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 Am 18. Juni 2016 gründete sich der FC Magden, zum 1. Juli 2017 erhielt der Verein die Anerkennung vom Schweizer Fussball-Verband (SFV). Viel Arbeit hatte Präsidentin Beli Lankes zu erledigen, bis es soweit war. Viele Anträge mussten geschrieben, viele Bedingungen erfüllt werden, erzählt sie. Nun hat der FC Magden auch den Spielbetrieb im Jugendbereich aufgenommen

JÖRN KERCKHOFF

Trotz der vielen Arbeit ist Lankes sowohl dem SFV als auch dem Fussballverband Nordwestschweiz dankbar für die Unterstützung. Der Club habe einiges an Hilfe bekommen. Auch durch den Erwerb zweier D-Diplome für Trainer von zwei Mitgliedern des Vereins. Lankes erzählt ungern, dass sie eines dieser beiden Mitglieder ist, berichtet aber, dass es zwei sehr intensive Wochenenden in Theorie und Praxis gewesen seien, bei denen die Teilnehmer von Jugendtrainern des FC Basel geschult wurden. «Wir haben da unheimlich viel mitgenommen», so Beli Lankes. Ein Vorteil bei diesem Diplom sei auch, dass die Trainerstunden nun über den Verband Nordwestschweiz abgerechnet werden können und der Verband dem Club einen Zuschuss zahlt.

Deutliche Fortschritte
Natürlich ist Geld eines der wesentlichen Themen in jedem Verein. Allein die Aufnahme in die beiden Verbände habe den Club 4500 Franken gekostet, so die Präsidentin. Nur von den Beiträgen der Ju­gendspieler – 120 Franken Jahresbeitrag verlangt der FCM – ist der Club nicht zu finanzieren. Sponsoren für Trikots und andere Anschaffungen wurden gefunden, aber natürlich sei jeder Franken willkommen.
Es geht voran beim FCM, auch wenn das erste Meisterschaftsspiel der E-Jugend am 2. September gegen den FC Eiken mit 2:12 verlorenging. Es ist halt ein weiter Weg vom Nachwuchsspieler in die Top-Clubs der Welt. So leicht lassen sich die Nachwuchskicker des FC Magden und deren Trainer aber nicht entmutigen. «Bei uns sind viele dabei, die noch gar keine Fussballerfahrung haben, in den anderen Clubs spielen sie schon seit zwei Jahren zusammen als Mannschaft», erklärt Yves Hemmerling, der den Verein mitaufgebaut hat und einer der Trainer des Clubs ist. Das mache sich einfach bemerkbar. Es seien aber auch deutliche Fortschritte bei seinen Spielern zu erkennen, seit sich der Verein gegründet hat, so Hemmerling.

Inzwischen 40 Kinder
Mit 20 Kindern startete der FC Magden damals. «Inzwischen sind es 40 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren», berichtet Beli Lankes. Grund für die Gründung des Vereins war, dass viele Fussballclubs in den unteren Jugendabteilungen sehr viele Nachwuchsspieler haben, die sie gar nicht alle aufnehmen können. Ab der D-Jugend dünnt es sich dann deutlich aus, weil andere Interessen in den Vordergrund treten.

Gute Rückmeldungen von anderen Clubs
«Da haben dann viele Clubs Probleme, die Mannschaften voll zu besetzen», weiss Hemmerling aus seiner sportlichen Erfahrung. Der FC Magden will ein Auffangbecken für die ganz jungen Spieler aus dem Dorf und der Umgebung sein. Die müssen dann erstmal nicht zu den weiter entfernten Vereinen ins Training und sie müssen nicht in überfüllten Abteilungen trainieren. Von anderen Clubs wurde die Gründung des FC Magden daher sogar sehr positiv aufgenommen, erzählte Hemmerling bereits vor einem Jahr. Später könnten die Spieler dann vom FCM vielleicht in andere Clubs wechseln, die seien dann dankbar über jeden Spieler. Das bedeutet nicht, dass man in Magden nicht auch gerne eine C-, B- oder A-Jugend aufstellen würde.

Kein grösserer Platz in Sicht
Es gibt aber einen Haken, der das verhindert. Das Fussballfeld bei der Schule ist 55 Meter breit, aber nur 90 Meter lang und damit nach Vorgaben des Fussballverbandes ein paar Meter zu kurz, für Spiele ab der C-Jugend. Und da kein grös­serer Platz in Sicht ist, werden die Nachwuchsspieler des FCM, die gerne weiterspielen möchten, dann wohl den Weg zu den anderen Clubs der Region suchen müssen. Trainiert wird beim FC Magden im Moment von der G- bis zur D-Jugend, gemeldet für die Meisterschaft ist aber nur eine E-Jugendmannschaft. In der D-Jugend sind aktuell nur zehn Spieler, das sind zu wenige für eine Teilnahme am Spielbetrieb.
Ausserdem unterhält der FC Magden noch eine Alt-Herren-Mannschaft, die sich regelmässig zum Fussball trifft. Allerdings nur zum Spass, nicht um sich mit anderen Teams zu messen. «Da könnten wir schon noch ein paar Spieler mehr gebrauchen», sind sich Lankes und Hemmerling einig, aber auch dort sei es ganz gut angelaufen. Toll wäre es, wenn sich auch noch Mitglieder bereiterklären würden, im Vorstand mitzuarbeiten. Neben Lankes und Hemmerling ist da nur noch Beat Lutz tätig, der den Posten von Christine Meier übernahm. Am 28. Januar 2018 wird der FC Magden sein erstes Hallenturnier für F- und E-Jugendteams veranstalten. Das Turnier findet in der Matte, der neuen Sporthalle in Magden, statt. Die Meldeliste bei der F-Jugend sei mit acht Teams bereits voll, für die E-Jugend könnten sich noch zwei Mannschaften anmelden, so Lankes.

Trainingszeiten FC Magden: G- und F-Jugend, montags, 18 bis 19.30 Uhr
E-Jugend mittwochs 17.30 bis 19 Uhr
D-Jugend donnerstags 18 bis 19.30
Mannschaftsübergreifendes Zusatztraining freitags 18 bis 19.30 Uhr
Alte Herren freitags 19 bis 20.30 Uhr


Bild: Yves Hemmerling und seine Nachwuchskicker wollen den Fussball in der Schweiz aufmischen. Foto:jk