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(pd) Die SBB lassen die S42 im Kanton Aargau bis mindestens 6. September ausfallen und begründen dies mit Covid-19-bedingten Verzögerungen in der Lokführerausbildung. Der Kanton Aargau hat Verständnis für kurzfristige Schwierigkeiten. Er erwartet aber, dass die vereinbarten Leistungen von den SBB erbracht werden.

Der Kanton Aargau erwartet von den SBB als Erbringerin des Grundangebots im regionalen Personenverkehr im Kanton Aargau, dass die vereinbarten Leistungen erbracht werden. Die SBB kommunizierten vor kurzem, dass es beim Wiederhochfahren des Fahrplans zu Verzögerungen kommt und begründen diese mit Covid-19-bedingten Verzögerungen in der Lokführerausbildung. Der Kanton Aargau hat sich bereits bei den ersten Phasen nach dem Lockdown dafür eingesetzt, dass die Verbindungen parallel zu den Lockerungen wieder in Betrieb genommen werden. Nichtsdestotrotz soll nun die in der Hauptverkehrszeit verkehrende S42 zwischen Muri und Zürich noch bis mindestens 6. September eingestellt bleiben. In der Medienmittelung erwähnt die SBB, dass sie weitere Angebotsanpassungen, unter anderem im Kanton Aargau, prüfe.
«Die coronabedingte Verzögerung bei der Lokführerausbildung ist natürlich ein kurzfristig nachvollziehbarer Grund», hält Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt fest. Er fordert: «Das bestellte Angebot muss so schnell wie möglich wieder ordnungsgemäss zur Verfügung stehen.» Stephan Attiger hat bei der SBB-Leitung interveniert und die SBB aufgefordert, die bestellten Leistungen wieder zu erbringen.
Die Personalknappheit bei den Lokführern zeichnete sich bereits vor dem Lockdown ab. So kam es bereits Anfang Jahr zu einzelnen personalbedingten Zugausfällen in der Region Aargau. Da die Lokführer ihre Ausbildung nun erst später abschliessen werden, ist absehbar, dass das Lokführer-Problem nicht gelöst ist, sondern dass mit weiteren noch einschneidenderen und länger andauernden Angebotsreduktionen zu rechnen ist.
Der Kanton Aargau befindet sich mit dem nächsten Fahrplanwechsel in der Abschlussphase der S-Bahn Aargau 2016 ff. Für deren Infrastrukturmassnahmen hat der Grosse Rat 2014 einen Kredit von 40 Millionen Franken gesprochen. Für Stephan Attiger ist klar, dass der neue Fahrplan ab Dezember 2020 lückenlos umgesetzt werden muss.

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