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(pd) Die diesjährige Mitgliederversammlung fiel den COVID-19-Bekämpfungsmassnahmen zum Opfer. Das hindert den Verein nicht daran, weiterhin aktiv seine Ziele zu verfolgen.

"Lockdown, Kurzarbeit und auch das schöne Frühlingswetter führen vermehrt zu Spaziergängen in unseren nahegelegenen Wäldern. Entsprechend sind auch Leserbriefe zahlreicher geworden, welche das Missfallen der gegenwärtigen Waldbewirtschaftung zum Ausdruck bringen.
Die aktuelle Art einer auf hauptsächlich monetären Nutzen bezogenen «Bewirtschaftung» in einem eidgenössisch geschütztem BLN-Gebiet und in Waldschutzgebieten von kantonaler Bedeutung ist unverantwortlich und darf so nicht hingenommen werden. Und tatsächlich: Mit Unverständnis begegnen wir auf dem Bözberg, in Teilen des oberen Fricktals und auf dem Linnerberg laufend den zahlreichen grossflächigen und radikalen Holzschlägen im Wald. Die eingesetzten schweren Gerätschaften hinterlassen buchstäblich offene Wunden mit Bodenverdichtungsfolgeschäden", teilt Pro Bözberg mit.
Pro Bözberg initiierte vor nicht allzu langer Zeit eine Waldbegehung. Unter Leitung des Kantonsoberförsters und kantonalen Vertretern der Abteilung Wald, und im Beisein von Gemeindevertretern, Waldeigentümern, Forstbetriebsverantwortlichen sowie des Geschäftsführers von Pro Natura Aargau wurden 3 Standorte besichtigt, an welchen nach Auffassung des Vereins mit rund 1700 Mitgliedern mit nicht tolerierbaren Flächenhieben massgebende Schutzbestimmungen nicht eingehalten wurden.

Und tatsächlich konnten laut Pro Bözberg im Detail an dieser Begehung festgehalten werden:
• Im Landschaftsschutzgebiet Wald von kantonaler Bedeutung darf max. 2 ha zusammenhängende Fläche Wald geschlagen werden, was zum Teil nicht eingehalten wurde.
• Der Kanton will keine grossflächigen Ersatzbepflanzungen mit Nussbäumen wie z.B. auf dem Linnerberg.
• In einem Fall wurden gemeindebehördliche BNO-Vorschriften nicht beachtet und es hätte gar nicht «gerodet» werden dürfen.
• Flächenhiebe haben an einem Standort bei den nunmehr exponierten Buchen zu «Sonnenbrand» und Absterben geführt.
In der Schlussbesprechung verlangte Pro Bözberg einmal mehr, dass bei der Waldbewirtschaftung die Schutzbestimmungen eingehalten werden." Diesbezüglich war man sich einig, dass man sich (noch) nicht einig ist." Pro Bözberg verlange bei der Waldbewirtschaftung die Respektierung und Einhaltung der eidgenössischen und kantonalen Vorgaben zum Schutzstatus des Waldes.

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