elternteil muss nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen. Leben die Eltern getrennt, leistet jeder Elternteil seinen Unterhaltsbeitrag entweder in natura oder mit einer Geldzahlung. Seit 2017 besteht nun auch der Anspruch auf Betreuungsunterhalt des Kindes. Was bedeutet dies aber konkret?
Naturalunterhalt wird vom betreuenden Elternteil erbracht, indem er sich im Alltag um das Kind kümmert, es betreut und erzieht. Der nicht betreuende Elternteil schuldet demgegenüber grundsätzlich den sogenannten Barunterhalt. Dieser umfasst die Kosten für Ernährung, Bekleidung, Unterkunft, Krankenkasse, Ausbildung etc. sowie Fremdbetreuung des Kindes. Der Betreuungsunterhalt kommt neu dazu, wenn ein Elternteil wegen der Kinderbetreuung (auch Teilzeit) nicht oder nicht so viel arbeiten kann, dass er genügend verdient, um seine Lebenshaltungskosten finanzieren zu können. Er umfasst also grundsätzlich das Manko des betreuenden Elternteils.
Solange sich die unverheirateten Kindseltern einigen und dies im Einvernehmen regeln, bestehen keine Beanstandungen. Im Konfliktfall ist der finanzielle Unterhalt jedoch ohne entsprechende Regelung nicht lückenlos gewährleistet. Nicht verheirateten Eltern wird die Regelung mittels Unterhaltsvertrag daher vor allem bei getrenntem Wohnsitz empfohlen. Die kommunalen Sozialdienste und Beratungsstellen können Sie in Bezug auf Kindesunterhalt beraten. Sie arbeiten im Einvernehmen mit den Eltern Unterhaltsverträge aus und unterbreiten diese den Familiengerichten als Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) zur Genehmigung. Der Unterhaltsvertrag wird erst nach der Genehmigung durch das Familiengericht verbindlich. Sofern die Unterhaltsbeiträge für Ihr Kind vor dem 1. Januar 2017 in einem genehmigten Unterhaltsvertrag festgelegt worden sind, können diese auf Gesuch hin neu festgelegt werden.
Bei Uneinigkeit der Kindseltern kann der Kindesunterhalt auch gerichtlich eingeklagt werden. Haben die Eltern vorher unter Einbezug der KESB erfolglos verhandelt, kann die Klage direkt beim zuständigen Zivilgericht eingereicht werden. Wird der Unterhaltsbeitrag beim Gericht eingeklagt, entscheidet dieses soweit nötig auch über andere offene Fragen wie die Betreuung des Kindes und den persönlichen Verkehr.
Wenn Sie nun einen genehmigten Unterhaltsvertrag haben, aber die Unterhaltszahlung ausbleibt, d.h. der Unterhaltspflichtige seiner Verpflichtung nicht nachkommt, stehen dem anderen Elternteil verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen sind die Kantone verpflichtet, für die Kinderalimente eine unentgeltliche Inkassohilfe anzubieten und zum anderen bevorschussen alle Kantone die Kinderalimente unter bestimmten Vor­aussetzungen. Sie haben sogar die Möglichkeit, eine sogenannte Schuldneranweisung beim zuständigen Zivilgericht zu beantragen. Bei der Schuldneranweisung wird eine Schuldnerin oder ein Schuldner (meistens die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber) der unterhaltsverpflichteten Person verpflichtet, vom Lohn der unterhaltsverpflichteten Person (Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin) direkt einen Teilbetrag der unterhaltsberechtigten Person zu überweisen. Die Anweisung erfolgt auf entsprechendes Begehren der unterhaltsberechtigten Person beim zuständigen Gericht, wobei die Voraussetzungen hierfür gegeben sein müssen.
Auch haben Sie die Möglichkeit für bereits geschuldete Unterhaltszahlung eine Betreibung beim Betreibungsamt am Wohnsitz des Unterhaltsverpflichteten einzuleiten. Ausserdem besteht die Möglichkeit, gegen den Unterhaltsverpflichteten ein Strafverfahren einzuleiten. Die Vernachlässigung von Unterhaltspflichten ist ein Delikt. Wenn es der Unterhaltsverpflichtete also durch eigenes Verschulden und ohne Unterbruch während einer gewissen Zeit unterlässt, die geschuldeten Beiträge zu bezahlen, obwohl er finanziell in der Lage wäre, können Sie bei der zuständigen Strafverfolgungsbehörde seine Bestrafung beantragen. Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Rechtsgebiet haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

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