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(pd) Die Hightech Zentrum Aargau AG hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Rund 350 neue Projekte mit Kunden – mehrheitlich Aargauer KMU – wurden in Angriff genommen. Erstmals wurden über 100
Kooperationsprojekte realisiert.

«Auch im siebten Jahr seit ihrer Gründung hat die Hightech Zentrum Aargau AG geliefert und die Mission Innovation erfüllt», zieht Anton LauberVerwaltungsratspräsident Anton Lauber Bilanz und ergänzt: «Seit dem Start 2013 haben wir mit 700 Unternehmen im Kanton Innovationsprojekte umgesetzt.» In dieser Zeitspanne wurden mehr als 400 Vorhaben mit einer Schweizer Hochschule als Forschungspartner realisiert.
Dabei wurde ein direktes Projektvolumen von mehr als 51 Millionen Franken ausgelöst. Die Unternehmen haben ein Vielfaches davon in die weitere Entwicklung, Produktion und Vermarktung ihrer Erzeugnisse oder Dienstleistungen investiert.

Ein Fünftel mehr Kundenprojekte
«Wir haben das solide Leistungsniveau des Vorjahres halten können und einige Zielmarken gar deutlich übertroffen», resümiert Dr. Martin A. Bopp, Geschäftsführer des Hightech Zentrums Aargau (HTZ) in Brugg. Die Zahl der Projekte mit Kunden stieg innert eines Jahres um fast ein Fünftel. Diese Projekte sind laut Bopp ein Gradmesser für die Innovationsdynamik im Kanton Aargau. Die über 100 Kooperationsprojekte haben 2019 ein direktes Investitionsvolumen von 10,5 Millionen Franken ausgelöst. Rund 90 Prozent der Kooperationsprojekte wurden gemeinsam mit einer Fachhochschule realisiert. Dies hängt mit der Anwendungsnähe vieler Projekte zusammen. Den grössten Anteil (knapp 60 Prozent) hatte auch 2019 die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW.

Mehr als 40 Machbarkeitsstudien
Zu den Kooperationsprojekten gehören einerseits Vorhaben, die mit externen Fördergeldern finanziert werden, andererseits Machbarkeitsstudien. 2019 wurden 42 Machbarkeitsstudien durchgeführt. An die beteiligten Hochschulen leistete das HTZ einen Unterstützungsbeitrag von 1,03 Millionen Franken. Die involvierten
Unternehmen steuerten ihrerseits 1,17 Millionen Franken in Form von direkter finanzieller Beteiligung und Eigenleistungen bei. «Mit den Machbarkeitsstudien verfügt der Kanton Aargau über ein schweizweit einmaliges, niederschwelliges und sehr wirksames Instrument», erläutert HTZ-Geschäftsführer Bopp.

Machbarkeitsstudien machen das Risiko einer Innovation kalkulierbarer. Dies ist vor allem für kleinere Industrieunternehmen und gewerbenahe Betriebe besonders wichtig. In der Folge werden mehr Innovationsprojekte gestartet und umgesetzt. Machbarkeitsstudien bilden häufig die Basis für nachfolgende, grössere Projekte mit Hochschulen.

Zehn Prozent mehr Erstberatungen
Zu den Kernaufgaben des HTZ gehört es, neue KMU in die Innovationsförderung einzubeziehen. Deren Zahl stieg 2019 um rund 10 Prozent auf 242 Unternehmen. Von diesen Erstberatungen entfielen je fast 100 auf die beiden Schwerpunktbereiche des HTZ, Nano- und Werkstofftechnologien beziehungsweise Energietechnologien und Ressourceneffizienz. Fast 40 Prozent der letztjährigen Erstberatungen betrafen Mitglieder der Aargauischen Industrie- und Handelskammer AIHK und des Aargauischen Gewerbeverbandes AGV. In Projekte mit AIHK- beziehungsweise AGV-Mitgliedern wurden bisher insgesamt 18 Millionen Franken investiert.

Hohe Kundenzufriedenheit
Für das Hightech Zentrum Aargau stand 2019 ein Dutzend Technologie- und Innovationsexperten im Einsatz. Die traditionelle anonyme Kundenbefragung fiel erneut sehr positiv aus: Mehr als 90 Prozent der unterstützten Unternehmerinnen und Unternehmer würden das HTZ einer befreundeten Geschäftskollegin oder einem befreundeten Geschäftskollegen empfehlen. Zwei Drittel haben dies bereits getan. Ebenfalls zwei Drittel dieser Firmen erwarten, dass sie als Folge der Projekte mit dem HTZ neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln können und damit ihre Wettbewerbsposition steigern werden.

Hightech BoxsDer «Fall» Boxs AG: Recyclingplastik-Häuser für Menschen in Not
Der Geschäftsbericht 2019 vermittelt wiederum einen Eindruck von der vielfältigen Projektarbeit des HTZ. Zum Beispiel die Boxs AG, Buchs: Mit Unterstützung des HTZ hat das KMU aus gemischtem Recyclingplastik ein modulares Leichtbausystem entwickelt. Dieses soll in Krisengebieten eingesetzt werden. Das HTZ half der Boxs AG auch bei der Lancierung eines Folgeprojekts, das vom Forschungsfonds Aargau finanziert wird. Im Zentrum steht hier die Herstellung von Prototypen für einen Feldtest in einem Flüchtlingslager in Jordanien.
Der «Fall» Boxs AG: www.htz.ch/1025
Der HTZ-Geschäftsbericht 2019: www.hightechzentrum.ch/gb2019
Hinweis: Der Jahresanlass der Hightech Zentrum Aargau AG musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Er ist neu am 18. August 2020 geplant.

Unsere Bilder:
Dr. Martin A. Bopp, Geschäftsführer Hightech Zentrum Aargau AG.
Anton Lauber, Verwaltungsratspräsident Hightech Zentrum Aargau AG.
Der «Fall» Boxs AG: Prototyp eines BOXS-Leichtbausystems für den Einsatz in Jordanien.
Fotos: zVg


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