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(pd) Mehr als 3600 Wasserproben hat das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau 2019 kontrolliert. Dies und weitere interessante und in der Öffentlichkeit kaum bekannte Fakten kann man im soeben erschienenen Jahresbericht nachlesen.

Das Amt für Verbraucherschutz (AVS) informiert in seinem Jahresbericht umfassend über seine Tätigkeit. Die Lebensmittelkontrolle, die neben Untersuchungen von Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen auch Inspektionen in Lebensmittelbetrieben umfasst, macht den grössten Anteil am Bericht aus. So wurden im Berichtsjahr Marktstände und Grossanlässe vertieft inspiziert. Die häufigsten Beanstandungen
betrafen dabei den Mangel an Handwascheinrichtungen: Entweder gab es gar keine Handwaschgelegenheit, oder es fehlten Seifen- und/oder Handpapiertuchspender.

Pflanzenschutzmittelrückstände im Grund- und Trinkwasser
haben 2019 schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Wirkstoff Chlorothalonil und ein Teil seiner Abbauprodukte stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Erstmals wurden im Frühjahr stichprobenartig und ab Spätsommer systematisch 249 Aargauer Trinkwasserproben auf das problematische
Abbauprodukt R 417888 getestet. Davon waren 11,6 Prozent nicht konform. Seit anfangs 2020 ist der Stoff
verboten, und es folgen weitere Untersuchungen.
Auch über Skurriles wird im Jahresbericht erzählt: Der Öffentlichkeit in Erinnerung ist der Kaiman, der im vergangenen Sommer am Hallwilersee gesichtet worden sei – allerdings fehlte nach einer ersten Meldung später jede Spur des Reptils.

"Im vorliegenden Bericht finden sich alle wichtigen Erkenntnisse und Tätigkeiten, die das AVS zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit, des Tierwohls und zum Schutz vor schädlichen Chemikalien im Kanton Aargau unternimmt", so Alda Breitenmoser, Leiterin des AVS. Daneben bietet das über 70 Seiten umfassende Dokument auch viel Hintergrundwissen.

Weitere ausgewählte Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht:
• Im Berichtsjahr wurden im Bereich der Lebensmittelkontrolle rund 3000 Inspektionen durchgeführt sowie 8270 Proben im Labor untersucht.
• 2019 wurden 60 kommunale Trinkwasserversorgungen inspiziert sowie 3251 Wasserproben aus öffentlichen Trinkwasserversorgungen im Auftrag der Gemeinden kontrolliert. Die häufigsten Mängel betrafen eine mikrobi-ologische Verunreinigung des Trinkwassers.
• Ein gutes Zeugnis stellt das AVS den importierten Gewürzen und Küchenkräutern aus. So wurden weder pathogene Keime noch Hinweise auf Bestrahlung festgestellt.
• Bedeutend waren die Beanstandungen bei Kosmetika: Je nach Kategorie betrug der Anteil an nicht konformen Proben 12 bis 62 Prozent. Insbesondere bei Kinderkosmetika wurde fast die Hälfte der Proben beanstandet.
• 2019 war ein gutes Pilzjahr. Das zeigte sich unter anderem in der hohen Anzahl durchgeführter Kontrollen (50 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr).
• 2019 wurden bei den Bienen weniger Krankheiten entdeckt: Es tauchten keine Faulbrutfälle auf, und in ledig-lich zehn Bienenständen wurde eine Infektion mit Sauerbrut diagnostiziert.
• Im Bereich des Tierschutzes blieb die Anzahl ausgesprochener Tierhalteverbote konstant. Allerdings stieg die Zahl der Tierschutzmeldungen um 22 Prozent und die der Strafanzeigen in diesem Bereich gar um 27 Prozent an.
• In der Störfallvorsorge wird eng mit den entsprechenden Stellen des Brandschutzes, des Arbeitnehmerschutzes und des betrieblichen Umweltschutzes zusammengear-beitet. Die Gebietsentwicklung Sisslerfeld und der Gestaltungsplan Torfeld Süd sind Beispiele der Koordination zwischen den beteiligten Ämtern, über die der Jahresbericht rapportiert.

Mehr zum Thema:

Jahresbericht 2019 des Amts für Verbraucherschutz (PDF, 71 Seiten, 4.5 MB)

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