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(fdp) Die FDP Baselland hat ihr 100-Jahre-Jubiläum in den Tonwerk Studios in Lausen gefeiert. Am 3. August 1919 hatten die beiden sich konkurrenzierenden freisinnigen Parteien, die Landrats- und Regierungspartei, zum Baselbieter Freisinn fusioniert.

Die FDP Baselland hat an der Feier sowohl zurück wie auch in die Zukunft geschaut, zusammen mit FDP-Präsidentin und Nationalrätin Petra Gössi, FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger, Lokal-Historiker Thomas Schweizer und Saskia Schenker, Präsidentin der FDP Baselland.
Daniela Schneeberger betonte, dass die FDP während der ganzen Parteigeschichte durch drei zentrale Grundwerte geleitet wurde: «Die Werte Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt haben auch heute an Strahlkraft, Aktualität und Berechtigung nicht verloren.» Gleichzeitig betonte sie, dass eine Partei aber immer nur so stark sei, wie sich ihre Mitglieder für ihre Grundwerte und -ziele engagierten. Schneeberger nahm daher die Gelegenheit wahr, Freisinnigen, welche die Partei in den letzten Jahrzehnten massgebend geprägt haben, einen Dank auszusprechen. Dazu gehören Freisinnige, die 1969 aktiv waren: Dr. Werner Schneider (Parteipräsident 1969), Dr. Hans Fehr (Vizepräsident), Alfred Oberer (Parteisekretär), Ernst Löliger (Regierungsrat), Dr. Theo Meier (Regierungsrat), Werner Jauslin (Ständerat) und Karl Flubacher (Nationalrat). Auf Regierungsebene haben in den letzten Jahren folgende Personen die FDP massgebend geprägt: Paul Nyffeler, Markus van Baerle, Dr. Hans Fünfschilling, Andreas Koellreuter, Adrian Ballmer, Dr. Sabine Pegoraro und unsere aktuelle Regierungsrätin Monica Gschwind. Und in der Grossen Kammer wurde die FDP laut Schneeberger in den letzten 50 Jahren durch folgende Baselbieter Freisinnige vertreten – neben dem bereits erwähnten Karl Flubacher: Dr. Felix Auer, Hans Rudolf Gysin, Christian Miesch (heute SVP) und Paul Kurrus. Und Schneeberger weiter: «Als Frau freut es mich natürlich ganz besonders, dass in den letzten 50 Jahren auch immer wieder Frauen an der Spitze der FDP Baselland gestanden sind und stehen.» So hat Jeannette Attiger aus Binningen Ende der 80er-Jahre das Parteiruder übernommen und auch die ehemalige Regierungsrätin Sabine Pegoraro und Landrätin Christine Frey haben die Partei als Parteipräsidentinnen geführt. Die beiden starken Parteisekretärinnen Esther Moser und Susanne Schneider sowie verschiedene namhafte freisinnige Landrätinnen, wie die legendäre Kantonsärztin Dr. Liselotte Witschi, haben das Parteigeschehen geprägt.

 Blick in die Zukunft
Nach dem Blick zurück schaute Parteipräsidentin Petra Gössi in die Zukunft: «Dass die Schweiz heute ein Erfolgsmodell ist, ist nicht selbstverständlich. Unser Erfolgsmodell konnte nur entstehen, weil sich unsere freisinnigen Vorgängerinnen und Vorgänger mit grossem Engagement für unser Land eingesetzt haben.» Und weiter: «Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Fusion der Freisinnigen im Baselbiet vor 100 Jahren. Sie haben sich zusammengerauft, damit der Kanton Basel-Landschaft gemeinsam weiterkommt.» Im Hinblick auf die anstehenden nationale Wahlen betonte Gössi die grosse Bedeutung der Mobilisierung: «Bei den National- und Ständeratswahlen 2015 hat die FDP lediglich die Hälfte ihrer potenziellen Wählerinnen und Wählern mobilisiert. Wir müssen auf die Strasse, mit den Menschen sprechen und sie von unseren Ideen überzeugen. Wir müssen sie motivieren, an die Urne zu gehen.» Die Rechten und die Linken versuchten laut Gössi zunehmend, Konflikte zur eigenen Profilierung zu bewirtschaften: «Dadurch wird unser Land aber immer mehr gespalten. Anstatt Wahlpropaganda zu betreiben, suchen wir Lösungen, die auf unseren liberalen Werten aufbauen und im Interesse der Gemeinschaft sind.»

Hintergründe der Fusion
Lokal-Historiker Thomas Schweizer erläuterte die Hintergründe für die Fusion: Die Zwietracht zwischen der Landrats- und Regierungspartei hatte mit der Kantonsgründung zu tun. Die Freisinnigen waren auf der Landschaft Basel die Revolutionspartei von 1798 und von 1830-32. Weil die Gleichheitsurkunde von 1798 nicht umgesetzt wurde, rebellierten die Landschäftler 1830 erneut, und diesmal führte die Revolution zur Trennung und zur Gründung des selbstständigen Kantons Baselland. Im neuen Kanton waren sich die dominierenden Freisinnigen aber uneinig, wie es weitergehen soll. Die «Ordnungspartei» wollte ein System der strikten repräsentativen Demokratie einrichten, Stabilität erreichen, die Gewaltentrennung beachten sowie die Bildung und den technischen Fortschritt fördern. Die «Bewegungspartei» wollte die Revolution weiterführen, die direkte Demokratie durchsetzen sowie für Gleichheit und sparsame Regierungsweise sorgen. Nach 1890 nannte man die «Ordnungspartei» Regierungspartei, weil sie konsequent die konservative und bedächtige Regierung stützte. Die «Bewegungspartei», die etwas grösser war, hiess Landratspartei. Sie war linker und farbiger, weil sie bei den Wahlen auch Katholiken, Grütlianer und Vertreter des Bauern- und Arbeiterbundes auf ihre Listen nahm. In Liestal traten vor 100 Jahren am 3. August 1919 die Delegierten der Freisinnigen zusammen, die 62 Ortssektionen mit rund 3800 Mitgliedern vertraten. In den Wahlen von 1920 stellte die neu fusionierte freisinnige Partei 55 von 96 Landratssitzen. Nie vorher und nie nachher war eine Partei in Baselland so stark. Mit der Fusion der Freisinnigen gelang es, die bürgerlichen Kräfte zu bündeln und auch die Bauern zu integrieren, die ebenfalls Lust hatten, wie in Zürich, in Bern und im Aargau eine eigene Partei zu gründen. In einem scharfen Wahlkampf gegen links sicherte sich die neue Partei im Oktober 1919 auch drei der vier Nationalratssitze.
Saskia Schenker erläuterte zur Fusion: «Wir haben mit der Schrift «Weg und Wandlung des Baselbieter Freisinns» von dem ehemaligen Landrat und Professor Roger Blum eine wunderbare Zusammenstellung der Geschichte des geeinten Freisinns bis ins Jahr 1969, dem 50-Jahre-Jubiläum. Ich wünsche mir, dass wir dem Baselbieter Freisinn auch zum 100-Jahre-Jubiläum eine solch umfassende Chronik schenken. So dass unsere Nachfolgerinnen und Nachfolger bei der nächsten Feier in 50 und 100 Jahren wieder auf eine gute Grundlage zurückgreifen können und die Geschichte unserer Partei erhalten bleibt. Ich denke, das ist ein würdiges Geschenk für die FDP – neben hoffentlich einem tollen Erfolg bei den kommenden Wahlen.»

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