Ein Produkt der mobus 200px

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Teslas beeindruckende Produkte
Im Rahmen eines Geschäftsausflugs zum Tesla Store in Möhlin konnte ich vor ein paar Jahren das damals neue Tesla Modell Probe fahren. Das war ein beeindruckendes Erlebnis, zum einen die unglaubliche Power, zum anderen v.a. auch die enormen technischen Möglichkeiten, insbesondere, was die Fahrerassistenzsysteme angeht. Damals war der Preis für den breiten Markt allerdings um einiges zu hoch, tiefere Preise wurden in Aussicht gestellt.

Teuerster Autohersteller der Welt…
Schnellvorlauf zu heute: Ich habe gestern einen interessanten Kurzabriss zu Tesla von Vitaliy Katsenelson, einem bekannten Value-Investor, in mein Mail bekommen, aus dem ich hier teilweise zitiere. Teslas Marktkapitalisierung hat gerade USD 300 Milliarden übertroffen. Tesla ist damit der (finanziell) grösste Autobauer der Welt, sogar deutlich grösser als Toyota mit ca. USD 200 Milliarden. Tesla produziert allerdings nur etwa 400 000 Autos pro Jahr (Tendenz stark steigend), während Toyota in 2019 fast 19 Mio. Autos produzierte.

… ist als Junk gerated
Während die Marktbewertung von Tesla in Richtung Mond schiesst, bleibt das Schuldenrating bei Junk (Toyota steht bei A+, GM ist BBB). Der grösste Autohersteller der Welt ist Junk-gerated! Alleine das zeigt auf, dass die Bandbreite der möglichen Zukunftsszenarien sehr gross ist und der Aktienmarkt sich für das super-super-positive Szenario entschieden hat.

Potenzial für höhere Margen
Natürlich ist es so, dass Tesla viel mehr Kosten in-house hat und eher ein Tech-Konzern ist als ein Autohersteller. Bullen würden wohl sogar argumentieren, dass alleine das Potenzial zum Selbstfahren Teslas Margen in die Höhe treiben wird.

Hoher Kapitalbedarf…
Als Hersteller von 400 000 Autos pro Jahr hin zu vielen Millionen Fahrzeugen zu gelangen, ist andererseits weder eine leichte noch eine billige Reise. Auch Tesla kann der Realität nicht entkommen, dass es auch viel «Metall biegen» muss, um seine Elektroautos zu produzieren.
Tesla wird enorme Mengen an Kapital brauchen, um seine Produktion vervielfachen zu können. Bereits um weniger als eine halbe Million Autos zu produzieren, wie es heute der Fall ist, brauchte Tesla USD 25 Milliarden Investitionen in seine Sachanlagen.

… und Zeitbedarf
Und dann ist alles auch eine Frage der Zeit. Tesla ist bei etwa 90 000 Autos in den letzten acht Quartalen stecken geblieben. Corona war höchstens die letzten zwei Quartale der Schuldige. Der Weg hin zu selbst nur ein paar Millionen Fahrzeugen pro Jahr wird Zeit brauchen – viel Zeit.

Bewertung nimmt sehr viel positive Zukunft vorweg
Tesla ist heute knapp bei BreakEven, macht also keine grossen Gewinne und wird nicht dutzende, sondern hunderte von Milliarden Dollar brauchen, um seine Produktion genug steigern zu können, um in seine heutige Bewertung reinwachsen zu können. Da ist der heute bekanntgegebene Gewinn von etwas über 100 Mio. fürs zweite Quartal immerhin positiv, bleibt aber ein Klacks im Vergleich zum Kapitalbedarf und auch der Bewertung der Tesla-Aktien.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Strafbare Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung

Strafbare Verletzungen der Pflicht zur Dienstleistung finden sich nicht nur im Militärstrafgesetz (MStG), sondern auch im Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (BZG) sowie im Zivildienstgesetz (ZDG). Sowohl Armeeangehörige als auch Zivilschützer und Zivildienstleistende machen sich danach strafbar, wenn sie nicht in den Dienst einrücken, obschon sie ordnungsgemäss aufgeboten und in der Lage waren, den Dienst zu leisten und einzurücken. Da es sich bei der Militärdienstpflicht um die primäre und bei der Zivil- oder Schutzdienstpflicht um sekundäre verfassungsmässige Pflichten handelt und es bei der Anwendung der entsprechenden Strafnormen zu vermeiden gilt, dass die Verletzung der sekundären Pflichten ungleich härter bestraft wird als die Verletzung der Militärdienstpflicht selbst, sind die Voraussetzungen der Strafbarkeit dabei nach dem Willen des Gesetzgebers gleich auszulegen.

