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Ausnahmezustand, wohin man blickt. Auch die Schulen müssen sich auf Neues einlassen, ausprobieren und vor allem dazulernen – Lehrer und Schüler gleichermassen.

MARIANNE VETTER

Es gibt Schulen, die in Sachen Digitalisierung sehr weit sind und es gibt andere, die sich erst organisieren und digital aufrüsten müssen. Letzteres brauche etwas Zeit, hält Beat Petermann, Gesamtschulleiter der Kreisschule Unteres Fricktal und Co-Präsident vom Schulleiterverband, fest. «Wir lernen heute – gerade in Anbetracht der aktuellen Lage – sehr viel dazu.»

Eine besondere Situation. Auch an der KUF finden zwischenmenschliche Kontakte überwiegend über soziale Medien statt und bei den wenigen Besprechungen von Angesicht zu Angesicht wird die gebotene Distanz strikt eingehalten. Eine der Herausforderungen in den letzten Tagen: Online-Plattformen für die Schüler zugänglich zu machen.

An der KUF, Standort Rheinfelden, sieht das momentan so aus: Jede Klasse hat auf dem Schulserver einen Ordner «Verteiler». Hier finden die Schüler die einzelnen Fachordner mit den Arbeitsunterlagen und einer Aufgaben-Übersicht. Die Aufgaben werden dann von den Schülern innerhalb einer Woche bearbeitet.
Die Schule ist verantwortlich für die Bereitstellung der Arbeitsmaterialien und stellt sicher, dass diese ausgehändigt beziehungsweise über die E-Learning-Plattformen zur Verfügung gestellt werden. Unterstützung erhalten die Schüler von ihren Klassenlehrern, die als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Benotungen gibt es keine. Den Lehrern ist dabei freigestellt, von wo aus sie arbeiten, informiert Petermann. Bis jetzt habe alles recht gut geklappt. Die Rückmeldungen der Schüler seien überwiegend positiv. Das Betreuungsangebot, das auch an den Oberstufenstandorten gewährleistet ist, wurde bei der KUF noch nicht in Anspruch genommen.
Während man am Standort Rheinfelden nach kurzen Anpassungen online loslegen konnte, erfolgte die Kommunikation am Standort Kaiseraugst anfangs noch auf dem Mail-Weg. Wie Petermann mitteilte, haben seit dieser Woche aber auch die Schüler in Kaiseraugst einen Zugang zum Schulserver.

Wie geht es nach den Frühlingferien weiter? Das Departement Bildung, Kultur, Sport (BKS) ist derzeit mit Hochdruck dabei, die Rahmenbedingungen für eine mögliche Phase 3 zu erarbeiten. Fest steht, dass die Schüler – falls auch nach den Ferien kein Präsenzunterricht stattfindet – nach Lehrplan unterrichtet werden. Dabei sind die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schulen sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen zuhause zu berücksichtigen. «Wir sind im engen Kontakt mit dem Bildungsdepartement.» Beat Petermann ist zuversichtlich, gute Lösungen zu finden. «Wir müssen uns auf die Stärken der Schule besinnen und als Team funktionieren. Es geht auch darum, den Schülern zu vermitteln, dass sie ‹kein verlorener Jahrgang› sind.»

Die Kreisschule Unteres Fricktal umfasst die Realschule, die Kleinklassen Oberstufe, das Werkjahr, die Berufswahlschule, die Sekundarschule und die Bezirksschule der Gemeinden Rheinfelden, Magden, Kaiseraugst, Olsberg, Mumpf, Obermumpf, Schupfart, Stein und Wallbach. Im Schuljahr 2019/20 besuchen rund 790 Schüler die Kreisschule Unteres Fricktal. Sie werden von 90 Lehrpersonen an zwei Standorten in Rheinfelden und Kaiseraugst unterrichtet.

Bild: Beat Petermann, Gesamtschulleiter der Kreisschule Unteres Fricktal und Co-Präsident vom Schulleiterverband. Foto: zVg
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