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(pd) Der Unterhalt von Böschungen und Rabatten entlang der Aargauer Kantonsstrassen wird ökologischer und nachhaltiger: Die Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat zu diesem Zweck mit Unterstützung der Abteilung Landschaft und Gewässer ein neuartiges Mähgerät angeschafft – das erste dieser Art in der Schweiz. Der Mähkopf ist besonders schonend für Kleinlebewesen und unterstützt die ökologische Infrastruktur und Vernetzung im Kanton.

Strassen sind für die Mobilität der Menschen von grosser Bedeutung – für die meisten Lebewesen stellen sie dagegen praktisch unüberwindbare Hindernisse dar. In der Längsrichtung aber können Rabatten und Böschungen entlang der Strassen wichtige ökologische Vernetzungsachsen für viele Arten bilden und ihre Mobilität unterstützen. Wie diese wichtigen Lebensräume gepflegt werden, ist deshalb von entscheidender Bedeutung.
Bisher wurde beim Unterhalt dieser Strassenbegleitflächen von Kantonsstrassen das Schnittgut oft zerhackt und dann direkt abgesogen. Weniger mobile Tiere werden durch diesen Vorgang entweder Opfer des Schnittwerkes oder von den Rollen das Mähkopfs zerquetscht. Dieses Vorgehen widerspricht dem seit vielen Jahren gelebten Grundsatz des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, wonach auch der Strassenunterhalt nicht ausschliesslich wirtschaftliche, sondern auch ökologische Kriterien berücksichtigen soll. Diese Haltung hat der Kanton zuletzt in der seiner Strategie MobilitätAARGAU bestätigt, die im Jahr 2016 einstimmig von Grossen Rat beschlossen wurde. Eine Stossrichtung der Strategie lautet: «Verkehrsinfrastrukturen ökologisch und ökonomisch ausgewogen bauen, betreiben und erhalten.» Dies bedeutet unter anderem, dass die Arbeiten für die Realisierung und den Unterhalt der Kantonsstrassen möglichst umweltverträglich zu gestalten sind.

Neues Mähgerät bringt mehrere Vorteile
Um die konkrete Umsetzung dieser Strategie auch mit der neuesten technologischen Entwicklung auf diesem Gebiet zu unterstützen, hat die Abteilung Tiefbau des BVU nun ein neuartiges Mähgerät für die Unterhaltsarbeiten an Strassen-rändern angeschafft. Das neue Gerät bringt verschiedene Vorteile:
• Ein Vorrechen scheucht mobilere Tierarten auf; so kommen diese gar nicht erst in Kontakt mit dem Mähkopf.
• Die Wiese wird mit kleinen Messern horizontal geschnitten, nicht wie bei herkömmlichen Mähgeräten gehackt.
• Beim Schneiden entsteht keine Sogwirkung von unten, die Absauganlage entfernt nur das effektiv geschnittene Gras – nicht alles, was sich unter dem Mähkopf am Boden befindet, so werden keine Insekten abgesaugt.
• Die Radauflage ist auf ein Minimum bzw. auf zwei schmale Rollen an den Rändern reduziert; bei den herkömmlichen Rollen über die gesamte Breite des Geräts werden die Kleinlebewesen zerquetscht.

Der Kanton als Vorreiter
Der Aargau hat nun das erste solche ökologische Mähgerät in der Schweiz angeschafft. Die Beschaffung ist ein Ergeb-nis der Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Tiefbau und der Abteilung Landschaft und Gewässer. Sie steht im Zu-sammenhang mit der erwähnten Mobilitätsstrategie und dem Ziel, Massnahmen zur Optimierung von Strassenbegleitflä-chen zu ergreifen und so deren Wirkung als Vernetzungsgebiete zu ermöglichen. Die beiden Abteilungen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der ökologischen Inf-rastruktur und der Nachhaltigkeit im Kanton. Foto: zVg

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