Bei der strafrechtlichen Beurteilung einer Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung muss zwischen den Begriffen Diensttauglichkeit, Dienstfähigkeit und Einrückungsfähigkeit unterschieden werden. Mit der Feststellung der Dienstuntauglichkeit durch die zuständige Behörde (militärärztliche Untersuchungskommission [UC] des Militärärztlichen Dienstes [Mil Az D]), entfällt die Dienstpflicht für die Zukunft. Wird durch diese Behörde zugleich festgestellt, dass der Beschuldigte bereits zum Tatzeitpunkt aus körperlichen oder geistigen Gründen nicht fähig war, den betreffenden Dienst zu leisten, so gilt er als dienstunfähig. Dienstunfähigkeit ist praxisgemäss der Dienstuntauglichkeit gleichzusetzen. Wer also aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, seine Dienstpflicht zu erfüllen, kann diese Pflicht auch nicht verletzen und macht sich folglich nicht der Verweigerung oder des Versäumnisses eines Dienstes strafbar. Unbeachtlich ist dabei, ob ein Dienstverschiebungsgesuch gestellt und ob dieses bewilligt wurde. Der dienstunfähige Täter, der trotz Aufgebot nicht einrückt, erfüllt sodann einen Übertretungstatbestand (Missachtung eines Aufgebots), sofern er im Tatzeitpunkt einrückungs- bzw. reisefähig war. Ein dienstunfähiger Täter, der zugleich einrückungsunfähig war, bleibt straflos. Auch die Einrückungsunfähigkeit kann durch die Behörde festgestellt werden.

Wer sich also aus gesundheitlichen Gründen, bspw. wegen psychischer Probleme oder Suchtproblemen, nicht in der Lage fühlt, einen konkreten Dienst oder generell Dienst zu leisten, der tut gut daran, dies frühzeitig gegenüber den Behörden schriftlich so vorzubringen und entsprechend zu dokumentieren (bspw. mittels eines Zeugnisses des Hausarztes). Die Strafverfolgungsbehörden, sprich der militärische Untersuchungsrichter und der Auditor (beim Militärdienst) bzw. die Polizei und Staatsanwaltschaft (beim zivilen Schutzdienst und beim zivilen Ersatzdienst), sind nämlich bei Zweifeln über die Diensttauglichkeit, Dienstfähigkeit und Einrückungsfähigkeit des Beschuldigten gestützt auf ihre strafprozessuale Untersuchungspflicht gehalten, von Amtes wegen entsprechende Abklärungen beim Mil Az D durchzuführen. Die Diensttauglichkeit bzw. -fähigkeit und Einrückungsfähigkeit können dabei auch rückwirkend und damit für den Zeitpunkt des Nichteinrückens in den Dienst beurteilt werden. Hat der Mil Az D einmal festgestellt, dass der Beschuldigte im relevanten Tatzeitraum sehr wahrscheinlich nicht fähig war, in den Dienst einzurücken und den Dienst zu leisten, dann wird die urteilende militärische bzw. zivile Strafbehörde (Auditor/Militärgericht bzw. Staatsanwaltschaft/Strafgericht) nicht ohne Not von dieser fachmännischen Beurteilung abweichen und das Verfahren mit aller Wahrscheinlichkeit einstellen bzw. den Beschuldigten freisprechen.

Sofern Sie sich seitens der Strafverfolgungsbehörden mit Vorwürfen der Verweigerung oder des Versäumnisses eines Dienstes oder der Missachtung eines Aufgebots zum Dienst konfrontiert sehen und sich aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gefühlt haben, in diesen Dienst einzurücken und den Dienst zu leisten, empfehle ich Ihnen, einen Strafverteidiger beizuziehen, der Ihre Rechte – insbesondere auf Abklärung durch den Mil Az D – durchsetzt und Sie im Strafverfahren auf Augenhöhe mit den militärischen und zivilen Behörden verteidigt.

