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(pd) Das Komitee bestehend aus Mitglieder der CVP, EDU, FDP, JFDP, JSVP, SP und SVP sowie Parteilose tagte im Hotel Schützen, Aarau. Sein Ziel: Das jetzige Waffenrecht in der Schweiz erhalten.

"Kriminalität und Gewalt mit Feuerwaffen seien in der Schweiz selten. "Das von der EU initiierte neue Waffengesetz trifft die gesetzestreuen Besitzer legaler Waffen und ist im Kampf gegen Kriminalität, Gewalt und Terrorismus nutzlos; Kriminelle und Terroristen halten sich nicht an Waffengesetze", so das Komitee.
Das neue Gesetz rüttle an staatspolitischen Grundsätzen der Schweiz, schaffe Rechtsunsicherheit und drücke Misstrauen in den Mitbürger aus. "Angehörige der Armee erhälten im zwanzigsten Lebensjahr ein Sturmgewehr in ihre Obhut, mindestens für die Zeit seiner Dienstleistung in der Armee. Seit vielen Generationen ist dies der Ausdruck des Vertrauens, das die Eidgenossenschaft in ihre Bürgersoldaten hat. Dieses Vertrauen erstreckt sich auf die ganze Bevölkerung des Landes, der das Recht gegeben wird, Waffen zu besitzen, wenn im Einzelfall keine zwingenden Gründe dagegen sprechen", sind die Mitglieder des Komitees überzeugt.
Die neue EU-Waffenrichtlinie zerstörten dieses Vertrauen und drückten stattdessen Misstrauen aus. "Der Grossteil der halbautomatischen Waffen würde neu verboten. Unter dieses Verbot fielen auch die zivilen Versionen der Schweizer Sturmgewehre 57 und 90 mit Magazinen über 10 Patronen sowie alle – unabhängig von der Magazingrösse - zu Halbautomaten umgebauten Ordonnanzsturmgewehre 57 und 90, sofern sie der Besitzer nicht direkt von der Militärverwaltung übernommen hat. Diese Gewehre machen alleine etwa 80% der im Schiesssport verwendeten Waffen aus", so das Komitee.
Ein grosses Problem werde der § 17 der EU-Waffenrichtlinie. Dieser bevollmächtige Brüssel, alle 5 Jahre die Wirksamkeit der aktuellen Richtlinie zu überprüfen und neue Verschärfungen zu erlassen. Das Ziel werde ein absolutes Halbautomatenverbot für Private sein. "Dies wäre das Ende unserer Schweizer Schützentradition, das Ende des Schiessens als Breitensport", befürchtet das Komitee.
Man wolle nicht die Schengener und Dubliner Verträge kündigen; das sei nicht der Gegenstand dieser Abstimmung. "Wir können auch bei einer Ablehnung des neuen Waffenrechts Mitglied des Schengenraums bleiben; genau für diese Fälle gibt es die Institution des Gemischten Ausschusses. Es ist auch im Interesse aller Schengen-Länder, dass die Schweiz Teil des Schengenraums bleibt. Jeden Tag kommen hunderttausende von Franzosen, Italienern, Deutschen und Österreichern zum Arbeiten in die Schweiz. Niemand will ihnen Passkontrollen aufzwingen; die Schweiz zahlt mit 100'000'000 Schweizer Franken mehr als doppelt so viel in den Schengen-Fonds als es unsere Einwohnerzahl erfordern würde. Zudem brechen auch viele andere Schengen-Staaten systematisch den Vertrag, ohne dass deren Ausschluss zur Diskussion stünde", schreibt das Komitee in seiner Medienmitteilung.Man wolle informieren über die schädlichen Auswirkungen des neuen Waffengesetzes. "Wir kämpfen gegen irrationale Ängste um internationale Isolation, aber auch gegen Misstrauen gegenüber den verantwortungsbewussten Besitzern von Schusswaffen. Wir kämpfen dagegen, dass unsere bewährten Gesetze auf Druck von aussen in die falsche Richtung geändert werden. Wir stehen ein für die Schweizer Schützentradition, für das Schiessen als Breitensport und für das Recht, eine Waffe zu besitzen. Die Schweizerinnen und Schweizer sind immer äusserst verantwortungsvoll mit dem bisherigen Recht auf Waffenbesitz und Schiessen umgegangen", so das Komitee.

Bild (von links): Bruno Rudolf, Grossrat SVP und Vizeammann, Reinach; Rolf Haller, Grossrat EDU, Zetzwil; Christoph Riner, Grossrat SVP, ehem. Kantonalfähnrich Aarg. Schiesssportverband, Zeihen; Sylvia Flückiger, Nationalrätin, Schöftland; Jürg Weber, Abteilungsleiter 300 m Aargauer Schiesssportverband, Beinwil am See; Victor Hüsser, Präsident Aargauer Schiesssportverband, Rudolfstetten; Lothar Brünisholz, Alt Grossrat SP, Zofingen; Daniel Marti, Gemeinderat CVP, Rupperswil; Alain Bütler, Präsident Junge SVP, Kallern; Markus Liebi, Präsident Fricktalische Offiziersgesellschaft, Oberhof. Foto: zVg
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