Ein Produkt der mobus 200px

Ratgeber

Dipl. iur. Kristina Borisow, juristische Mitarbeiterin
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

CBD-Hanf: Wissenswertes über das legale Cannabis
Hanf-Zigaretten werden immer populärer. Das enthaltene CBD soll entspannen und sogar Schmerzen lindern. Was Sie über das legale Cannabis wissen sollten:  CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. CBD ist ein chemischer Wirkstoff, der in der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis) vorkommt und als pflanzliches oder als weiterverarbeitetes Produkt verkauft wird. Während CBD beruhigt, ist THC ein Rauschmittel. Mit einem Anteil von weniger als einem Prozent THC fällt es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Das reine CBD beeinflusst weder die Wahrnehmung noch die Auffassungsgabe. CBD verursacht keinen Rauschzustand, im Gegenteil: Es hilft, die Wirkung von THC zu dämpfen. Aus gesetzlichen Gründen darf man in der Schweiz für CBD keine signifikanten Heilversprechen abgeben. CBD wird im freien Handel lediglich als Tabakersatz- oder Rohstoff verkauft.

Reines CBD hat laut Experten weder psychische noch physische Folgen. Was jedoch den CBD-Hanf betrifft, wird insbesondere Jugendlichen vom häufigen Konsum abgeraten. Auch wenn ein CBD-Joint nur geringe Mengen THC enthält: Ähnlich wie bei Alkohol kann sich früher, regelmäsiger Konsum ungünstig auf die geistige Entwicklung auswirken. Ausserdem: Wie alle Tabakwaren können auch CBD-Zigaretten nikotinsüchtig machen sowie Lungen- und Herzkreislaufkrankheiten hervorrufen. Da CBD die Schutzfunktion der Plazenta beeinträchtigen kann, sollen Schwangere auf CBD verzichten.

Bisher war für die Unterscheidung von legalem und illegalem Hanf eine teure Laboruntersuchung nötig. Vom Geruch her ist es nämlich nicht möglich CBD-Hanf von Drogenhanf zu unterscheiden. Heutzutage kann die Polizei bei Kontrollen einen Schnelltest durchführen. Liegt der THC-Gehalt unter einem Prozent, erhält man das Gras zurück. Liegt der Wert darüber, wird eine Ordnungsbusse von ca. 100 Franken fällig, allerding erst ab einer mitgeführten Menge von 10 Gramm. Prekär kann es auch für Autofahrer werden, die nach ein paar CBD-Joints am Steuer erwischt werden. Das in CBD-Hanf enthaltene THC kann je nach konsumierter Menge den erlaubten Blut-Grenzwert (1,5 Mikrogramm THC pro Liter Blut) überschreiten und fahruntüchtig machen. Es drohen Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren.

Ab einem Mindestalter von 18 Jahrenkann man CBD-Produkte (u.a. Tees, Pulver, Öle, Pasten oder Joints) im öffentlichen Handel kaufen. Am beliebtesten sind Hanfblüten, welche mit Tabak vermischt geraucht werden. In die Ferien sollte man seine CBD-Produkte besser nicht mitnehmen. In den meisten europäischen Nachbarländern gelten THC-Grenzwerte von 0,3 Prozent. Das kann beim Grenzüberqueren zu einer unangenehmen Überraschung führen. Wer beispielweise in Österreich mit CBD-Zigaretten erwischt wird, riskiert eine Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten. Besonders streng ist die Gesetzgebung in Frankreich, wo die Produktion von CBD-Hanf generell verboten ist. Wird man dort erwischt, muss man mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr und einer Busse von mehreren tausend Franken rechnen.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Eigenmietwert, was ist das und warum gibt’s das?
Es ist die Zeit der Steuererklärungen. Ein Punkt, den ich immer wieder mal erklären muss, ist der Eigenmietwert. «Wieso muss ich Steuern auf einem Einkommen zahlen, das ich gar nie erhalte?» Stellen Sie sich vor, Sie als Liegenschaftseigentümer vermieten Sich selber als Mieter die eigene Liegenschaft. Die Miete, die Sie zahlen, können Sie wie normale Mieter bei den Steuern nirgends in Abzug bringen. Die Miete aber, die Sie erhalten, müssen Sie wie andere Vermieter auch als Einkommen versteuern. Der Effekt ist, dass Sie als Eigenheimbesitzer ein fiktives Einkommen versteuern müssen, den Eigenmietwert.
Wird der Eigenmietwert abgeschafft?
Weil der Eigenmietwert nur ein fiktives Einkommen darstellt, ist er seit Jahren in der Kritik der Hauseigentümer. Es gab auch schon zig Abstimmungen, um den Eigenmietwert abzuschaffen. Bislang ist die Abschaffung aber stets gescheitert. Derzeit wird der nächste Anlauf genommen. Es gibt eine parlamentarische Initiative «Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung» und die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats plädiert für eine Abschaffung des Eigenmietwerts für selbstbenutztes Wohneigentum (Erst-Wohnliegenschaften). Im Gegenzug soll im Grundsatz der Abzug für die werterhaltenden Liegenschaftsunterhaltskosten und auch der Abzug der Schuldzinsen gestrichen werden. In der gegenwärtigen Phase sind noch fünf Varianten mit unterschiedlich restriktiver Begrenzung in der Diskussion. Für Details ist es derzeit demnach noch zu früh.
Steuersystematische Bewertung
Wie im ersten Absatz ausgeführt, wurde die Eigenmietwertbesteuerung eingeführt, um eine steuerliche Benachteiligung der Mieter gegenüber Eigenheimbesitzern zu eliminieren. So gesehen, kann man den Eigenmietwert steuersystematisch begründen. Andererseits ist der Eigenmietwert in dem Sinne dennoch systemfremd, als er die einzige Besteuerung eines fiktiven Einkommens dieser Art ist. Mit dem analogen Argument könnte man auch fordern, dass man z.B. den Mietwert des eigenen Autos besteuern müsste. Ich kaufe mir ein Auto und vermiete es mir fiktiv an mich selber. Ich müsste dann die Einnahmen versteuern, die Auslagen könnte ich aber nicht abziehen. Egal, ob Auto, Mobiliar, Velo…, analog zur Immobilie müsste auch all dies besteuert werden.
Als weitere ‚Verkomplizierung’ nimmt zudem der Wert all dieser gebrauchten Gegenstände über die Jahre ab. Bei Auto, Mobiliar etc ist dies klarer, aber auch ein Haus hat eine begrenzte Lebensdauer. Dieser Wertverlust müsste dann im Gegenzug als Abzug berücksichtigt werden dürfen. Insofern dürfte steuersystematisch, wenn überhaupt, nur die Nutzung des Grund und Bodens (welcher mutmasslich im Wert nicht abnimmt), nicht aber des Hauses selber besteuert werden.
Einfachheit wäre Trumpf
Sie sehen, dass man sich bei steuersystematischer Betrachtung bald in tausend Details verliert. Es gibt fast immer Argumente dafür oder auch dagegen. Es wird keine Lösung geben, welche steuersystematisch alle Vorgaben erfüllt, gewisse Unsauberkeiten ergeben sich immer. Nebst all diesen steuersystematischen Überlegungen erscheint mir deshalb v.a.
wichtig, dass eine künftige Lösung zu einer Vereinfachung der Besteuerung und auch einer erhöhten Akzeptanz bei den Steuerpflichtigen führt. Dies würde mit einer Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung erreicht.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Korrektur der Korrektur
Rund 15 Prozent in zweieinhalb Monaten runter und dann knapp zwei Monate später wieder auf Rekordständen. Wer hätte das gedacht? Die Liquidität bestimmt weiterhin das Marktgeschehen. War noch im letzten Spätherbst die Hauptangst die steigenden Zinsen und ein eskalierender Handelskrieg, scheint das alles nun wieder ganz anders zu sein.
Die Zinsen sind tiefer als vor einem Jahr und all die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten scheinen vergessen zu sein. Wie lange das so weiter gehen kann? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Das Gewinnpotenzial im Verhältnis zum Risiko, welches man eingeht, war auch schon viel besser und ich bleibe zurückhaltend.