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von Daniela Müller Brodmann, Präsidentin Natur- und Vogelschutz Rheinfelden (NVR)

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Die Bullen kämpfen mit den Bären

Am Montag, 15. Juni, standen die US-Aktienmärkte vorbörslich bei -3%. Bis zum Closing drehten sie ins Plus von +0.8%. Am Dienstagmorgen standen sie vorbörslich weitere +3.0% im Plus. Mit anderen Worten haben sie in 24 Stunden um über +6.5% zugelegt. In den Tagen zuvor waren sie allerdings auch unter Druck gekommen.

So starke Bewegungen gibt es nicht oft, v.a. wenn kaum Neuigkeiten vorliegen (die meist wenigstens im Nachhinein als Begründung herhalten dürfen). Nicht nur einzelne Investoren scheinen offenbar Mühe zu haben, den aktuell plausiblen Kurs einzuschätzen, selbst der Markt en bloc weiss offenbar nicht mehr, was denn der «richtige» Kurs sein soll.

Gewinne und Aktienkurs

Dass Tagesschwankungen nicht vorhergesehen werden können, ist nichts Neues. Etwas besser ist die Trefferquote, wenn man versucht, die längerfristigen Bewegungen an den Aktienmärkten mit der Entwicklung der Realwirtschaft zu erklären. Das ist auch nicht erstaunlich, denn Aktienbesitz bedeutet, dass man einen Teil einer Firma besitzt und eine Firma ist deshalb etwas wert, weil sie Gewinne erzielt, welche wiederum dem Eigentümer gehören. Wenn also langfristig die Gewinne steigen, steigt auch der Wert der Firma. Vergleiche über Jahrzehnte zeigen denn auch, dass die Gewinne langfristig ähnlich stark steigen wie der Kurs des Gesamtmarkts.

Finanzmärkte lösen sich von Realwirtschaft

Diese Relation ist aber in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht geraten. Das Wachstum der Gewinne vermag seit ein paar Jahren nicht mehr mit den starken Kursanstiegen der Aktien mitzuhalten. Viele Marktbeobachter nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen, dass die exzessive Geldmengenausweitung der Zentralbanker die Finanzmärkte gefährlich von der Entwicklung der Realwirtschaft losgelöst hat. Fast alle Bewertungsmassstäbe, welche früher als gute Langfristindikatoren getaugt haben, zeigen für den amerikanischen Aktienmarkt ein Ausmass von Überbewertung an, das nur in den extremsten Zeiten vor der Weltwirtschaftskrise oder der Dotcom-Bubble erreicht wurde.

Nehmen wir nur die letzten ein,  zwei Jahre. 2019 haben die meisten Aktienindices 25-30% zugelegt, während die Gewinne praktisch unverändert waren. 2020 dürfte angesichts des temporären Corona-Lockdowns ein klarer Rückgang der Gewinne zur Folge haben. Der amerikanische Aktienindex SP500 hat aber alle Verluste seit Anfang Jahr wieder wettgemacht und steht praktisch unverändert da. Die technologielastige Nasdaq steht sogar auf Allzeithöchst.

Die Marktstrategen erwarten, dass selbst ohne zweite Coronawelle (welche nicht ausgeschlossen ist) das Wirtschaftswachstum im 2021 die Delle im 2020 kaum vollumfänglich wird ausbügeln können. Mit anderen Worten dürfte die Wirtschaft insgesamt Ende 2021 noch nicht einmal ganz dort stehen, wo sie zwei Jahre davor Ende 2019 stand. Wo werden dann die Aktienmärkte stehen? Nochmals 30% höher? Oder kommt eine zweite Verkaufswelle? Wir bleiben vorsichtig.

 

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Neophyten in aller Munde
Als Neo-phyt (= neue Pflanze) gelten ursprünglich gebietsfremde Pflanzen, die nach Kolumbus› Entdeckung von Amerika, also ab 1492, durch den Menschen eingeführt wurden und sich in der freien Wildbahn durchsetzen. Als «invasive Neophyten» bezeichnet man Neophyten, die sich zudem stark und schnell ausbreiten, sodass Lebensräume anderer Pflanzen gestört werden. Wir sprechen also von «invasiven Neophyten», wenn es um die Probleme der Ausbreitung geht.
Beispiele sind der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), die spätblühende sowie die kanadische Goldrute (Solidago gigantea und canadensis), der japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) oder die Robinie (Robinie pseudoacacia).
Man versucht, sie mit verschiedenen Mitteln einzuschränken: Sie werden ausgrissen, abgebrannt oder mit Herbiziden behandelt, so dass sie absterben.

