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(jfdp) Der Start für die lang erwartete Impfung gegen COVID-19 verlief in den allermeisten Kantonen harzig: Impftermine sind innert Minuten ausgebucht, lange Telefonwarteschleifen und zusammenbrechende Webseiten sorgen für Frust. Deshalb fordern die Jungfreisinnigen Baselland und Basel-Stadt in beiden Kantonen die Einführung einer Voranmeldung in Form einer Warteliste für alle Altersgruppen. Dies würde das Anmeldeverfahren wesentlich vereinfachen und verfolgt das Ziel, das aktuelle Momentum der Impfbereitschaft zu nutzen.

Momentum bei den Jungen nutzen – erneuten Corona-Winter vermeiden
Die beiden Basler Jungfreisinn-Sektionen fordern, dass sich alle Altersgruppen für die Impfung gegen das Coronavirus voranmelden können und dann auf eine Warteliste kommen. Das schafft eine gewisse Verbindlichkeit seitens der Impfwilligen, wobei die Impfung weiterhin freiwillig bleibt. Es ist zu begrüssen, dass der Kanton Basel-Landschaft angekündigt hat, ab nächster Woche eine Impfvoranmeldung für Personen zu ermöglichen, die sich bereits impfen lassen können. Aus Sicht der Jungfreisinnigen nach soll die Voranmeldung aber für alle möglich sein.
Die jüngere Bevölkerung muss derzeit damit rechnen, sich erst in einigen Monaten impfen lassen zu können. So besteht das Risiko, dass eigentlich Impfwillige sich im Sommer dazu entscheiden, eine Impfung hinauszuschieben. Einerseits da bis dann bereits ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, darunter die Risikogruppe, geimpft sein sollte und andererseits, weil in den warmen Sommermonaten voraussichtlich wieder mit niedrigeren Fallzahlen zu rechnen ist. «Es ist wichtig, dass wir jetzt von der momentan relativ hohen Impfbereitschaft Gebrauch machen, indem wir eine Voranmeldung für alle Altersgruppen ermöglichen. Am Schluss geben wir im Sommer Millionen für Impfkampagnen aus und versuchen diese Leute zu überzeugen, die sich heute bereits für die Impfung angemeldet hätten», sagt Lucio Sansano, Präsident der Jungfreisinnigen Baselland. Mit der Voranmeldung könnte innert nützlicher Frist ein höherer Anteil Geimpfter erreicht und damit auch zu einem möglichst gemässigten Verlauf der Pandemie im nächsten Winter beigetragen werden, wenn die Fallzahlen nach einem hoffentlich ruhigeren Sommer analog zu letztem Herbst wieder stark ansteigen würden.

Braucht es wirklich 26 verschiedene Impf-Wege?
Für die Jungfreisinnigen ist klar, dass hier jetzt Handlungsbedarf besteht und dass mittels Einführung einer solchen Voranmeldung der Anteil Impfwilliger bis im Frühling ansteigen wird, was zahlreiche Menschenleben retten und unserem Land sowie unserer Wirtschaft viel weiteres Leid ersparen könnte. Ferner wäre es wünschenswert, dass alle Kantone, bestenfalls in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, ein System mit Voranmeldung zumindest eingehend prüfen. «Der Kanton Bern hat die Möglichkeit zur Voranmeldung in seinem System erfolgreich vorgemacht und wird sich sicher nicht weigern, den anderen Kantonen sein «Geheim-Rezept» zu verraten», meint Dominik Scherrer, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

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