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(pd) Jagd und Landwirtschaft engagieren sich für den Schutz der Natur: Nach dem äusserst angenehmen Witterungsverlauf in diesem Frühling beginnen die Landwirte in diesen Tagen mit dem Mähen der Heuwiesen.

«Das warme Wetter hat auch die Rehgeissen in der Entwicklung ihres Nachwuchses beeinflusst», so Thomas Laube, Präsident der Stiftung Wildtiere Aargau. «Es ist damit zu rechnen, dass die ersten Rehgeissen in den nächsten Tagen ihre Kitze gebären werden. Die Kitze werden nicht primär im Wald gesetzt. Als Kinderstube sehr beliebt sind Heuwiesen, welche dem Rehwild Deckung und Schutz vor dem Menschen geben. Werden diese Wiesen ohne Schutzmassnahmen gemäht, besteht ein grosses Risiko für schlimme Folgen: Den Rehkitzen droht der Mähtod!»

Gemeinsames Ziel

Zusammen mit JAGDAARGAU organisiert die Stiftung Wildtiere Aargau seit vielen Jahren das Projekt „Rettet die jungen Wildtiere“. Projektpartner sind der Bauernverband Aargau und Pro Natura Aargau. Ziel des Projektes ist es, mittels geeigneter Massnahmen möglichst viele Rehkitze vor dem Mähtod zu retten. Dabei werden, neben den traditionellen Verblendungsmassnahmen, auch Drohnen zum Aufspüren der Rehkitze eingesetzt. Jäger und Landwirte sowie allenfalls Drohnenpiloten verständigen sich dabei jeweils über den Zeitpunkt der Mahd und die vorgängigen Schutzmassnahmen.

Wiesen, besonders Heuwiesen, bieten aber auch anderen Säugern – Feldhasen und Füchsen – oder bodenbrütenden Vögeln, Amphibien, Lurchen sowie zahlreichen Insekten einen Lebensraum. Auch hier bietet das Konzept des Projektes «Rettet die jungen Wildtiere» der Stiftung Wildtiere zahlreiche Tipps und Anregungen für einen zusätzlichen Schutz von Lebewesen. So etwa in der Form von Tipps zur Mährichtung und zur Höhe der Mähmesser.

«Jagd und Landwirtschaft engagieren sich für den zunehmend wichtigeren Schutz der Natur und der Wildtiere, Vögel und Insekten», stellt Thomas Laube fest. «In über 170 Jagdrevieren im Aargau engagieren sich mehr als 500 Jägerinnen und Jäger für das Herzensprojekt ‘Rettet die jungen Wildtiere‘. Es ist damit personell das grösste Naturschutzprojekt im Kanton Aargau in den Monaten Mai und Juni.»

«Hunde an die Leine»

«Eine ebenso wirksame Massnahme zum Schutz der Kinderstube der Natur im Frühling ist auch die Leinenpflicht für die Hunde im Wald und am Waldrand, die von April bis Juli gilt», so Thomas Laube. Grundsätzlich stellt er den Hundehalterinnen und Hundehaltern ein gutes Zeugnis aus. Leider aber sind in diesem Jahr unzählige Hinweis-Schilder auf die Leinenpflicht dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Auch hier appelliert die Stiftung Wildtiere Aargau an alle Hundehaltenden, sich an die rechtliche Bestimmung zu halten. «Die Artenvielfalt in freier Natur, und somit ein gesunder Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Tier, werden es danken», so Thomas Laube.

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