Wenn ich im Wald auf eine Goldruten-ausreissende Schulklasse treffe und einer der Jungs sagt mir auf meine Frage, warum sie die Pflanzen ausreissen würden, dass diese eben «böse» seien, dann frage ich mich, ob das pädagogisch sinnvoll ist. Und ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, Kinder für die Natur zu sensibilisieren und gleichzeitig die neuen Pflanzen in Schach zu halten. Auch wenn es nötig ist, die Neophyten zu reduzieren.
Gehen wir zurück in die Zeit nach 1570, als die Kartoffel, für Europa auch ein Neophyt, in Europa ankam. Man kannte die Kartoffel noch nicht recht, ass die oberirdischen Früchte, was zu Bauchschmerzen und Vergiftungserscheinungen führte. Später ernährt die Kartoffelpflanze Millionen von Menschen. Die kanadische Goldrute wurde 1758 als Zierpflanze auf dem Eurasischen Kontinent eingeführt. Heute ziert sie manche Gärten und wilde Landstriche mit ihren gelben Blütenpyramiden. Die gedämpften jungen Triebe der Goldrute werden wie Spargel serviert und schmecken köstlich. Der Tee der kanadischen Goldrute unterstützt die Nierenfunktion ohne die Nieren zu belasten.

Der eindrücklich grosse japanische Staudenknöterich wurde um 1825 als Viehfutterpflanze eingeführt. Am besten schmecken die dicken jungen Sprosse. Diese werden geschält und können roh oder gekocht wie Rhabarber gegessen werden. Wie beim Rhabarber sollte nicht mehr als eine gute Hand voll pro Person und Tag genossen werden, beide enthalten Oxalsäure. Beim Ernten sollten Sie darauf achten, dass zuvor nicht mit Herbiziden gegen den Staudenknöterich vorgegangen wurde. Denn obwohl die Benützung von Herbiziden wie «Roundup» für Privatpersonen seit 2001 verboten ist, werden sie nach wie vor verkauft und genützt.
Die weissen Blüten der Robinie sind für mich eine absolute Delikatesse im Frühling, auf die ich mich immer freue. Sie schmecken süss und leicht nach Erbsen und ich nasche sie auf Wanderungen direkt vom Baum oder nehme eine handvoll mit zum Frittieren im Bierteig. – Achtung: Die gelben Blüten des Goldregens sehen ähnlich aus, blühen zu ähnlichen Zeit und sind hochgiftig!
Experten sind sich einig: die Neophyten sind zwar kurzfristig dezimierbar, auf die Länge jedoch nicht völlig auszurotten. Vielleicht ginge es also eher darum, einen neuen Umgang mit ihnen zu finden. Mein Plädoyer ist also: Nutzt die Neophyten, wenn sie schon so grosszügig wachsen.

Wenn Sie jetzt inspiriert sind von den Verwendungsmöglichkeiten der Neophyten, pflanzen Sie sich keine in den Garten – es hat ja immer noch genug in Feld, Wald und Wiese! Und bedienen Sie sich hemmungslos.

Die aktuelle «schwarze Liste» der invasiven Neophyten finden Sie unter https://www.infoflora.ch/de/neophyten/listen-und-infobl%C3%A4tter.html

Kurse und Pflanzenwanderungen zur sicheren Bestimmung finden unter www.sonjawunderlin.ch

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
Tel.  +41 (0)61 511 09 95 +41 (0)76 325 09 95
Fax +41 (0)61 511 09 96

