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(slrg) Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG blickt mit ihrer Bilanz auf die Badesaison 2020 schon auf die neue Saison 2021. Im Jahr 2020 sind während dem Corona-Sommer 46 Menschen in Schweizer Gewässern tödlich verunglückt. Wiederum waren die offenen Gewässer die Hotspots. Mit Blick auf das bevorstehende Sommerwochenende möchte die SLRG aufgrund der hohen Wasserstände insbesondere für den Aufenthalt an, in und auf Flüssen zur Vorsicht mahnen. Daher rät die SLRG, den sicheren Badespass zu wählen.

Die Schweiz zählt 46 Menschen, die im Jahr 2020 in helvetischen Gewässern ertrunken sind. Darunter sind 32 Männer, 10 Frauen und 4 Kinder. 44 der Todesfälle ereigneten sich in offenen Gewässern. Genauer betrachtet verunfallten 25 Menschen in Flüssen/Bächen, 19 in Seen, eine Person im heimischen Pool und eine im Planschbecken.

Sichere Bäder – «Hotspot» offene Gewässer
An der Ausgangslage für die Ertrinkungsprävention und die Wasserrettung hat sich nichts geändert: In überwachten Bädern gibt es praktisch keine Unfälle mit Todesfolge. Dafür stellen die offenen Gewässer mit dem Löwenanteil der Unfälle mit Todesfolge den «Hotspot» dar. Um dem entgegenzuwirken, ist weiterhin eine zielgruppen- und ortsspezifische Präventionsarbeit notwendig. Zum einen mit der noch breiteren Bekanntmachung der SLRG Bade- und Flussregeln in der Schweiz, zum anderen mit der gezielten Ansprache derjenigen, die selbst zur Wassersicherheit beitragen oder diese weitervermitteln können. Laut Geschäftsführer Reto Abächerli zentrale Punkte der Arbeits- und Vorgehensweise der SLRG. Darum haben SLRG Sektionen im vergangenen Jahr damit begonnen, sogenannte Präventionspatrouillen direkt an den Gewässern durchzuführen, um die Mitmenschen vor Ort zu informieren und für den sichern Badespass zu gewinnen.

Heikel: Hohe Wasserstände in Flüssen
Die aktuell besonderen Umwelteinflüsse in Form der erhöhten Wasserstandspegel bei Fliessgewässern schüren die Besorgnis der SLRG. Es wird vom Aufenthalt in Fliessgewässern abgeraten – es kann gefährlich werden, da die Pegel vieler Flüsse über das normale Mass hinaus erhöht sind. «Wir raten den Menschen, sich an sicheren Orten dem Wasserspass zu widmen oder noch etwas zu warten», weist Abächerli auf die Möglichkeiten des Eigenschutzes hin. Die hohen Wasserstände bedingen mehr und stärkere Strömung, Gewässertrübung sowie tendenziell tiefere Wassertemperaturen, die nicht zu unterschätzen seien. Darum solle, wer nicht auf einen erfrischenden Schwumm verzichten wolle, dies im sicheren Rahmen wie beispielsweise der Badi tun.

Für den sicheren Wasserspass: SLRG Bade- und Flussregeln
Unbestritten bleibt die Wichtigkeit der Bade- und Flussregeln der SLRG. Die bewährten Botschaften helfen Ertrinken zu verhindern. Wer sich an sie hält und eine gesunde Selbsteinschätzung an den Tag legt, kann Risiken erkennen und für sich persönlich ausmerzen. Dem ungetrübten Wasserspass sollte dann nichts mehr im Weg stehen.

Weitere Informationen auf  www.slrg.ch  oder unter  www.baderegeln.ch .

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