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Foto: Artem Podrez von Pexels

(pd) In 20 Mittel- und Berufsfachschulen im Kanton Aargau finden in den nächsten sieben Wochen Covid-19-Impfungen statt. Voraussichtlich ab September kommen die Oberstufenstandorte der Volksschule dazu.

Die Impfquote bei Jugendlichen soll mit diesem Angebot weiter gesteigert werden. Zudem können mit einer höheren Impfquote Ausbrüche in Schulen verhindert werden. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I können sich nur mit elterlicher Einwilligung an den Schulstandorten impfen lassen. Für Lernende an den Mittel- und Berufsfachschulen ist dies nicht notwendig. Das Impfangebot für Jugendliche ab 12 Jahren an den Kantonsspitälern Aarau und Baden bleibt ebenfalls bestehen.
Seit vergangenem Montag, 16. August, impft der Kanton Aargau Schülerinnen und Schüler der Kantons- und Berufsfachschulen an den jeweiligen Schulstandorten. Den Anfang machten die Neue und die Alte Kantonsschule in Aarau. An den ersten zwei Impftagen haben so 99 Personen ihre erste Covid-19-Impfung erhalten. Verwendet wird vorerst der Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Der Impfstoff des Herstellers Moderna ist zwar für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, noch fehlen aber die Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF. Heute Mittwoch, 18. August 2021, geht die Impfaktion an den beiden Kantonsschulen nach drei Tagen zu Ende. Die mobile Impfstation ist in rund vier Wochen wieder am selben Ort stationiert. Die impfwilligen Schülerinnen und Schüler erhalten dann ihre zweite Impfdosis. Das Departement für Gesundheit und Soziales (DGS) und das Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) arbeiten eng zusammen und bereiten das Impfangebot an den Schulstandorten gemeinsam mit den Schulleitungen vor. Dazu gehören auch Informationsveranstaltungen, an denen die Schülerinnen und Schüler Fragen an Gesundheitsfachpersonen stellen können. Auf diesem Weg können Fakten von Vermutungen getrennt werden und die Entscheidungsgrundlage verbessert werden.

Mittelschulen und Berufsfachschulen
Bereits in der nächsten Woche impfen die mobilen Teams in weiteren kantonalen Schulen und Berufsfachschulen. An sieben Kantonsschulen und dreizehn Berufsfachschulen im Kanton Aargau bietet die Impfkampagne den Schülerinnen und Schülern so ein Impfangebot auf dem jeweiligen Schulareal. Abgeschlossen werden die Erstimpfungen Ende September. Die Impfquote von bisher rund 43 Prozent in der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen soll so gesteigert werden. Die Impfung ist für Jugendliche in allen diesen Schulen ohne elterliche Einwilligung möglich. Das DGS empfiehlt jedoch allen impfwilligen Jugendlichen, das Thema mit den Eltern zu besprechen und so einen gemeinsamen Entscheid zu fällen. Impfen lassen können sich vor Ort auch Lehrpersonen oder weiteres Schulpersonal.

Impfung in der Oberstufe nur mit elterlicher Einwilligung
In einem nächsten Schritt ist ein Impfangebot auch an den Oberstufenstandorten der Volksschule vorgesehen. Dies wird voraussichtlich ab September der Fall sein. Schülerinnen und Schüler an diesen Standorten benötigen eine elterliche Einwilligung für die Covid-19-Impfung. Eltern erhalten vorgängig von den Schulen ein entsprechendes Formular zur Unterschrift. In den Impfzentren des Kantonsspitals Aarau KSA und des Kantonsspitals Baden KSB erhalten Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren weiterhin auch ohne elterliche Einwilligung eine Impfung, sofern sie urteilsfähig sind. An beiden Standorten sind Kinderärzte verfügbar, die bei Fragen zur Verfügung stehen. Die Erfahrung der Impfzentren zeigt jedoch, dass die meisten Jugendlichen den Impfentscheid gemeinsam mit den Eltern fällen und auch von diesen begleitet werden. Das DGS empfiehlt dieses Vorgehen.

Verhinderung von Ausbrüchen in Schulen
Die Impfung in den Schulen soll auch dabei helfen, die Anzahl Ausbrüche zu senken. Ein weiteres Mittel zur Prävention in den Schulen ist das repetitive Testen. Seit dem Ferienende haben sich 25 Schulstandorte neu für das repetitive Testen angemeldet. Total nehmen 171 teil. Der Kanton Aargau begrüsst in diesem Zusammenhang die Absicht des Bundesrats, das repetitive Testen auch an Schulen weiterzuführen. Weitere Informationen zum repetitiven Testen und zur Anmeldung für Schulen und Betriebe gibt es unter www.ag.ch/coronavirus-rete.

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