Vergessene Guthaben aus der zweiten Säule
Wenn die Pensionierung bevorsteht und Sie endlich mehr Zeit für Hobbys, Reisen und die Familie einplanen möchten, aber vor allem das Rentnerdasein in vollen Zügen geniessen wollen, sollten Sie einige Punkte beachten. Die berufliche Vorsorge ist die zweite Säule der Schweizer Vorsorge. Neben dem, dass Sie im Pensionierungsalter je nach Wunsch lebenslänglich eine Altersrente oder das angesparte Kapital ganz beziehen können, erhalten Versicherte im Pensionierungsalter, sofern sie Kinder haben, für deren Unterhalt sie noch aufkommen müssen, eine Pensionierten-Kinderrente. Und im Todesfall des Versicherten erhalten die Hinterbliebenen (Partner/Partnerin und Kinder) eine Rente und/oder ein Todesfallkapital entrichtet.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass für die entsprechende Berechnung von dem ganzen angesparten Guthaben ausgegangen werden kann. Denn, wer oft die Stelle gewechselt hat und auch nicht mehr ganz genau weiss, wo er überall gearbeitet hat, dem kann es passieren, dass sein Freizügigkeitsguthaben bei der Auffangeinrichtung oder einer anderen Freizügigkeitseinrichtung parkiert ist. Um diese Gelder zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist eine Anfrage bei der Zentralstelle 2. Säule.

Die Zentralstelle 2. Säule ist die Verbindungsstelle zwischen den Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und den Versicherten. Sie soll ermöglichen, dass unterbrochene Kontakte zwischen den Versicherten und den Einrichtungen wiederhergestellt werden können. Wenn Sie nun nach allfälligen vergessenen Pensionskassenguthaben suchen oder Ihnen die Adresse Ihrer Vorsorgeeinrichtung nicht bekannt ist, können Sie bei der Zentralstelle 2. Säule ein kostenloses Gesuch stellen (auch private Firmen suchen danach, dieser Service kostet jedoch). Was Sie wissen müssen, ist, dass Pensionskassen gesetzlich dazu verpflichtet sind, das Guthaben von austretenden Arbeitnehmern an die nächste Pensionskasse zu überweisen. Wenn die Pensionskasse jedoch keine Angaben hat, wohin das Geld überwiesen werden soll, muss sie es nach spätestens zwei Jahren an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überweisen. Dort wird die Freizügigkeitsleistung aufbewahrt, bis der Kontoinhaber sich bei der Auffangeinrichtung meldet. Meldet sich ein Kontoinhaber bis zur Pensionierung nicht, so findet, nach Erreichen des Rentenalters, in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsfonds ein Adressabgleich mit der AHV statt, damit das Guthaben auch dem Berechtigten zugeführt werden kann. Das Geld bekommen Sie also sowieso. Jedoch beeinflusst das bereits angesparte Altersguthaben die Leistungen in der beruflichen Vorsorge. Je mehr Kapital, desto höhere Altersleistungen. Aber auch die Berechnung der Risikoleistungen erfolgt auf Basis des bereits vorhandenen Altersguthabens. Je weniger Kapital vorhanden ist, umso grösser ist die Differenz zu den garantierten Risikoleistungen und umso höher ist die Prämie, die für den Risikoschutz bezahlt werden muss.

Wenn Sie also Ihre Stelle wechseln, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Pensionskasse, bei der Sie austreten, Ihre Freizügigkeitsleistung an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers überweist. Sollten Sie sich nun nicht sicher sein, ob Sie allenfalls solch ein angespartes Guthaben vergessen haben, können Sie dies, wie bereits ausgeführt, kostenlos bei der Zentralstelle 2. Säule anfragen. Weitere wichtige Infos finden Sie unter: www.zentralstelle.ch. Sie erleichtern der Zentralstelle die Suche, wenn Sie Kopien von Dokumenten beilegen, die Ihre damaligen Arbeitsverhältnisse belegen (AHV-Ausweis, Versichertenausweis zweite Säule, Lohnausweis etc.). Wenn die Zentralstelle vergessene Guthaben von Ihnen findet, werden Sie und die zuständige Vorsorgeeinrichtung informiert.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Alles halb so schlimm? Finanzmärkte sind (zu?) optimistisch
Wenn man die Aktienmärkte anschaut, kommt man zum Schluss, dass die Coronakrise und auch die Unruhen in den USA kaum einen Einfluss auf die Firmengewinne und somit auf die Aktienpreise haben. Die amerikanischen Märkte sind nur noch wenige Prozente unter ihrem Allzeithöchststand. Auch andere Märkte sind bereits wieder euphorisch. Zeigt das die zukünftige Situation, sprich eine sehr rasche Erholung oder kann der starke Anstieg durch die nochmals stark ausgeweitete Liquiditätsflut erklärt werden? Sicherlich war der Einbruch in den Aktienpreisen schnell und sehr stark. Eine grös-
sere Gegenkorrektur kann mit einer Normalisierung der Lage erklärt werden. Darüber hinaus gibt es aber riesige Fragezeichen. Es scheint, dass sich die Finanzmärkte immer mehr von der Realwirtschaft verabschiedet haben. Wenn nur noch Liquidität den Wert bestimmt, dann kommen spezielle Zeiten auf uns zu.

