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(pd) Entlang der Birs sind etliche Hochwasserschutz-Projekte in Planung oder bereits realisiert. Um die Möglichkeiten für Grellingen auszuloten, erfolgt am Kraftwerk Büttenen in dieser Woche eine Vermessung der Flusssohle.

Aus Sicht des Hochwasserschutzes an der Birs stellt das Kraftwerk Büttenen eine Schwachstelle dar. Das Geschiebe (mitgeführtes Gestein etc.) im Staubereich hinter dem Wehr verkleinert den Querschnitt der Birs und somit die Wassermenge, die der Fluss bei Starkregen aufnehmen kann. In diesem Abschnitt kommt es immer wieder zu Überschwemmungen.
Das Schutzkonzept für Grellingen sah als Gegenmassnahme zunächst eine Erhöhung der Ufermauern vor. Als Alternative wird nun ein Neubau von Teilen der 75 Jahre alten Wehranlage am Wasserfall geprüft, die auf einer Felsschwelle steht. Kann diese Barriere verringert werden und liegt der massive Fels tief genug, wird die Birs in ihrem natürlichen Bett ein Jahrhunderthochwasser abführen können.
Die Datenbasis liefert das Spezialboot «Sonus». Der Katamaran gehört dem Kanton Basel-Stadt, ist im Normalfall auf dem Rhein im Einsatz und wurde heute Montag von einem Pneukran in die Birs gehoben. Er vermisst die gesamte Bachsohle vom Steg Unterdorf bis zum Wasserfall in Grellingen mit unterschiedlichen Schallwellen, um Daten zur Wassertiefe und zur Struktur des Untergrundes zu erhalten. Daraus kann auch die Mächtigkeit der Geschiebeschicht, deren Aufbau und die Lage der Felsoberfläche bestimmt werden. Von den Ergebnissen hängt ab, ob das alternative Schutzkonzept weiterverfolgt werden kann.

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