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Von Dieter Deiss, Laufenburg

«De Gschwender esch de schnäller», heisst das Motto bei der Covid-19-Impfung im Kanton Aargau. Da wundert man sich dann, wenn bei der Bekanntgabe des ersten Impftermins Telefonanschlüsse zusammenbrechen und das EDV-System ins Stocken gerät. Es ist schlichtweg unverständlich, dass man diese Impfaktion derart dilettantisch aufgleist. Zudem ist es eine Zumutung an die Impfwilligen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil man sich beim Kanton ja längst auf den Tag des Impfstarts hätte vorbereiten können.

Wenn ich etwas über meine Impfmöglichkeiten erfahren will, muss ich mich auf der Homepage des Kantons bis zu einem der beiden Kantonsspitäler durchklicken, um dann zu erfahren, dass keine Termine frei sind. In einer Medienmitteilung lese ich, dass am 11. Januar die nächste Runde und damit der nächste Massenstart eingeläutet wird. Man plane zudem die Inbetriebnahme weiterer Impfzentren. Toll, der Kanton Aargau ist immerhin bereits am Planen!
Statt die Massen zu mobilisieren, hätte man ja weitere Abstufungen beim Alter vornehmen können, indem man beispielsweise mit den Jahrgängen 1920 und älter beginnt, danach folgen die Jahrgänge 1921 bis 1925 und so fort, dies jeweils abhängig von den zur Verfügung stehenden Impfdosen. Die Einrichtung und der Betrieb von Impfzentren ist ja primär eine rein organisatorische Angelegenheit. Sicher könnte da der «hausei-gene» Zivilschutz das Gesundheitsdepartement beraten. Was sich hier der Kanton Aargau leistet, ist schlichtweg beschämend.

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