Eigener Verstand und Selbstverantwortung ist ein immer weniger gefragtes Gut
Seit langer Zeit habe ich das Gefühl, dass die Steuerungs- und Planbarkeitsgläubigkeit massiv überhand gewinnt. Bei jeder Krise ertönt überall sofort der Ruf nach Massnahmen und dem Staat. Die Politik versucht dann umgehend zu reagieren und suggeriert dem Volk, alles sei plan-, finanzier- und steuerbar. Genau diesem Glauben ist man im Kommunismus verfallen und dieser hat aus diversen Gründen und trotz interessanten Grundgedanken totalen Schiffbruch erlitten. Das Eingreifen in alle Details mag in einer extremen Krise kurzfristig nötig sein. Dann sollte aber der Staat wieder dazu übergehen, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen und nur so wenig wie nötig einzugreifen. Unser Fortschritt der vergangen Jahrzehnte verdanken wir nicht der Planwirtschaft, sondern cleveren Ideen und der Motivation vieler Leute, welche ein Problem lösen möchten und sich weiterentwickeln wollen. Dass ein übertriebener Kapitalismus auch seine «Macken» hat, ist längstens bekannt. Der Umkehrschluss aber, ist wahrscheinlich noch viel weniger richtig. Für mich ist erschreckend, wie man aktuell immer mehr das grosse Bild vergessen hat und jedes Detail zu bestimmen versucht. Das sind für mich längerfristig keine guten Tendenzen.

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

 

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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«Sitzprobleme» Teil 2
Wie behandeln?
Wie bereits im ersten Ratgeber erwähnt, ist bei einem erstmaligen Auftreten, die Symptome wurden beschrieben, ein Arztbesuch zur Abklärung notwendig!
Wir in der Apotheke oder Drogerie dürfen nur bei den beiden ersten Schweregraden Empfehlungen machen. Sie bewirken eine Linderung durch die Verringerung der Symptome, und sie versuchen eine Rückbildung der Hämorrhoidal-Polster zu bewirken. Eine Verhaltensänderung muss zur Genesung ebenfalls erfolgen!
Beruhigend ist die Tatsache, dass es in der Regel zu Spontanrückbildungen innerhalb von weniger als 2 Wochen kommt. In diesen Fällen ist die Verhaltensänderung ausschlaggebend, damit die Besserung anhalten kann.

