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Scientolog in Rheinfelden. Foto: zVg

Von Beat Künzi & Yolanda Sandoval Künzi, Mitglieder der «Freie Anti-SC Aktivisten», Rünenberg BL

Kennen Sie den bekannten Satz «Houston, Houston, wir haben ein Problem!»? Genau so ist die Situation in Rheinfelden betreffend der fundamentalistischen Organisation Scientology, die Familien und Menschen zerstört. Wir, die Freien Anti-Scientology-Aktivisten, haben mit lediglich zwei stillen Einsätzen im März 2021 und mit den Rheinfeldern zusammen sehr viel erreicht.
Per Einschreiben hat uns der Rheinfelder Gemeinderat seinen Beschluss vom 31. Mai 2021 mitgeteilt, welcher klar besagt, dass Scientology etliche Auflagen einhalten muss, u.a. dass sie nur noch alle zwei Monate, nur mit einem auf allen vier Seiten angeschriebenen Stand und nur mit Namensschildern auftreten darf. Scientology war jedoch bereits am 22. Mai 2021 vor Ort und ebenfalls am 26. Juni 2021. Und es kommt noch dicker: Die Regionalpolizei hat uns schriftlich bestätigt, dass Scientology auch Ende Juli 2021 im beschaulichen Städtli Anwerbeversuche starten wird. Man rechne: Statt einmal alle zwei Monate darf Scientology entgegen des politisch verfassten Beschlusses sogar drei Mal (!) hintereinander in Rheinfelden sein! Und die Scientologen haben sich natürlich nicht an die verschärften Auflagen gehalten!
Wir stellen uns folgende Fragen:
Was genau läuft falsch auf politischer Ebene in Rheinfelden? Wer vom Gemeinderat legt den Scientologen den «roten Teppich» aus? Warum hält sich der Gemeinderat nicht an den von ihm gefassten Beschluss? Was zieht dies für rechtliche und politische Konsequenzen nach sich? Gefällt den Rheinfeldern das «sympathische» Vorgehen der Politiker? Was kann unternommen werden, dass sich Politiker an ihre eigenen, versprochenen Worte halten?
Auf der Homepage von AGSD, AufklärungsGemeinschaft Scientology und Diantik, wird in einem Interview gefragt: «Weshalb führen Sie Sektenberatungen durch? Weil es andere nicht machen. Weil Politiker gegen diese Wirtschaftssekten, denen es nur um Macht und Geld geht, nichts unternehmen, da sie Angst davor haben. Scientology ist eine sehr aggressive, wirtschaftskriminelle Vereinigung, die politisch aktiv bekämpft werden sollte».
Wer von den Gemeinderäten hat also angeblich Angst vor Scientology und wie erklären die Gemeinderäte den Bruch des Beschlusses? Und auf welche gesetzliche Grundlagen beziehen sie sich?
Selbstverständlich haben wir die Politiker und die Regionalpolizei schriftlich darauf aufmerksam gemacht, dass sich Scientology höchstwahrscheinlich nicht an die verschärften Auflagen halten wird und dass es notwendig sein wird, Kontrollen durchzuführen. Auch dies wurde nicht gemacht. Anbei deshalb ein Leserfoto, auf welchem ersichtlich ist, dass der Stand nicht auf allen vier Seiten angeschrieben ist und es sind ebenfalls keine Namensschilder ersichtlich, die vom Gemeinderat klar vorgeschrieben wuden.
Wir sind sprachlos ob diesen «Ungereimtheiten» auf politischer Ebene, und wir erwarten eine öffentliche Antwort/Stellungnahme des Rheinfelder Gemeinderates.

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