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(pd) Im Vivarium sorgen hinter den Kulissen tagtäglich Experten für das Wohl der Tiere. Was sie im Verborgenen alles tun, mag manchen überraschen.


Damit es den 5000 Fischen und anderen Wassertieren im Vivarium gut geht, sind im Zoo Basel täglich vier Tierpflegerinnen und Tierpfleger und ein Kurator zur Stelle. Die Tierpfleger beobachten ihre Schützlinge genau, die Aquarientechnik ist ausgefeilt und dank regelmässigen Analysen ist das Wasser von bester Qualität. Parasiten werden gezielt bekämpft und beim kleinsten Krankheitsanzeichen kommt das Zootierarztteam vorbei.

Im Aquarium gibt es wenig Stress, keine Fressfeinde und immer ausreichend Nahrung. Deshalb werden Fische im Aquarium auch sehr alt. Tritt doch ein Notfall ein, setzen die Zootierärzte den Fisch unter Narkose und untersuchen ihn hinter den Kulissen genau. Das Narkosemittel können sie praktischerweise einfach ins Wasser geben. Sollten Medikamente nötig sein, verabreichen sie auch diese oft über den «Wasserweg».

Gesundheitsvorsorge im Vivarium
Oberstes Ziel der Profis hinter den Kulissen ist es, die Tiere im Aquarium von Beginn weg gesund zu erhalten. Die Wasserqualität ist dabei nur ein Faktor, der für das Wohl der Wassertiere verantwortlich ist. Die Tierpfleger sorgen für die passende Einrichtung des Aquariums und die optimale Strömung. Sie kümmern sich um genügend Schlafplätze und beobachten, ob ein Fisch andere stört und setzen ihn wenn nötig um. Dreimal pro Woche - montags, mittwochs und samstags - ist Fütterungstag. Im Vivarium steht eine ausgeklügelte Palette unterschiedlichster Futtersorten auf dem Speiseplan. Die Tierpfleger bereiten die erlesenen Gerichte an einem grossen Tisch zu und verabreichen jedem Fisch sein spezielles Menu. Dazu gehören auch ausgesprochene Delikatessen wie Austern, Schwertmuscheln oder Dorschfilets.
Alle Fische, die neu in den Tierbestand aufgenommen werden, verbringen unter den wachsamen Augen des Tierpflegepersonals einige Zeit hinter den Kulissen in Quarantäne-Aquarien mit separaten Wasserkreislaufsystemen. In der Eingewöhnungsphase machen die Tierärzte Abstriche von Haut, Flossen oder Kiemen und untersuchen diese unter dem Mikroskop auf Krankheitserreger, zum Beispiel Parasiten.

 Korallen hausgemacht
90 Prozent der Korallen im Zoo Basel stammen aus eigener Zucht. In den bunten Riffaquarien im Vivarium leben fast ausschliesslich Korallen, die im Zolli hinter den Kulissen vermehrt wurden. Nur einige wenige Arten und Individuen stammen direkt aus dem Meer. Manche von ihnen sind mehrere Jahrzehnte alt. Das Wissen um die seltsamen Fortpflanzungsmechanismen und verbesserte technische Einrichtungen machen es heute möglich, unzählige Arten von tropischen Korallen im Aquarium zu vermehren. Die kleinen Korallenfragmente werden sorgsam gehegt. So wachsen sie zu ansehnlicher Grösse heran und werden Teil eines funktionierenden „Ökosystems Korallen-Aquarium“. Tropische Korallen brauchen vor allem viel Sonnenlicht, um schnell und gesund wachsen zu können. Ausserdem müssen alle Bestandteile des natürlichen Meerwassers, beispielsweise Spurenelemente, in der korrekten Menge vorhanden sein. Korallen wachsen unter guten Bedingungen im Aquarium sehr schnell. Von natürlichen Korallenriffen liest man immer wieder von Wachstumsraten von wenigen Millimetern pro Jahr. Im Aquarium wachsen die Riffe in derselben Zeit mehrere Dutzend Zentimeter, denn hier können korallenfressende Tiere und zerstörerische Stürme keinen Schaden anrichten.

Das Salz im Wasser
Alle Meeres-Tiere im Vivarium benötigen Meerwasser von erstklassiger Qualität, nicht nur die Korallen. Rund siebzig Elemente lassen sich in jedem Tropfen Meerwasser nachweisen, das landläufig «Salz» genannte Natriumchlorid ist nur eines davon. Von zentraler Bedeutung für die Qualität des künstlichen Meerwassers ist die perfekte Abstimmung der einzelnen Substanzmengen. Fehlt beispielsweise Kalzium, verkümmern die Korallen. Der Zoo Basel - und viele europäische Grossaquarien - verwenden Salzmischungen, die direkt vor Ort in Leitungswasser gelöst werden.

 Diese Art Meerwasser herzustellen ist oft sogar effizienter als die Entkeimung und Aufbereitung von natürlichem Meerwasser. Auch im Ozeanium wird synthetisches Meerwasser verwendet werden und durch hoch effiziente Filterungen laufend aufbereitet, sogar das Abwasser wird gereinigt und zurückgewonnen.

Hinter den Kulissen im Vivarium werden die Aquarien geputzt, eingerichtet und die Tiere gefüttert und gepflegt. Und es wird Nachwuchs produziert. Rund drei Viertel der Süsswasserfische und viele Meeresfische werden gezüchtet. Dabei spielt das „Gespür“ der Tierpflegerinnen und –pfleger eine herausragende Rolle: Die meisten Fische unterscheiden sich in ihrem Fortpflanzungsverhalten ganz erheblich und stellen an ihre Umgebung – das Aquarium und ihre Betreuung – ganz unterschiedliche Ansprüche. So imitieren die Tierpfleger zum Beispiel Regenzeiten, indem sie destilliertes Süsswasser zuführen, sie ahmen die sauren Wasserbedingungen aus tropischen Überschwemmungswäldern nach oder sie bieten den zu züchtenden Schützlingen spezielle Untergründe zum Laichen an. Dieses über Jahrzehnte im Vivarium gesammelte Know-How wird später auch im Ozeanium von Nutzen sein.

Fotos: Zoo Basel
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