Was muss also immer geändert werden?
• «Stuhlregulierende» Massnahmen: d.h. es müssen mehr Ballaststoffe in die Ernährung aufgenommen werden und die Menge an eingenommener Flüssigkeit muss ebenfalls erhöht werden. Leider ist das ein allgemeiner Hinweis. Ballaststoffe sind in Gemüsen und Obst natürlicherweise vorhanden. Also den Speiseplan in diese Richtung verändern. Vollkornprodukte enthalten ebenfalls viel mehr Ballaststoffe. Eine andere Variante ist die tägliche Einnahme von Quellmitteln. Die Natur bietet zum Beispiel Flohsamen oder Leinsamen an. Es gibt auch vorverarbeitete Produkte (auf natürlicher Basis) zu kaufen. Diese müssen jeweils mit genügend(!) Flüssigkeit eingenommen werden. Diese Massnahmen müssen täglich erfolgen.
• Eine gute Pflege, wie Sitzbäder mit entzündungshemmenden Zusätzen (Kamille, Schwarztee oder Eichenrinde, keine Seife) helfen ebenfalls. Es helfen auch die speziellen Toilettenaufsätze, die nur mit warmem Wasser reinigen. Ein Wort zur Reinigung: Das Beste ist Wasser oder zuerst mit weichem Toilettenpapier und anschliessend feucht säubern. Die im Handel angebotenen Tüchlein haben allerdings das Risiko allergischer Reaktionen. Ebenfalls sind parfümierte Produkte zu meiden.
• Baumwollunterwäsche ist saugfähig und luftdurchlässig, damit ist eine Verdunstung der Feuchtigkeit möglich.
• Individuell sollte auf das Konsumieren von «Schleimhaut reizenden» Nahrungsmitteln wie z.B. Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze oder scharfer Senf verzichtet oder der Genuss minimiert werden.
• Langes Sitzen, Liegen und allgemein der Bewegungsmangel erhöhen die Gefahr von hartem Stuhl. Regelmässige Bewegung ist auch hier Trumpf.
• Häufiges Tragen schwerer Lasten sollte ebenfalls minimiert werden.
• Und wie immer, bei einem allfälligen Übergewicht, ist eine Gewichtsreduktion ebenfalls hilfreich.
Behandlung:
• Vorübergehend können milde Abführmittel eingesetzt werden. (Ärztlich verordnete Abführmittel können, dürfen oder müssen über lange Zeit angewendet werden.) Dabei handelt es sich um sogenannte osmotische Laxantien, die über ihre Wasserbindung den Darm einerseits mehr füllen und andererseits den Inhalt «auflockern» können.
• Lokal angewendete Gleitmittel wie Vaseline oder wasserhaltige Gels werden als Erstes angewendet. Sie verringern die Reibung bei der Darmentleerung und schützen damit die Schleimhaut. Ihre Wirkung scheint gleich zu sein wie die anderen eingesetzten «Salben» mit den diversen «Wirkstoffen». Letztere enthalten üblicherweise lokal wirkende Anästhetika (betäuben die Stelle), entzündungshemmende oder zusammenziehende Zusätze. Manche enthalten noch die Venen schützenden Stoffe. Normalerweise wird dieser Effekt durch eingenommene Wirkstoffe erreicht. Es gibt sogenannte Venentonika, die einerseits bei «allgemeinen» Venenproblemen als auch in diesem eher speziellen Fall mit Erfolg eingesetzt werden.

Zur Anwendung:
Zäpfchen sollen nicht zu weit eingeführt werden (der Patient sollte das Zäpfchen noch mit der Fingerkuppe ertasten können). Zu weit eingeführte Präparate kommen nicht genügend mit den Hämorrhoiden in Berührung.
Salben mit einem Applikator müssen so angewendet werden: Erst beim Herausziehen soll auf die Tube gedrückt werden. Auf diese Weise gelangt die Salbe rundum auf die zu behandelnde Region, in den After und auf seinen Rand.
• Ebenfalls kommen Schmerzmittel zum Einnehmen, in den üblichen Dosierungen, kurzfristig zum Einsatz.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

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Strafprozessuale Grundsätze zum Schutz von Beschuldigten
Beschuldigte fühlen sich in einem Strafverfahren oft den Behörden ausgeliefert. Strafprozessuale Grundsätze würden eigentlich garantieren, dass Minimalstandards zum Schutz der Involvierten eingehalten werden. In der Praxis bestehen jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, inwieweit diese Schutzmechanismen tatsächlich Beachtung finden sollen.

Im Zentrum einer Strafuntersuchung steht die Suche nach der materiellen Wahrheit, mithin das Ringen um ein korrektes Urteil. Dabei verfügen die Strafverfolgungsbehörden über das entsprechende Ermittlungsinstrumentarium, um dieses Ziel bestmöglich zu erreichen. Systemimmanent besteht ein ungleiches Machtverhältnis zwischen den Strafverfolgungsbehörden und den involvierten Beschuldigten. Um dem entgegenzuwirken, wurden durch die Rechtsprechung Grundsätze entwickelt, welche heute in der Bundesverfassung und der Strafprozessordnung niedergeschrieben sind. Diesen Kernprinzipien der Strafuntersuchung kommen im Laufe eines Verfahrens unterschiedliche Bedeutung zu.

