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Von Jürg Keller, Rheinfelden

Im März 2016 bewilligte die Gemeindeversammlung die anteilmässigen Kosten für einen 6-Mio.-Fussgängersteg. Das war ein grenzwertig hoher Betrag für ein relativ kleines Bauwerk, und viele schluckten zweimal leer, bis sie die Hand zum Einverständnis hoben (so auch der Schreibende).
Nun kostet der Steg aber doppelt so viel – und wäre sicher so nie angenommen worden. Nun wird aber versucht, den Steuerzahlern den neuen Preis schmackhaft zu machen – schliesslich hat man das Geld auf der hohen Kante. Dabei hofft man auf die Gewöhnung der Steuerzahler: Man tut so, als wäre der Zusatzkredit von mehr als 3 Mio. für ein neues Projekt vorgesehen. Und worauf man wohl am meisten hofft: Eine gezielt niedere Anwesenheit von Stimmbürgern an der nächsten Gemeindeversammlung. Gezielt meint: nur ein der Obrigkeit ergebener Teil der Bürgerschaft würde erscheinen.
Der Gemeindeammann fand den eklatanten Kostenanteil zwar auch «erschreckend». Damit gibt er sich wie ein Opfer der Kostenexplosion: Er trägt aber als Chef der Gemeinde die Verantwortung für dieses Versagen – ist also Täter. Kein Wort hat man von ihm gehört, wie dieser Fehler zustande gekommen ist, kein Wort auch von seiner mangelnden Aufsicht bei einem Projekt, das intensiv hätte begleitet werden müssen. Und die Fehlerquelle im Stadtbauamt sprudelt munter weiter: Bei der Schiffanlegestelle sind qualitatitiv schon wieder die gleichen Fehler passiert wie beim Steg. Statt der Vögel hat man nun einfach die Fische vergessen, aber die Kosten laufen bei diesem Projekt schon wieder zünftig aus dem Ruder.
Das Nest, das die unverzeihlichen Fehler produziert (einen Steg zu berechnen, ist keine Hexerei!) wird nicht einmal genannt – man zieht also keine Konsequenzen aus der Panne.
Der Steuerzahler ist aber nicht dazu da, solch grobe Fehler der Verwaltung zu begleichen. Deshalb muss hier der Riegel geschoben werden und wieder - wie beim Leiterlispiel - auf Feld 1 begonnen werden. Ein Fussgängerbrücklein für 12 Mio. (wenn es denn dabei bleibt) ist eine Abstrusität, die nur gelingt, wenn alle die Proportionen verloren haben.
Man kann gespannt sein, wie die Parteien auf diesen Affront reagieren werden: Die Bürgerlichen werden wohl kaum in den Ruf von Geldverschwendern kommen wollen, und die andern wüssten sicher, dass mit dem jetzt geforderten Geld dringlichere Infrastrukturaufgaben gelöst werden müssten. Dies gilt übrigens auch für das Badensische Rheinfelden. Man schaue sich dort nur den Zustand der Schulhäuser an, und dort besonders die WC-Anlagen.

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