Goldminentitel teilweise günstig
Ich gehöre nicht zu den bekennenden Goldfans, die nach dieser langen expansiven Geldschwemme eine massive Goldpreiserhöhung sehen und den Tod des ganzen «Papiergeldes» vorhersagen. Im kleinen Rahmen Edelmetall zu halten, scheint mir aber gar nicht so abwegig. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass viele Goldminentitel recht günstig bewertet sind. Einzeltitel sind aber recht schwierig zu beurteilen. Deshalb empfehle ich in diesem Bereich einen breitdiversifizierten Goldminenfonds (als Beispiel den VanEck Goldminen ETF – Kürzel GDX). Diese sind oft liquide und gut handelbar. Zudem sind die Kosten vernünftig und sie bilden einen breiteren Index nach.

Minuszins: Die Hemmschwelle sinkt
Die Schwelle, bei der Banken ihren Kunden Minuszins verrechnen, kommt ins Rutschen. Waren es bei vielen Banken bis vor kurzem noch 5 Millionen lese ich nun von Schwellen zwischen 2 und 3 Millionen. Die Minuszinsen über diesen Beträgen bewegen sich zwischen 0,8 und 1 %. Erschreckend und beängstigend. Tiefere Limiten verleiten zu «Zwangsinvestitionen». Ob das längerfristig dann nicht neue Probleme schafft? Müssen Pensionskassen bald ihre Kontoguthaben vom Konto abheben und ihre Gelder in Tresoren lagern? Das kann ja kaum das Ziel sein. Auch Verwerfungen in anderen Anlageklassen (Immobilien, Kunst usw.) kann ja auch kaum das Ziel sein. Die Grenze ist kritisch zu verfolgen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Gartenflora und Hautflora
Sie fragen sich nun vielleicht: Was hat denn die Gartenflora mit der Hautflora zu tun?
Lassen Sie mich im Garten beginnen: Die Erde ist nur sehr ungern unbedeckt. Nach dem Umspaten im Garten wachsen auf den offenen Stellen sehr schnell schon Ackerbeikräuter, deren Samen in der Erde geschlummert haben. Sie bedecken die Erde und schützen den Boden so vor Verwitterung. Zu Gärtners Leidwesen wächst meist nicht das Gemüse am schnellsten.
Die effektivste Methode, das Ackerbeikraut (das dann eben zum «Unkraut» geworden ist) in Schach zu halten, ist ein Abdecken der kahlen Erde. Das geht am besten mittels einer Gründüngung, beispielsweise mit Phacelia, Inkarnatklee oder Senfsaat, durch Mulchen (eine dichte Decke aus Blättern, feinem Häcksel, Grünschnitt, Stroh) oder man deckt die Erde mit Folien oder Matten. Jäten ist selbstverständlich auch eine altbewährte Methode, nur wird man dabei nie fertig, denn wo die Erde wieder kahl liegt, ist das Beikraut immer schneller.
Bezeichnenderweise nennen wir den Erdenbewuchs genauso wie unseren Hautbewuchs «Flora». Und hier wechsle ich das Terrain, denn auf unserer Haut verhält es sich sehr ähnlich wie im Garten: Die Haut ist bedeckt mit allerlei Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen, die friedlich zusammen leben. Die Flora auf einer gesunden Haut ist geschlossen. Die Mikroorganismen erzeugen Stoffwechselprodukte, welche für die Eigenschaften der Haut günstig sind und den pH-Wert stabilisieren. Dieses sogenannte «Mikrobiom» trägt wesentlich dazu bei, die Haut und den gesamten Organismus vor eindringenden Krankheitserregern zu schützen.
Wenn nun die Besiedelung durch zu häufiges Waschen mit Seifen, Anwendung von Desinfektionsmitteln oder nach gewissen Antibiotika gestört ist, also die Flora von Haut und Schleimhäuten offene Stellen aufweist, geschieht etwas Ähnliches wie im Garten: Die Aggressiveren nehmen die freien Plätze ein. Beispielsweise Pilze, die natürlich auf der Haut vorkommen, vermehren sich schnell, vergrössern ihr Revier und verursachen eine sogenannte «Pilzinfektion», es juckt stark und das Hautbild ist verändert. Symptome können auftreten beispielsweise im Magen-Darm-
Trakt (empfindliche Schleimhäute, Durchfälle, Blähungen), Vulva und Vagina (jucken, Vaginalschleim ist vermehrt und riecht nach Hefe), Blase (Blasenentzündung) oder auf der Haut (Ekzeme).
Nach diesen Ausführungen versteht es sich, dass die Massnahme der Wahl nicht ein erneutes Bekämpfen der Flora sein kann. Bekämpfen wir mit anti-mykotischen, also pilzwidrigen Mitteln, so hat dies sehr oft Rezidive zur Folge, die Beschwerden kehren nach kurzer Zeit wieder.
Der Symptome auslösende Keim ist also nicht primär böse, sondern angelt sich einfach schneller den freien Platz. Also muss man ihm den Platz streitig machen. Bei einer «Pilzinfektion» wird also die Flora mittels Bakterien aufgebaut und der pH-Wert so verändert, dass sich die Pilze nicht weiter entfalten können. Zusätzlich ist es je nach Beschwerdebild sinnvoll, die Ernährung umzustellen und die Haut mit Ölen zu pflegen. Ähnlich geht man vor bei bakteriellen Infektionen.
Die am einfachsten zu beschaffenden hautfreundlichen Bakterien zur Besiedelung der Schleimhäute sind die Milchsäurebakterien. Sie sind enthalten in Sauerkraut, milchsauer eingemachtem Gemüse und Joghurt. Die Milchsäurebakterien schliessen vorübergehend die nicht besiedelten Stellen und setzen den pH-Wert der Haut herunter, damit sich diese Keime auch wohl fühlen.
Nun wünsche ich gute Besiedelung für Haut und Garten.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
Tel.  +41 (0)61 511 09 95 +41 (0)76 325 09 95
Fax +41 (0)61 511 09 96

