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(pd) Der Kfz-Markt erlebt einen dramatischen Einbruch. Die Monate April und Mai werden als Rekordverlust in die Annalen der Neuwagenimporteure eingehen. Sofortige Abhilfe kann der Bund schaffen, indem er wettbewerbsverhindernde und bürokratische Regulierungen abschafft. Vorteil: Es kostet den Steuerzahler nichts, hilft den KMU und bringt den Konsumenten günstigere Preise.

Der Wettbewerb – von dem Konsumenten und Konsumentinnen profitieren sollen – wird durch Fehlregulierungen und wegen der Corona-Krise stark in Mitleidenschaft gezogen.

1. Eine marktverzerrende Gesetzgebung ist dafür verantwortlich, dass Parallel- und Direktimporte seit 2017 um 70% zurückgehen. Die knapp noch 1.9% Parallel- und Direktimporte reichen 2020 nicht mehr aus, die Hochpreisinsel Schweiz nachhaltig zu bekämpfen. Nur noch jeder 53 Konsument kauft also seinen Neuwagen über diesen Kanal und spart dabei im Schnitt 20% gegenüber dem Markenhandel des Generalimports. Der VFAS-Präsident moniert diese Entwicklung: «Parlamentarische Vorstösse verlangen von der Verwaltung seit langer Zeit den Abbau von wettbewerbsbehindernden Regulierungen. Eine Abschaffung solcher Vorschaften kostet nichts und bringt dem Konsumenten und der Volkswirtschaft nur Vorteile. Der Bundesrat kann an einer Sitzung diese Regulierungen ändern und kurzfristig in Kraft setzen. Beispielsweise die Anpassung der CO2-Verordnung – um Doppelbesteuerungen junger Gebrauchtwagen beim Import zu verhindern».

2. Die Corona-Virus Krise trifft zudem den Autohandel weit härter als andere Branchen. Sind doch dort bis 63% Rückgang im Mai im Vergleich zum Vorjahr zu beklagen! Insgesamt wurden in diesem Jahr 78‘701 neue Personenwagen zugelassen, 50‘412! weniger als in der Vorjahresperiode, was einem prozentualen Rückgang von -39% entspricht. Mussten Im Monat April Verluste gegenüber dem Vorjahr zu -67% in Kauf genommen werden, erholte sich der Rückgang im Mai leicht auf -52%. Durch die verordnete Schliessung der Verkaufsräume bei Garagisten war ein Verkauf von Autos kaum noch möglich. Die zögerliche Öffnung seit 11.05.2020 bringt keine Entwarnung: Der Garagist sitzt wegen des Lock-Downs auf einem Millioneninventar, welches seit März massiv an Wert verloren hat. Der Corona-Virus selbst war zwar für niemanden voraussehbar. Die wenig nuancierten Massnahmen des Bundes – die ausserdem zu lange aufrechterhalten wurden – haben den Garagen mehr zugesetzt als die Hygiene-Massnahmen, welche die Garagisten freiwillig umgesetzt haben.

Der VFAS erwartet deshalb von Bundesrat und Parlament, die Beseitigung von Handelshemmnissen und regulatorischen Wettbewerbsverzerrungen. Das gilt auch für die Totalrevision des CO2-Gesetzes: Der VFAS unterstützt den Umweltschutz! Die CO2-Vorschriften können ohne weiteres konsumenten- und wettbewerbsfreundlich formuliert werden ohne den Umweltschutz zu vernachlässigen.

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