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 (pd) Die Bauarbeiten für die Korrektur der Schifffahrtsrinne konnten im Februar 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Arbeiten, welche Mitte Juli 2018 aufgenommen wurden, konnten schneller als geplant, unfallfrei und mit geringen Einschränkungen für die Rheinschifffahrt durchgeführt werden.

Insgesamt wurden 16‘000 Kubikmeter gemischte Sedimente und 22‘000 Kubikmeter Kies bewegt. Das von den Schweizerischen Rheinhäfen getragene Gesamtprojektbudget von 4,2 Mio. Franken konnte eingehalten werden. Es dauerte genau 134 Arbeitstage bis die Korrektur der Schifffahrtsrinne umgesetzt war. Die Korrekturen an der Fahrrinnentiefe verteilten sich auf einer Gesamtfläche von rund 140‘000 Kubikmeter. Mehrere Arbeitsgeräte kamen dabei zum Einsatz: Ein Stelzenponton mit Hydraulikbagger und ein grosses Kranschiff mit Seilbagger zum Abtragen des Materials. Eine Klappschute zum Transport sowie ein Messboot für die Vor- und Nachkontrolle der Arbeiten. Die punktuellen Abtragungen erfolgten durch das beauftragte Unternehmen mit höchster Präzision, so dass alle Bereiche der Rheinsohle nach Plan bearbeitet werden konnten.

 Insgesamt wurde leicht mehr Masse bewegt, als ursprünglich vorgesehen. Bei den gemischten Sedimenten 16‘000 Kubikmeter und damit 1000 Kubikmeter mehr als geplant. Beim Kies wurden 22‘000 Kubikmeter (+10 %) abgetragen. Während die gemischten Sedimente wieder in den Rhein eingebracht wurden, konnte der Kies als ökologisch wertvolle Schüttung an den Basler Rheinufern vom Kanton Basel-Stadt übernommen werden. Dank dem engagierten Einsatz aller Beteiligten wurde die Baustelle sicher und unfallfrei abgewickelt.

Durch das gut aufeinander abgestimmte Zusammenspiel zwischen Unternehmer, Tiefbauamt, der Schifffahrt und dem Bauherr konnte daher das Projektziel, eine Erhöhung der Mindestfahrinnentiefe um 30 cm vollständig, exakt und innerhalb der Vorgaben des Zeitrahmens und des Budgets erreicht werden. Die Massnahme, welche ebenfalls im Bericht zum Klimawandel des Bundesrates verankert ist, verbessert nun nachhaltig die Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der südlichen Häfen Birsfelden und Auhafen Muttenz.

 Die Schweizerischen Rheinhäfen als Bauherr und Financier freuen sich, dass mit der Korrektur Schifffahrtsrinne die gewünschte nautische Verbesserung erreicht ist, die gleichzeitig einen Mehrwert für Schifffahrt und Ökologie darstellt. Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen des Aktionsplans Schifffahrt konnte somit umgesetzt werden.

Die Arbeiten, welche von den Schweizerischen Rheinhäfen als Bauherr und dem Tiefbauamt Basel-Stadt als Bauherrenvertretung durchgeführt wurden, stiessen auf ein positives Interesse in der Öffentlichkeit und auch auf besondere Funde: Ein sehr gut erhaltenes versteinertes Farn konnte geborgen und an das Naturhistorische Museum gegeben werden. Neben einem historischen Pfahl wurde auch der ein oder andere verlorene Anker wieder gefunden.

Mit der Veröffentlichung der offiziellen Nachricht an die Binnenschifffahrt wird die neue Mindestfahrrinnentiefe heute an die Schifffahrt übergeben.

Bilder: zVg

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