Zivilforderungen im Strafverfahren
Mit Zivilansprüchen in einem Strafverfahren sind Schadenersatz und Genugtuung gemeint. Das heisst die Strafuntersuchungsbehörden geben Ihnen die Möglichkeit, den ungedeckten Schaden, den Sie durch eine Straftat zu Ihrem Nachteil erlitten haben, im Strafverfahren geltend zu machen. Eine durch eine Straftat geschädigte Person kann also im Rahmen des Strafverfahrens zivilrechtliche Ansprüche (Genugtuung und Schadensersatz) gegen den Täter geltend machen, die als Folge der Straftat entstanden sind. Dies ist die sog. Adhäsionsklage (lateinisch adhaesio, «das Anhaften»). Wie schon der Begriff Adhäsionsprozess besagt, wird dabei dem Strafprozess ein sich auf den gleichen Sachverhalt beziehender Zivilprozess quasi angehängt. Der Grundgedanke dabei ist, dass in der gleichen Angelegenheit nicht zwei Prozesse geführt werden müssen und deshalb die Möglichkeit besteht, Zivilforderungen im Strafverfahren mitzubehandeln. Vermieden werden sollen dadurch einander widersprechende Urteile sowie die doppelte Belastung zweier Verfahren für die geschädigte Person.
Somit stellt das Adhäsionsverfahren für die von der Straftat betroffene Person eine im Vergleich zum ordentlichen Zivilverfahren einfachere Variante dar, rasch und günstig zu einem vollstreckbaren Titel gegen den Täter zu gelangen, da die Prozesskosten eines solchen Verfahrens nicht vorgeschossen werden müssen und auch der Sachverhalt vom Gericht von Amtes wegen festgestellt wird. Dies ist eine grundlegende Unterscheidung zum Zivilprozess, wo die jeweilige Partei letztlich den Prozess selber betreiben muss. Das heisst, dass die sog. Untersuchungsmaxime die Strafverfolgungsbehörden verpflichtet, von Amtes wegen die Beweiserhebung auf alle Tatsachen auszudehnen, die für die gerichtliche Beurteilung von Bedeutung sein können. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass die geschädigte Person einen Anspruch auf Zulassung als Klägerin im Strafprozess hat. Die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, den Geschädigten auf dieses Recht aufmerksam zu machen. Der Geschädigte muss hingegen ausdrücklich erklären, dass er Klägerstellung im Verfahren erhalten und sich am Strafverfahren beteiligen will.
Das mit der Strafsache befasste Gericht entscheidet über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es die beschuldigte Person schuldig spricht und die Zivilklage hinreichend begründet und beziffert wurde. Ein Entscheid, welcher die Forderung schützt oder abweist, ergeht auch bei einem allfälligen Freispruch, wenn der Sachverhalt spruchreif ist, das heisst die Voraussetzungen der Haftung in liquider Weise als erfüllt oder als nicht erfüllt eingestuft werden. Des Weitern kann das Gericht in Fällen, in welchen die genaue Schadenshöhe und damit die genaue Höhe der Zivilforderung zum Zeitpunkt des Urteils noch nicht oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand nachgewiesen werden kann, einen Entscheid lediglich im Grundsatz fällen, das heisst im Entscheid feststellen, dass die Voraussetzungen der Haftpflicht des Täters grundsätzlich gegeben sind und die Forderung zur Ermittlung des genauen Betrages in den Zivilprozess verweisen.
Wird die Strafverfolgung hingegen eingestellt oder nicht an Hand genommen, so werden die Zivilforderungen auf den Zivilprozessweg verwiesen. Die Privatklägerschaft hat dann in Wahrung der Rechtshängigkeit eine Frist von einem Monat, die Zivilklage neu beim zuständigen Zivilgericht anzubringen. Ansonsten geht zwar nicht der Rechtsanspruch aber die Rechtshängigkeit verloren.
Wird das Strafverfahren durch Strafbefehl der Staatsanwaltschaft abgeschlossen, erfolgt lediglich die Verweisung in den Zivilprozess. Einzig wenn die Zivilforderung vom Beschuldigten anerkannt wird, kann sie im Sinne der Vormerkung Eingang in das Dispositiv des Strafbefehls finden.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinderkrankheiten: Ringelröteln

