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Von Sandra und Christian Lauber, Oeschgen

Bereits im November 2018 war der Gemeinderat (GR) damit beauftragt worden, betreffend dem dringend benötigten zusätzlichen Unterrichtsraum für Kindergarten und Schule anhand eines Variantenstudiums die beste Lösung zu erarbeiten und anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung (GV) zu traktandieren. Während es in vielen anderen Gemeinden der Region möglich ist, die Bevölkerung über den aktuellen Stand solcher Projekte zu orientieren, werden uns diese in Oeschgen trotz mehrmaliger Nachfrage seither hartnäckig vorenthalten.
Der GR hat in dieser Sache seit 2018 zwei Arbeitsgruppen bemüht. Was das Ergebnis dieser Arbeitsgruppen ist: Wir wissen es nicht! Transparenz Fehlanzeige!
Mehr als 80 Oeschger Bürgerinnen und Bürger haben dank der Lancierung einer Petition dafür gesorgt, dass der GR die Schulraumplanung im Frühling 2020 wieder aufgenommen hat. Diese lose Gruppierung hat sich dann, nachdem anlässlich eines Workshops im September 2020 keine relevanten Informationen über den aktuellen Planungsstand mitgeteilt worden sind, besorgt mit einem Brief an den GR gewandt. Es wurde gefordert, dass noch möglichst vor der GV im November dargelegt wird, welche Varianten geprüft worden sind, welche Varianten aufgrund welcher Nachteile nicht weiterverfolgt worden sind und welche Varianten aufgrund welcher Argumente weiterverfolgt werden.
Ein erster Brief, eingereicht am 07.10.2020 wurde nicht beantwortet, weil angeblich kein Absender darauf ersichtlich gewesen sei. Eine fadenscheinige Ausrede, haben doch wie gesagt mehr als 80 Namen darauf gestanden. Der Form halber wurde dieser Brief am 26.10.2020 nochmals eingereicht. Am 18.11.2020 traf dann die Antwort ein, dass der GR unseren Brief vom 07.10.2020 nicht beantworten werde.
Mit der Einladung zur bevorstehenden GV wurde uns mitgeteilt, dass man uns aus Zeitgründen erst im Januar 2021, anlässlich einer Informationsveranstaltung, zu dieser Thematik orientieren könne. Fraglich, was bis dahin noch abgeklärt werden soll und wieso dies nicht bereits früher gemacht werden konnte. Auffallend auch hier wieder, wie ein Thema, welches seit 2018 immer wieder von der Bevölkerung aufgegriffen und vorangetrieben wurde, angeblich aufgrund von Zeitgründen von Seiten GR nicht rechtzeitig angegangen werden kann – Kommunikation Fehlanzeige!
An der im Januar 2021 stattfindenden, ausserordentlichen GV werden die Stimmberechtigen dann nur noch die Möglichkeit haben, dem vorliegenden Projekt zuzustimmen oder unschuldig dafür verantwortlich gemacht zu werden, wenn Oeschgen Kindergarten- und Schulkinder zu wenig Unterrichtsraum haben und deswegen allenfalls sogar auswärts unterrichtet werden müssen.
Bei der Schulraumplanung handelt es sich um ein Generationenprojekt, welches enkeltauglich sein muss. Die Steue­zahlerInnen haben Anrecht auf eine transparente Kommunikation.
Wenn der GR schon nicht transparent kommunizieren kann, so hoffen wir doch, dass er wenigstens sein Versprechen hält und auch zukünftig jederzeit alle Oeschger Kinder bis zur 6. Klasse in unserem Dorf unterrichtet werden können. So wie es anlässlich eines Workshops und anlässlich der vergangenen GV von allen Bevölkerungsteilen mit einer überwältigenden Mehrheit gestützt worden ist.

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