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(pd) Attraktivität des Kantons als Arbeitgeber erhalten, Lohneinstufung breiter abstützen: Für die FDP Aargau ist es wichtig, dass der Kanton Aargau als Arbeitgeber attraktiv bleibt – sowohl für die Lehrpersonen als auch für die Angestellten der kantonalen Verwaltung.

Die vorgeschlagene Anpassung des Lohndekrets widerspiegelt eine Anhebung der Lohnsumme von rund 6 Prozent, was erhebliche Mehrkosten für den Kanton und die Gemeinden mit sich bringt. Deshalb ist eine mehrstufige Umsetzung zumindest zu prüfen. Die FDP begrüsst, dass bei der lohnmässigen Einstu-fung künftig nicht mehr alleine auf das Lebensalter, sondern auch die Erfahrung abgestützt wird. Mit den neu geschaffenen, erweiterten Laufbahnoptionen wird der Aargau im nationalen Vergleich zum fortschrittlichen Arbeitgeber.
Die FDP begrüsst, dass bei der lohnmässigen Einstufung künftig nicht mehr alleine auf das Lebensalter, sondern auch die Erfahrung abgestützt wird. «Die Tatsache, dass eine Weltreise in Sachen Erfahrung gleich gewichtet werden soll wie die Erziehung eigener Kinder, ist unverständlich und setzt falsche Anrei-ze.» meint Grossrätin und Fraktionspräsidentin Sabina Freiermuth. Und weiter: «Die Ermittlung der Erfah-rung muss nachvollziehbar sein und darf keinesfalls von subjektiven Beurteilungen abhängen.» Die FDP Aargau nimmt wohlwollend zur Kenntnis, dass bezüglich Laufbahnoptionen mehr Möglichkeiten geschaffen werden. Dies macht den Kanton Aargau im schweizerischen Benchmark zum fortschrittlichen Arbeitgeber.
Die Attraktivität als Arbeitgeber beruht aber nicht nur auf dem Lohn, sondern hängt ebenso von anderen Rahmenbedingungen ab. Auch hier muss der Kanton über die Bücher. Nach Abschluss von notwendigen Reformen muss dringend eine Phase der Kontinuität eintreten. Ebenso tragen die Zerstückelung von Pen-sen und die gestiegene administrative Belastung zur abnehmenden Attraktivität des Lehrberufs bei.
Aufgrund der unsichereren finanziellen Entwicklung der kantonalen Finanzen muss die Anpassung des Lohndekrets behutsam vorgenommen werden. Die FDP verlangt deshalb die Prüfung einer Einführung in mehreren Schritten. «Immerhin stehen Herausforderungen mit erheblicher finanzieller Auswirkung an, etwa im Steuerbereich, bei den Krankenkassenabzügen, beim Eigenmietwert. Denn all diesen Bereichen soll der Kanton attraktiv bleiben», sagt Grossrat Gabriel Lüthy, Ressortleiter Finanzen.
Die FDP wird sich im Zuge der Vernehmlassung detaillierter zu den Vorschlägen des Regierungsrats äussern.

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