Ringelröteln oder lateinisch Erythema infectiosa ist eine Virus-Erkrankung. Sie tritt hauptsächlich bei Kindern im Alter zwischen 5 und 15 Jahren auf. Es handelt sich um eine eigentlich harmlose Erkrankung, mit mildem Beschwerdebild. Der deutsche Name kommt von der früheren, falschen Annahme, es handle sich um eine atypisch verlaufende Röteln-Erkrankung. Geschichtlich gesehen, ist diese Krankheit auch unter «fünfte Kinderkrankheit» oder unter Ohrfeigen-Krankheit bekannt. Der erste Name stammt aus England: Kinder-Ärzte haben versucht die Kinderkrankheiten mit einem Ausschlag voneinander abzugrenzen und haben sie nummeriert. Der zweite Name «beschreibt» ein Symptom. Die erkrankten Kinder haben intensiv gerötete und leicht geschwollene Wangen, oft mit einer «schmetterlings»-artigen Aussparung um den Mund.

Ursache:
Der Auslöser ist das humane (nur den Menschen befallende) Parvovirus B19 (HPV-B19). Die Ansteckung erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion. Damit ist sie sehr ansteckend und befällt meist epidemieartig unsere Kinder. Diese Wellen beobachtet man vor allem in den Winter- und Frühlingsmonaten. Eine andere Möglichkeit betrifft die seltenere fäko-oral-Kontamination (verschmutzte Gegenstände oder Hände), über infiziertes Blut oder während einer Schwangerschaft kann auch das werdende Kind befallen werden. Das Virus benutzt zu seiner Vermehrung hautpsächlich Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen im Knochenmark. Damit erklärt sich auch sein Gefahrenpotenzial bei den Ungeborenen und bei immun-supprimierten Patienten. Auch Menschen mit Sichelzellen-Anämie können vermehrt Probleme während einer Erkrankung erleiden.

Symptome:
Der typische Hautausschlag beginnt meist im Gesicht (siehe oben). In den folgenden Tagen treten üblicherweise an den Schultern, Oberarmen, Oberschenkeln und Gesäss teilweise erhabene Flecken auf, die dazu neigen, zusammenzufliessen und in der Mitte zu verblassen. Dadurch entstehen charakteristische girlandenartige Muster. Diese Hauterscheinungen können wechselhaft und flüchtig sein, oder aber auch bis zu 7 Wochen andauern. Das Allgemeinbefinden ist dabei in der Regel nur wenig beeinträchtigt. Es können Fieber, Frösteln, Muskeln- und Gelenkschmerzen, Juckreiz und Erbrechen auftreten, meist in ganz milder Form.

Komplikationen:
Eigentlich keine, in der Regel muss nicht behandelt werden. Die Haut ist nach der Erkrankung trocken und sollte gut gepflegt werden (mit fettreichen Lotionen oder Ölbädern). Nur während einer Schwangerschaft kann das Virus eine Bedrohung für das werdende Kind sein. Bei einem Drittel der erkrankten Schwangeren kann es über die Plazenta die blut-bildenden Zellen des Kindes befallen und im schlimmsten Fall zerstören. Frauen mit Verdacht auf eine mögliche Erkrankung sollten das ihrer Frauenärztin/ihrem Frauenarzt mitteilen, dass er/sie über vermehrte Ultraschalluntersuchung die Entwicklung des Ungeborenen genauer verfolgt. Gegenwärtig gibt es keine Hinweise auf eine vermehrte Fehl- oder Missbildung durch das Parvovirus-B19.

Therapie:
Wie bereits geschrieben, ist eigentlich keine spezifische Therapie notwendig, je nach Situation können die Symptome durch geeignete Massnahmen vermindert werden. Bei einer vorhandenen Immunschwäche können spezielle Medikamente (Immunoglobuline) eingesetzt werden.

Dauer der Ansteckfähigkeit, Isolierung:
Die Ansteckungsgefahr ist in den ersten 4-10 Tagen nach der Infektion am grössten. Da aber ab dem Auftreten des Ausschlages keine Ansteckung mehr erfolgt, (normalerweise erkennt man daran die Erkrankung), ist ein Isolieren oder Fernhalten von Kita, Kindergarten oder Schule nicht nötig.

