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Luftaufnahme des Kraftwerks Albbruck-Dogern. Foto: zVg

(pd) Mit einer Generalüberholung des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern kann die Stromproduktion gesteigert werden. Die zusätzliche Versorgung von 13 000 Haushalten wird möglich. RADAG investiert total rund 43 Millionen Euro in das Rheinkraftwerk bei Schwaderloch.

Seit 2015 wurde am Hochrhein an der Schweizer Grenze das Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern generalüberholt: Zwischen den gleichnamigen badischen Gemeinden erzeugt das Kraftwerk des Unternehmens RADAG seit den 1930er-Jahren Strom aus Wasserkraft, und das grenzübergreifend. Nach 80 Jahren Dauer­betrieb war ein grosser Teil des Rheinkraftwerks bereit für neueste Technik, um effizienter und wartungsärmer mehr Strom als bisher zu produzieren. Dazu wurden ab 2015 nacheinander die drei alten Kaplanmaschinen sowie die Leittechnik und die Abströmung erneuert. Jetzt wurde die dritte und letzte Maschine in Betrieb genommen und somit der Regelbetrieb mit gänzlich neuer Technik aufgenommen.
Sandra Silva Riaño, Aufsichtsratsvorsitzende der RADAG und Leiterin Hydro Power und Biogas bei RWE Generation: «Grundlastfähige Wasserkraft trägt zu einer erfolgreichen und grenzübergreifenden Energiewende bei. Deshalb hat die RADAG rund 43 Millionen Euro in die Modernisierung des Rheinkraftwerks investiert. Zehn Prozent mehr Leistung und ein wartungsfreundlicher Betrieb stehen für diese Investition in die Zukunft. Mein herzlicher Dank an alle Mitarbeitenden und beteiligten Unternehmen, die diese Verjüngungskur ermöglicht haben.»

Einheben der Turbine. Foto: zVgNeues Turbinendesign ermöglicht höhere Energieerzeugung
Wasserkraftwerke sind Unikate. Für jedes Kraftwerk müssen Turbinen massgeschneidert werden, denn überall unterscheiden sich Wasserdurchfluss oder Fallhöhe der Anlagen.
Die Maschinen des Rheinkraftwerks bestehen aus jeweils einem Laufrad mit einem Durchmesser von sieben Metern, einem Leitapparat sowie einem Generator. Jede der drei Maschinen verfügt über eine Leistung von 28 Megawatt.
«Fünf Jahre haben wir unser Rheinkraftwerk in mühevoller Kleinstarbeit saniert. Jedes Teil musste einzeln und in Handarbeit auseinandergenommen, bearbeitet und wieder eingesetzt werden. Und das Ganze im laufenden Betrieb, die verbleibenden zwei Maschinen sind weiter gelaufen. Aber der Aufwand zahlt sich aus. Dank seines hochmodernen Designs mit vier statt fünf Flügeln kann das tonnenschwere Laufrad die Strömungsenergie effizienter nutzen. So können wir trotz unveränderter installierter Leistung grünen Strom für über 13 000 Haushalte zusätzlich erzeugen», erklärt Projektleiter Andreas Göggel von der Schluchseewerk AG, die sich um die Betriebsführung und um die Projekte der RADAG kümmert.

Alles im laufenden Betrieb und im Einklang mit der Natur
Die RADAG verfügt über eine weitere Turbine im 2009 fertiggestellten Wehrkraftwerk weiter flussaufwärts. Mit allen vier Turbinen erzielt die RADAG eine installierte Gesamtleistung von 108 Megawatt und erzeugt rund 680 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Dies geschieht im Einklang mit der Natur. Vor zehn Jahren hat die RADAG beim Bau des Wehrkraftwerks vier Millionen Euro in die ökologische Aufwertung der Gesamtanlage an dem zwölf Kilometer langen Rheinabschnitt investiert. Unter anderem erhöhen neue Kiesinseln, Buhnen und Felsblöcke die Strukturvielfalt und bieten Rückzugs- und Laichmöglichkeiten für die Äsche und andere heimische Fische. Zudem wurde die Albmündung renaturiert. Nicht zu vergessen: Für die Modernisierung des Fischpasses am Maschinenhaus der Altanlage wurden zusätzlich zwei Millionen Euro investiert.

Die Deutsche Bahn fährt mit RADAG-Strom
Zurzeit deckt die Bahn 57 Prozent ihres Energiebedarfs mit Strom aus erneuerbaren Energien. Auch die Wasserkraftwerke der RWE Generation SE tragen hierzu jährlich mit einer Lieferung von rund 900 Millionen Kilowattstunden bei. Dazu gehört auch der am Hochrhein erzeugte Strom der RADAG.

Unsere Bilder
Erstes Bild: Luftaufnahme des Kraftwerks Albbruck-Dogern. Foto: zVg
Zweites Bild: Einheben der Turbine. Foto: zVg
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