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(pd) Gestern Dienstagabend wurde in der Römisch-Katholischen Kirche in Aarau der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen und Benevol Aargau verliehen. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati würdigte das hohe freiwillige Engagement im sozialen Bereich. Der erste Preis dotiert mit 8000 Franken erhielt der Verein «Prozessor» aus Aarau. Der zweite Preis ging an Caritas Aargau mit dem Projekt «Voll underschti» und der dritte Preis wurde dem Projekt «Kiz Kinderzeit» aus Rombach verliehen. Die Feier moderierte Carmen Frei, für die musikalische Umrahmung sorgte Sven Mindeci.

Zu Beginn der Preisverleihung rollte Regierungsrat Jean-Pierre Gallati die Geschichte des Sozialpreises auf. Freiwilligenarbeit geniesst eine lange Tradition im Kanton Aargau und sie ist von grosser Bedeutung, da sie den Staat mitunter auch entlastet. Herr Gallati zeigte sich erfreut über die grosse Bandbreite der eingereichten Projekte.
Aus den 26 Projekten erhielt der Verein «Prozessor» aus Aarau den ersten Preis. Der Verein bietet an der Erlinsbacherstrasse offene Räume und Werkstätten für kreatives Schaffen und fördert so Experimentierfreudigkeit und der Gedanke des Upcyclings. In den Räumlichkeiten ist zudem ein Treffpunkt entstanden, bei dem sich Menschen über Generationen und Kulturen hinweg begegnen. Caritas Aargau gewinnt den zweiten Preis von 5000 Schweizer Franken mit dem Projekt «Voll underschti. Sie bieten speziell für Jugendliche und junge Erwachsene Stadtrundgänge zum Thema Armut an. Ein Rundgang der zum Nachdenken anregt. Der dritte Platz mit 3000 Franken ging an «Kiz Kinderzeit» aus Rombach. Sie schenken Kindern und Jugendlichen, die in Asylunterkünften leben, Zeit und bieten Ausflüge, Begegnungen und Erlebnisse in der Natur.

Zwei Projekte erhielten einen sogenannten Anerkennungspreis von je 1000 Franken. Darunter fiel der Verein «Carton du Coeur», Lebensmittelhilfe Aargau, und das Jugendrotkreuz mit dem Projekt «Nachhilfe für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien».
Trotz strenger Covid-19 Massnahmen nahmen rund 50 Personen an der feierlichen Preisübergabe in der Römisch-Katholischen Kirche Aarau teil. Leider musste auf den Apéro verzichtet werden. Dafür erhielten alle Gäste beim Ausgang eine Portion heisse Marroni.

Der Sozialpreis 2020 ist eine Auszeichnung der Aargauer Landeskirchen und Benevol Aargau für die Wertschätzung der Freiwilligenarbeit im Kanton Aargau. Auch wenn die meisten Einsätze fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit stattfinden, ist jeder Einzelne ein starkes Zeichen der Solidarität. Honoriert werden Privatpersonen, Organisationen oder Institutionen, welche im Sozialen innovative und aussergewöhnliche Projekte mit Kooperationen in der Freiwilligenarbeit durchführen. Die Bewerbungen wurden im Frühjahr eingereicht. Eine ausgewählte Jury aus Kirche, Politik und Wirtschaft hat sich intensiv mit den Projekten auseinandergesetzt. Erstmals wurde auch die Öffentlichkeit aufgerufen via Online-Voting mitzubestimmen, wer die Preisgelder gewinnen soll. Rund 3200 Stimmen sind online eingegangen.

Weitere Informationen unter www.sozialpreis-ag.ch.

Bild: Erstplatzierten: derVerein «Prozessor» aus Aarau. Foto: zVg
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