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Prof. Dr. med. Irene Burger, Chefärztin Nuklearmedizin im Zentrum für Bildgebung des KSB. Foto: zVg

(ksb) Irene Burger, Chefärztin Nuklearmedizin im Zentrum für Bildgebung am Kantonsspital Baden (KSB), hat in ihrer Karriere einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die 43-jährige Luzernerin ist von der Universität Zürich zur Titularprofessorin ernannt worden.

«Irene Burger ist eine Koryphäe in ihrem Fachgebiet. Im Namen des KSB gratulieren wir ihr herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung», sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. «Mit der Ernennung zur Professorin hat sie die höchsten akademischen Weihen für eine Ärztin erlangt. Wir sind stolz und froh, dass wir sie vor mittlerweile über drei Jahren für das KSB gewinnen konnten. Sie hat hier innert kürzester Zeit Hervorragendes geleistet.»
Irene Burger leitet seit Anfang 2019 als Chefärztin die Abteilung Nuklearmedizin (NUK) im Zentrum für Bildgebung am KSB. Daneben ist sie in einem 20-Prozent-Pensum am Universitätsspital Zürich tätig, wo ihr Fokus auf wissenschaftlichen Tätigkeiten liegt. In diesem Bereich arbeitet sie auch eng mit der ETH Zürich und dem Paul-Scherrer-Institut zusammen. «Ich bin sehr dankbar, dass das KSB mir diese Forschungsaktivitäten ermöglicht. Dies ist alles andere als selbstverständlich», sagt Irene Burger.
Sie ist mittlerweile eine von über zwei Dutzend KSB-Ärztinnen und -Ärzten, die vor der Abkürzung «Dr. med.» den Titel «Prof.» oder «PD» (Privatdozent) aufführen dürfen.
Gerade bei den Chefärzten legt das KSB grossen Wert auf eine Habilitation. Denn so kann das Spital zum einen seine Rolle als Aus- und Weiterbildungsstätte sowie als Partnerinstitution für Universitäten und Hochschulen weiter stärken. Zum anderen profitieren die Patienten von einer optimalen klinischen Versorgung und einem frühen Zugang zu innovativen Therapien.

Tumore im Fokus
Irene Burger konzentriert sich in ihrer Forschung auf die hybride Bildgebung, also die Kombination aus Radiologie und Nuklearmedizin für die frühe und präzise Erkennung von Tumoren.
«Im Zentrum meiner Arbeiten stand in den letzten Jahren das Prostatakarzinom, weil es seit 2016 durch den Tracer 68Ga-PSMA-11 eine neue Möglichkeit zur Darstellung dieses Tumors gibt», sagt Irene Burger. «Diese Methode öffnete viele neue Wege, stellt uns aber auch permanent vor Fragen, die ich mit meinem Team zu beantworten versuche. So sind in den letzten Jahren rund um das PSMA PET über 40 Publikationen entstanden, die einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, dass wir heute besser verstehen, wie wir mit dieser Methode umgehen sollen.»

«Spannender als jeder Krimi»
Prof. Irene Burger ist überzeugt, dass die Bedeutung der Nuklearmedizin weiter steigen wird. Entsprechend wichtig ist für sie die Forschung.

Prof. Irene Burger über…
… die Rolle der Nuklearmedizin am KSB: «Das KSB verfügt über die einzige stationäre NUK im Aargau. Wir pflegen einen sehr engen Austausch mit unserer Radiologie-Abteilung, sodass wir laufend neue Erkenntnisse in unsere Behandlungen einfliessen lassen können, um unsere Patienten optimal zu versorgen. Zudem können wir dank dieser unkomplizierten Zusammenarbeit auch rasch interdisziplinäre Studien auf- und umzusetzen. Kurze Wege sind für unsere Arbeit enorm wichtig.»
… das Potenzial der NUK: «Mein Fokus lag jahrelang auf der Diagnostik, unter anderem auch deswegen, weil die Technologie der Geräte sehr grosse Fortschritte machte und uns immer neue Möglichkeiten bot, das Angebot für die Patienten weiter zu verbessern. Aktuell ist die Sensitivität der Geräte so gut, dass es bei der Technik kaum noch Optimierungspotential gibt. Hingegen ist in den letzten drei, vier Jahren ein wahrer Boom im Bereich von neuen Tracern und Therapien zu beobachten. Auch im KSB bieten wir die Bestrahlung mit Lu-PSMA seit längerer Zeit an. Diese Therapie hat bei einigen Patienten, die als komplett «austherapiert» galten, zu sehr guten Ergebnissen geführt. Ich glaube, hier stehen wir erst am Anfang der Entwicklung. Mit besserem Verständnis für die Heterogenität von Tumoren werden wir in Zukunft Metastasen gezielter behandeln können. In der personalisierten Medizin wird die NUK noch stark an Bedeutung gewinnen.»
… die Faszination ihres Fachgebiets: «Die immer wieder neuen Herausforderungen mit neuen Substanzen sind für mich spannender als jeder Krimi. Man beobachtet ein Phänomen, das man am Anfang nicht versteht. Dann sammelt man Daten dazu, wertet diese aus, und wenn man Glück hat, findet man etwas Neues. So konnten wir beispielsweise als erste Forscher beschreiben, dass ein gewisses Areal der Prostata (die Zentralzone, die vor allem bei jungen Patienten noch vorhanden ist, im Alter dann aber immer kleiner wird) deutlich PSMA aufnehmen kann. Diese Einsicht bewahrte uns davor, bei jungen Patienten den Krebs zu überschätzen. Vielleicht half auch der eingängige Titel unserer Studie mit dem Verweis auf die Ohren von Mickey Mouse [“The central zone has increased 68 Ga-PSMA-11 uptake: "Mickey Mouse ears" can be hot on 68 Ga-PSMA-11 PET” (Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2018 Jul;45(8):1335-1343.)], dass diese Arbeit in den europäischen Guidelines rund um das PSMA verankert wurde.»
… die häufigste Frage, die ihr Patienten stellen: «Gerade bei nuklearmedizinischen Therapien fragen die Patienten immer wieder, ob ihr Haustier nach der Behandlung durch ihre Strahlung gefährdet werden könnte. Dies kann man glücklicherweise rundum verneinen. Vermehrte Vorsicht ist hier primär bei Schwangeren und kleinen Kindern geboten, aber Haustiere haben durch ihre deutlich kürzere Lebenserwartung ein sehr viel kleineres Risiko, durch Strahlung einen potentiellen Schaden zu erleiden.»

Bild: Prof. Dr. med. Irene Burger, Chefärztin Nuklearmedizin im Zentrum für Bildgebung des KSB. Foto: zVg
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