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(pd) Eine grosse Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW untersuchte, wie sich die Team- und Führungskommunikation auf die Arbeitszufriedenheit von Ärzt/-innen auswirkt. Die Befragung von über 1500 Ärzt/-innen in Schweizer Spitälern ergab, dass vor allem die Berufsgruppe in Universitätsspitälern und bei jungen Ärzt/-innen in tiefen Funktionsstufen stark gefordert ist. Die Studie veranschaulicht, wie gross der Effekt von Kommunikation auf die Arbeitszufriedenheit ist.

Die wichtigste Erkenntnis der Studie zeigt auf, dass eine positive Führungskommunikation bei allen Ärzt/-innen zu einer signifikant höheren Arbeitszufriedenheit und besserem Wohlbefinden führen. Es wurden drei Elemente identifiziert, die sich direkt auf die Arbeitszufriedenheit auswirken: Den grössten Effekt hat der Umgangston, der möglichst freundschaftlich, wertschätzend, transparent, hilfsbereit und gleichberechtigt sein sollte. Deutlich zeigt sich: Ist der Umgangston positiv, erhöht sich die Arbeitszufriedenheit signifikant. Ärzt/-innen fühlen sich weniger gestresst, können Privates und Berufliches besser trennen und haben seltener Angst, ihre Meinung zu äussern.

Denselben Effekt haben das Informationsverhalten und die Qualität der Informationen von Vorgesetzten: Ist das Informationsverhalten aufrichtig, proaktiv und vertrauensbildend und die Informationsqualität hilfreich, erhöht das die Arbeitszufriedenheit deutlich. Wichtig ist neben dem Umgangston und dem Informationsverhalten der Führungsstil, der auf gegenseitigem Vertrauen basieren und die intrinsisch motivierte Arbeit fördern sollte.

Besonders sensibel auf die Art der Kommunikation reagieren Frauen, Ärzte auf Stufe Assistenz sowie Ärzt/-innen der Generation Y. Diese neue Generation von Ärzt/-innen, Generation Y1 genannt, legt besonderen Wert auf einen wertschätzenden Umgangston und transparente Kommunikation. Sie schätzt und fordert eine gute Team- und Führungskommunikation und erhält gerne Feedback, was einen positiven Effekt auf ihre berufliche und private Zufriedenheit hat. Dies gilt es vor allem deshalb zu beachten, weil diese Generation in ihrem Beruf besonders unzufrieden, oft resigniert und deutlich gestresster ist als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen. Sie fühlt sich häufig emotional stark gefordert und hat oft zu wenig Zeit, ihre Arbeiten sorgfältig zu erledigen. In besonderem Masse betrifft dies die Frauen der Generation Y. Am zufriedensten sind Ärzte der Generation Baby Boomer, Chefärztinnen und Chefärzte, sowie Ärzte, die in Rehabilitationskliniken tätig sind.

Den Forschungsbericht finden Sie unter www.fhnw.ch/healthcare

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