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Auch ohne Publikum gaben die etwa 1400 Kinder ihr Bestes beim sCOOL-Cup. Foto: zVg

 (jke) Fast 80 Schulklassen aus dem ganzen Kanton mit total rund 1'400 Kindern von der 3. bis 6. Klasse trafen sich am 8. Juni zum 18. Aargauer sCOOL-Cup. sCOOL verbindet die Wörter Schule, OL und cooles Erlebnis. Coronabedingt wurde der Anlass stark redimensioniert.

So musste etwa auf die Autogrammstunde mit Spitzenläufern, Freizeitspiele, Kiosk und sogar auf die Rangverkündigung verzichtet werden. Das Schutzkonzept wurde minutiös erstellt und umgesetzt. Vor allem wurde geschaut, dass sich die Klassen nie kreuzen. Jeder Klasse wurde ein Platz zugeteilt und die Tribüne, welche als Garderobe diente, wurde regelmässig gereinigt. Zum Bedauern des organisierenden Aargauer OL-Verbandes unter OK-Präsidentin Eva Martin, musste auch auf eine Gästeführung, u.a. mit dem Regierungsrat, verzichtet werden. Martin kann auf einen grossen, treuen Helferstab aus den acht Aargauer OL-Vereinen zählen. Diesmal waren es rund 80 Freiwillige, etwa 20 weniger als «normalerweise», welche im Einsatz standen und dafür besorgt waren, dass der Anlass reibungslos ablief. Zu zweit oder zu dritt liefen die Schüler zwei Orientierungsläufe von je circa 1,5 Kilometern. Bahnlegerin Maren Ludorf legte für die Schüler altersgerechte Bahnen, welche auch sämtliche Facetten eines «richtigen» OL’s beinhalteten: So war der Schachenwald genauso Teil des Parcours, wie Teile der Tartanbahn. Den Schluss machte eine Passage bei der Pferderennbahn, vor deren Tribüne sich auch das Ziel befand. Leider mussten die Schüler diesmal vor leeren Rängen ins Ziel «galoppieren». Regnete, ja schüttete es teilweise in den Tagen zuvor noch heftig, so blieb es am Lauftag trocken, ja, ab und zu zeigte sich sogar die Sonne.

Auch ohne Publikum gaben die etwa 1400 Kinder ihr Bestes beim sCOOL-Cup. Foto: zVgGut vorbereitet an den sCOOL-Cup – keine Reaktionen seitens der Eltern

Nebst schnellen Beinen waren auch Konzentration und Achtsamkeit gefordert: nicht jeder Posten, welcher «im Wege» stand, gehörte zur Kategorien-Bahn. Einige Schüler bewegten sich schon sehr sicher durchs Gelände, während andere etwas «verloren» herumstanden und sich wieder zu orientieren versuchten. Gross war die Freude auch bei den Lehrpersonen, welche endlich wieder einmal «etwas» mit den Schülern unternehmen konnten. Bezüglich Vorbereitung gab es verschiedene «Techniken»: so vertraute z.B. Barbara Kirchofer, Klasslehrerin der 6. Klasse aus Küttigen, auf die Erfahrung ihrer Schüler*innen. Sie nahm mit ihrer Klasse schon vor zwei Jahren am sCOOL-Cup teil und hat im Vorfeld «nur» das Kartenlesen noch etwas aufgefrischt. Anders Sabine Ruch von der Primarschule Buchs: «Wir haben auf der Schulhaus-OL-Karte geübt, damit die Kinder noch etwas sattelfester werden beim Kartenlesen». Als Ruchs Schüler*innen eintrafen, erhielten alle als Spezialbelohnung ein Schoggistängeli aus einem mitgebrachten Säckli der Lehrerin. Auch, weil es diesmal keinen Verpflegungsstand mit Kuchen und anderen Leckereien gab. Ebenso sammelte Ruch, wie dies auch Leistungssport-Trainer machen, die Zettel mit den Zwischenzeiten ein. Ob sie somit ihre Teamzusammensetzung fürs 2022 optimieren kann? Sämtliche angefragten Lehrpersonen gaben an, dass sie sowohl seitens der Eltern, als auch der Schüler*innen gar keine Reaktionen auf die noch nicht ganz ausgestandene Corona-Situation bekamen.

Rund 80 Helfer*innen im Einsatz

Eva Martin, welche dem Aargauer sCOOL-Cup zum dritten Mal vorstand, war froh, dass die Veranstaltung tadellos ablief. Immerhin war es erst der zweite grosse Sportanlass im Aargau, nach dem Kant. Schwingfest in Lenzburg. «Ich bin froh, dass ich auf einen grossen, sehr treuen Helferstab zählen kann, welcher ebenfalls sehr beweglich ist und sich gut in die neue Situation reinschickte. Geduldig hielten die Starthelfer die Schüler zurück und noch geduldiger halfen Lotsen den Irrläufern aus der Patsche, sprich, wieder auf die «Idealroute», auch wenn die Kommunikation wegen der Masken diesmal schwieriger war. Am Schluss fanden alle den Weg, wenn auch nicht den kürzesten, wieder retour zum Ziel beim Rennbahngelände.

Kinder werden von der Basis abgeholt

Der sCOOL-Cup wird in praktisch allen Kantonen durchgeführt. Natürlich hat man beim Schweizer OL-Verband auch einen Hintergedanken mit der Durchführung dieser sCOOL-Cups. «Wir machen das zwar mit Freude und Begeisterung», meinte der Co-Präsident des Aargauer OL-Verbandes, Daniel Bär, «doch es wäre schön, der Tag würde auch Nachhaltigkeit zeigen. Heute holen wir die Kinder an der Basis ab, morgen laufen sie vielleicht mit ihrer Familie auf einer der fest installierten Bahnen des «Swiss-O-finder» in Aarau, Zofingen oder Baden und übermorgen stehen sie das erste Mal selber am Start eines richtigen OL’s – das wäre der Idealfall. Schön, wenn wir hier mit unserem sCOOL-Tag etwas in Bewegung setzen könnten», meinte ein zufriedener Daniel Bär am Ende der Veranstaltung. Die einzelnen Ranglisten können unter https:/scoolcup.aolv.ch/resultate/ eingesehen werden.

Bilder: Auch ohne Publikum gaben die etwa 1400 Kinder ihr Bestes beim sCOOL-Cup. Fotos: zVg
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