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(pd) Der letzte Sommer war geprägt von der Klimakrise: starke Überschwemmungen, Hitzewellen, Waldbrände und ein neuer IPCC-Bericht. Weltweit, in der ganzen Schweiz und auch in Aarau wurde gestern gestreikt. Die zahlreichen Aktivist*innen fordern weiterhin schnelle und sozial gerechte Klimaschutzmassnahmen.

Im vergangenen Sommer wurde deutlich, dass die globale Erwärmung weit schlimmere Folgen als nur wärmere Temperaturen hat: Überschwemmungen in China, Deutschland und der Schweiz, Dürren und verheerende Brände in Griechenland, Sibirien und Nordamerika sowie neue Tiefstände des arktischen Meereises. Wissenschaftler*innen warnen schon lange, dass Trockenheiten, Überschwemmungen und Stürme mit der globalen Erwärmung sehr viel häufiger und vor allem extremer werden. Der im August erschienene 6. Bericht des Weltklimarates zeigt klar, dass noch eine Chance besteht, die Erwärmung auf 1,5°C zu stabilisieren, um so das Schlimmste zu verhindern. Dafür müssen die menschgemachten Treibhausgasemissionen jetzt aber sehr schnell sinken.

Foto: zVgWeil Politik und Wirtschaft diese Realität weiterhin gekonnt ignorieren und keine griffigen Massnahmen ergreifen, wurde am 24. September weltweit gestreikt. In Aarau versammelten sich über 200 Menschen und zogen friedlich, aber laut und mit einer klaren Botschaft durch die Stadt. Anschliessend zur bewilligten Demonstration fand im Kasinopark eine Kundgebung mit Tanzdarbietung, Poetry Slam, Musik, Reden und Pizza statt.

Foto: zVg«In den letzten Monaten haben wir gesehen, dass die Klimakrise auch in der Schweiz massive Folgen hat, doch anderswo auf der Welt ist die Klimakrise heute schon viel greifbarer. Da, wo ganze Landstriche im Meer versinken oder Dürren zu Wasserknappheit, Hungersnöten oder Bürgerkriegen führen», bekräftigt Jonas Meier, 24, aus Seengen in einer Rede. Reiche Länder wie die Schweiz könnten sich viel besser vor den Folgen der Krise schützen, gleichzeitig wäre es für uns leichter, unsere Wirtschaft umzustellen, und wir hätten in der Vergangenheit schon sehr viel CO2 emittiert. Deswegen müssten die Emissionen der Schweiz im globalen Vergleich um so schneller sinken. Aber: «Die institutionelle Politik versagt, Menschen mit viel Macht nehmen ihre Verantwortung nicht wahr, es passiert quasi nichts», ärgert sich Co-Moderatorin Jeannine Hersche, 25, aus Unterentfelden. «Der neueste IPCC Bericht hat wieder mal gezeigt, wie unfassbar schnell wir unsere Emissionen senken müssen, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Wenn wir nichts ändern, haben wir das verbleibende CO2-Budget im Februar 2027 aufgebraucht!», betont Mechthild Mus, 17, aus Baden.

Foto: zVgDer Klimastreik hat zusammen mit den Expert*innen mit dem Climate Action Plan (CAP) schon lange Lösungsvorschläge aufgezeigt, die von den Verantwortungsträger*innen gekonnt ignoriert werden. Der heutige weltweite Protest unterstreicht unseren Frust über das träge Handeln der verantwortlichen Akteur*innen.

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