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(pd) Die Regio Basiliensis ruft anlässlich ihrer 58. Generalversammlung dazu auf, die Gesundheitskooperation am Oberrhein weiter zu stärken und Gesundheitsprojekte zu fördern, damit Herausforderungen wie die Corona-Pandemie gemeinsam angegangen werden können. Zudem wurde die wichtige Rolle der regionalen Ebene angesichts der gescheiterten Verhandlungen zum institutionellen Rahmenabkommen Schweiz-EU betont. Die Regionen sind Botschafter und Multiplikatoren für gute nachbarschaftliche Beziehungen.

Gesundheitskooperation stärken
Die letzten, von der Coronapandemie geprägten Monate, haben gezeigt, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Nachbarländern am Oberrhein in der Krise noch wichtiger ist als zuvor. «Es ist uns gemeinsam gelungen, in Bern, Paris, Berlin und Brüssel auf die spezielle Situation und die Bedürfnisse der Grenzregionen aufmerksam zu machen», betonte Dr. Kathrin Amacker, Präsidentin der Regio Basiliensis, «wir dürfen aber nicht lockerlassen.» Durch Corona müssen in Zukunft Projekte im Gesundheitsbereich besondere Aufmerksamkeit bekommen und stärker gefördert werden. Die kommende Programmlaufzeit von Interreg VI Oberrhein 2021-2027 wird hier wertvolle Unterstützung leisten. So gibt es derzeit Überlegungen für ein Interreg-Projekt zur grenzüberschreitenden Pandemieplanung.

Neue Gebietskörperschaft im Elsass als Chance für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Die Zusammenführung der beiden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin im Rahmen der Collectivité européenne d’Alsace (CeA) am 1. Januar 2021 brachte das Elsass wieder auf die Landkarte zurück. Die Regio Basiliensis verfolgt seit langem mit grosser Aufmerksamkeit und Interesse die Entwicklung im Elsass. Die Gebietsreform setzt neue Kräfte frei und stärkt die trinationale grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die zurzeit in Ausarbeitung befindliche Strategie der CeA ist eine Chance für konkrete Projekte wie zum Beispiel den Bahnanschluss zum EuroAirport, die Förderung der Mehrsprachigkeit in Schulen oder auch den geplanten Gewerbepark Fessenheim. In der an die Generalversammlung anschliessende Podiumsdiskussion diskutierten Wolfgang Dietz, Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein, Beat Jans, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, sowie Pascale Schmidiger, Bürgermeisterin der Stadt Saint-Louis und Vizepräsidentin der CeA, die Auswirkungen der Gebietsreform auf die grenz-überschreitende Zusammenarbeit.

Bilaterale Beziehungen Schweiz-EU
Der Abbruch der Verhandlungen zum institutionellen Rahmenabkommens Schweiz-EU am 26. Mai löste in der Dreiländerregion Bestürzung auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene aus. Nach der MedTech-Branche spürt nun auch die Schweizer For-schungslandschaft mit der Einstufung als Drittstatt beim EU-Programm Horizon Europe die negativen Konsequenzen. In Anbetracht der Ereignisse der letzten Monate wird der regionalen Ebene eine besondere und wichtige Rolle zukommen, da hier europäische Themen im Alltag sichtbar werden. Die Regio Basiliensis fordert zeitnah eine Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz-EU und setzt sich entsprechend für gute Beziehungen zu den Nachbarländern ein.

Fakten und Zahlen zum Arbeitsmarkt am Oberrhein
Im Auftrag der Regio Basiliensis analysierte BAK Economics den Arbeitsmarkt am Oberrhein. Die entsprechende Publikation lieferte bereits 2020 Zahlen und Fakten zum regionalen Arbeitsmarkt. Nun folgt dieses Jahr die zweite Ausgabe, welche unter anderem die Coronapandemie und den Fachkräftemangel beleuchtet. Die Publikation erhöht die Transparenz des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes am Oberrhein, um diesen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Verleihung der Regio-Medaille
Die Ehren-Medaille für besondere Verdienste an der Regio-Idee erhielt der Verein «E Friehjohr fer unseri Sproch» in Anerkennung seiner wertvollen Beiträge für die langjährig Förderung der Elsässischen Identität sowie des elsässischen Dialekts und der Kultur.

Die Regio Basiliensis ist Schweizer Partnerin für die Oberrhein-Kooperation und Kompetenzzentrum erster Wahl für Politik, Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Organisationen und Bevölkerung und setzt sich mit Ihrer Expertise für die Stärkung der trinationalen Grenzregion ein. Zudem wirkt sie als gemeinsame Aussenstelle der fünf Nordwestschweizer Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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