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Jurapark Präsident Thomas Vetter (rechts) mit den Gemeindeammännern der «Kandidaten»-Gemeinden Mandach und Bözberg, Therese Brändli und Lukas Erne. Foto: Jörg Wägli

Der Jurapark Aargau wächst. Dies in allen Belangen: Umsatz, Projekte, Teilnehmerzahlen, Regionalprodukte – und auch Parkgemeinden. An seiner 28. Vereinsversammlung hiess der Trägerverein in Gansingen die Gemeinden Bözberg und Mandach als Park-Kandidaten willkommen. Mit ihnen möchte der regionale Naturpark 2022 mit total 30 Parkgemeinden in die zweite zehnjährige Betriebsphase starten.

JÖRG WÄGLI

Vor rund zehn Jahren hatte Mandach noch «Nein» zum Jurapark Aargau gesagt. «Die Angst, zu viele Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen, war damals zu gross», erklärte der Mandacher Gemeindeammann, Lukas Erne, die damals ablehnende Haltung. «Heute sieht es ganz anders aus – bei Bevölkerung und Gemeinderat», erklärte Erne den in Gansingen anwesenden Vereinsmitgliedern, als er seine Gemeinde als «Kandidatin» vorstellte. «Wir sehen die Vorteile – bezüglich sanftem Tourismus, Standortmarketing, Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten usw.» Zudem liege Mandach am Flösserweg, habe mit Maja Stürmer bzw. deren im Parkgebiet (Hottwil) gelegenen «Chrüterstübli» eine engagierte Jurapark-Akteurin in den eigenen Reihen und die Gemeinde habe bereits mit einen Bänkli-Rundweg und der Initiative eines gemeinsamen und durch die Gemeinde unterstützten Hofladens eigene Projekte lanciert, so der Gemeindeammann. «Aber wir sehen nicht nur Vorteile für uns», so Lukas Erne: «Wir sind überzeugt, dass unsere Gemeinde mit ihrer hohen Landschaftsqualität und ihrem Ortsbild (Heimatschutzpreis 1992) auch für den Jurapark eine Aufwertung darstellt.»

Bözberg bereits «einen Viertel» dabei
Etwas anders präsentiert sich die Ausgangslage bei der Gemeinde Bözberg, welche mit dem Ortsteil Linn «zu einem Viertel» bereits Parkgemeinde ist. Die Parkgemeinde Linn, welche zudem Standort der Geschäftsstelle des Juraparks ist, hatte sich nach der Parkgründung im Jahr 2013 mit Gallenkirch sowie Ober- und Unterbözberg zur Gemeinde Bözberg zusammengeschlossen. Und da beim Jurapark Aargau Neuaufnahmen erst mit der neuen Betriebsphase ab 2022 möglich sind, blieb es bisher bei dieser «Teilmitgliedschaft». «Wir identifizieren uns mit den Zielen des Parks und möchten künftig als Einheit auftreten und mit der ganzen Gemeinde partizipieren», betonte Frau Gemeindeammann Therese Brändli bei der Präsentation ihrer Gemeinde, die rund 1600 Einwohner zählt und eine Fläche von stolzen 1550 Hektaren hat. Die Fläche von Mandach, das rund 340 Einwohner aufweist, beträgt 554 Hektaren, davon 375 Hektaren Acker und Wiese.
Mandach und Bözberg wurden von den Versammlungsteilnehmenden in Gansingen (anwesend waren 16 der 28 Gemeinden sowie 37 Einzelmitglieder) mit einem einstimmigen Ja als Park-Kandidaten – und einem Präsent – willkommen geheis­sen. «Zwei attraktive Gemeinden, die zum Jurapark passen», freute sich Thomas Vetter, Präsident des Trägervereins. Als nächste Schritte werden die beiden Gemeinden an ihren Wintergemeindeversammlungen über die Jurapark-Mitgliedschaft entscheiden.

Erneuerung der Betriebsbewilligung
Aber auch in den bisherigen Parkgemeinden wird der Jurapark bald wieder Thema an den Gemeindeversammlungen sein. Im Sommer 2020 wird es darum gehen, dass alle Gemeinden ihre Mitgliedschaft bestätigen sowie Vertrag und Charta erneuern. Dies ist für die zweite zehnjährige Betriebsphase, welche ab 2022 laufen soll, notwendig.
Die Vorarbeiten für die Erneuerung der Betriebsbewilligung (2022 bis 2031) durch das Bundesamt für Umwelt BAFU haben längst begonnen und beschäftigen Geschäftsstelle und Vorstand nicht zu knapp, dies nebst dem Finanzierungsantrag für die neue 5-Jahresphase (2020 bis 2014), welche bis Ende März via Kanton Aargau beim BAFU zur Prüfung eingereicht werden musste und dessen Programmverhandlungen auf Mitte August angesetzt sind.

