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Bereits zum zweiten Mal fand im Jurapark Aargau ein Trekking für Menschen mit Beeinträchtigung statt. Die bunte Truppe zog mit Pferden und Hunden in fünf Tagen von Zeiningen nach Zeihen und übernachtete einfach auf Bauernhöfen.

LEA REUSSER


  Nach dem Erfolg des letztjährigen Pferde-Trekkings, war den Initianten klar, dass dieses auch 2019 wieder stattfinden wird. So ging für die fünf Teilnehmer mit Beeinträchtigung sowie die Organisatoren des insieme Bildungsklub Aargau, der Stiftung FARO (Windisch) und des Jurapark Aargau letzten Freitag eine erlebnisreiche Woche zu Ende.

Ein Team aus Vierbeinern und Zweibeinern
Die Grundidee des Trekkings ist, Menschen mit einer Beeinträchtigung ein spezielles Erlebnis zu bieten: das «gemeinsam unterwegs sein» mit Pferden und Hunden von Hof zu Hof. Die sanften Hügel des Aargauer Juras eignen sich sehr gut für ein solches Unterfangen, allerdings gibt es nicht viele offizielle Übernachtungsmöglichkeiten auf Bauernhöfen.

 Dank guten Kontakten zu Bauern im Jurapark Aargau konnte aber auch das gelöst werden: Die Familie Senn aus Zeiningen beispielsweise hat für die erste Nacht extra ein Strohlager in der Scheune aufgebaut. «Wir haben uns sehr auf die Trekking-Gruppe gefreut! Die gute Stimmung und die Spontanität dieser Menschen überraschen mich immer wieder positiv. Wenn es nicht in einer für uns Bauern strengen Zeit stattfinden würde, würde ich selber gerne mal mitwandern», meint Silvia Senn. Genau dies haben dieses Jahr vier freiwillige Begleiter gemacht. Nebst dem Leitungsteam aus den drei Organisationen, den fünf Pferden und drei Hunden waren sie ein sehr wichtiger Bestandteil des Teams. Sie betreuten je einen Teilnehmenden und halfen ihnen zum Beispiel beim Rucksack packen, beim Einrichten des Nachtlagers oder beim Aufsteigen aufs Pferd.

Routine ohne Eintönigkeit
 Jeden Morgen nach der Tagwache räumte die Truppe noch vor dem Frühstück das Nachtlager auf, sattelte die Pferde und packte genügend Wasser sowie ein Mittagessen mit regionalen Produkten vom Hof ein. Jeweils um etwa zehn Uhr ging es los: die Gruppe nahm reitend oder wandernd das Tagesziel in Angriff. Die Tagesetappen waren zwischen acht und elf Kilometer lang, die Anstiege auf die Jurahügel bei dem warmen Wetter zum Glück meist im Wald. Für jeden der Teilnehmenden war ein Pferd vorgesehen, mit welchem meist auch schnell Freundschaft geschlossen wurde. Den grössten Teil der Strecke legten sie reitend, geführt von einer Begleitperson, zurück. Nach einem Picknick und der Etappe am Nachmittag stand meist ein «Zvieri», zum Beispiel am Donnerstag im Beck und Jurapark-Laden «Gnuss vo do» in Herznach auf dem Programm. Zum «Znacht» verwöhnte der Landwirtschaftsbetrieb die hungrige Gruppe mit regionalen und saisonalen Produkten. Das Unterwegssein wurde schnell zur Routine, aber trotzdem war kein Tag gleich wie der andere. Die Rückmeldungen der Teilnehmer zum Programm waren sehr erfreulich – es würden alle auch nächstes Jahr wieder teilnehmen.

Bilder (von oben): Die ganze Truppe bei der Burgruine; Bei den Alpakas auf dem Erlenhof, Alt Tierstein. Wittnau; Schnell wurden Freundschaften geschlossen; Wohlverdiente Trinkpause auf dem Wabrig oberhalb Hellikon. Fotos: Jurapark Aargau.

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