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(pd) Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt erneut zwei grosse Forschungsprojekte des Universitätsspitals Basel. Wie schon bei der letzten Vergabe spricht der Nationalfonds Förderbeiträge für die Schweizerische Transplantationskohorte sowie für die Schweizerische Vorhofflimmerkohorte.

Die Studie, die das Patienten- und Organüberleben langfristig erforscht, erhält in den nächsten drei Jahren rund 4,4 Millionen Franken. Die Studie zum Vorhofflimmern wird in den nächsten zwei Jahren mit rund 3 Millionen Franken gefördert. Das Universitätsspital Basel (USB) ist bei der Vergabe von Förderbeiträgen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) wiederum doppelt berücksichtigt worden. Von den neun Kohortenstudien, die der SNF ab 2018 finanziell unterstützt, sind zwei Forschungsprojekte am USB angesiedelt.

Transplantationskohorte ausgezeichnet bewertet
Die Schweizerische Transplantationskohorte (STCS) wird vom SNF auch in den nächsten drei Jahren mit total 4,4 Millionen Franken gefördert. Die STCS ist ein gesamtschweizerisches Projekt, das von Prof. Jürg Steiger, Chefarzt Transplantationsimmunologie und Nephrologie am USB, geleitet wird. Ebenfalls am USB beheimatet sind die STCS-Gesamtkoordinatorin Madeleine Wick
und das dazu gehörende Datenzentrum, dem PD Dr. Michael Koller vorsteht. Steiger ist hoch erfreut, dass die STCS aufgrund der ausgezeichneten Bewertung eines Expertengremiums den vollen Förderbeitrag erhält, obschon der SNF sein Förderprogramm um ein Drittel gekürzt hat. Mit der wissenschaftlichen Untersuchung aller in der Schweiz organtransplantierten Patientinnen
und Patienten möchte die STCS das Patienten- und Organüberleben langfristig erforschen. Damit sollen die Ergebnisse von Organtransplantationen verbessert werden. Seit 2008 hat die STCS alle Patientinnen und Patienten mit sämtlichen in der Schweiz praktizierten Organtransplantationen erfasst (rund 4‘600 Patientinnen und Patienten bis November 2017). Dank der engmaschigen
Beobachtung konnten Daten mit hoher Qualität gesammelt werden. Aktuell laufen im Rahmen der STCS über 110 spezifische Forschungsprojekte, um die Transplantationsmedizin weiterzuentwickeln.

Vorhofflimmerkohorte wird erweitert
Die Schweizerische Vorhofflimmerkohorte (Swiss-AF) erhält vom SNF in den nächsten zwei Jahren rund 3 Millionen Franken. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, wovon in der Schweiz rund 100‘000 vor allem ältere Menschen betroffen sind. Swiss-AF möchte herausfinden, ob eine direkte Beziehung zur Alterserkrankung Demenz besteht. Dieser mögliche Zusammenhang ist
volkswirtschaftlich von grösster Relevanz, da beide Krankheitsbilder hohe Kosten verursachen. Die Studie wird geleitet von den USB-Kardiologen PD Dr. Michael Kühne und Prof. Stefan Osswald zusammen mit Prof. David Conen von der McMaster University in Hamilton (Kanada). Von 2014 bis Mitte 2017 wurden an 13 Schweizer Spitälern mehr als 2‘400 Probanden eingeschlossen.
Wegen der Programmkürzung um ein Drittel wird der SNF Swiss-AF nach sechsjähriger Förderung ab 2020 nicht mehr direkt, sondern nur noch über neue Projekte unterstützen. Eines davon ist die Studie Swiss-AF-Burden von PD Dr. Michael Kühne, welche vom SNF mit 600‘000 Franken und der Schweizerischen Herzstiftung mit 500‘000 Franken gefördert wird. Die Studie möchte klären, ob ein
direkter Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und dem Auftreten von Folgeerkrankungen besteht.

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