Vorbeugung:
Es gibt keine Impfung. Die oben angesprochenen Risiko-Gruppen müssen neben einer gründlichen Händedesinfektion Erkrankte meiden. Nach einer durchgemachten Erkrankung geht man von einer lebenslangen Immunität aus.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Fricktaler Immobilienmarkt nach wie vor gut
Der lokale Immobilienmarkt präsentiert sich nach wie vor gut. Gute Angebote werden zu erfreulichen Preisen nachgefragt. Einzig der Markt für Mietwohnungen hat sich in den letzten 1 – 2 Jahren etwas abgeschwächt. Hier wurde das Angebot in den letzten Jahren massiv ausgeweitet und die Nachfrage ist nicht im gleichen Umfang gestiegen. Die Vermarktungszeit und die Leerstände steigen etwas an.
Grosse Verwerfungen sehen wir aber bis jetzt nicht. Der Kaufbereich ist heterogen. Gesuchte Objekte in bevorzugten Gemeinden erzielen nach wie vor Spitzenpreise. In einigen Dörfern oder Quartieren ist die Nachfrage immer noch grösser als das Angebot. Wenig gesuchte Objekte haben es weiterhin schwer. Oft sind genau solche Objekte nur mit einer längeren Vermarktungsdauer und preislicher Flexibilität zu verkaufen. In der längeren Rückwärtsbetrachtung ist der Markt aber viel flüssiger geworden. Wenn es finanziell möglich ist, werden Wohnsituationen veränderten Lebensphasen angepasst. Das Verharren um jeden Preis in einem Eigenheim bis zum Tod ist heute kaum mehr eine Option. Das führt zu mehr Immobilientransaktionen und Immobilien werden im Schnitt besser handelbar. Wo lauern dann mögliche Gefahren? Einerseits bei massiv steigenden Zinsen (siehe nächster Abschnitt). Noch viel wichtiger sind aber die wirtschaftliche Lage und die Arbeitsplatzsicherheit. Kommt Angst vor einem Jobverlust auf, dann werden alle grossen Investitionen zurückgestellt und man wartet mal ab. Hier müssen wir uns im Fricktal über ein Klumpenrisiko bewusst sein. Chemie- und Pharmaindustrie haben in den letzten 60 Jahren für einen Aufschwung gesorgt und unsere Region attraktiver gemacht. Würden hier massiv Arbeitsplätze wegfallen, würde der Immobilienmarkt schnell aus dem Lot kommen. Das ist kurzfristig eher unwahrscheinlich. Trotzdem muss das Gesamtpaket für die Firmen attraktiv bleiben. Das ist eine grosse und vielseitige Herausforderung.

Hypozinsen (wieder) im Keller
Letztes Jahr erhöhte die amerikanische Zentralbank ihre Leitzinsen mehrmals und auch bei uns meinte man, die extrem tiefen Zinsen würden sich ganz langsam verabschieden. Ende Jahr kam dann wieder Unsicherheit auf und die Zinsen kamen prompt wieder unter Druck. Längere Hypotheken wurden dadurch auch wieder extrem günstig. Wie lange dies anhält? Ich wage keine Prognose mehr. Fast gratis Geld ausleihen zu können, verursacht längerfristig falsche Anreize und Fehlinvestitionen. Irgendeinmal wird das Konsequenzen haben. Wann und wie stark? Auch das kann niemand definitiv beantworten. Die Immobilienbesitzer dürfen sich freuen. Die Tiefzinsphase wird nochmals verlängert. Auch wenn es kaum mehr jemand glaubt: Auch diese Phase wird einmal vorbei sein.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Dipl. iur. Kristina Borisow, juristische Mitarbeiterin
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Parkieren auf fremdem Privatgrund
Jeder Besitzer eines Parkplatzes, sei es als Grundeigentümer, Dienstbarkeitsberechtigter oder Mieter, kann sich wehren, sollte sein Parkplatz durch einen Parksünder besetzt worden sein. Denn die Polizei ist nicht befugt, in so einem Fall auf Privatgrundstücken einzugreifen. Das Abstellen von Fahrzeugen auf privatem Grund stellt ohne Einwilligung des Besitzers immer verbotene Eigenmacht dar. Selbst wenn der Eigentümer ohne Einwilligung den Parkplatz des Mieters besetzt. Der Besitzer darf in so einem Fall zur Selbsthilfe greifen. Das Gesetz verlangt ein sofortiges und verhältnismässiges Vorgehen. Unter gewissen Umständen könnte es geboten sein, den Fahrzeugführer zuerst zu kontaktieren, wenn man beispielsweise momentan selbst gar nicht auf den Parkplatz angewiesen ist und der Parksünder bekannt ist oder leicht ausfindig gemacht werden kann.
Eine Möglichkeit der Selbsthilfe ist, das Auto abschleppen zu lassen. Allerdings könnte man dann auf den Abschlepp- und Aufbewahrungskosten sitzen bleiben, da diese in erster Linie der Besitzer (als Vertragspartner der Abschleppfirma) zu tragen hat. Die Kosten können zwar im Nachhinein gegenüber dem Parksünder geltend gemacht werden, dies privat oder auf dem gerichtlichen Weg. Falls der Parksünder aber nicht bezahlt oder das Gericht entscheidet, dass der Besitzer voreilig und unverhältnismässig gehandelt hat, bleibt dieser auf den Kosten sitzen.
Keinesfalls ist zu empfehlen, den Falschparker mit dem eigenen Auto zuzuparken, sodass er nicht mehr wegfahren kann. Für dieses Verhalten riskiert man eine Strafanzeige wegen Nötigung.
Das Parken des Falschparkers auf dem Privatparkplatz stellt zivilrechtlich einen Besitzentzug des Parkplatzbesitzers dar. Wird nur einer von mehreren vorhandenen Parkplätzen des Besitzers besetzt, so handelt es sich um eine Besitzstörung. Eine Klage auf Beseitigung der Besitzstörung bzw. -entziehung ist nur zulässig, wenn der Zustand noch andauert, also nur dann, wenn sich das fremde Auto noch auf dem Parkplatz befindet. Eine Klage auf künftige Unterlassung der Besitzstörung bzw. -entziehung käme aber in Betracht, wenn ein chronischer Falschparker regelmässig den Parkplatz besetzt und ein solches Verhalten künftig auch zu erwarten ist.
Die effektivste Methode wäre jedoch präventiv für die Zukunft vorzusorgen, damit es gar nicht erst zu solch unerwünschtem Fremdparkieren auf dem eigenen Parkplatz kommt. Neben Absperrvorrichtungen wie Ketten, einem Seil oder einem Pfosten, besteht die Möglichkeit eines gerichtlichen Verbots. Das gerichtliche Verbot stellt eine Verfügung gegen die Allgemeinheit dar und bezieht sich auf ein konkretes Grundstück, künftige Besitzstörungen zu unterlassen. Der Eigentümer bzw. Dienstbarkeitsberechtigte kann ein schriftliches Gesuch mitsamt eines Grundbuchauszugs beim zuständigen Gericht einreichen und darin die bestehende oder drohende Störung dokumentieren. Die Kosten für das Verfahren und der öffentlichen Bekanntmachung muss der Gesuchsteller tragen. Mieter bzw. Pächter eines Parkplatzes können über den Eigentümer bzw. Dienstbarkeitsberechtigten das gerichtliche Verbot erlangen. Nach Bewilligung des gerichtlichen Verbots und der Anbringung einer gut sichtbaren Verbotstafel am Parkplatz kann gegen den Falschparker bei der zuständigen Behörde eine Anzeige erstattet und eine Busse von bis zu CHF 2000 erwirkt werden.
Fazit: Ein überstürztes Abschleppen des Falschparkers kann mit unangenehmen Folgen und Kosten verbunden sein. Bei chronischer Belagerung des Parkplatzes kann sich das rechtliche Vorgehen, bspw. durch ein gerichtliches Verbot, anbieten. So oder so sollte man in solchen Situationen ruhig bleiben, nichts überstürzen und nach gesundem Menschenverstand handeln.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinderkrankheiten: Keuchhusten

