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(pd) Im Kanton Aargau liegen zurzeit 349 bestätigte Fälle vor (30 mehr als am Mittwoch, 25. März 2020). 38 Personen sind zurzeit hospitalisiert. 10 Personen werden auf Intensivstationen behandelt, wovon 9 Personen künstlich beatmet werden müssen. Bisher sind 2 Personen an den Folgen des Coronavirus verstor-ben (2 älter als 85). Mit weiteren Fällen muss gerechnet werden.

Vor allem am Grenzübergang Koblenz ist zu Stosszeiten mit einer verlängerten Wartezeit zu rechnen.
Der Kanton Tessin hat ein Übernahmegesuch für fünf Akutpatienten gestellt. Der Kanton Aargau ist bereit, die Patienten zu übernehmen.
Die Lage in den Spitälern bezüglich Personal, Schutzmaterial und Medikamenten ist weiterhin ange-spannt, kann jedoch zurzeit bewältigt werden. Das Pflegepersonal aus dem Ausland ist jedoch mit erhöhtem bürokratischen Aufwand bei der Einreise konfrontiert. Dadurch werden die grenznahen Spitäler beeinträchtigt.
Das Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) weist darauf hin, dass das Unterrichtsverbot aus-nahmslos gilt; dies dementsprechend auch für Privat- und Musikunterricht. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AVVA) hat aktuell 2'125 Anträge für Kurzarbeit bewilligt, wobei 30'791 Arbeitnehmerinnen davon betroffen sind. Rund 3'300 Gesuche müssen noch bearbeitet werden. Aufgrund der grossen Anzahl an Gesuchen muss weiterhin mit einer Wartezeit gerechnet werden. 229 Personen haben sich neu als arbeitslos angemeldet. Damit hat sich die Zahl der Neuanmeldungen seit dem 13. März 2020 auf 1788 Personen erhöht.

Lageentwicklung, absehbare Massnahmen und laufende Planungen
Die Zahl der Infektionen, Erkrankungen und Todesfälle wird weiter zunehmen. In den nächsten Wochen muss daher mit einer zunehmenden Zahl von krankheits- und quarantänebedingten Ausfällen gerech-net werden. Falls die durch den Bundesrat beschlossenen Massnahmen greifen, müsste sich die An-zahl der Neuansteckungen jedoch verlangsamen. Dr. Daniel Koch (Bundesamt für Gesundheit) hat heute am Point de Presse des Bundes in Aussicht gestellt, sich in den nächsten Tagen zur Entwicklung der Anzahl der Neuansteckungen zu äussern.
Frankreich erwägt, Grenzgängern im Gesundheitssystem die Ausreise zu verbieten. Ein solches Verbot könnte massgebliche Auswirkungen auf die personellen Ressourcen der Gesundheitssysteme, insbe-sondere in den Westschweizer Kantonen haben. Daraus könnten sich auch nachteilige Folgen für das Gesundheitssystem des Kantons Aargau ergeben.
Bei den bevorstehenden Jahresrevisionen der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt werden wie üblich auch Spezialisten aus dem Ausland beigezogen.
Für den Schienenverkehr und den öffentlichen Verkehr auf den Strassen wurde der vorerst letzte Fahr-planwechsel auf den 30. März 2020 geplant.

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung
Umfassende Informationen zum neuartigen Coronavirus (COVID-19) sind auf der Webseite des BAG zu finden: www.bag.admin.ch/neues-coronavirus
Die wichtigsten Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung:
•Bleiben Sie zu Hause, insbesondere, wenn Sie alt oder krank sind (es sei denn, Sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause aus arbeiten; es sei denn, Sie müssen zum Arzt oder zur Apo-theke gehen; es sei denn, Sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen);
•Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder einem Desinfektionsmittel;
•Hände schütteln vermeiden;
•Husten und Niesen in VVegwerf-Papiertaschentücher oder in die Armbeuge;
•Kontakt zu Personen meiden mit Husten- und Schnupfen-Symptomen;
•Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation;
•Abstand halten.
Zum Gebrauch von Hygienemasken
Kranke Menschen sollen Masken tragen, dies habe der Pandemieplan des BAG immer so vorgesehen.
Es gibt aber keinen Beweis, dass das allgemeine Tragen von Masken in der Öffentlichkeit einen zusätz-
lichen Schutz bringt. Wenn Masken getragen werden, bestünde die Gefahr, dass die Abstandempfehlun-gen nicht eingehalten werden. Es werden jedoch jetzt schon rund eine Million Masken pro Tag gebraucht. Masken sollen denen zur Verfügung gestellt werden, die sie wirklich brauchen.
Spezifische Verhaltensanweisungen an die Feuerwehr
Die aargauische Gebäudeversicherung hat Verhaltensanweisungen für die verschiedenen Feuerweh-
ren im Kantonsgebiet veröffentlicht.
Notfall- und Beratungstelefon Coronavirus des Aargauischen Ärzteverbandes
Der Aargauische Ärzteverband betreibt für medizinische Notfälle beziehungsweise dringende medizini-sche Fragen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, eine Telefonnummer: 0900 401 501. Die Bevölke-rung ist gebeten, die Nummer nur in effektiven medizinischen Notfällen zu benutzen beziehungsweise wenn keine Informationen auf den Webseiten der Behörden gefunden werden können.
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, keine allgemeinen telefonischen Anfragen an die Notfallnummer 144 zu richten.

Mailadresse für Fragen betreffend den Kanton Aargau
Informationen zum Coronavirus (COVID-19), die den Kanton Aargau betreffen, sind auf der kantonalen Webseite www.ag.ch/coronavirus zu finden. Für Fragen rund um das Coronavirus, die den Kanton Aargau betreffen, wurde für die Bevölkerung eine Mailadresse eingerichtet: coronaviruseaq.ch

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