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(info) Kathrin Hasler, Hellikon, SVP (Sprecherin) und Christoph Riner, Zeihen, SVP, werden am 13. November eine Motion gegen unnötige Zentralisierungen der Oberstufenstandorte zu Lasten der kleinen Gemeinden, infolge kurzfristiger Nichterfüllung der Mindestanforderungen, einreichen.

Die Motion im Wortlaut: «Der Regierungsrat wird gebeten, die rechtlichen Grundlagen im Schulgesetz (SAR 401.100) anzupassen, damit altersdurchmischte Klassen in der Oberstufe ermöglicht werden. Im Weiteren soll das Schulgesetz so geändert werden, dass ein Oberstufenzentrum mindestens fünf Sekundar- und Realschulabteilungen umfassen muss und bei Nichterfüllung der Mindestvorgaben die Ausnahmeregelung auf sechs Jahre festgesetzt wird.
Begründung: Die Umsetzung der Reform «Stärkung der Volksschule», welche am 12. März 2012 vom Aargauer Stimmvolk angenommen wurde, zeigt in der Umsetzung der Regionalisierung der Oberstufe, dass kaum eine Gemeinde freiwillig auf die Oberstufe verzichtet. Die Standortkonzentration wird in der Regel zulasten der kleineren Landgemeinden vollzogen. Neben dem Verlust eines Standortvorteils bei einem Wegfall eines Oberstufenstandortes, haben diese Gemeinden zwischenzeitliche Erwerbsausfälle, leerstehende Schulräumlichkeiten und werden mit zusätzlichem Schulgeld und Transportkosten belastet. In vielen Gemeinden wurde in den letzten 10 Jahren für die die Serealstandorte Schulraum geschaffen, welcher zum Teil noch nicht amortisiert ist. Für diese Gemeinden ergeben sich weder Kosteneinsparungen noch andere Vorteile. Ländliche Gemeinden werden oft von Familien als Wohnort bevorzugt. Eine ortsansässige, überschaubare Schule ist oft ein Mitentscheidungsgrund. Die ländlichen Gemeinden werden in ihrer Entwicklung und ihrer Wahrung der Gemeindeautonomie behindert.
Daher soll das Schulgesetz angepasst werden, damit ein Oberstufenzentrum mindestens fünf Real- und Sekundarstufenabteilungen umfassen muss.
Durch die Erhöhung der Mindestschülerzahlen haben viele kleinere Oberstufenzentren Mühe, die geforderten Mindestschülerzahlen vor allem in der Realschule zu erreichen. Mit gesetzlichen Anpassungen des Schulgesetzes sollen künftig altersdurchmischte Klassen ermöglicht werden. Mit altersdurchmischten Klassen können die Klassengrössen ausglichen werden.
In einigen Regionen findet eine grosse Bautätigkeit, eng verknüpft mit einem Bevölkerungswachstum statt, welches zu markantem Schülerwachstum führt. Zudem wird kantonsweit mit steigenden Schülerzahlen gerechnet. Die Ausnahmeregelung bei Nichterfüllung der Mindestanforderungen, welche im § 22 erwähnt wird, soll auf sechs Jahre festgesetzt werden, damit es nicht zu unnötigen Zentralisierungen infolge kurzfristiger Nichterfüllung der Mindestanforderungen kommt. Wie bereits erwähnt, braucht es auch weitreichende Abklärungen, wie eine künftige Oberstufe strukturiert werden soll. Anschlussmöglichkeiten müssen geprüft werden. Schulleitungen, Schulpflegen, Gemeinden und Bevölkerung müssen in einen solchen Prozess eingebunden werden. Den Gemeinden soll der nötige zeitliche Rahmen gewährt werden bei der Neuorientierung einer Oberstufe.
Der Regierungsrat vertritt in seinen Überlegungen die Ansicht, dass die Schulstandortkonzentration in der Regel zulasten der kleinen Landgemeinden vollzogen wird. Der Kanton Aargau ist kleinräumig strukturiert, deshalb müssen Zentralisierungen sinnvoll umgesetzt werden und die nötigen Rahmenbedingungen für Alternativen geschaffen werden.»

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