Keuchhusten ist eine hochansteckende, via «Tröpfchen» übertragbare, bakterielle Erkrankung, die vor allem für Säuglinge gefährlich werden kann. Der Erreger heisst Bordetella pertussis, seltener kommt Bordetella parapertussis als Krankheitsauslöser in Frage. Leider nimmt die langwierige Atemwegserkrankung seit 2010 wieder stark zu. Sie ist meldepflichtig.

Ursache:
Der Erreger ist ein Stäbchenbakterium. Es produziert Proteine, besonders ein Toxin, das für die Krankheits-Symptome verantwortlich ist. Dieses ermöglicht dem Erreger, sich gut an die Schleimhäute anzuheften und dann zu vermehren. Auch wenn nur in weniger als einem Fünftel der Infizierten das klassische Bild der Keuchhusten-Erkrankung auftritt, sind doch die Komplikationen gefürchtet und die Gruppe der Jüngsten (Säuglinge) stark gefährdet.
40% der Infektionen verlaufen stumm (die Infizierten sind nicht krank) und weitere 40% haben eine «einfache akute Bronchitis».

Symptome:
Die Krankheit verläuft klassischerweise in 3 Stadien:
• Stadium catarrhale; nach einer Inkubationszeit (die Zeit nach der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) von 7 bis 14 (bis 21) Tagen haben die Erkrankten grippeähnliche Beschwerden mit leichtem Fieber, Schnupfen und trockenem Reizhusten. In dieser Phase ist die Ansteckungsgefahr am grössten. Dieses Stadium dauert 1 bis 2 Wochen.
• Stadium convulsivum; erst jetzt treten die typischen, plötzlich einsetzenden stakkato artigen Hustenattacken mit ausgestreckter Zunge auf! Das anschliessende Einatmen klingt «juchzend». Während dieser Hustenanfälle wird häufig glasiger Schleim hochgewürgt, auch Erbrechen kommt vor. Sie können zahlreich sein und kommen gehäuft in der Nacht vor. Dieses Stadium dauert ca. 2 bis 6 Wochen.
• Stadium decrementi; jetzt nimmt die Zahl der Hustenanfälle langsam ab, auch die Schwere wird weniger. Diese Phase dauert nochmals 6 bis 10 Wochen.
Aufgrund der sehr langen Krankheitsdauer wird der Keuchhusten auch 100-Tage-Husten genannt.
Es kommen aber auch atypische Verläufe vor: bei Säuglingen unter 6 Monaten verläuft das 2. Stadium noch nicht mit den typischen Hustenanfällen, stattdessen kommt es zu den gefürchteten Atemstillständen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt oft nur der trockene Husten als Symptom vor.

Komplikationen:
Lungenentzündungen (15-20%) sind die häufigsten Komplikationen, gefolgt von Mittelohrentzündungen, die durch eine Zweitinfektion verursacht werden. Auch Krampfanfälle können vorkommen. Leider kommt es auch in seltenen Fällen zu einer Gehirnerkrankung, mit oft dauerhaftem Schaden. Einer von 1000 Patienten stirbt an der Erkrankung, meist junge Säuglinge!!!
(Gemäss Infovac sterben 1 von 100 bis 200 erkrankten Säuglingen; so geschehen im Oktober 2015 in Genf; im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 46 Kinder wegen bestätigtem Keuchhusten hospitalisiert, 2014 waren es 33 und 2015 25 Kinder.)

Therapie:
Wie oben beschrieben, ist die Diagnose nicht einfach zu stellen, und leider wirkt eine Therapie nur wirklich gut, wenn sie im 1. Stadium erfolgt. (Es werden Antibiotika gegeben je nach Wirkstoff während 2-5 Tagen oder 7-14 Tagen.)
Auch pflanzliche Wirkstoffe in Form von Sirupen, Tees oder Lutschtabletten können helfen. Es handelt sich dabei um sogenannte Schleimdrogen (Eibisch, Huflattich, Isländisch Moos, Königskerze, Lindenblüten, Malve und Spitzwegerich). Sie wirken entzündungshemmend und unterdrücken den Hustenreiz. Das geschieht, in dem sie die Selbstregulation der Rachenschleimhaut unterstützen und einen «Film» auf die gereizte Schleimhaut legen. Auch Gemmo-Präparate (Pflanzenauszüge aus Knospen) helfen gegen den Hustenreiz.
Weitere wichtige Allgemein-Massnahmen sind: eine reizarme Umgebung (meiden von Zigaretten-Rauch, staubhaltiger Luft), reichliche Flüssigkeitszufuhr, i.e. häufiges schluckweises Trinken, und häufige kleine Mahlzeiten.
Dauer der Ansteckfähigkeit, Isolierung:
Auch 5 Tage nach Beginn der antibiotischen Therapie sind die Patienten noch ansteckungsfähig und sollten/müssen für diesen Zeitraum isoliert werden. Ohne entsprechende Behandlung bleibt die Ansteckfähigkeit bis zu 3 Wochen nach dem 2. Stadium bestehen. Diese Patienten dürfen frühestens 3 Wochen nach Erkrankungsbeginn wieder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen! Eventuell müssen Erregernachweise vorgelegt werden.