Zusätzliche 360°-Analyse abgelehnt
Angesichts dieser aufwändigen Arbeiten war es kein Wunder, dass der Vorstand einem Antrag von Mitglied Heinz Oftinger aus Bözen, welcher bis Dezember eine «360°-Analyse» über den Jurapark mit einem «Abschluss mit Bericht und Wirkung» verlangte, ablehnend gegenüberstand. «Dies greift zu sehr in die operative Tätigkeit ein und die Termine sind nicht realistisch», begründete Thomas Vetter. Zudem werde aktuell in Zusammenhang mit der Erneuerung der Betriebsbewilligung ein «Feedback für die letzten acht Jahre» erstellt. Weiter seien Bund und Kanton «harte Player», gegenüber denen sich der Jurapark jederzeit verantworten müsse, betonte der Präsident. Die Versammlung folgte denn auch dem Antrag des Vorstands auf Ablehnung des Antrages Oftinger, welcher nur gerade 3 Ja-Stimmen (bei 2 Enthaltungen) erhielt. Das absolute Mehr betrug 44 Stimmen.

Jahresbericht und Rechnung
Eine Erfolgskontrolle stellen jeweils auch Jahresbricht und Rechnung für das vergangene Jahr dar. Geschäftsleiterin Christine Neff konnte im Jahresbericht auf einige Highlights des letzten Jahres hinweisen. So etwa auf vier Anlässe unter dem Thema «Stein und Wein», bei welchen Angehörige verschiedener Firmen in 345 Arbeitsstunden qualitative Steinstrukturen geschaffen haben. Ein Freiwilligen-Engagement für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten. Oder die Pflanzung von 20 Hochstamm-Apfelbäumen durch Raiffeisen-Angehörige, «welche soviel CO2 einlagern, wie die Raiffeisen-Mitgliederversammlungen verursachen», verriet Neff. Trekking für Menschen mit Handicap, Signalisations-Tafeln in den Parkgemeinden, das neue Design für die 288 zertifizieren Regionalprodukte der 32 Produzenten (damit gehört der Jurapark Aargau zu den vier Schweizer Pärken mit der grössten Anzahl an Produkten mit dem Parklabel), die Jurapark-Angebote für Schulen (Wert pro Klasse 4000 bis 6000 Franken), welche durchaus noch mehr genützt werden dürfen, oder die Sensibilisierungskampagne «Energie.Zukunft.Jura­park» in den Gemeinden Mettauertal und Laufenburg waren weitere Highlights. Ebenso die Entwicklung der Genussstrasse, welche Zuwachs erhielt (zwei Restaurants, zwei Produzenten, ein Dorfladen) und nun 46 Betriebe zählt. Und auch betreffend Teilnehmerstatistik durfte Christine Neff feststellen: «Der Trend weist klar nach oben.»

Wachstum
Ganz generell verzeichnet der Jurapark Aargau seit seiner Gründung ein Wachstum. So beispielsweise auch beim Umsatz, der von rund 1 Mio. Franken auf aktuell 1,7 Mio. Franken gewachsen ist, oder bei der Zahl der auf der Geschäftsstelle Beschäftigten, die von anfänglich 5 auf 11 anstieg. Doch Wachstum verpflichtet auch. «Die Aktivitäten haben enorm zugenommen», stellte Roland Hon­egger, Mitglied des Vorstandes und des Finanzausschusses, fest. Nach dem Motto «Manchmal ist weniger mehr» müsse man die Aktivitäten stets überprüfen, sich am Markt orientieren und gewichten. Die Schnelllebigkeit der Zeit mache die Konzeptarbeit nicht einfacher. Kurzfristiges Reagieren sei oftmals nötig, betonte er.
Wachstum hat zudem Auswirkungen auf die Finanzen. «Wenn man wächst, muss auch die Eigenkapitalbasis wachsen», sagte Markus Schmid, stellvertretender Geschäftsführer des Juraparks. Entsprechend ist das «Plus» von knapp 19 000 Franken in der Jahresrechnung 2018, nicht einfach erfreulich, sondern auch nötig. Das Eigenkapital konnte damit auf rund 276 000 Franken erhöht werden. Jahresbericht und Jahresrechnung wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Neue «Label»-Produzenten (von links): Bruno und Danièle Stadler, Severin Rüede und Corinna Casanova sowie Charlotte Häseli. Foto: Jörg WägliNeue Jurapark-Produkte
Schliesslich durften an der Versammlung neue Produzenten von zertifizierten Jurapark-Produkten geehrt werden. Präsident Thomas Vetter durfte Severin Rüede und Corinna Casanova vom Lang­ackerhof Sulz (Knoblauch), der Familie Stadler-Duperrex vom Biohof Kasteln, Oberflachs (Cidre), sowie Charlotte und Judith Häseli vom «Häseli Huus» Gipf-Oberfrick (total 14 Produkte) die verdiente Urkunde überreichen.
Mit einem Ausblick auf die kommenden Anlässe, darunter die diesjährige Weinwanderung im Mettauertal (10. und 11. August), das Bergwerkfest in Herznach (31. August/1. September) und das Jurapark-Fest an der Kulturnacht Laufenburg (7. September) sowie die Budget-Vereinsversammlung am 13. November durfte Thomas Vetter die Anwesenden um 22.30 Uhr zum Apéro in die laue Sommernacht entlassen. Dies nicht ohne allen gedankt zu haben, welche zum Erfolg des Juraparks betragen, – und nicht ohne Aufruf an alle, hinsichtlich der Jurapark-Vertragserneuerung im kommenden Jahr als Jurapark-Botschafter aktiv unterwegs zu sein.

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Erstes Bild: Jurapark Präsident Thomas Vetter (rechts) mit den Gemeindeammännern der «Kandidaten»-Gemeinden Mandach und Bözberg, Therese Brändli und Lukas Erne. Foto: Jörg Wägli
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