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Autofahrende bekennen sich mit einer Unterschrift, einer Zeichnung oder einem Spruch auf einem Plakat gegen Littering. Foto: zVg

(pd) An Autobahn-Böschungen bleibt immer wieder Abfall liegen, der aus Autos geworfen wird. Deshalb führen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) auch dieses Jahr gemeinsame Anti-Littering-Aktionen durch. Heute und morgen sensibilisieren die IGSU-Botschafter an der Raststätte Kölliken Süd für die Littering-Problematik.

«Während Littering in der Regel vor allem in den Sommermonaten zum Problem wird, sind die Autobahnen während des ganzen Jahres davon betroffen», weiss Thomas Leuzinger, Leiter Betrieb bei der NSNW AG. «Doch diesen Frühling konnten wir aufgrund der vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen auch auf den Autobahnen einen starken Anstieg des Litterings beobachten.» Gemäss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) landet jedes Jahr rund eine Tonne Abfall pro Fahrkilometer auf der Autobahn. Die damit verbundenen Reinigungskosten werden auf rund zwei Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Deshalb führen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) bereits seit fünf Jahren gemeinsame Anti-Littering-Aktionen an Raststätten durch.

Aus dem Fenster, aus dem Sinn
Heute und morgen, 2./3. Oktober, sprechen die IGSU-Botschafter an der Raststätte Kölliken Süd die Autofahrerinnen und Autofahrer auf ihren Umgang mit Abfall an und sensibilisieren sie für die Littering-Problematik. Sie verteilen handliche «Abfallsäckli-Boxen» fürs Auto und ermuntern die Autofahrenden dazu, sich mit einer Unterschrift, einer Zeichnung oder einem Spruch auf einem Plakat gegen Littering zu bekennen. Diese lassen sich gerne auf ein Gespräch ein, bevor sie wieder ins Auto steigen. «Viele werfen den Abfall aus dem Auto, ganz nach dem Motto ‹Aus dem Fenster, aus dem Sinn›», ärgert sich ein Mann. Und eine junge Frau gibt sogar zu: «Ich habe auch schon ein Papier mit Essens-Resten aus dem Fenster geworfen, weil ich nicht wusste, wo ich es im Auto deponieren soll. Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass es dann von Reinigungsmitarbeitern mühsam wieder eingesammelt werden muss.»

Die IGSU-Botschafter sensibilisieren an der Raststätte Kölliken Süd die Autofahrerinnen und Autofahrer für die Littering-Problematik. Foto: zVgLangjährige Erfolgsgeschichte
Die IGSU-Botschafter-Teams ziehen seit 2007 jedes Jahr von April bis September durch über 50 Schweizer Städte und Gemeinden und sprechen mit Passantinnen und Passanten über Littering und Recycling. Mit Workshops und Pausenaktionen werden zudem Schülerinnen und Schüler für die Littering-Problematik sensibilisiert. Als Kompetenzzentrum gegen Littering beschränkt sich die IGSU nicht auf die Botschafter-Einsätze. Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch organisiert die IGSU jeweils den nationalen Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 11. und 12. September stattgefunden hat. Ausserdem vergibt die IGSU das No-Littering-Label an Städte, Gemeinden und Schulen, die sich gegen Littering engagieren, und unterstützt Institutionen bei der Umsetzung von Raumpatenschafts-Projekten.

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Erstes Bild: Autofahrende bekennen sich mit einer Unterschrift, einer Zeichnung oder einem Spruch auf einem Plakat gegen Littering. Foto: zVg
Zweites Bild: Die IGSU-Botschafter sensibilisieren an der Raststätte Kölliken Süd die Autofahrerinnen und Autofahrer für die Littering-Problematik. Foto: zVg
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