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 (pd) Zum Abschluss des Jurapark-Schulmoduls leistete die sechste Klasse aus Neuenhof in Thalheim einen Arbeitseinsatz zum Wohl der seltenen Grossen Turmschnecke und anderen Tieren. Ein Erlebnisbericht.

Steinhaufen für Kleintiere

Konzentriert hebt ein Mädchen einen schweren Stein aus der Wiese auf und trägt ihn zu einem Haufen, auf dem bereits kleinere und grössere Steine liegen. Ein paar Meter weiter wuchten ein paar Jungs, gemeinsam mit ihrem Lehrer Michael Scheck die in der Wiese liegenden Steine auf eine bestehende Trockensteinmauer. Eine andere Mädchengruppe schichtet aufgelesene Äste auf einen bereits erstellen Steinhaufen.

Die 17 Schülerinnen und Schüler sind konzentriert bei der Sache. Ihr Einsatzort liegt oberhalb Thalheim, am Hard, mit Blick auf die Gisliflue. Der Forst hat hier, im Auftrag des Kantons, ein Waldstück aufgelichtet. Mit ihrem Einsatz sorgen die Kinder dafür, dass der Waldrand und die angrenzende Wiese zukünftig gemäht werden kann. Rolf Treier vom Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg leitet die Gruppe an. Er zeigt den Pflegeplan und erklärt auf dieser Grundlage, in welchem grösseren Zusammenhang der Eingriff steht, von dem in erster Linie die Grosse Turmschnecke profitieren soll. Diese kleinen Kegelschnecken sind stark gefährdet und mögen es warm und trocken.

Gelerntes praktisch umsetzen

 Der Arbeitseinsatz bildet den praktischen Abschluss des Jurapark-Schulmoduls «Glögglifrosch – eine besondere Kröte», eine theoretische Prüfung folgt im Schulzimmer. Doch was nützt dieser Einsatz der seltenen Geburtshelferkröte, die wegen ihrem Ruf auch «Glögglifrosch» genannt wird? «Sie können sich unter den Steinen und Ästen verstecken», sagt eines der Kinder. Und da ja nicht jede Kröte dasselbe möge, hätten sie ihre drei Haufen ganz unterschiedlich gestaltet – eine davon mit einer Schutzmauer aus Ästen, zur Abwehr gegen Feinde. Helene Bigler-Brogli, Jurapark-Modulleiterin, begleitet die Klasse seit April. Sie freut sich, wie viel bei den Kindern aus den vorhergehenden Exkursionen und Schulstunden hängen geblieben ist, wie folgende Aussage eines der Mädchen zeigt. «Ich weiss gar nicht, wieso Frösche und Kröten immer mit Wasser in Verbindung gebracht werden. Die Geburtshelferkröte ist ja kaum am Wasser anzutreffen – nur die Männchen, wenn die Kaulquappen aus den Eiern schlüpfen». Auch die Abwesenheit eines Tümpels in unmittelbarer Nähe sei kein Problem, da die kleinen Kröten ja bis zu 1.5 Kilometern wandern könnten.

Einen kleinen Teich finden sie dann doch, mitten in einem Baum. Im Wasser wimmelt es von Kleinlebewesen. «Kommt her! Mega spannend – und voll eklig!»

«Die Natur hier ist so schön!»

Das Schulzimmer Natur bietet ein weites Lernfeld. Wie erkennt man beispielsweise Hasel, für die Wurststecken? Und wie macht man ein Feuer, wenn das Holz trocken ist? Nicht alle Kinder sind regelmässig draussen. Einer der Jungs meint, er sei nie im Wald. Auf die Frage, ob ihm der Wald denn Angst mache meinte er: «Schon ein wenig - weil es dunkel und dreckig ist». Und er fügt an «Aber hier ist es sehr schön!» Für die Ästhetik der Natur liessen sich auch zwei weitere Jungs begeistern, die andächtig Richtung Gisliflue blickten. «Die Natur hier ist so schön – wie ein Gemälde sieht es aus. Fast nichts bewegt sich.» Im urbaneren Neuenhof ein seltener Anblick.

Reich an neuen Erfahrungen und Eindrücken bestiegen die Kinder am Nachmittag den Bus Richtung Brugg. «Ich will zukünftig öfter in den Wald!» sagte eines der Kinder – ein schöner Vorsatz.

Jurapark-Schulmodul «Glögglifrosch – eine besondere Kröte»

Die Klasse aus Neuenhof verband das Modul mit einer zweitägigen Schulreise in den Jurapark Aargau. Vom Eichhof in Herznach aus besuchten sie die Geburtshelferkröten auf einer Abendexkursion in ihrem Lebensraum in Oberzeihen und am nächsten Tag begaben sie sich auf die Spuren des Landschaftswandels und lernten, welchen Einfluss dieser auf die kleine Kröte hat.

Draussen unterrichten, mit allen Sinnen und direkt vor der Schulhaustüre – das ist die Kernidee dieser Schulmodule. Sie stehen in erster Linie Jurapark-Schulen offen, bei freien Plätzen zusätzlich auch Klassen ausserhalb des Parkperimeters. Dank Sponsoren wie dem Swisslos Fonds Aargau und «éducation21» kann das Modul gratis angeboten werden. Start des nächsten Glögglifrosch-Moduls ist im Januar 2019.

Bilder: Die Steine müssen aus der Wiese geschafft werden; «Schau, die Natur ist so schön hier!» Fotos: Jurapark Aargau

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