Angesichts des Ungleichgewichts der Kräfte von Strafverfolgern und involvierten Personen ist im Strafprozess der Grundsatz der Waffengleichheit von großer Bedeutung. Dieser gehört zu den Mindeststandards in rechtsstaatlichen Demokratien und fliesst aus dem Anspruch auf ein faires Verfahren. Danach müssten Beschuldigte und Strafverfolgungsbehörden (Polizei, Staatsanwaltschaft) gleichgestellte Parteien im Verfahren sein. Eine solche Gleichstellung wird von Gesetzes wegen jedoch erst im Hauptverfahren vor Gericht gewährleistet. Im Vorverfahren (Ermittlungsverfahren der Polizei, Untersuchungsverfahren der Staatsanwaltschaft) wird der Feststellung der materiellen Wahrheit Priorität eingeräumt, wodurch die Waffengleichheit zu Lasten des Beschuldigten zurückgedrängt wird.

Der Anspruch auf ein faires Verfahren garantiert den Beschuldigten, dass diese gerecht behandelt werden. Das Recht soll bei gleichen Sachverhalten gleich angewandt werden (Grundsatz der Rechtsgleichheit). Auch besteht für die Strafverfolger die Pflicht, belastende und entlastende Beweismittel mit gleicher Sorgfalt zu ermitteln. Ein weiterer Ausfluss dieses Grundsatzes ist die Pflicht, nicht irreführend oder täuschend vorzugehen. Die Strafbehörden haben absolut korrekt, sachlich und objektiv zu sein. Die Beschuldigten haben sodann Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht. Ein Richter hat jeglichen Anschein einer Befangenheit zu vermeiden und darf in der Sache nicht vorbefasst sein.

Ein wesentliches weiteres strafprozessuales Prinzip stellt dasjenige des rechtlichen Gehörs dar. Es hält fest, dass gegen einen Beschuldigten nur Beweismittel verwendet werden dürfen, die diesem eröffnet wurden und zu denen er sich umfassend äussern konnte. Das beinhaltet beispielsweise das Recht auf Akteneinsicht, das Recht auf Konfrontation mit belastenden Zeugen und das Recht auf Begründung von Entscheiden. Die Frage der Verletzung dieses Rechts bildet häufig Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen und kann bei Verletzung des Grundsatzes eine Anklage entscheidend schwächen.

Grosse Probleme bietet sodann das Beschleunigungsgebot. Dieses verpflichtet die Strafverfolgungsbehörden, ein Verfahren ohne Verzögerungen durchzuführen, da die Suche nach der materiellen Wahrheit erheblich behindert wird, je länger ein Verfahren dauert. Auch soll der Beschuldigte im Falle einer späteren Verfahrenseinstellung baldmöglichst von der Last der Strafuntersuchung befreit werden. Dieser Grundsatz wird von den Strafverfolgungsbehörden regelmässig verletzt, wobei meist auf ungenügende Ressourcen verwiesen wird. Eine überlange Verfahrensdauer kann sich im Endeffekt strafmildernd auswirken oder zu Schadenersatzansprüchen gegen den Staat führen.

Die Bundesverfassung und die Strafprozessordnung bestimmen weiter, dass jede Person bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gilt. Dieser Grundsatz der Unschuldsvermutung besagt, dass die Strafverfolgungsbehörde dem Beschuldigten beweisen muss, dass er die Voraussetzungen der Strafbarkeit erfüllt. Daraus folgt, dass ein Richter bei Zweifeln an der Faktenlage von demjenigen Sachverhalt ausgehen muss, der für den Beschuldigten der günstigere ist (Grundsatz in dubio pro reo).

Abschliessend ist festzuhalten, dass die gesetzliche Ordnung in der Schweiz deutliche Leitplanken setzt, um ein faires Strafverfahren zu gewährleisten. Der Gesetzgeber hat sämtliche dafür notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Die Strafverfolgungsbehörden sind in der zwingenden Pflicht, diese umzusetzen. In der Praxis sieht man jedoch unterschiedliche Auswüchse und Abwandlungen von den Vorgaben des Gesetzgebers. Die Interessen der Beteiligten werden je nach Verfahren sehr unterschiedlich gewichtet und können zu fragwürdigen Konstellationen führen. Gerade bei komplexen Verfahren dürfte es ohne anwaltlichen Beistand kaum mehr möglich sein, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen.

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