Vorbeugung:
Impfen! Es werden «azelluläre» Impfstoffe verwendet, d.h. es werden nur noch jene Bestandteile des Erregers verwendet, die eine Immunantwort des Geimpften hervorrufen. Es gibt keinen Impfstoff für Keuchhusten alleine, es wird immer in Kombination mit z.B. Wundstarrkrampf, Diphterie und/oder Kinderlähmung geimpft.
Impfschema:
Säuglinge werden im Alter von 2, 4 und 6 Monaten geimpft. (Säuglinge, die in einem Alter vor 5 Monaten in eine Krippe gehen, sollten im Alter von 2, 3 und 4 Monaten eine Impfung erhalten. Dieses Schema wird auch für Frühgeborene empfohlen und aktuell für alle überdacht).
Kinder: im Alter von 15 und 24 Monaten, danach zwischen 4 und 7 Jahren; Jugendliche zwischen 11 bis 14/15 Jahren und junge Erwachsene zwischen 25 und 29 Jahren, besonders Eltern oder zukünftige Eltern; schwangere Frauen idealerweise im 2. Drittel ihrer Schwangerschaft; Erwachsene mit regelmässigem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten zum Bsp. Grosseltern, die Enkelkinder hüten!

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch


Aktienmärkte unsicher

Das Aktienjahr hatte turbulent (nach oben) gestartet und schliesst leicht stürmisch (nach unten). Unsere Kunden haben die schwierigen Märkte bis jetzt sehr gut überstanden, das vor allem dank unserer vorsichtigen Anlagepolitik. Sind wir nun in einem Bärenmarkt und was werden Aktien im 2019 machen? Einmal mehr: Sichere Prognosen sind bei Finanzanlagen nicht möglich. Schon länger (viel zu früh) habe ich auf die doch hohen Bewertungen vieler Aktien und auch anderen Vermögenswerten hingewiesen. Das Gesetz der Schwerkraft gilt früher oder später immer wieder. Nichts hebt für ewig ab. Die enormen Geldmengen der Zentralbanken und die daraus resultierenden künstlich historisch tiefen Zinsen haben extremen Rückenwind verursacht. Eine natürliche Vorsicht ist einer gewissen Euphorie gewichen. Der Anlagenotstand hat dazu geführt, dass immer mehr Geld in die Aktienmärkte geflossen ist. Geht die Korrektur weiter oder beruhigt sich die Lage bald? Ich persönlich bleibe für die nächsten Monate weiterhin vorsichtig. Natürlich sind einige Anlagen nun günstiger geworden, Schnäppchen sehe ich aber bis jetzt nur ganz vereinzelt. Korrekturen nach Übertreibungen dauern oft länger als man gerne hätte. Meine Vorsicht hat aber nichts mit Angst über das Finanzsystem oder gegenüber Aktien zu tun. Ich bleibe überzeugt, dass erstklassige Firmen längerfristig eine sehr gute Anlage sind. Das richtige Timing eines Kaufes (oder auch eines Verkaufes) ist aber ex­trem schwierig. Persönlich kaufe ich lieber, wenn viele sehr vorsichtig sind und verkaufe, wenn die Sonne hell scheint. Gegen den Trend zu handeln, ist aber oft mühsam und braucht viel Geduld und manchmal auch Nerven.

Soll man in Bankaktien investieren?
Die Performance der Schweizer Grossbanken und vieler europäischen Banken ist eine grosse Enttäuschung. Während das Management mit Boni kräftig zugelangt hat, wurden die Aktionäre mit massiven Kursverlusten «entschädigt». Die Bankaktien sehen im Moment recht günstig aus und sie locken zur Investition.
Ein langanhaltender Vertrauensverlust, Angst vor einer neuen Schuldenkrise sowie Probleme in Italien und dem Brexit verunsichern die Anleger. Aus antizyklischer Sicht reizt ein Kauf. Leider hat sich die Mentalität beim obersten Management betreffend den Entschädigungen nicht oder noch nicht nachhaltig geändert. So lange dies so bleibt, kann ich Bankaktien nicht mit gutem Gewissen empfehlen. Gegen kleine Zukäufe in Schwächephasen hätte ich aber wenige Einwände.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2019!

