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(pd) Ende 2017 hat die UNO auf Initiative von Slowenien den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Die Bienen erfreuen sich offenbar nicht nur in der Schweiz eines grossen Interesses. Während vor wenigen Jahren vorab die Honigbienen im Fokus standen, verschiebt sich das Interesse zunehmend auch auf die Wildbienen. Die Hunderte von Wildbienenarten leiden noch viel mehr unter dem Verarmen der Natur. Aber: es kann geholfen werden. 

Diesen Frühling hat es vielerorts besonders früh gesummt und gebrummt. Die Natur und damit das Blütenangebot für die Bestäuber-Insekten sind früh erwacht. Das grosse Aufblühen war dann aber auch ziemlich rasch wieder vorbei. Jetzt, Ende Mai, blühen noch vereinzelte Blumenwiesen, Sträucher und Bäume in Hecken, am Waldrand oder auch in Parks. Und es summt auch jetzt noch wunderbar aus vereinzelten Gärten. Dies sind aber vergleichsweise kleine Flächen. Um das Nahrungsangebot für die wichtigen Insekten wesentlich zu verbessern, braucht es mehr. Wer Augen und Ohren offen hält, erkennt aber: eine Verbesserung ist möglich. 

An alle Bienen denken 

Die breite Bevölkerung ist durch das in vielen Medien thematisierte Bienensterben sensibilisiert. In der Folge interessieren sich viele Menschen für die Bienenhaltung. Der in den letzten Jahrzehnten ständig erfolgte Rückgang der Honigbienenvölker ist inzwischen gestoppt. Mathias Götti Limacher, Präsident von BienenSchweiz, stellt klar: «Der Bestand an Honigbienenvölkern in der Schweiz ist gesichert. Das Problem wird nicht gelöst, wenn in jedem Garten oder auf jedem Balkon Kästen mit Honigbienen aufgestellt werden. Wichtig ist dafür zu sorgen, dass es den Bienen gut geht.» Diesbezüglich denkt Götti Limacher einerseits an eine gute Ausbildung von Imkerinnen und Imkern. Aber auch darüber hinaus: «Zwingend ist das Umfeld der Bienen zu verbessern und dabei muss ganz besonders auch an die Wildbienen gedacht werden, sie sind besonders bedroht». Die Sympathie für die Honigbienen soll auch den Wildbienen dienen. 

Konkrete Hilfe – auch klein anfangen zählt 

Ein wirklich grosses Problem für die Bienen ist der leise stattfindende Rückgang an Pflanzenarten, welche Nektar und Pollen liefern. «Denn das sind die Grundnahrungsmittel der Bienen. Pollen liefert das nötige Eiweiss, der Nektar die Kohlenhydrate», weiss Eva Sprecher, Entomologin und Vorstandsmitglied von BienenSchweiz. «Insbesondere etwa ein Drittel der rund 600 Wildbienenarten sind abhängig von wenigen oder gar einzelnen spezifischen Pflanzen.» Allen Bienenarten, egal ob Honig- oder Wildbienen, ist am meisten geholfen, wenn in der Natur genügend Trachtpflanzen und natürliche Lebensräume vorhanden sind.» Sie ruft deshalb auf: «Wer wirklich helfen will, schaut in den Garten und in die Umgebung!». Überlasse man eine Ecke sich selbst und «pützle» sie nicht heraus, dann kann das Lebensraum für viele Insektenarten bieten. Die zwar populären Wildbienenhotels aufzustellen reicht bei weitem nicht aus, sie werden meist nur von wenigen, häufigen Arten besiedelt. Die Mehrzahl der Wildbienen braucht andere Nistmöglichkeiten, z.B. im offenen Boden, an sandigen Stellen oder auch in Totholz und sogar in leeren Schneckenhäusern. Auch dürre Pflanzenstängel sollten nicht alle abgeschnitten werden. Aber wenn die Trachtpflanzen fehlen, helfen geeignete Nistplätze alleine nicht. Die richtigen Futterpflanzen sollten in der Nähe der Nistplätze vorhanden sein. 

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