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Ute Brodmann
Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Weihnachtsgeschenke selbstgemacht
Nächste Woche ist Weihnachten. Die Zeit ist dieses Jahr mal wieder wie im Flug vergangen und es bleiben nur noch wenige Tage. Haben Sie Ihre Weihnachtsgeschenke schon beisammen oder sind Sie ein
last-minute-Einkäufer? Falls Ihnen noch eine Idee fehlt, habe ich hier ein paar schnelle Tipps für selbstgemachte kulinarische Genüsse. So lässt sich zum Beispiel Marzipan ganz einfach selber herstellen, ohne Konservierungsstoffe und sonstige unerwünschte Zutaten. Wenn Sie jetzt sagen, Marzipan mag ich nicht, wagen Sie einen Versuch. Das Selbstgemachte ist mit dem Gekauften nicht zu vergleichen. Das geht so: 200g Mandeln (mit brauner Haut) mit heissem Wasser übergiessen. Nach einer Weile hat sich die Haut gelöst und lässt sich leicht abziehen. Die Mandeln häuten und mit einem Mixer oder einer Küchenmaschine fein mahlen. 100 g Zucker (ich nehme Vollrohrzucker, es geht aber auch mit Puderzucker) und 3 El Rosenwasser dazugeben. So lange mixen, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Diese für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Aus der Marzipanmasse kann man Pralinen herstellen (Kugeln formen, mit Schokolade überziehen und mit einer halben Walnuss verzieren) oder auch beliebige Formen herstellen. Man kann sie auch zum Überziehen von Kuchen verwenden oder in aufgeschnittene Datteln füllen. Datteln kann man auch mit halbierten Walnüssen füllen. Wer mag, taucht sie noch kurz in geschmolzene Schokolade. Jetzt fehlt nur noch eine hübsche Verpackung und fertig ist das last- minute-Geschenk. Natürlich können Sie sich diese Leckerbissen auch selber schenken. Und hier noch ein Tipp für diejenigen, die zwar Schokolade mögen aber wegen der vielen Kalorien darauf verzichten: Es gibt Schokoladentee aus Kakaoschalen, der schmeckt wie Schokolade, hat aber fast keine Kalorien und wärmt erst noch den Bauch. Für die Nase gibt es Kakao als ätherisches Öl. Einfach in die Duftlampe geben und in Schoggi schwelgen. Wer es lieber herzhaft mag: aus Gemüse und Früchten lassen sich ganz schnell Chutneys, Kompotte, Pesto oder Sossen herstellen. Ein Chutney aus zum Beispiel Äpfeln, Kürbis, Zwiebeln und Curry schmeckt gut zu Fleisch oder Fisch. Heiss in saubere Gläser abgefüllt, hält es sich einige Wochen. Pesto kann man nicht nur aus Basilikum machen, sondern auch aus getrockneten Tomaten, Pilzen oder Oliven. Sie schmecken zu Teigwaren oder Reis aber auch als Brotaufstrich. Für einen kleinen Weihnachts-Apéro sind sie ideal mit Kräckern oder selbstgebackenem Knäckebrot. Dazu vermischt man 250 g Kichererbsenmehl, 1 El Flohsamenschalen oder –mehl, 1 Prise Paprikapulver, 50 g gehackte Mandeln, 1 El Mohnsamen, 1 El Sesamsamen, 3 El Sonnenblumenkerne, 3 EL Olivenöl, etwas Pfeffer und Curry und 1 Tl Salz mit Wasser bis ein streichfähiger Teig entsteht. Teig auf ein Backblech streichen (ca. 5mm dick) und mit einem Messer Stücke einschneiden. 15-20 Minuten bei 200 Grad backen, etwas abkühlen lassen und dann auseinanderbrechen.
Oder verschenken Sie eine individuelle Müesli-Mischung aus Haferflocken, Pinienkernen, Sonnenblumenkernen, Sesam, Kokosschnitzen, Rosinen, Nüssen oder Mandeln und, und, und. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Denken Sie daran, die Produkte mit dem Herstellungsdatum und Aufbewahrungshinweisen zu beschriften, besonders wenn Sie sie verschenken wollen.
Dies ist mein letzter Ratgeber Ernährung. Ich blicke auf zehn Ratgeberjahre zurück und danke Ihnen für die vielen positiven Rückmeldungen und Anregungen. Selbstverständlich bin ich auch weiterhin für Sie da für Fragen oder Vorträge zum Thema Ernährung. Ich wünsche Ihnen geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

*****

Vielen Dank
Am 23. April 2009 erschien der erste Ratgeber Ernährung von Ute Brodmann aus Zeihen in unserer Zeitung. Seither hat die Ernährungsberaterin unseren Leserinnen und Lesern alle vier bzw. fünf Wochen wertvolle Tipps rund um das wichtige Thema gesunde Ernährung serviert. Ein Thema, das massgeblich zum Wohlbefinden eines jeden Einzelnen beträgt und das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung und Beachtung gewonnen hat.
Wir bedauern sehr, dass Ute Brodmann mit der heutigen Ausgabe ihre Ratgebertätigkeit beendet, haben dafür aber natürlich auch Verständnis. Für ihre wertvolle Ratgebertätigkeit in den vergangenen zehn Jahren danken wir Ute Brodmann ganz herzlich.
Verlag und Redaktion fricktal.info

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben schreiben Sie bitte an oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen, oder besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Unterkategorien

Suchen

Inserat-Karussell

  • 240542B.jpg
    www.danielauto.ch    info@danielauto.ch
  • 241187H.jpg
    www.schwarbreisen.ch    info@schwarbreisen.ch
  • 241136A.jpg
    www.fricktal.info    ruedi.moser@mobus.ch
  • 240703B.jpg
    www.schaeuble-gmbh.de    info@schaeuble.eu
  • 241693A.jpg
      s.deckers-figiel@hin.ch
  • 242005A.jpg
    www.rs-elektro.ch    kontakt@rs-elektro.ch
  • 241915A.jpg
  • 240241A.jpg
    www.maya-umzuege.ch    info@maya-umzuege.ch
  • 242001A.jpg
    www.jurapark-aargau.ch    info@jurapark-aargau.ch
  • 240681A.jpg
    www.bustelbach.ch    info@bustelbach.ch
  • 240511H.jpg
    www.ankli-haustechnik.ch    info@ankli-haustechnik.ch
  • 242054A.jpg
    www.remax-frick.ch    info@remax-frick.ch
  • 241786B.jpg
    www.fricktal.info    ruedi.moser@mobus.ch
  • 242063A.jpg
  • 241999A.jpg
  • 241866A.jpg
      aebischer.marc3@bluewin.ch
  • 240845E.jpg
    www.curadomizil.ch    info@curadomizil.ch
  • 240446P.jpg
    www.winter-transport.ch    info@winter-transport.ch
  • 242064A.jpg
      mueller.bitter@bluewin.ch
  • 242048A.jpg
      coiffeursalon-kathrin@breitband.ch
  • 241079A.jpg
      info@schilling-schreinerei.ch
  • 241845A.jpg
    www.schweizer-reinigung.ch    ch.schweizer@schweizer-reinigung.ch
  • 241593A.jpg
    www.erne.ch    info@erne.ch
  • 241674A.jpg
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an